KASTELRUTHER SPATZEN
„HeimatLiebe Weihnacht“: Das große smago! Exklusiv-Interview mit Norbert Rier!

Bei „HeimatLiebe Weihnacht“ handelt es sich um das erste Weihnachtsalbum der Kastelruther Spatzen seit zehn Jahren!

 

 

 

Am zweiten Oktober Wochenende gab es ja so eine Art „Kastelruther Spatzen Fest light“. Was für ein Gefühl war es, wieder auf die Bühne zu können – und das sogar 3 x 3 Stunden lang?

Das war ein super Gefühl. Natürlich haben wir alles etwas im kleineren Rahmen machen müssen – in der Tennishalle statt im großen Festzelt. Wir hatten ja viele Auflagen und strenge Kontrollen. Bis zum Schluss haben wir nicht gewusst, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Aber die Stimmung war hervorragend. Es war etwas familiärer als sonst.

Mussten Sie sich diesmal etwas anders vorbereiten als sonst – mussten Sie die Texte z. B. etwas intensiver lernen nach so langer Zeit?

Ja, natürlich. Wir haben ja Anfang September das verschobene Open-Air-Konzert machen können. Da hatten wir tolles Wetter. Das wäre auch beim Herbstfest gut gewesen, es wäre schön gewesen, das auch im Zelt machen zu können – aber es hat nicht sollen sein.  Wir waren aber total von der Rolle. Wir haben ja nur die neuen Lieder aufnehmen können, ansonsten durften wir ja lange Zeit keine Musik machen.

Die Vorbereitung war sehr intensiv. Wir waren am Anfang schon ziemlich angespannt, bis alles richtig rund lief. Zum Glück hat trotz allem alles richtig gut geklappt. Das Publikum hat richtig toll mit gemacht, die waren richtig heiß und haben toll mitgemacht. Sie waren froh, dass sie endlich wieder Konzerte besuchen können und haben das sichtlich genossen.

Nun hängen ja zwei Tourneen der KASTELRUTHER SPATZEN in der Warteschleife. Die „Feuervogel flieg“-Tournee startete am 21.10. Und im nächsten Jahr folgt die „Liebe für die Ewigkeit“-Tour. Gibt es Planungen, auch eine „HeimatLiebe“-Tour auszurichten?

Wir schauen mal. So lange zu planen, traut man sich ja nicht, weil man nicht weiß, wie die Zukunft sich entwickelt. Die Leute sind natürlich im Karten-Vorverkauf vorsichtiger als sonst. Die Ungewissheit und Unsicherheit ist noch immer da. Man hofft, dass sich das alles bald normalisiert. Wir versuchen, jetzt erst mal alles durchzuziehen – dann wird man weitersehen.

Können Sie sich an den Moment erinnern, als Sie erfahren haben, dass Sie auch in Deutschland mit „HeimatLiebe“ direkt auf Platz 1 der Offiziellen Deutschen Album Charts gelandet sind?

Wir waren total überrascht und haben uns natürlich auch sehr gefreut. Wie jeder andere, versuchen wir natürlich immer unser bestes. Entscheiden tut das Publikum und da ist es natürlich schön, wenn das Album gut ankommt.

Interessant ist die Langlebigkeit des Albums – Woche für Woche ist das Album in den Charts. Sie waren ja schon 2015 mit dem Album „Heimat, deine Lieder“ auf Platz 1 der Charts. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum der Heimatbegriff anscheinend noch immer so wichtig für die Menschen ist?

Bei „Heimat, deine Lieder“ haben wir ältere und bekannte Lieder aufgenommen. Man merkt, dass die Leute das Zuhause und die Heimat immer mehr schätzen und ihnen das besonders am Herzen liegt. Wir können mit diesem Thema identifiziert werden. Das nimmt uns jeder ehrlich ab, wir sind bodenständig. Wir stehen dazu, was ja auch an unserer Tracht zu erkennen ist, zu der wir nach wie vor stehen. Schon früher haben wir ja immer die Heimat in den Vordergrund unserer Lieder gestellt.

Nun erscheint im November ein HeimatLiebe-Weihnachtsalbum. Können Sie dazu etwas verraten, was es damit auf sich hat? Es soll ein deutsches und ein alpenländisches Weihnachtsmedley geben?

 Seit zehn Jahren haben wir kein Weihnachtsalbum mehr produziert. Wir hatten ja nun viel Zeit, neue Lieder aufzunehmen – da haben wir uns gesagt, es wäre mal wieder an der Zeit, ein Weihnachtsalbum zu produzieren. Wir hatten zwei Lieder mit dem Namen HeimatLiebe gemacht. Wir konnten uns nicht entscheiden – beide fanden wir sehr schön. Wir konnten aber natürlich nicht zwei Lieder mit dem gleichen Namen auf ein Album packen. Dann haben wir das eine Lied textlich noch etwas geändert und auf Weihnachten bezogen, so dass das neue Album ‚HeimatLiebe – Weihnacht‘ heißt. Das Lied passt, auch das Lied trägt den Namen ‚HeimatLiebe‘.

Auf dem Album sind wunderschöne neue und traditionelle Lieder drauf und zwei Medleys. Wir haben bekannte Weihnachtslieder neu aufgenommen. Die Leute warten schon auf diese neue Weihnachts-CD. Viele Menschen interessieren sich dafür, die Nachfrage ist da. Wir wurden in der Vergangenheit oft gefragt, wann wir mal wieder Weihnachtslieder aufnehmen würden. Wir haben auch zwei Videoclips gedreht, mit denen auch Werbung gemacht wird. Wir hoffen, dass das für viele ein schönes und passendes Weihnachtsgeschenk ist und es schön auf Weihnachten einstimmt.

Momentan lassen 20 bis 30 Prozent der Fans bei fast allen Künstlern ihre Konzerttickets einfach verfallen, weil sie sich unwohl fühlen. Haben Sie für diese Leute einen Appell, mal wieder rauszugehen – auch um die Crew zu unterstützen, die ja auch davon abhängig sind, dass es weiter geht?

Ja, das hoffen wir schon. Wir verstehen natürlich die Angst und die Unsicherheit vieler Leute. Aber wir haben beim Herbstfest gesehen, dass bei den Eingängen streng kontrolliert wird, dass z. B. ein Impfpass vorliegt. Da konnten die Leute das Konzert dann so richtig genießen. Es wird streng und hart daran gearbeitet, dass die Menschen ihr Konzerterlebnis unbeschwert haben können. Man muss eigentlich keine Angst haben. Aber natürlich steht es jedem immer frei. Manche sind natürlich vielleicht überängstlich. Das ist immer so im Leben – wenn man Angst hat, ist das schwierig. Man muss meines Erachtens alles positiv sehen und nach vorne und nicht zurückschauen.

Haben Sie ein persönliches traditionelles Lieblings-Weihnachts- oder Winterlied?

Mein persönliches Lieblingslied ist nach wie vor „Stille Nacht Heilige Nacht“. Wenn das gesungen wird, weiß man, dass Weihnachten nicht mehr weit ist. Das Lied spielen wir auch gerne auf unseren Konzerten. Spätestens am Heiligen Abend gehört „Stille Nacht“ einfach dazu.

Die KASTELRUTHER SPATZEN haben viel mehr jüngere Fans als viele glauben. Wie sehr leiden Sie darunter, dass Sie medial so gut wie gar nicht stattfinden? Oder ist vielleicht sogar gerade das das Erfolgsrezept, dass Sie nicht in jeder Fernsehsendung auftauchen, weil die Fans daher zu den Konzerten kommen müssen?

Das ist vielleicht tatsächlich ein Vorteil: Das ist leider nicht in unserer Hand – wir müssen immer sehen, ob die Plattenfirma uns in den Sendungen unterbringt. Wenn wir nicht angenommen werden. Grundsätzlich ist es aber besser, wenn die Menschen fragen: Wann kommen die endlich wieder ins Fernsehen? – als wenn es heißen würden: Nicht schon wieder die KASTELRUTHER – das wäre auch nicht so gut. Wir sind recht zufrieden – wenn die Leute unsere Konzerte genießen, freut uns das – und da können wir uns nach wie vor nicht beklagen.

Manchmal ist es auch so, dass man TV-Sendungen angeboten bekommt, man aber Termine hat, die trotz TV nicht angenommen werden können. Dann ist es uns leider nicht möglich. Wir würden uns über eine große Sendung dennoch natürlich sehr freuen. Aber auch jede kleine Sendung ist für uns ganz wichtig und wird von unseren Fans gerne angeschaut. Wenn man da dabei ist – da sind wir auch zufrieden.

Sie sind 1979 zu den KASTELRUTHER SPATZEN dazu gestoßen. Die Band wurde ursprünglich 1975 gegründet – der erste Tonträger erschien erst 1983. Wieso hat es so lange gedauert, bis der erste Tonträger kam?

Die SPATZEN gibt es seit 1977. Das war in Südtirol nicht gängig oder üblich, dass man gleich eine Produktion gemacht hat. Es war damals ziemlich schwierig und aufwändig von den Studios her. Wir haben eine Zeit lang bei vielen Wald- und Wiesenfesten und kleinen Veranstaltungen gerne gespielt, das hat uns Spaß gemacht. Irgendwann haben wir dann doch überlegt, es kam jemand von einer Plattenfirma auf uns zu, ob Interesse an einer Aufnahme bestände. Das war für uns etwas ganz Neues. Dann haben wir beschlossen, als Erinnerung Lieder aufzunehmen, damit die Nachkommen sehen, dass man mal musiziert hat. Keiner von uns hat im Traum daran gedacht, dass wir damit derart erfolgreich werden würden.

Wir haben im richtigen Moment das Richtige gemacht. Viele Sachen sind eingetroffen, die super gepasst haben. Es war toll – aber die Erfolgsgeschichte konnte niemand kommen sehen.

Sie sind der Onkel zweier recht prominenter Skirennläufer. Fahren Sie selber auch gerne Ski?

Leidenschaftlich nicht. Ich bin ein Freizeit-Skifahrer. Ich sehe das bei meiner Nichte und meinem Neffen. Man braucht dafür natürlich auch Talent. Mein Sohn ALEXANDER, die Tochter ANNA oder auch ANDREAS, die waren in ihrer Jugend im Ski-Kader oder spielten gerne und gut Fußball – irgendwann kam dann aber die Zeit, sich weiterzuentwickeln, sich zu entscheiden, ob man es professionell machen möchte – da wird einem nichts geschenkt, wenn man weiter gehen will. Freizeitsportler sind sie immer noch – aber nicht mehr.

Nach wie vor sind Sie im zweiten Hauptberuf leidenschaftlicher Landwirt. Wie hat die Corona-Pandemie sich auf Ihre Landwirtschafts-Tätigkeit ausgewirkt?

Ja, das hat alles Vor- und Nachteile. Durch die Musik konnte ich viel in die Landwirtschaft investieren. Wenn ich daheim war, musste ich voll zu Hause arbeiten und hatte viel Stress und musste auf viel verzichten und hatte wenig Freizeit – das war aber positiver Stress, das muss ich betonen.

Sie waren stets einer Plattenfirma treu. Wir wissen, dass sich speziell ein Mitbewerber mindestens ein Bein ausreißen würde, würden sie dort unterschreiben. Haben Sie vor, bei Electrola zu bleiben?

Ja natürlich. Wir sind da treu und wir sind zufrieden. Die Plattenfirma wurde ja des Öfteren umstrukturiert und übernommen. – Wir haben öfter mal Angebote bekommen. Alle kochen im Endeffekt nur mit Wasser und mit unserer aktuellen Plattenfirma passt es einfach.

Wie läuft es mit der Haflinger-Zucht?

Da läuft es gut. Wir haben sieben Fohlen gehabt. Wir haben die teilweise verkauft, was mir schwerfällt, die Nachfrage ist groß. Aber mir ist wichtig, dass die Tiere in gute Hände kommen, dann passt es. Ich habe mir eine gute und erfolgreiche Zucht aufgebaut. Ich bin zufrieden.

Stimmt es, dass DIE FLIPPERS für Sie immer ein Vorbild waren?

Das sind sie nach wie vor. Ich bin ein Freund der FLIPPERS-Songs. Von denen haben wir drei Lieder im Programm, von denen wir im Nachhinein erfahren haben, dass die vor vielen Jahren eigentlich für uns bestimmt gewesen waren und für uns damals vom Produzenten als zu modern abgelehnt wurden. Dann haben die FLIPPERS die Songs aufgenommen: Das ist eine Musik, die man genießen kann – die gefällt mir sehr gut.

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