DE RANDFICHTEN
Thomas „Rups“ Unger schließt ein Comeback bei „De Randfichten“ aus!

In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sagte er im Gespräch mit Kim Fisher …:

 

 

Kim Fisher: Ihr wart ja als „De Randfichten“ wahnsinnig erfolgreich. Ich frage mich manchmal, wie oft man euch ein Comeback angeboten hat? Und die Frage: wann kommt Ihr denn wieder zurück?

 

Ich denke, dass würde nicht so richtig funktionieren. Weil es zwischen uns nicht mehr alles ganz so nett ist.

Kim Fisher: Das heißt, Ihr seid nicht im Guten auseinander gegangen?

 

Nein, es gab ein paar Problemchen im Vorfeld, durch die es dann zur Bandauflösung kam.

Kim Fisher: Es gab eine Zeit, in der alle gefeiert haben, alle fröhlich waren und keiner auf die Idee kam, dass es Dir nicht so gut geht. Du hattest Angstzustände und Panik-Attacken. Wie ist es Dir gelungen, damit überhaupt auf die Bühne zu gehen?

 

Es war ja nicht durchgängig. Die Angstzustände und Panikschübe waren mal weg und dann ging es nach einem halben Jahr wieder los. Wie aus heiterem Himmel. Du denkst, dass du stirbst und es ist ganz übel. Das wünscht man keinem. Diese Ängste mit depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen und allem, was da so ist, musst du eben überspielen wie ein Schauspieler. Du bist dann halt Profi und musst den Menschen Freude bringen.

Kim Fisher: Ist das ok, wenn wir weiter drüber sprechen? Wie fühlt sich das denn an?

 

Wie ein ganz doller Schreck. So. als wenn dich jemand ganz doll erschreckt. Und dieses Schreckgefühl im Bauch hast du dann eine halbe Stunde lang. Schweißausbrüche, das Herz klopft und dir geht es hundsmiserabel. Schlaflosigkeit, Durchfall – du hast Angst um dein Leben, dass du gleich stirbst. Einen Herzinfarkt bekommst, in die Klapse kommst oder so etwas. Irrelevante Gedanken. Und es ist wirklich ganz schlimm.

Kim Fisher: Hast Du das Deinen Kollegen in der Band erzählt?

 

Es war eigentlich nicht so, dass wir da so emotional unterwegs waren. Die haben das gewusst, dass es bei mir manchmal aufgetreten ist. Aber es bringt ja auch nichts, mit Menschen darüber zu reden, die damit nichts anfangen können bzw. niemanden kennen, der das hatte oder hat.
Du kannst niemanden erklären, wovor du Angst hast. Es war letztendlich Angst vor der Angst.
Kim Fisher: Wie schwer fällt es Dir, darüber zu reden? 
Nicht schwer. Es gehört ja zu mir. Gerade bei Männern wird das ja immer mit Schwachheit verbunden. Solche Sprüche kommen dann von Menschen, die das nicht kennen. Ich habe dann versucht, mit Alkohol diese Ängste weg zu trinken. Das war aber schon in der Anfangszeit der Randfichten. Ich hatte gemerkt, dass ich dann schon etwas ruhiger war. Aber es war ein Teufelskreis. Heute weiß ich, damit umzugehen. Ich nehme früh eine Angstdämpfer-Tablette. Ich habe aber auch Tage, wo ich noch ein bisschen innere Unruhe habe. Was mir hilft: Ich bete. Ich bin Christ geworden. Ich spreche dann mit Gott. Wir sind in der Familie alle sehr gläubig. Ich bin in einer nichtchristlichen Familie aufgewachsen. Durch den Alkohol bin ich aber zum Blauen Kreuz gekommen, dort habe ich das erste Mal von Jesus und Gott gehört und diese Lieder gesungen. Und habe mein Herz für unseren großen Schöpfer geöffnet. 2014 war das dann auch der Punkt, wo ich mit den Randfichten aufgehört habe. Es hat sich einfach gebissen: Ich habe christliche Lieder gesungen und christliche Musik gemacht – und Randfichten-Volksmusik. Das ging dann nicht mehr gemeinsam. Dort Festzelt und hier Kirche.

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