ANITA & ALEXANDRA HOFMANN
smago! Konzert-Kritik – Wahnsinn: „30 Jahre Leidenschaft – Die Jubiläumstournee“!

Dankenswerterweise gab es am 18.02.2020 in Offenburg noch einen Zusatztermin!

 

 

Die Gegensätzlichkeit der Hofmann-Sisters ist immer wieder Bestandteil irgendwelcher Boulevard-Meldungen. ANITA & ALEXANDRA HOFMANN selbst kokettieren mittlerweile am meisten damit. Auch stimmlich könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Während Alexandra immer mehr zur „Wanda Jackson des modernen Popschlagers“ wird, könnte Anita mit ihrer glockenhellen Stimme Fensterscheiben zum Splittern bringen.

Doch der Reihe nach …

Am Dienstag (18.02.2020) lud die Sparkasse Offenburg zur „PS-Gala 2020“ mit ANITA & ALEXANDRA HOFMANN in die Oberrheinhalle Offenburg ein. Die Fans der einstigen „Geschwister Hofmann“ kamen somit in den Genuss eines zusätzlichen (!) Termins der bereits abgeschlossenen „Wahnsinn“ Tour zu ihrem 30-jährigen Bühnenjubiläum. Da der Keyboarder ihrer Live-Band am 18.02. nicht verfügbar war (und fairerweise wollten Anita & Alexandra Hofmann diesen nicht einfach durch einen anderen Keyboarder austauschen), musste kurzerhand eine Halbplayback-Variante des gesamten Programms erarbeitet werden. Und da Anita & Alexandra Hofmann bekanntlich nichts dem Zufall überlassen, will man gar nicht wissen, wie viel Arbeit das für alle Beteiligten bedeutete, am meisten jedoch für Anita & Alexandra selbst, die überdies hinaus eigentlich derzeit schon in einem ganz anderen Tour-Projekt stecken: Noch bis zum 21. März präsentieren sie die Tournee „Wunderland der Träume“. Aber: Wenn man mit Lust und Leidenschaft dabei ist, können einem auch 20-Stunde-Tage rein gar nichts anhaben. Auch die beiden Tänzer von Anita & Alexandra Hofmann machten einen hervorragenden Job. Zeitweise wurden sie zusätzlich von einer Tanzgruppe unterstützt.

Karl Bähr, Vorstands-Mitglied der Sparkasse Offenburg, bürgte für „beste Unterhaltung unter Freunden“ und verwies darauf, dass der 18.02. der „Tag der Batterie“ sei. Hier schließt sich sogleich auch der Kreis zu Anita & Alexandra Hofmann, denn: IHRE Batterien sind IMMER voll aufgeladen! „Genießen Sie das musikalische Feuer, das sie versprühen!“

Und eine allen besten bekannte „Off stimme“ fügte – im Intro – dazu: „Viel Spaß mit den beiden Wahnsinnigen!“.

Den Wahnsinn von Anita & Alexandra Hofmann kann man am besten anhand einiger Zahlen dokumentieren: 8.000 Auftritte in 30 Ländern, 5 Millionen Autobahn-Kilometer gefahren, 1.000 Kostüme aus 1.500 Metern Stoff. „Wo ‚Wahnsinn‘ drauf steht, ist auch Wahnsinn drin!“, sagte die wie immer bestens aufgelegte Alexandra GEIGER  – so heißt sie seit vielen, vielen Jahren bürgerlich – nach dem ersten Song „Wahnsinn“.

Dass Jack White für den Titel „Was kostet die Welt“ im Grunde genommen den von ihm geschriebenen Jürgen Marcus Hit „Auf dem Karussell fahren alle gleich schnell“ taktweise „zweitverwertet“ hat, wurde einem nur zu nur wieder in Erinnerung gerufen, als Anita & Alexandra eben dies fragten. „Was kostet die Welt“ dachten sie sich auch bezüglich ihres Logos, das man – auf den ersten Blick – durchaus mit dem von Aerosmith verwechseln könnte …

Während Alexandra seit nunmehr 28 Jahren mit ihrem Dietmar glücklich und zufrieden ist, lässt sich „Der Lauf der Liebe bei Anita“ – laut ihrer (liebevoll!) gehässigen Schwester – „am besten musikalisch darstellen“: Und so folgte „Dann kamst du“. Und siehe da: Auch Anita ist derzeit wieder vergeben, wie der Regenbogenpresse bereits zu entnehmen war.

So ganz konnte Alexandra das Frotzeln jedoch noch nicht lassen. Sich selbst an einem weißen Flügel begleitend, sang  sie den nächsten Song – „Ohne dich (schlaf‘ ich heut‘ Nacht nicht ein)“ von der Münchener Freiheit – „Für alle Verliebten“. Man müsste Klavier spielen können!, dachte sich auch Anita. Und so spielten Anita & Alexandra ein Instrumentalstück vierhändig, bevor Alexandra wieder das Ruder übernahm. Richard Clayderman’s „Ballade pour Adeline“ ließ sich – kackfrech – in einen astreinen Boogie Woogie übergehen.

Dann rollten beide – im wahrsten Sinne des Wortes! – den roten Teppich aus – und zwar für ihr Publikum, das „„all die Jahre unsere verrückten Wege mitgegangen“ ist. (In der zweiten Programmhälfte sagten Anita & Alexandra nochmals „vielen, vielen Dank“ – „für all die Freiheiten“, die man ihnen lasse. Aber genau deswegen sei ihr Feuer „noch immer mindestens so am Lodern wie am ersten Tag“.) Passend dazu: ihre aktuelle Radio-Single „Die Nummer 1“.

Nach „Hollywood“ (tatsächlich gelingt es Anita & Alexandra Hofmann bei ihren Solo-Shows stets einen Hauch Las Vegas in die Mehrzweckhallen zu zaubern) und „Du hast den Look“ – ihrer deutschen Version des Roxette-Welthits „The Look“ – machte Alexandra ihrem von smago! verliehenen Beinamen „die Wanda Jackson des modernen Popschlagers“ alle Ehre, als sie den Gianna Nannini-Titel „I maschi“ röhrte. „I maschi“ heißt – vom Italienischen ins Deutsche übersetzt – übrigens ebensowenig „Ich habe eine Masche“ wie „Bello e impossibile“ „Der unmögliche Hund“ heißt …) Seit jeher stets um „Hautkontakt“ mit den Fans bemüht, sang Alexandra diesen Gianna Nannini-Hit auf einem Podest, das mitten im Publikum angebracht war. Zu „Sempre, Sempre“, „Tornerò“, „Mamma Maria“ und „Volare“ leistete ihr dann auch ihre Schwester Gesellschaft.

Dass ANITA eine „kleine Tanzmaus“ ist, dürfte sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben. Dass aber auch Alexandra eine „‚Hebefigur‘ einstudiert“ hat, ist neu. Jedoch überließ sie das Tanzparkett beim Song „Luft und Liebe“ dann doch lieber ihrer Schwester, die sich die Seele aus dem Leib tanzte. Weiter ging’s mit „Limbo auf Jamaica“ („Do The Limbo Dance“) und „Ich knips den Sommer wieder an“.

Anita ist jedoch nicht nur ein „kleine Tanzmaus“, sondern zudem auch ein „großer Musical-Fan“, wie Alexandra das Publikum aufklärte. Und so präsentierten beide zum Ende des ersten Programmteils die Highlights aus „Falco – Das Musical“, „Dirty Dancing“, „Whitney ((Houston))“ und „Rocky“. Zu „Ich hab‘ noch nie so geliebt“, der deutschen Fassung des Welthits „(Ive Had) The Time Of My Life“ von Bill Medley & Jennifer Warnes sei noch schnell angemerkt, dass Oliver Thomas der Urheber ist – ihm ist es vor einigen Jahren tatsächlich gelungen, die offizielle Freigabe hierfür zu bekommen. Und so geht die „Deutsche Originalversion“ auf ihn (im Duett mit Eli Melinda) zurück. Da Oliver Thomas (mit Mara Kayser sowie der holländisch-deutschen ‚Boygroup‘ Die Cappuccinos) derzeit mit Anita & Alexandra Hofmann auf Tournee ist („Wunderland der Träume – Eine glanzvolle Revue aus Musik und Emotionen“) soll das natürlich nicht unerwähnt bleiben. Und: Zu „Rocky“ stiegen Anita & Alexandra ein (vorerst) letztes Mal noch einmal in den (Box-)Ring und schenkten sich auch diesmal nichts …

Nach der Pause sagten sie ihrem Publikum zunächst mit dem Howard Carpendale Evergreen „Hello Again“  Publikum hello again, bevor sie mit „Jetzt und hier“ und „100.000 Volt“ gleich wieder Vollgas gaben.

In der Rubrik „Kino in Offenburg“ präsentierten sie dann – zu ihrem Titel „Dieser Augenblick“ – die schönsten Augenblicke der letzten dreißig Jahre in Form eines Videofilms von Anita Hofmann. Diesem ließen sie weitere Momente aus dem ganz privaten Archiv folgen.

Als sie – hinter einer „Schattenwand“ – „Du gehörst zu mir“ sangen, fragte man sich allen Ernstes für einen Moment: Haben sich die beiden am Ende vielleicht doch lieb? Doch Anita & Alexandra selbst wischten diese Illusion sogleich wieder weg: „So harmonisch geht’s bei uns nicht immer zu“. (Und man glaubt es ihnen aufs Wort!)

Da der Einfallsreichtum und die Kreativität von Anita & Alexandra Hofmann keine Grenzen kennt, war es im Grunde genommen gar nicht sonderlich überraschend, dass sie auch ein Michael Jackson Medley vorbereitet hatten: „Smooth Criminal“, „Billie Jean“ und „Bad“ (inkl. bemerkenswerter „Moonwalk“ Einlage von Anita!).

Dass sie darüberhinaus jedoch auch das Jodeln nicht gänzlich verlernt haben, bewiesen sie im unmittelbaren Anschluss daran.

Wie bereits erwähnt, bedankten sie sich noch einmal ganz ausdrücklich bei ihren Fans zum einen für die langjährige Treue, zum anderen – und im Besonderen – für die Freiheiten, die man ihnen lasse. Und welcher Song könnte hierzu besser passen als „Über soeben Brücken musst du geh’n“. Allerdings: „In dem Kleid haben wir’s noch nie gesungen!“, zeigten sie sich selbst amüsiert.

Bereits in frühen Geschwister Hofmann Zeiten waren Anita & Alexandra „die mit den vielen (Musik-)Instrumenten“. Dass auch das Musizieren noch immer eine ihrer ganz großen Leidenschaften ist, bewiesen sie mit einigen Kostproben: Anita auf dem Alphorn („Swiss Lady“ traf auf „100.000 Volt“ = „Rock Around The Clock“), Alexandra auf dem Xylophon und der Pan-Flöte.

Mit „Komet“ und „Dieser Augenblick“ (unter dem Motto „Lass uns funkt sein“) folgen dann wieder zwei Eigengewächse, bevor es mit „Jump“ (Van Halen), „Sing Hallelujah“ (Dr. Alban), „Give It Up“ (K.C. & The Sunshine Bad) und „Y.M.C.A.“ (Village People) langsam in die Zielgerade geht.

Ein „Party-Hitmix“ Marke Eigenbau ist bereits die erste Zugabe, bevor sich alle Mitwirkenden mit „We Are The World“ (USA For Africa) von der Bühne verabschieden.

Müßig zu erwähnen, dass sich Anita & Alexandra Hofmann auch nach diesem Kräfte zehrenden 2-Stunden-Programm – kaum, dass sie von der Bühne runter sind – am Fan-Stand einfinden und sich für ihre Fans alle Zeit der Welt nehmen.

PS: Für ihre vorletzte Tournee-Eigenproduktion „100.000 Volt“ waren Anita & Alexandra Hofmann mit einem smago! Award ausgezeichnet worden. „30 Jahre Leidenschaft – Die Jubiläumstournee“ ist die konsequente Fortsetzung.

 

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