ANDREAS DORAU
Wissenswertes über Andreas Doraus & Gereon Klugs „Koenig der Moewen“ – Eine musikalische Dramödie!

Im „Koenig der Moewen“ geht es um den Plattenhändler Hans, welcher im Herzen der stolzen Hansestadt einen Plattenladen betreibt …:

 

Ausflüge in die Hochkultur sind Andreas Dorau und Gereon Klug wahrlich nicht fremd. Ersterer trat bspw. schon als Opernkomponist („Guten Morgen Hose“) in Erscheinung, letzterer kennt jeden Musikstil, sogar die ganz komplizierten und die ganz neuen. Beide haben schon waschechte Bücher geschrieben und (!) veröffentlicht.

Opern, Bücher, Platten … wir sehen schon, die beiden Duzfreunde trauen sich alles. Im übertragenen Sinne sind sie quasi die Lewis & Clark des Hamburger Pop. Immer weiter, immer neu. Nun also ein Theaterstück mit Musike. Den Begriff „Musical“ finden sie „Pfui!“, weshalb es sich bei „Koenig der Moewen“ natürlich um eine „musikalische Dramödie“ handelt. Die feinen Herren!

Im „Koenig der Moewen“ geht es um den Plattenhändler Hans, welcher im Herzen der stolzen Hansestadt einen Plattenladen betreibt. Und da beginnt natürlich schon der Ärger. Heutzutage mit Musik Geld verdienen? Gott sei es gepfiffen und geklagt. Und dann wird sein kleines Geschäft auch noch von bärtigen und tätowierten Gentrifizierern quasi gentrifiziert. Der verträumte Idealist weiß weder ein noch aus. Er sieht nur noch einen Ausweg: er geht einen faustischen Pakt ein. Er verrät alles … und es kommt, wie es kommen musste: er verliert alles. Hans brummt der Schädel. Bin ich am Ende selber der schlimmste Gentrifizierer? Nur noch ein Marktsubjekt? Ich will doch nur gute Platten an gute Leute verkaufen! Er verflucht die eiskalte Hand des Marktes, er verflucht sich selbst, er ballert sich dicht. Und begibt sich sodann mit düstersten Gedanken an den Hafen, wo er auf den sagenumwobenen Möwenkönig trifft. Kann ihm der gefiederte Monarch aus der Patsche helfen? So die Handlung dieser ebenso launigen wie kritischen Dramödie in a nutshell.

13 Songs wurden eigens für „Koenig der Moewen“ produziert. Sie handeln von Kronkorken, von Drogenzügen, von Yum-Yum-Suppen, natürlich von Möwen und von ganz viel Feelingsgefühlen und stellen gewissermaßen den Output der Band dar, die bei Hans im Laden spielt. Eine Band, die sich ständig in Stil und Gestus häutet. Pfiffige, flexible junge Leute, die sich gerne „neu erfinden“ bzw. versuchen, sich der wandelnden Nachfrage in Sound und Look anzupassen. Bzw.: vollkommen schmierige Ranschmeißer. Von Uptempo-Soul bis Jute-Taschen-Indie, von Electrobilly bis Trap haben sie einfach alles drauf und zeigen es auch.

Aufgenommen wurde das Album in Zwanie Jonsons urgemütlichem und passenderweise in den Katakomben von Hamburg gelegenen artikel eins Tonstudio. Jeder, der diesen magischen Ort schon mal betreten hat, weiß: der ist zumindest noch nicht 100%ig gentrifiziert, ist er doch gut geschützt durch eine beeindruckende Mauer, bestehend aus leerem Holsten-Pilsener-Pfandgut. Ähnlichkeiten mit dem „Hamburger Keller“, in welchem das große „Koenig der Moewen“-Finale stattfindet, sind rein zufällig.

Alle 13 Songs (also, richtige Popsongs, nicht so Filmmusik/Tanztheater-Geseier) wurden geschrieben, produziert und teilweise auch gesungen von dem geselligen Quintett Andreas Dorau, Gereon Klug, Gunther Buskies (Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen), Zwanie Jonson (Zwanie Jonson) & Carsten Friedrichs (Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen). Erfreulicherweise haben noch weitere tolle Gäste ihren musikalischen Fingerabdruck auf dieser Platte hinterlassen: Kenji Kitahama & Friedrich Sunlight, Julia Wilton (Das Bierbeben/Pop Tarts) und Sab Janoh.

„Koenig der Moewen“ ist ein Kaleidoskop, ein trippiger Trip, ein musikalischer Magic Carpet Ride, welcher jeden, der sich darauf einlässt, von den dunklen Hamburger Kellern bis hinauf in die möwigsten Höhen führt. Und umgekehrt.

Die Premiere von „Koenig der Moewen“ findet am heutigen (09.08.2018) im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel in Hamburg statt. Sie ist allerdings – wie alle anderen Vorstellungen auch – bereits restlos ausverkauft.

 

Textquelle: Tapete Records

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