HOWARD CARPENDALE
Erneutes “Heimspiel” in der Lanxess Arena in Köln – mit der Show “50 Jahre – Die Show meines Lebens”!

Lesen Sie HIER den zweiten Teil des Konzert-Berichts von smago! Chefredakteur Andy Tichler!

 

 

Nachdem HOWARD CARPENDALE bereits 2018 zwischen Weihnachten und Silvester im Zeitraum vom 27.12.2018 – 31.12.2018 in  der Verti Music Hall in Berlin bereits seine “50 Jahre” gefeiert hatte, wurde daraus die Tournee-Produktion “50 Jahre – Die Show meines Lebens”. Corona bedingt musste diese leider mehrfach verschoben werden.

Im Grunde genommen ist mit dem ‘Untertitel’ “Die Show meines Lebens” bereits alles gesagt. Es handelt sich hierbei definitiv um die Show SEINES Lebens. Und glücklicherweise wurde diese gestern (16.05.2022) in der Barclays Arena in Hamburg mitgeschnitten und für die Ewigkeit festgehalten. Und: Howard Carpendale hat seinen Fans versprochen “Die aktuelle Tour ‘Die Show meines Lebens’ gebe ich nicht nach 13 Konzerten auf (Wir müssen sehen, wie sich die Dinge weiter entwickeln)”. 

Die rund 20-köpfige Live-Band hievt Howard Carpendale und seine Show auf Las Vegas-Niveau! Bereits das (Band-)Intro, das aus Versatzstücken großer Carpendale-Hits wie “Samstag Nacht”, “Deine Spuren im Sand”, “Fremde oder Freunde” (diesen Song wird Howard Carpendale – entgegen der ursprünglichen Ankündigung — siehe unten — NICHT singen …), “Wem?”, “Tür an Tür mit Alice”, “Ti amo” und noch einmal “Samstag Nacht” lässt erahnen, wo die Reise hin geht …

Mit “Hello again” präsentiert Howard Carpendale dann gleich zu Beginn des rund 3-stündigen Programms (die Pause mit eingerechnet) den vermutlich größten und dauerhaftesten Evergreen seiner Karriere. Und nur am Rande sei darauf hingewiesen, dass Howard Carpendale diesen Song selbst komponiert hat.

Den Klassiker “Samstag Nacht” inszenieren Howard Carpendale und Band zunächst als Ballade, bevor es ab der zweiten Strophe dann so richtig zur Sache geht. Mit “Das alles bin ich” folgt ein Song neueren Datums aus dem Jahre 2010, als sich Howard sich zu einer Art deutsch-südafrikanische Antwort auf Tom Petty (& The Heartbreakers) berufen fühlte und sich ein wenig den “Learning To Fly” Duktus angeeignet hatte.

Wussten Sie schon, dass Howard Carpendale ein begnadeter Louis Armstrong-Parodist ist? – Im Rahmen der ‘Show seines Lebens’ erfahren sie es. Howard singt jedoch nicht nur ‘das Original’ What A Wonderful World”, sondern zugleich auch seine deutsche Version “Dieses Leben ist schon”.

Mit “Es geht um mehr” greift er tief in die Mottenkiste, um dann “Mit viel, viel Herz” einen Song aus dem Jahre 1992 vorzutragen. Bereits mit dem 1991 erschienenen Vorgängeralbum hatte Howard einen musikalischen Häutungsprozess eingeleitet, der bis heute andauert.

Ein ganz besonderes Geschenk macht Howard Carpendale seinen Fans dann, in dem er auch seine frühen Anfänge in der “ZDF-Hitparade” beleuchtet. Zu Ehren der “ZDF-Hitparade” und zu Ehren des 2018 verstorbenen Dieter Thomas Heck spielt die Band zuvor die Original-Titelmelodie der “ZDF-Hitparade”, die James Last komponiert hatte. “Tapfer” singt sich Howard Carpendale durch Früh-Werke wie “Ob-La-Di, Ob-La-Da”, “Indianapolis”, “Das schöne Mädchen von Seite 1” (inkl. Rap-Einlage eines seiner Chor-Sänger) und “Deine Spuren im Sand”. Einen leichten Texthänger bei “Indianapolis” ‘entschuldigt’ er mit den Worten “ist egal, ist schon so lange her”.

Vor 45 Jahren (- 1977 -) konnte er mit “Tür an Tür mit Alice” seinen vierten Top 10-Hit in Deutschland verbuchen, dem sich – bis 1984 – noch vier weitere anschließen sollten.

Mit “Du bist doch noch hier” folgt eine der schönsten Balladen, die – 2003 – je für ihn geschrieben wurde (Musik: André Franke, der im Übrigen auch als musikalischer Direktor seiner fulminanten Live-Band fungiert) und Joachim Horn-Bernges.

Was folgt, ist der vielleicht ultimativste schönste Titel, den Howard Carpendale – in jedem Fall seit seinem musikalischen Neu-Start im Jahre 1991 – jemals eingesungen hat: “Unter einem Himmel” (2017). Möglicherweise (!) bildete “Unter einem Himmel” auch die musikalische Vorlage für den Roland Kaiser Song “Liebe kann uns retten” … Mit trauriger Stimme weist Howard Carpendale darauf hin, dass es derzeit “23 große Kriege auf der Welt” gibt.

Nachdem Howard Carpendale im ersten Programmteil zunächst Louis Armstrong und dann der “ZDF-Hitparade” seine Referenz erwiesen hat, setzt der bekennte Elvis (Presley) Fan das Programm nach der Pause mit “Suspicious Minds” fort. Nach “Ruf’ mich an” (“Life Is A Rollercoaster” von Ronan Keating), singt Howard mit “Astronaut” einen Titel, der seiner Zeit weit voraus war (und immer noch ist).

Die “ZDF-Hitparade” hat ihn offensichtlich stärker geprägt, als man es allgemein angenommen hätte. Und das bezieht sich nicht nur auf seine eigenen Hits. Seine Crew hat keine Kosten und Mühen gescheut, die “ZDF-Hitparaden”-Bühne nachzubauen, um – in abgespeckter Band-Besetzung – Titel wie “So bist du” (Peter Maffay) und “Ohne dich schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein” (Münchener Freiheit) “unplugged” neu zu interpretieren (“Ein bisschen Frieden” von Nicole ist im Rahmen der Tour wohl durchs Raster gefallen …).

Mit “Let Your Love Flow” (von The Bellamy Brothers) folgt ein weiterer Song, den man – allerdings in der deutschen Version (“Ein Bett im Kornfeld” — Jürgen Drews) aus der “ZDF-Hitparade” kennt.

Und mit “Laura Jane” findet Howard dann wieder Anschluss an die Titel, die er selbst in der “ZDF-Hitparade” präsentiert hat …

Sein 1981-er Hit “Wem?” wird in bester James Bond Manier inszeniert.

Dass Howard Carpendale im Anschluss den Tina Turner Hit “The Best” präsentiert, passt nur zu gut, denn ‘Die Show seines Lebens’ ist wirklich “Simply The Best” …

Und man kann förmlich spüren, dass ‘Die Show seines Lebens’ “Mit viel, viel Herz” vorbereitet wurde und vor allem jetzt endlich realisiert werden könnte.

Nach einem kurzen Handshake mit den Fans endet mit “Nachts wenn alles schläft” der offizielle Programmteil.

Doch ein Howard Carpendale Konzert wäre kein Howard Carpendale Konzert, gäbe es nicht auch ein paar Zugaben: “Ti amo”, “Wie frei willst du sein”, “Samstag Nacht” (zum Zweiten) und – zum krönenden Abschluss – (die)  “Symphonie meines Lebens”.

 

Foto-Credit: Hergen Schrimpf
Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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