DIETER FALK
Am 23.02.2024 erscheint sein (Instrumental-)Album “German Songbook”!

Spätestens mit diesem Album treibt er sein Grenzgängertum auf die Spitze …:

 

Auf seinem Instrumental-Album „German Songbook“ überschreitet der Musiker wieder einmal musikalische Grenzen und beeindruckt mit einem ungewöhnlichen deutschen Liederkanon.
Dieter Falk, der als Produzent u.a. von PUR, Pe Werner, Paul Young und Patricia Kaas fünf ECHO-Nominierungen für über 20 Millionen verkaufte CDs erhielt, und zusammen mit Michael Kunze die größten deutschen Chor-Musicals schreibt, ist bekannt als musikalischer Grenzgänger. Ob Choral, Klassik oder Popsong, er fühlt sich jedem Genre verbunden. 

Nun hat er ein „German Songbook“ zusammengestellt, dass sein Grenzgängertum auf die Spitze treibt. Alles begann damit, dass er sich gefragt hatte, warum es ein Great American Songbook gibt, das von Künstlern wie Frank Sinatra oder Nina Simone interpretiert wurde, aber nichts Vergleichbares für den deutschen Sprachraum. Die Lücke hat er nun durch ein Instrumental-Album mit einem deutschen Liederkanon geschlossen. Die Zusammenstellung ist hemmungslos individuell, zugleich vermittelt sie eine Vorstellung über die Entwicklung der popmusikalischen Tradition in Deutschland. Wobei Pop im ursprünglichen Sinne gemeint ist.

Der Düsseldorfer hat auf über 300 Jahre deutscher Liedgeschichte zurückgeblickt und Stücke ausgewählt, die zu ihrer Zeit populär waren. „Es sind alles Lieder, die mir etwas bedeuten. Dabei habe ich keinen Unterschied gemacht zwischen religiösem und säkularem Kontext.“ Alte Volkslieder kamen ebenso auf die Tracklist wie Kirchenlieder oder Schlager der Neuzeit. Diese möglicherweise irritierende Zusammenstellung ist ein Frontalangriff gegen jegliches Schubladendenken. Zwischen den Hits von heute und denen von einst mögen im wahrsten Sinne Welten liegen – rein stilistisch. Nicht jedoch in puncto Emotionalität und Eindringlichkeit. Die treffen jeden Zeitgeist mitten ins Herz, einfach weil sie zeitlos anrührend sind.

Der Musiker setzt mit dem Album eine musikalische Reise fort, die ihn in der Vergangenheit zu großen Erfolgen führte. Das Instrumental-Album „A Tribute to Paul Gerhardt“ erhielt den Impala-Award für über 40.000 verkaufte Exemplare. Anders als bei der Verneigung vor einem Künstler, bestand die große Herausforderung diesmal darin, aus unzähligen populären Songs diverser Genres eine Auswahl zu treffen. Der Opener „Die Gedanken sind frei“, der Liedtext stammt von Hoffmann von Fallersleben, wurde gleichfalls zum Motto des außergewöhnlichen Projekts: Ohne Scheuklappen durch die Musikhistorie des deutschsprachigen Raumes zu galoppieren und innehalten, wo sich große und kleine, in diesem Fall eigene biografische Zusammenhänge ergeben. Die Gedanken waren frei und bestimmt von der Faszination für einfache Melodien, die die Menschen in guten wie in schweren Zeiten zum Nachsingen bewegten.

So findet sich eine breite Palette von fröhlichen Volksliederklassikern wie „Winter adé“ oder „Wenn ich ein Vöglein wär“ bis zu frommen Volksliedern wie „Schönster Herr Jesu“ aus dem 17. Jahrhundert oder „Großer Gott, wir loben dich“ aus dem 18. Jahrhundert. Sie strahlen eine eigene Romantik aus, die durch die instrumentale Interpretation besonders zum Tragen kommt.

Einen Song dürfte das Publikum nicht auf Anhieb erkennen, obwohl er aus der heutigen Zeit stammt. „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ von DJ Ötzi wurde Dieter Falk vorgeschlagen und er ging darauf ein. Persönlicher Bezug: Auch mit dem österreichischen Sänger hat Falk als Produzent schon gearbeitet. Wenn die Gedanken frei sind, dürfen die Songs auch radikal überraschen. Hier mit Gospel-Piano und funky Bläsern. Dieter Falk ist seit Gedenken Gospelfan, jedoch offen für jede Art guter Musik. Als Produzent hat er mit PUR gearbeitet und deshalb auch ihren Megahit „Abenteuerland“ adaptiert. Ebenso „Über sieben Brücken“ aus der Feder von Karat-Keyboarder Ed Swillms. Diese Komposition wollte er unbedingt dabeihaben, nicht nur wegen ihrer Finesse, sondern weil sie in der DDR entstanden sei und ein Osthit in einem German Songbook nicht fehlen dürfe. Genauso wenig wie ein Gassenhauer von den Comedian Harmonists aus der Zeit der Weimarer Republik, die trotz ihrer politischen Kurzlebigkeit eine musikalisch äußerst bunte Epoche war. Mag die Auswahl von „Liebling mein Herz lässt Dich grüßen“ ein wenig überraschen, dürfte ein anderes Stück richtig erstaunen, allein, weil es eine Zwei-in-eins-Kreation ist: „Grenzenlos (Zwei Hymnen-Mix)“ verbindet das „Lied der Deutschen“ mit der DDR-Hymne von Hans Eisler und Johannes R. Becher. „Ein Medley ist ein zusammengeschweißtes Konglomerat aus verschiedenen Melodien, was sinnbildlich für Deutschland steht“, findet Dieter Falk. West und Ost seien durch die Wiedervereinigung auch zusammengeschweißt worden, was Probleme mit sich gebracht hätte. „Ich bin aber jemand, der lieber betont, was uns eint. Musik ist so etwas, das uns ausmacht. Außerdem finde ich beide Melodien wunderschön.“ Wer fragt, ob man so ein Medley denn überhaupt machen dürfe, dem antwortet Dieter Falk mit einem Satz von Hans-Dieter Hüsch: „Wo wir Deutschen hingrübeln, da wächst kein Gras mehr.“

Musikalisch etwas wagen, auch dafür steht das „German Songbook“.

 

 

Textquelle: energie – eine Division von Telamo Musik & Unterhaltung GmbH (Textvorlage)

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