MELISSA NASCHENWENG
Sehr facettenreiches Album „LederHosenRock“ weiß zu überzeugen!

Einmal mehr überzeugt MELISSA als „weiblicher Volks-Rock’n’Roller“!

 

Bei der Wahl des Titels des neuen Albums von MELISSA NASCHENWENG hat die Österreicherin ein schönes Wortspiel gefunden: LederHosenRock. Die drei Wortbestandteile kann man wörtlich sehen, sie sind aber auch metaphorisch zu verstehen – „Leder“ steht für das Rustikale in MELISSA, „Hosen“ für die emanzipierte Frau und „Rock“ sowohl für Musik als auch für das Kleidungsstück, mit dem die sexy Österreicherin sehr gerne provoziert, wie man vor allem in ihrem neuen Video („Difigiano“) klar erkennen kann. 

Nicht nur wegen ihrer österreichischen Heimat, sondern auch sonst gibt es Parallelen zum Volks Rock’n’Roller ANDEREAS GABALIER. Musikalisch sind beide breit aufgestellt – von volkstümlichen Klängen über Balladen und persönliche Lieder bis hin zum guten alten Rock’n’Roll und Partyhits – alles ist vertreten. Weitere Gemeinsamkeit ist eine magische Anziehungskraft auf das andere Geschlecht – auch das dürfte die beiden vereinen.

Wir jodeln die ganze Nacht“ – was genau damit gemeint ist, das kann man(n) nur erahnen. Jedenfalls spricht MELISSA auf dem Titelsong „LederHosenRock“ ihr Publikum direkt an und zeigt, was sie auf der Steirischen Harmonika drauf hat, die in dem Song auch sehr schön arrangiert ist. Kenner erinnern sich an den Dirndlrock von STEFANIE HERTEL zurück.

Track Nummer zwei wurde schon im Vorjahr als Vorab-Single ausgekoppelt. „Dein Herz verliert“ ist ebenfalls eine gitarrenlastige Rocknummer, in der MELISSA autobiografisch ihre verlorene Liebe verarbeitet (sie ist auch Co-Texterin des Titels), der parallel zu ihr noch eine weitere Beziehung führte mit dem Ergebnis, dass „sein Herz verliert“. Eine Erkenntnis, die es schon immer gab: „Drei sind einer zuviel“ – die Trennung war die logische Konsequenz – und als emanzipierte Frau schaut MELISSA nun optimistisch nach vorne, ohne den Trennungsschmerz, den es sicher gegeben hat, zu verleugnen. Vom Gesangsstil erinnert MELISSA nicht nur in diesem Song etwas an die bayrische Sängerin NICKI, die ja in den 1980er und 1990er Jahren ähnliche Themen verarbeitet hat. 

Ein „Bergbauernbua“ der besonderen Art ist „Der Sensenmann“. Es geht hier aber nicht um den sprichwörtlichen Herrn, der die Menschen ins Reich der Toten holt, sondern: „Ich gebs ja zu es ist ja nur a Bergbauerbua der mit den Sens’n die Wiesn maht‘“. Mit anderen Worten steht MELISSA nach wie vor auf diesen Typ Mann, der heute noch mit der Sense die Wiese mäht. Ganz im Sinne von „Programmmusik“ hören wir es in dem Lied donnern und wie die Sensen geschärft werden. Ein richtig toller Partysong, der gute Laune macht, zum Mitrocken animiert und dennoch die Steirische Harmonika nicht zu kurz kommen lässt. Auch der Titel ist top für eine Single-Auskopplung geeignet. 

Eine tolle Ballade ist „G’fühl“. Hier vergleicht MELISSA NASCHENWENG eine große Liebe mit ihrer geliebten Heimat. Wunderschöne Heimatbilder verknüpft die blonde Schönheit mit der tiefen Verbundenheit zu einem geliebten Menschen – da dürften wohl viele Fans beim Hören eine Gänsehaut bekommen. 

Die zweite Vorab-Single „Difigiano“ ist mehr als doppeldeutig zu sehen. Vor Jahren wurde MELISSA darum gebeten, das vermeintlich italienische Wort „Difigiano“ zu übersetzen, was sie nicht konnte (, weil es das Wort im Italienischen auch gar nicht gibt). Hier ist wohl eher ein bajuwarischer Kontext zu erahnen („di figg i a no“). MELISSA NASCHENWENG hat das nun zum Anlass genommen, ein ganzes frivoles Lied zu dem Thema zu machen mit einem Video, bei dem es vielen Herren der Schöpfung vermutlich sehr heiß wird. Ganz nebenbei bekommen wir nicht nur einen Italienischkurs vermittelt, sondern dürfen die italienische Nationalhymne mit neuem Text singen – olala…

Wer sagt denn, dass ein Dirndl immer brav sein muss?“ – das ist wohl die Kernaussage des „Lausbuam Blues“. Das gute alte Zwölftaktige Bluesschema kommt hier voll zum Einsatz. CHUCK BERRY lebt! Die Harmonien passen fast 1:1 zu seinem viel gecoverten Klassiker „Johnny B. Goode“. Man ist geneigt zu sagen: „Rock’n’Roll“! – Da gibt es die guten alten Chorgesänge mit „schubidu“ und richtig geile Old-School-Gitarrensoli – klasse!

Das „Fichtenmoped“ hat es MELISSA angetan – und trotz ihres im Song zitierten „300-PS-Moped“ traut man ihr nicht zu, mit dieser Kettensäge (genannt „Fichtenmoped“) umgehen zu können, mit der sie Brennholz macht. Dass die „Einspritzpumpe“ hier auch zum Thema gemacht werden muss, versteh sich dabei von selbst. 

Eine Hymne an alle, die nicht nur im Kindesalter „Blödsinn im Kopf“ haben, darf auf MELISSAs neuem Album nicht fehlen. Wehmütig denkt MELISSA NASCHENWENG an ihre Kindheit zurück, in der sie gerne Unsinn gemacht hat und „a Watschn riskiert“ hat. Auch wenn der Blick zurück in die Kindheit wehmütig ist, bringt auch dieser Titel Spaß.

Ein Wortbestandteil von „LederHosenRock“ ist „Hosen“. Da hat MELISSA gleich einen von MARK BENDER getexteten Sons mit auf’s Album genommen, das sich mit „Hosenscheißer“n beschäftigt. Und nein – der Song heißt nicht „Rock mi“ – auch wenn er vom Rhythmus her genau so anfängt. Hier nimmt die Blondine die 100-kg-Muskelmänner auf’s Korn, die „nur drei Haar’ auf der Brust“ haben – „nix im Schädel, aber laut“ – ein „Maulaufreißer“ halt – MELISSA nimmt kein Blatt vor den Mund.

Dass MELISSA NASCHENWENG auf Bergbauernbuam steht, wissen wir ja. Die sollen im Idealfall laut ihres neuen Songs auch einen „Traktorführerschein“ gemacht haben. So gesehen wäre WOLFGANG FIEREK sicher ein Kandidat, der schon vor über 30 Jahre jemanden mit dem Traktor abgeholt hat – damals war es Resi, vielleicht könnte es heute MELISSA sein? Jedenfalls rockt auch dieser Song gewaltig nach vorne.

Von einer ganz anderen Seite zeigt sich MELISSA im Song „Manchmal brauch ich’s still“, wo sie erneut die Reinheit der Kinderzeit zum Thema macht. Autobiografisch wendet sie sich in dem Lied an das Publikum und bekennt, „dann und wann auch mal ein Gefühl, das sie heut nicht beschreiben kann“: „Manchmal muss i ganz für mi sein“ – hin und wieder benötigt eben auch der extrovierteste Mensch den Rückzug zu sich selbst. Beeindruckend offen geht MELISSA mit diesem Thema um – eine weitere Facette der jungen Österreicherin. Eine lupenreine Ballade, bei der die Harmonika auch mal Pause machen darf…

Dass MELISSA NASCHENWENG bisweilen nach ANDREAS GABALIER (eben in weiblich) klingt, ist insbesondere beim Song „Liebe Liebe Liebe“ kein Wunder – Coautor (Textdichter) des Songs ist MATHIAS ROSKA, der bekanntlich der Produzent des Volks-Rock’n’Rollers ist. Thema des wieder nach vorne treibenden Songs ist das, was schon die Beatles besangen („Love – Love – Love“). „Sie schränkt dich ein, sie macht dich frei“ – ja, so ist es im Leben. 

Immer am Ball bleiben – und denen, die Steine in den Weg legen, keine Beachtung stecken – allen Widerständen zum Trotz ist es wichtig, eine „Kämpferin“ zu bleiben. Aus eigener Erfahrung singt MELISSA innig diese Aufforderung, Sätzen wie „Die Kleine schafft es nie!“ keinen Glauben zu schenken, sondern – frei nach OLIVER KAHN „immer weiter“ zu machen. MELISSA NASCHENWENG hat bewiesen, dass stetiges Arbeiten am Projekt irgendwann zum Erfolg führen wird.

Etwas aus der Reihe fällt der fast schon im Electro-Sound produzierte Partysong „I love the mountains“ – einmal mehr gibt MELISSA die heimatverbundene Sängerin, die mit dem Großstadtdschungel nichts anfangen kann, sondern bodenständig die Berge liebt. (Trotz der Titelzeile ist der Text in deutscher Sprache gehalten). Diesmal werden ihre Harmonikaklänge mit elektronischen Beats unterlegt – auch diese Facette steckt in Frau NASCHENWENG.

Mit ihrem brandneuen Album „LederHosenRock“ legt MELISSA NASCHENWENG einmal mehr ein vielseitiges Album vor, das sehr gut produziert ist und sehr authentisch rüberkommt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die sexy Österreicherin auch in Deutschland in der Bundesliga der Schlagersängerinnen ankommt. Ihr Album hat große Aufmerksamkeit verdient – wir drücken die Daumen für eine gute Chart-Notiz. 

 

 

 

 

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