UDO LINDENBERG & APACHE 207, DIE TOTEN HOSEN u.a.
Charts sind eine Sache. Was Deutsche wirklich nachspielen, eine ganz andere!

„Komet“ und „Tage wie diese“: die deutschsprachigen Ausreißer!

Dua Lipa, Sabrina Carpenter und Taylor Swift beherrschen die deutschen Streaming-Charts. Greifen Menschen in Deutschland aber selbst zur Gitarre, zum Klavier oder zur Ukulele, suchen sie fast nie nach diesen Namen. Das zeigen Daten der Musikplattform Chordify: Wer selbst musiziert, landet bei „Nothing Else Matters“, „Hotel California“ und „Tage wie diese“  nicht bei den aktuellen Sommerhits.

Was in den Kopfhörern läuft, läuft noch lange nicht auf der Gitarre

Eine Auswertung der Chordify-Suchanfragen aus Deutschland zwischen 2020 und 2025 zeigt einen deutlichen Bruch zwischen Hör- und Spielverhalten. Songs wie „Blinding Lights“ (The Weeknd), „Beggin’“ (Måneskin), „As It Was“ (Harry Styles), „Say Yes to Heaven“ (Lana Del Rey) oder „Birds of a Feather“ (Billie Eilish) belegten in ihren jeweiligen Jahren Spitzenplätze der deutschen Spotify-Sommerhitlisten. In den Chordify-Daten für Deutschland tauchen die meisten davon kaum oder gar nicht auf.

Der Grund liegt im Songwriting selbst: Sommerhits leben von Produktion, Beat und Momentum – nicht unbedingt von einer Akkordfolge, die sich leicht auf einer akustischen Gitarre nachspielen lässt. Wo wenig zum Nachspielen bleibt, bleibt auch das Instrument öfter in der Ecke stehen.

Der Dauerbrenner: „Nothing Else Matters“

Ein Song sticht in den deutschen Chordify-Daten besonders hervor: „Nothing Else Matters“ von Metallica, veröffentlicht 1991. Der Song war 2020 der meistgesuchte Lernsong in Deutschland, 2021 erneut auf Platz eins  und hält sich seither ununterbrochen in den Top 3. Kein Spotify-Sommerhit der vergangenen Jahre hat ihn dort verdrängen können.

Ähnlich beständig zeigen sich „Hotel California“ (Eagles), „Losing My Religion“ (R.E.M.), „Let Her Go“ (Passenger), „Wish You Were Here“ (Pink Floyd) und „Somewhere Over the Rainbow“ (Israel Kamakawiwoʻole). Sie alle kehren Jahr für Jahr in den deutschen Akkord-Suchanfragen zurück, unabhängig vom Erscheinungsjahr.

Ein besonders auffälliger Fall: Amy Winehouses „Back to Black“ (2006) schaffte es zwischen 2023 und 2025 in die deutschen Chordify-Top-5  ohne je Teil einer Spotify-Sommerhitliste gewesen zu sein. Auch „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper sowie John Denvers „Take Me Home, Country Roads“ gehören zu den Songs, die zwar nie einen Sommer dominiert haben, aber jedes Jahr aufs Neue gesucht werden.

Das deutsche Phänomen: „Komet“ schafft es

Nationale Klassiker dominieren die Playlists in vielen Ländern. In Deutschland ist das Bild etwas gemischter – internationale Evergreens führen klar. Doch es gibt einen deutschsprachigen Song, der sich wirklich durchgesetzt hat.

„Komet“ von Udo Lindenberg und Apache 207 schaffte 2023 den Sprung in die deutschen Chordify-Top-5 zum Mitspielen. 2024 war er noch immer dort. Als einer der wenigen deutschsprachigen Songs, der gleichzeitig in den Streaming-Charts und in den Akkord-Daten auftaucht.

Auch „Tage wie diese“ von Die Toten Hosen wird seit 2020 regelmäßig in Deutschland zum Mitspielen ausgewählt. Beide Songs zeigen: Deutschsprachige Musik kann sich fest im Repertoire verankern, wenn sie melodisch und emotional stark genug ist.

„Komet“: der deutschsprachige Ausreißer

In den meisten Ländern dominieren nationale Klassiker die Lerndaten. In Deutschland ist das Bild gemischter, internationale Evergreens liegen klar vorn. Eine Ausnahme sticht dennoch heraus: „Komet“ von Udo Lindenberg und Apache 207 schaffte 2023 den Sprung in die deutschen Chordify-Top-5 und hielt sich dort auch 2024. Er ist einer der wenigen deutschsprachigen Songs, die sowohl in den Streaming-Charts als auch in den Akkord-Suchanfragen auftauchen.

Auch „Tage wie diese“ von Die Toten Hosen wird in Deutschland seit 2020 kontinuierlich zum Mitspielen gesucht. Beide Songs zeigen: Deutschsprachige Musik kann sich im Repertoire festsetzen  wenn Melodie und Emotion stark genug sind.

Gitarre, Klavier oder Ukulele  das Muster bleibt gleich

Unabhängig vom Instrument wiederholen sich in den deutschen Chordify-Daten dieselben Titel. Gitarristen suchen vor allem „Nothing Else Matters“, „Hotel California“ und „Let Her Go“. Am Klavier führen „Shallow“ und Ed Sheerans „Perfect“. Auf der Ukulele dominieren „Somewhere Over the Rainbow“ und „Dance Monkey“ von Tones and I.

Eine Ausnahme von dieser Regel gab es 2023: Miley Cyrus‘ „Flowers“ erreichte bei allen drei Instrumenten gleichzeitig Platz eins  einer der seltenen Momente, in denen Streaming-Erfolg und aktives Musizieren zusammenfielen.

Die vollständigen Ergebnisse der Analyse sind HIER einsehbar!

Hintergrund zur Analyse

Diese Analyse basiert auf internen Nutzerdaten von Chordify für den Zeitraum 2020 bis 2025. Ausgewertet wurden die häufigsten Suchanfragen von Nutzern in Deutschland, aufgeschlüsselt nach Jahr und Instrument (Gitarre, Klavier, Ukulele). Der Streaming-Vergleich basiert auf den offiziellen Spotify-Sommerhitlisten der jeweiligen Jahre.

Über Chordify

Chordify ist eine Plattform, die Musiker unterstützt, jeden Song auf ihren Instrumenten mitzuspielen. Dank der Technologie zur automatischen Akkorderkennung verwandeln sich Songs aus Streaming-Diensten und Videoplattformen in interaktive Akkordschema-Darstellungen für Gitarre, Klavier und Ukulele.

Die Plattform bietet Akkorde für über 36 Millionen Songs, und diese Zahl wächst jeden Tag. Seit 2013 entwickelt Chordify Lösungen, die das Musikerlebnis mit moderner Technologie verbinden.

Mehr Informationen unter www.chordify.net!

 

Textquelle: SEEDERS SERVICE & DEVELOPMENT BV's media (Textvorlage)

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