CALIMEROS mit FANTASY, FRANCINE JORDI, LEONARD, OLAF DER FLIPPER sowie HANSY VOGT
smago! Event-Bericht: Ein total geglücktes Schlagerfest!

Das “Calimeros Schlagerfest” ist längst – und das weit über die Grenzen der Schweiz hinaus – eine feste Institution!

 

 

Wer noch immer dem Trugschluss erliegen sollte, die Schweizer (speziell im Kanton Bern) verstünden nichts vom Feiern, der war noch nie beim “Schlagerfest” der CALIMEROS, das einmal jährlich im Mai im Sportzentrum Aaretal Sagibach in Wichtrach (zwischen Bern und Thun) stattfindet. Nach zweijähriger (Corona bedingter) Zwangspause, der auch das eigentliche 45-jährige Bestehen der Calimeros zum Opfer fiel, konnte am 07.05.2022 endlich wieder gefeiert werden – und zwar so, dass die Schwarte krachte.

Selbst TELAMO-Geschäftsführer Ken Otremba ließ es sich nicht nehmen, mit dem sogenannten “A&R”-Manager der Calimeros, Bela Kluge, anzureisen. Und smago! Chefredakteur Andy Tichler unterbrach mal eben kurz seinen Urlaub auf Mallorca (und flog eigens für das Calimeros-Fest ein). Selbst die hohe Politik ließ sich blicken und feierte in Gestalt von Albert Rösti, seines Zeichens Mitglied des Schweizer Nationalrats, kräftig mit.

Rund 1.700 Fans waren dem Ruf der Calimeros gefolgt. Ihnen wurde ein – halten Sie sich fest: – 6 ½-stündiges (!) Programm geboten, das lediglich – erstaunlicherweise bereits nach zwei Stunden – von EINER kurzen Pause unterbrochen wurde. Aufgrund dessen, dass das neue Calimeros-Album “Sommersterne”, welches ursprünglich bereits Ende April 2022 hätte erscheinen sollen, auf den heutigen Freitag (13.05.2022) verlegt wurde, gab es am 07.05.2022 vor Ort nur eine limitierte Stückzahl von 100 Stück exklusiv vorab käuflich zu erwerben. Müßig zu erwähnen, dass alle 100 CDs bis zur Pause restlos ausverkauft waren.

Hansy Vogt führte gekonnt-souverän durch das Mammut-Programm und zog im Laufe des Abends sämtliche Register (inkl. “Frau Wäber” sowie als Bauchredner mit dem Hasen Felix). Und natürlich ließ er auch den einen oder anderen Titel als Sänger mit einfließen. So startete er beispielsweise mit der “Marie” von Josh. (beziehungsweise von der Band Die Draufgänger, welche Josh.’s “Marie” zumindest in Deutschland so richtig salonfähig gemacht haben).

Das Programm begann im Übrigen bereits um 16:30 Uhr (!). (Es dauerte wie gesagt bis 23:00 Uhr, wobei die Zeit wie im Fluge verging.) Nach einem längeren Dialog mit Albert Rösti legten die Calimeros sogleich richtig los – mit “Schiff ahoi” (wir kommen später noch auf das Thema “Original und ‘Fälschung'” zu sprechen …), “Du bist für mich der schönste Engel” und “Hasta la vista, Baby”. Weiter ging es mit demjenigen Titel, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Evergreen-Jubiläum feiert. Dieser Song war auf der 1. LP der Calimeros enthalten. Dabei hätte es diese Nummer um ein Haar gar nicht (mehr) auf das Album geschafft. Die Rede ist von der heimlichen Nationalhymne unter den Schweizer Schlagerfans – “Du bist wie die Sterne so schön” (jetzt sogar neu mit Jodel-Einlage von Calimeros-Chef Roland Eberhart, der sich – mit seiner Lebensgefährtin Sandra Eichenberger zudem einmal mehr als DAS perfekte Veranstalter-Paar entpuppte. Hier stimmte einfach alles bis aufs i-Tüpfelchen. Und es war eine wahre Freude, in ihre strahlenden Gesichter zu blicken. Beide sind dafür bekannt, dass sie selbst in den größten Stress-Momenten nie die Nerven verlieren. Mit “Mama mia, Maria” und “Sterne über Santoni” folgten zwei weitere Songs, bevor TELAMO-Geschäftsführer Ken Otremba die Bühne betrat.

Otremba, der gerade seinen 50. Geburtstag sowie auch das 10-jährige TELAMO-Bestehen feierte, freute sich darüber, dass TELAMO “die letzten acht Jahre der Tonträger-Partner der Calimeros sein durfte” und verriet gleichzeitig auch, dass die nächsten FÜNF Jahre bereits besiegelt seien. TELAMO lege bei der Künstlerauswahl großen Wert darauf, dass diese “möglichst authentisch sind” “und das verkörpern”, was sie präsentieren. Die Calimeros seien geradezu “ein Paradebeispiel” dafür. Jahr für Jahr habe man zudem “die Qual der Wahl”, welche Titel als Single-Kandidaten ausgekoppelt würden. Auch verwies Ken Otremba auch darauf, dass Plattenfirmen wie TELAMO “davon leben, dass die Künstler ihre Musik auf den Bühnen präsentieren”. Die Album-Verschiebung um zwei Wochen begründete Otremba damit, dass man den Künstlern stets die “bestmögliche Aufmerksamkeit” verschaffen wolle. Im Falle der Calimeros habe nun eben ein “großer Rock-Act” ((Rammstein, die Redaktion)) einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Vertragsverlängerung um fünf Jahre berge allerdings auch ‘Probleme’: “Wir müssen mindestens noch 5 Sakko-Farben finden”, witzelte Otremba.

Mit “Addio Maria” und “Josephine” ließen die Calimeros immerhin zwei Titel-Premieren folgen, bevor Leonard den ersten musikalischen Gast des noch sehr frühen Abends ankündigte: Leonard. Der Schweizer Schlagersänger, Songschreiber, Rundfunk- und TV-Moderator überzeugte mit allem exzellent ausgewählten ‘Best Of’ Programm und stellte natürlich auch einige Songs aus seinem gänzlich unter Wert gehandelten aktuellen Album “Lachen und Weinen” vor. Mit “Davon träume ich” griff er zunächst jedoch tief in die “Oldie-Kiste”. Dieser Song entstammt dem Jahre 1994, bevor er  “Die Hymne unseres Lebens” (2021) anstimmte, gefolgt von seinem persönlichen Lieblingslied (in Gestalt des Titelsongs “Lachen und Weinen”) Des Weiteren hatte er ein Schweizer Hit-Medley mit im Gepäck, bevor er das “Sternenmeer” (in der Halle!) besang. “Ein kleines Lied” führte uns in das Jahr 1996 zurück, bevor Leonard die bereits jetzt völlig aus dem Häuschen geratenen Fans mit “Bis der Teufel sich verliebt” umgehend in die Jetzt-Zeit zurück beamte. Mit einem gelungenen Schlager-Medley (“Ein bisschen Spaß muss sein”, “Schön ist es auf der Welt zu sein”, “Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben”, “Da simmer dabei …  dat is prima!”, “Babicka” und – (!) – “Gloria, Gloria, Halleluja” heizte er die Stimmung weiter an, bevor er musikalisch “Auf Wiedersehen und Goodbye” sagte. Es ist ein Jammer, dass dieser großartige Künstler speziell in den letzten Jahren ein (zumindest gefühlt) mediales Schattendasein fristen muss – in jedem Fall in Relation zu seiner Klasse. Vielleicht sollten die Schweizer IHN einmal zum “Eurovision Song Contest” entsenden. An einer passenden ESC-Hymne würde es bei Leonard nicht scheitern.

Gegen 18:30 Uhr wurde eine kurze Pause eingeläutet.

Hansy Vogt meldete sich mit “Wunderbar ist die Welt” (“What A Wondeful World” / Louis Armstrong) zurück, bevor er “Miss Schweiz” ansagte: die bezaubernde Francine Jordi. Die quirlige Sängerin und Entertainerin gab mit “Es gibt kein Paradies” und “Ich geh durch die Hölle für dich” sogleich richtig Vollstoff. Welch ausgezeichnete LIVE-Sängerin sie ist, bewies sie mit den folgenden Stücken, bei denen sie auf das sogenannte “Halbplayback” gänzlich verzichtete und sich ausschließlich von ihrem Pianisten begleiten ließ: “Du fühlst dich nach Liebe an”, “Träne”, “Das Feuer der Sehnsucht” und (!) “Rocking All Over The World” (Status Quo). Wieder im “Halbplayback-Verfahren” präsentierte sie ein italienisches Hit-Medley, bevor sie sich die “Mon Chérie” Kirsche unter den Schweizer Sängerinnen eben mit  “Mon Chérie” verabschiedete.

Hansy Vogt brillierte als Bauchredner mit dem Hasen Felix, bevor Olaf der Flipper – als Ausgleich für den ursprünglich vorgesehenen Semino Rossi – die Bühne betrat und die Bühne rockte. “Er brennt für die Bühne!”, brachte es Hansy Vogt in seiner Ansage auf den Punkt. Und wie er für die Bühne brennt! Olaf der Flipper legte sogleich mit einem Hit-Medley los: “Mexico”, “Ein Herz aus Schokolade”, “Du bist wie Champagner”, “Ay ay ay, Herr Kapitän”(*) und “Bye, Bye Belinda”. ((Zu “Ay ay ay, Herr Kapitän” sei – augenzwinkernd – angemerkt, dass beim Calimeros Schlagerfest 2022 somit Original – “Ay ay ay, Herr Kapitän” von den Flippers – und “Fälschung” – “Schiff ahoi” von den Calimeros – präsentiert wurden.)) Es sei “eine Wohltat, wieder auf der Bühne zu stehen”, befand Olaf der Flipper. Mit “Weine nicht, kleine Eva”, “Monja” und “Sha La La, I Love You” sang er dann drei echte Schmachtfetzen. ((Zu “Monja” sei angemerkt, dass “Monja” IN DER SCHWEIZ in der Version von Roland W. den gesamten Monat Januar 1968 Platz 1 der Single-Charts belegte. Das Original von der Formation The Cry’n Strings hatte also auch in der Schweiz das Nachsehen …)) “Das war die gute, alte Zeit”, so Olaf der Flipper. Mit den Titeln “Tausend rote Rosen”, “Griechischer Zauber”, “Santa Maria Goodbye”, “Liebe ist …”, “Aber dich gibt’s nur einmal für mich”, “Lotosblume”, “Mona Lisa” (laut Olaf “Die Hymne in Europa”), “Die rote Sonne von Barbados” und “Sie will keinen Italiener” wurde munter weiter ge-FLIPPER-t.

“Frau Weber” legte einen astreinen Auftritt hin, um letztendlich zu befinden “Ich bin zu sexy für diese Welt”.

Dann wurde es LAUT, denn Fredi / Freddy und Martin von Fantasy betraten die Bühne. Und das ist vielleicht die schönste Nachricht, die wir Ihnen übermitteln können: Fantasy sind wieder Fantasy !!! Nach einem – bereits vor einigen Monaten – vollzogenen Management-Wechsel scheinen BEIDE wieder völlig geerdet zu sein, haben endlich wieder – vor und hinter der Bühne – den Schalk wieder im Nacken. Und ihre Hits sprechen ohnehin für sich. Mit “Eine Nacht im Paradies”, “Wovon träumst du denn” (im Original “Wovon träumst du denn … in seinen Armen” von Thomas Anders), “Lange her”, “Halt mein Herz”, “Halleluja”, “Blinder Passagier”, “Casanova”, “Ein weißes Boot”, “Darling” sowie “Bonnie & Clyde” entzündeten sie ein wahres Hit-Feuerwerk, mit dem sie das Publikum schier (und dauerhaft!) von den Sitzen rissen. Und wie gesagt: Fantasy sind wieder Fantasy.

Nach einem geradezu köstlichen “Gewinnspiel” mit drei Fans aus dem Publikum sang Hansy Vogt – als Hauptpreis – seinen Titel “Ich will”, bevor die Calimeros noch einmal das Ruder übernahmen. Roland Eberhart würdigte zunächst die Leistung von Hansy Vogt mit den Worten “einfach genial”, bevor die Calimeros selbst in die Vollen gingen. Nach “Sommersehnsucht” und “Kreta” folgte mit “Tausend Liebesbriefe” ein ‘Oldie’ aus dem Jahre 1985. Nach “Bahama Sunshine” folgte ein weiterer, der sogar bis ins Jahr 1965 zurückreicht – “Aber dich gibt’s nur einmal für mich” (, den Olaf der Flipper zuvor bereits vorgetragen hatte … Auch Semino Rossi hat diesen Allzeit-Klassiker der Nilsen Brothers in seinen Live-Programmen.) Mit “Schalala, du bist ein Engel”, “Der Sommer, als ich 18 war”, “Der Regen von Marseille”, “Auf Mallorca” sowie dem Titelsong des brandneuen Albums “Sommersterne” brachten die Calimeros die Stimmung auf den Siedepunkt. Mit “Waikiki Blue”, “Du bist fantastisch”, “Rot sind die Rosen” und dem (neuen!) Titel “Mein Girl von Malibu” bogen die Calimeros dann in die Zielgerade ein. Mit (der ebenfalls taufrischen) “Josephine” als Zugabe ging “ein sensationeller Kontert’nachmittag’ mit grandiosem Publikum zu Ende, wie Hansy Vogt treffend anmerkte.

Nach wie gesagt 6 ½ Stunden (!) – in Fan-Kreisen weiß man allerdings längst: Calimeros Schlagerfest-Nächte sind lang … – ging ein total geglücktes Schlagerfest zu Ende, das einfach nur “wahnsinnig wunderschön” war.

Voraussichtlich im August 2022 startete der Vorverkauf für das große “Calimeros Schlagerfest 2023”, das am 13. Mai (2023) ausgerichtet wird. Dann mit dabei: die Amigos, Daniela Alfinito, Die Schlagerpiloten, Robin Leon, ein weiterer Überraschungsgast sowie – natürlich – die Calimeros. Vor-Reservierungsanfragen können jedoch gerne bereits an das Büro der Calimeros gestellt werden (info@calimeros.ch).

 

 

 

 

 

 

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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