BERNHARD BRINK
BB kündigt große Abschiedstournee an: Danke für die Zeit“ wird zur persönlichen Hommage an ein Lebenswerk!
Zwischen Rückblick, Dankbarkeit und Neuanfang! Eine XXL-Zusammenfassung …:
Mit viel Humor, ehrlichen Emotionen und bemerkenswerter Offenheit hat BERNHARD BRINK bei einer Pressekonferenz in Berlin seine große Abschiedstournee angekündigt. Dabei machte der 74-Jährige jedoch sofort deutlich: Ein Karriereende ist das ausdrücklich nicht: „Ich werde weiter Musik machen, aber die Tournee wird es in der Form nicht mehr geben“, erklärte der Schlagertitan gleich zu Beginn. Die Konzertreihe trägt den Titel „Danke für die Zeit!“ – ein Motto, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung zog.
Die Tournee soll nicht nur ein musikalischer Rückblick werden, sondern auch eine persönliche Reise durch mehr als fünf Jahrzehnte deutscher Schlagergeschichte. Gleichzeitig markiert sie für BERNHARD einen neuen Lebensabschnitt zwischen Berlin, Nordhorn und künftig auch Mallorca.
Eine Abschiedstournee ohne Abschied
Schon zu Beginn räumte BERNHARD BRINK mit einem möglichen Missverständnis auf: Die angekündigte Tour bedeutet nicht das Ende seiner Karriere. Vielmehr wolle er sich bewusst bei seinem Publikum bedanken. Nach 55 Jahren auf der Bühne sei der richtige Zeitpunkt gekommen, innezuhalten und gemeinsam mit den Fans auf eine außergewöhnliche Laufbahn zurückzublicken. BERNHARD sprach dabei mehrfach von „Demut“. Besonders die Tatsache, dass er über Jahrzehnte hinweg im Musikgeschäft bestehen konnte, erfülle ihn mit großer Dankbarkeit.
Er sagte offen, dass ihn das Älterwerden zunehmend beschäftige. Der bevorstehende 75. Geburtstag im nächsten Jahr, der 40. Hochzeitstag mit seiner Frau UTE und das 55-jährige Bühnenjubiläum hätten ihn zum Nachdenken gebracht.
„Viele Kollegen sind vor uns gegangen“, erklärte er nachdenklich. Gerade nachts frage man sich irgendwann: „Was machst du jetzt eigentlich weiter?“. Gemeinsam mit seinem Manager HOLGER KURSCHAT sowie dem Veranstalter-Team entstand schließlich die Idee zu einer großen letzten Tournee dieser Art. Geplant sind zunächst zahlreiche Termine in Deutschland – darunter Konzerte in Berlin, Hamburg, Hannover und in BERNHARD BRINKs Heimatstadt Nordhorn. Gleichzeitig deutete der Sänger an, dass weitere Termine hinzukommen könnten.
Mit einem Augenzwinkern sagte er: „Ich denke mal, der Abschied geht acht Jahre noch.“
Vom Abiturienten aus Nordhorn zum Star der „ZDF-Hitparade“
Einen großen Teil der Pressekonferenz nutzte BERNHARD BRINK, um ausführlich über seine Karriereanfänge zu sprechen. Besonders lebendig schilderte er seinen ersten Auftritt in der legendären „ZDF-Hitparade“ bei Moderator DIETER THOMAS HECK. Damals sei er „aufgeregt wie Hulle“ gewesen. Vor seinem Auftritt habe ihm Produzent THOMAS MEISEL sogar einen Likör gegeben, damit er lockerer werde.
„BB“ erinnerte sich lachend daran, dass Sänger REX GILDO hinter der Bühne bemerkt haben soll: „Guck mal, sein Popöchen zittert.“ ((Hierzu merkt Daniela Jäntsch, die langjährige Betreuerin der Facebook- und Fan-Seiten von Bernhard Brink, allerdings an: Beim ersten Auftritt von Bernhard Brink in der „ZDF-Hitparade“ war Rex Gildo gar nicht dabei, erst beim zweiten …..))
Die Geschichte seines Durchbruchs klingt heute fast wie aus einer anderen Zeit. Als Jugendlicher habe er die „ZDF-Hitparade“ gesehen und beschlossen: Dort will ich irgendwann auch stehen. Seine Mutter habe ihn damals jedoch gebremst und auf ein solides Studium gedrängt. Über Umwege landete schließlich ein Tonband mit seinen Gesangsaufnahmen bei Musikmanagern in Berlin. Kurz darauf erhielt er per Postkarte eine Einladung zum Vorsingen.
BERNHARD BRINK beschrieb eindrucksvoll, wie außergewöhnlich dieser Moment damals war: Zugfahrt von Nordhorn nach Hannover, Flug mit PanAm nach West-Berlin, Vorsingen bei renommierten Produzenten, wenige Tage später der erste Plattenvertrag. Seine Eltern seien „vom Glauben abgefallen“, als tatsächlich ein Plattenvertrag unterschrieben wurde. Statt Jura in Münster begann damit seine Karriere im Musikgeschäft.
Die Bedeutung der „ZDF-Hitparade“
Für BERNHARD BRINK war die „ZDF-Hitparade“ weit mehr als nur eine Fernsehsendung. Er beschrieb die damalige Medienlandschaft als völlig anders als heute. In den frühen 1970er-Jahren habe es praktisch nur ARD, ZDF und wenige dritte Programme gegeben. Ein Auftritt in der Hitparade konnte Karrieren verändern. Allerdings räumte BERNHARD auch selbstkritisch ein, dass er anfangs noch nicht besonders bühnensicher gewesen sei. Erst durch intensive Arbeit mit Manager GERD KÄMPFE habe er gelernt, professionell aufzutreten.
Gemeinsam entwickelten sie ein komplettes Bühnenprogramm für Diskotheken und Live-Auftritte. Brink bezeichnete diese Phase rückblickend als entscheidend für seine Karriere. „Das war eine Metamorphose“, sagte er über seine Entwicklung. Dabei erwähnte er auch zahlreiche Wegbegleiter der damaligen Zeit – darunter ROLAND KAISER, JÜRGEN MARCUS und Produzenten der damaligen Hansa-Zeit.
Begegnungen, die seine Karriere beeinflussten – und ein Fehler
Zu den emotionalsten Momenten der Pressekonferenz gehörte eine Anekdote über RUDI CARRELL. BERNHARD schilderte einen gemeinsamen Abend auf einer Tennisanlage mit dem Entertainer und weiteren Freunden. Der Abend sei so ausgelassen gewesen, dass am Ende sogar Stühle im Pool landeten. CARRELL habe ihm damals gesagt: „Ruf mich an. Wenn du nicht anrufst, ist es dein Fehler.“ BERNHARD BRINK gab offen zu, diese Chance später nicht genutzt zu haben – ein Schritt, den er heute möglicherweise anders bewerten würde.
Dennoch machte er deutlich, dass er seinem Lebensweg insgesamt ohne Bitterkeit begegnet. „Unter dem Strich okay“, sagte er rückblickend.
Mallorca wird ein neuer Lebensmittelpunkt
Neben der Tournee sprach BERNHARD BRINK auch überraschend offen über private Zukunftspläne. Gemeinsam mit seiner Frau UTE möchte er künftig einen Teil seines Lebens auf Mallorca verbringen. Der Sänger bestätigte, dass bereits konkrete Gespräche über ein Haus auf der Insel laufen. Zwar könne er „noch keinen Vollzug melden“, doch die Planungen sähen sehr gut aus.
Dabei betonte BERNHARD ausdrücklich: Nordhorn bleibe immer seine Heimat, und Berlin liebe er weiterhin. Mallorca solle ein zusätzlicher Lebensmittelpunkt werden. Die Entscheidung passe zeitlich ideal zum Ende der großen Tourneephase.
Mit Humor kommentierte BERNHARD BRINK dabei auch die zahlreichen Stars, die sich seit Jahrzehnten immer wieder verabschieden: „Manche davon allerdings seit 30 Jahren.“
Zusammenarbeit mit UNHEILIG-Produzent und musikalische Weiterentwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz war BERNHARD BRINKs Offenheit gegenüber musikalischen Veränderungen. Der Sänger erklärte, dass er bewusst nie stehen bleiben wollte. Besonders hob er dabei die Zusammenarbeit mit UNHEILIG-Frontmann DER GRAF und Produzent HENNING VERLAGE hervor. Bei einem Konzert in Berlin habe DER GRAF ihn überraschend angesprochen und erklärt, dass er BERNHARD schon immer in der Hitparade mochte.
Daraus entwickelte sich später die Zusammenarbeit mit HENNING VERLAGE, der mehrere Titel für Brink produzierte. Vor allem den Song „Von hier bis zur Endlichkeit“ lobte „BB“ ausdrücklich. Die typischen Moll-Arrangements von HENNING VERLAGE hätten ihm musikalisch besonders gefallen.
Duette, Streaming und neue Generationen
Auch über die Veränderungen der Musikbranche sprach BERNHARD BRINK ausführlich. Früher seien Schallplatten und CDs verkauft worden, heute dominierten Streaming und Downloads. Gerade Duette hätten in der heutigen Zeit enormes Potenzial.
BERNHARD BRINK erinnerte dabei an erfolgreiche Zusammenarbeiten mit IREEN SHEER, AUDREY LANDERS und SONIA LIEBING. Für die neue Tournee kündigte er außerdem Sängerin ROMY KIRSCH aus dem Management von HOLGER KURSCHAT als Support-Act und Duett-Partnerin an. BERNHARD zeigte sich hörbar begeistert von ihrer Stimme und sprach von einer „grenzenlos guten Sängerin“.
„Früher war nicht alles besser“
Besonders differenziert äußerte sich BERNHARD BRINK zur Entwicklung der Unterhaltungsbranche. Die oft gehörte Aussage „Früher war alles besser“ wollte er ausdrücklich nicht unterschreiben. „Es war anders“, sagte er. Zwar vermisse er den Zusammenhalt früherer Zeiten – gemeinsame Abende nach TV-Shows, Feiern mit Kollegen oder spontane Treffen in Berliner Lokalen.
Heute seien Künstler dagegen oft in unterschiedlichen Hotels untergebracht und stärker auf sich selbst fokussiert. Dennoch betonte BERNHARD BRINK, dass jede Zeit ihre Besonderheiten habe.
Gleichzeitig sprach er offen über die enormen Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Er zeigte sich beeindruckt – teilweise aber auch beunruhigt – über die Möglichkeiten moderner KI-Musikproduktionen. Produzenten und Komponisten stünden vor gewaltigen Umbrüchen. „Jeden Tag Tausende von Liedern“, sagt BERNHARD über die aktuelle Entwicklung.
Sorgen über die Weltlage
Neben Unterhaltung und Musik wurde die Pressekonferenz zwischenzeitlich auch politisch und gesellschaftlich. BERNHARD BRINK sprach offen über seine Sorgen angesichts internationaler Konflikte. Besonders die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten machten ihm sichtbar zu schaffen.
Er sagte, dass ihn die Gewalt und das Leid der Menschen regelrecht „umhauen“ würden. Im Vergleich dazu erscheine selbst eine große Abschiedstournee letztlich nebensächlich. Dieser Abschnitt der Pressekonferenz zeigte einen nachdenklichen und sehr persönlichen BERNHARD BRINK.
Gesundheit, Alter und der Blick auf die Zukunft
Mehrfach sprach BERNHARD BRINK an diesem Vormittag auch über das Älterwerden. Er zeigte sich dankbar dafür, gesundheitlich bislang weitgehend verschont geblieben zu sein. Bis heute spiele er regelmäßig Tennis, trainiere im Fitnessstudio und halte sich bewusst fit. Humorvoll sagte er: „Solange ich noch geradeaus laufen kann, werde ich das machen.“
Gleichzeitig verschwieg Brink nicht, dass das Alter den Blick auf das Leben verändert. Mit zunehmenden Geburtstagen werde einem bewusst, „dass der Zipfel nicht mehr so lang ist“ ((also: der Zipfel des Lebens …)). Gerade deshalb wolle er die verbleibende Zeit bewusst genießen.
Erinnerungen an verstorbene Weggefährten
Auf die Frage, welche Kollegen er besonders vermisse, wurde die Stimmung erneut emotional. BERNHARD nannte unter anderem BERND CLÜVER, BERT von CINDY & BERT sowie COSTA CORDALIS. Er erinnerte sich besonders an BERT von CINDY & BERT, der hinter den Kulissen stets für Stimmung gesorgt habe. „Wenn er einmal so impulsiv und aktiv auf der Bühne gewesen wäre wie hinter der Bühne – sensationell“, erinnert sich BB lachend.
Auch viele große Sängerinnen der Schlagergeneration seien inzwischen von der Bühne verschwunden oder hätten ihre Karriere beendet, darunter LENA VALAITIS, IREEN SHEER und MARY ROOS. Gleichzeitig machte BERNHARD BRINK deutlich, dass es Nachwuchskünstler heute deutlich schwerer hätten als früher. Weniger Fernsehsendungen und ein härterer Konkurrenzkampf erschwerten den Einstieg erheblich. „Der Topf ist der gleiche geblieben, aber die Hände, die reingreifen, sind so viel mehr geworden.“
Bezahlbare Konzerte statt überhöhter Ticketpreise
Auch das Thema Ticketpreise kam zur Sprache. BERNHARD BRINK erklärte, dass ihm wichtig sei, die Tournee bezahlbar zu halten. Während bei internationalen Großevents inzwischen extreme Preise verlangt würden, wolle man bewusst moderat bleiben. „Wir wollen wirklich vielen Menschen Spaß gönnen“, betonte der Schlagertitan.
Dabei sprach er auch über die allgemeine Entwicklung im Veranstaltungsmarkt. Viele Preise seien aus seiner Sicht inzwischen kaum noch nachvollziehbar. Als Beispiel nannte er große Sportveranstaltungen und internationale Events (Paradebeispiel Fußball-WM), bei denen inzwischen Summen aufgerufen würden, die für viele Fans kaum noch erschwinglich seien. Gerade deshalb sei ihm wichtig gewesen, dass seine Abschiedstournee kein Luxusereignis werde, sondern für möglichst viele Menschen erreichbar bleibe.
Gesundheit, Tennis und Fitness
Natürlich wurde „BRINKI“ auch gefragt, wie er sich körperlich auf die große Abschiedstournee vorbereite. Die Antwort fiel typisch BRINK aus: entspannt, humorvoll und gleichzeitig diszipliniert. Er wolle seinen Lebensstil im Grunde genauso fortführen wie bisher. Sport spiele seit Jahrzehnten eine große Rolle in seinem Leben. Noch immer stehe er regelmäßig auf dem Tennisplatz, gehe ins Fitnessstudio und achte darauf, beweglich zu bleiben. „Solange ich noch geradeaus laufen kann, werde ich das machen“, sagt er mit einem Lächeln.
Lediglich das rechte Knie mache sich gelegentlich bemerkbar. Deshalb trainiere er inzwischen häufiger auf dem Fahrrad. Besonders wohl fühle er sich auf der Tennisanlage in Berlin, auf der auch die Pressekonferenz stattfand. „Das ist ein Refugium hier für die Freizeit“, erklärte BERNHARD BRINK sichtbar zufrieden.
Tour-Start, Termine und weitere Pläne
Im weiteren Verlauf der Fragerunde wurden konkrete Informationen zur Tournee bekannt. Der offizielle Start der Abschiedstournee ist für den 4. September geplant. Bereits jetzt seien zahlreiche Termine online verfügbar. Unter anderem wird BERNHARD BRINK im Steintor Varieté auftreten, außerdem im Admiralspalast in Berlin sowie in Hamburg, Hannover und seiner Heimatstadt Nordhorn.
Weitere Konzerte sollen folgen
BERNHARD BRINK machte deutlich, dass die Tournee durchaus noch wachsen könne, wenn die Nachfrage stimme. Parallel dazu wolle er weiterhin Fernsehauftritte absolvieren und musikalisch aktiv bleiben.
Auch eine Begegnung mit Moderator RUDI CERNE erwähnte BRINK noch mit großer Sympathie. Erst kürzlich hätten sich beide im Flugzeug getroffen und über gemeinsame Zeiten beim Frühstücksfernsehen gesprochen. „So ein toller Typ“, sagte BERNHARD über CERNE.
Ein Künstler zwischen Dankbarkeit und Gelassenheit
Am Ende der Pressekonferenz blieb vor allem ein Eindruck hängen: BERNHARD BRINK blickt mit großer Dankbarkeit auf sein Leben und seine Karriere zurück. Er sprach offen über Erfolge, verpasste Chancen, das Älterwerden und die Veränderungen der Welt – ohne Bitterkeit, aber mit viel Selbstironie und erstaunlicher Offenheit.
Die Tournee „Danke für die Zeit“ soll deshalb weit mehr werden als nur eine Konzertreihe. Sie wird zu einer persönlichen Hommage an mehr als fünf Jahrzehnte deutscher Unterhaltungsgeschichte. Und vielleicht auch zu einem sehr emotionalen Abschied von einer bestimmten Form des Schlagers – nicht jedoch von BERNHARD BRINK selbst.
Denn eines stellte er an diesem Vormittag mehrfach klar, und deshalb sei es abschließend noch einmal erwähnt: „Es wird kein Karriereende.“ Oder wie er es selbst formulierte: „Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.


