smago! INFORMIERT
„Haltet durch und kämpft weiter!“ – Anmerkungen von Werner G. Lengenfelder!

smago! kann – Wort für Wort – nur unterstreichen und bedankt sich auf das Herzlichste für diesen mutigen Vorstoß …:

 

Das war’s dann… Großveranstaltungen bis 31. Dezember 2020 verboten

Anmerkungen von Werner G. Lengenfelder

 

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten sind sich einig: einer Branche wird der Todesstoß versetzt. Mit dem heutigen Beschluss, Großveranstaltungen bis 31. Dezember des Jahres weitgehend zu untersagen, ist das Ende für viele Künstler, Veranstalter und etliche Menschen im Hintergrund gekommen.

Für alle, die nicht in diesem Business arbeiten: Stellt euch vor, euer Chef hätte seit März dieses Jahres euren Lohn nicht mehr überwiesen. Im günstigsten Fall vielleicht hin und wieder einen Teil, den er aber auch wieder zurückfordert. Oder er gibt euch ein Darlehen, für das ihr Zinsen zahlt und das ihr irgendwann zurückzahlen müsst. Euer Guthaben auf dem Sparbuch reicht für zwei, drei Monate. Dann habt ihr noch einen Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung, die ihr kündigen könnt. Die waren aber eigentlich für die Absicherung im Alter vorgesehen. Noch schlimmer: Ihr wisst nicht, wann diese Situation zu Ende ist. Die Perspektive fehlt.

Im Gegensatz zur Lufthansa oder zu TUI ist die Veranstaltungsbranche nicht ein großes Unternehmen mit vielen Festangestellten und einer großen Lobby, sondern kleinteilig organisiert mit vielen Solo-Selbständigen, die oft gerade so viel verdienen, dass sie über die Runden kommen.

Mitte März kam das Aus für diese Menschen. Von 100 auf null. Von heute auf morgen gab es ein Berufsverbot. Wenn dieses Jahr zu Ende ist, sind das neun Monate ohne Einnahmen. Januar und Februar sind in der Regel die ruhigen Monate, das heißt, wir nähern uns im Frühjahr 2021 einem ganzen Jahr ohne Verdienst.

Niemand zweifelt erst einmal an der gesundheitlichen Notwendigkeit der Maßnahmen zu Beginn der Pandemie. Wirtschaftlich hält das aber niemand durch. Ganz zu schweigen von der sozialen Komponente, das Gefühl, nicht gebraucht und anerkannt zu werden.

Meiner Meinung nach hat die Politik hier eindeutig versagt, lässt Millionen ihrer Bürger in den Abgrund stürzen.

Die meisten Menschen sind derzeit mit sich selbst beschäftigt, haben erst einmal Angst um ihre eigene Zukunft. Das ist ihnen nicht zu verübeln. Dass Kunst und Kultur fehlen, werden sie erst nach und nach merken.

Ich bin ein Mensch, der positiv denkt. Für mich ist das Glas halb vor und nicht halb leer. Mir ist aber bewusst, dass für viele meiner Freunde in der Konzert- und Veranstaltungsbranche das Glas nicht mal mehr zu einem Viertel gefüllt ist.


Das macht mich traurig.


Leider bin ich nicht Dagobert Duck und habe keinen Geldspeicher, um die Not lindern zu können. Aber ich werde weiter das tun, was in meiner Macht als Journalist steht: auf die Sorgen der Branche aufmerksam machen.


Haltet durch und kämpft weiter!

 

 

 

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