NINO DE ANGELO
„Gesegnet und Verflucht“: Nino raucht und trinkt trotz COPD-Diagnose munter weiter!

„Ich bin das Leben!“, sagte er in der MDR-Talkshow „Riverboat“ zu dem Virologen Prof. Dr. med. Hendrik Street!

 

 

Kim Fisher: Es gab eine Schlagzeile „Lungenkrankheit COPD, ich habe nur noch fünf Jahre“. Ist es wirklich so hart, wie es da stand?

Nino de Angelo: Ja, es ist hart. 2016 hatte ich eine Herz-Not-OP mit mehreren Bypässen. Danach habe ich angefangen, wieder Sport zu machen, dieses EMS-Stromtraining. Und das hat mir richtig Spaß gemacht, weil mich das auch richtig angeturnt hat mit diesen Stromschlägen, weiß nicht, vielleicht bin ich auch ein bisschen… Na ja, also, das hat mir richtig Spaß gemacht mit diesen Dingern. Bei den anstrengenden Übungen dann konnte ich keine Kondition aufbauen. Der Kardiologe sagte dann, alles i. O. Der Lungenarzt sagte: COPD. Da dachte ich: Das brauche ich jetzt gar nicht. Fuck – aufhören mit Rauchen und Alkohol und so, das brauche ich ja jetzt gar nicht. Ich habe das, ganz ehrlich, einfach die letzten vier Jahre ignoriert. Weil ich gerade erst aus dieser Herz-OP raus war. Ich hatte echt keinen Bock auf COPD. Ich habe einfach so getan, als wenn nichts wäre. Ich habe das COPD jetzt erst wieder testen lassen in der Corona-Zeit: Es hat sich nicht weiter verschlimmert. Aber ich merke es ja. Ich kann auf der Bühne nur einen Song singen und dann muss ich zwei Minuten reden bis ich den nächsten Song singe kann. Das ist einfach so. Ich lebe damit, ich akzeptiere diese Krankheit.


Kim Fisher: Aber weiß Du was? Ich habe Dich gern, das weißt Du. Aber wieso gehst Du nach einer Bypass-OP erstmal in eine Kneipe ordentlich feiern und saufen, um zu schauen, ob noch alles intakt ist? Du spinnst doch wohl. Wie undankbar bist Du denn?

Nino de Angelo:  Mein Inneres sagt zu mir: Ich möchte jetzt gerne was essen und trinken, einen Whiskey, einen Rotwein – und dann gebe ich ihm das. Und rauchen sollte man natürlich auch nicht. Aber ich bin das Leben und ich weiß, was ich hinter mir habe und ich weiß, dass Menschen, die man von heute auf morgen beschneidet mit „Du darfst nicht mehr rauchen und so“, die sterben innerhalb von drei Monaten.

Bernd Stelter: Aber die Zigaretten weglegen, das schaffst Du doch?

Nino de Angelo: Ja, natürlich schaffe ich das. Aber ich will es doch gar nicht. Da kann man jetzt sagen, der ist bekloppt, der ist bescheuert – aber das ist mein Leben und so ist es nun mal. Ich lebe mein Leben. Mit allem Drum und Dran. Ich lebe dieses Leben, so wie ich es die letzten dreißig Jahre gelebt habe. Ich bin immer nur meinem Hit „Jenseits von Eden“ hinterher gedackelt. Was ich alles hinter mir habe! Ich habe wahrscheinlich für drei Menschen gelebt. Und ich habe es heute noch einmal geschafft, allein mit meiner Willenskraft. Wir haben nur ein Leben. Wir werden geboren, um zu sterben. Was dazwischen passiert, steht für mich schon festgeschrieben. Ich lebe nach einem göttlichen Plan. Und ich folge diesem Plan. Ob es nach links oder rechts, unten oder oben geht, ist mir alles egal. Ich folge diesem Plan. Ich gehe gern in Kneipen, ich esse gerne, ich trinke gern, ich mache das alles gern. Ich bin so froh, dass ich, obwohl ich schon totgesagt war, heute hier sitze und mein Album auf zwei in die Charts gegangen ist, direkt hinter meinem Helden Alice Cooper.
Kim Fisher: Was ist an Deiner jetzigen Frau Simone anders als an all den anderen Frauen?

Nino de Angelo: Das kann ich dir sagen: Sie hat meine Gebrauchsanweisung gelesen: sie lässt mich so, wie ich bin. Hochzeit nicht ausgeschlossen. Wenn man verlobt ist, so wie wir das sind, dann ist das ein Heiratsversprechen.

Und ich glaube nach wie vor an die Liebe, auch wenn ich vier Mal geschieden bin. Aber die letzten drei Mal war das Zusammenleben vielleicht nicht so erprobt. Ich finde, man muss eine Zeit zusammen sein, um alle Höhen und Tiefen einmal erlebt zu haben. Du kannst nicht einfach so mit der rosaroten Brille heiraten.

 

Nachdem Nino de Angelo LIVE seinen aktuellen Titel „Zeit heilt keine Wunden“ gesungen hatte …:

Barbara Becker: Das war eben ganz, ganz toll. Jetzt, wo wir keine Konzerte mehr haben war das eben ein echtes Highlight. Vielen, vielen Dank. Und wenn ich dich zu mir einladen darf? Ich würde dir gerne aus deinem Schmerz helfen. Ich finde es sehr wichtig, wie du über deinen Schmerz geredet hast und wie nahe du am Tod warst. Aber ein bisschen mehr Freude würde ich dir gern geben.

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