SEPP ADLMANN – NORBERT LAMBAUER
„Gut gewürfelt ist halb gewonnen“: Das Spiel um den „Amadeus Award“!4

Eine Stellungnahme zur „Amadeus Music Award“ Verleihung von Sepp Adlmann und Norbert Lambauer!

 

Bereits zum 19. Mal fand am 25.04. die Verleihung des „Großen Österreichischen Musikpreises“ – des Amadeus Austrian Music Awards – statt. Viele erfolgreiche und neo-erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler aus allen Genres der österreichischen Musikszene scharten sich hierfür wieder im Wiener Volkstheater und gaben sich ihrer Würdigung hin. Ein Spektakel der Superlative, bei dem aufgrund des Zusammenspiels aus Verkaufszahlen, Publikumswertungen und Juryentscheid fair und auf Augenhöhe die Gewinner hervorgehen – sollte man meinen! Trügt der Schein oder hatte hier jemand die Würfel in der Hand?

Kann man wohl jetzt im Nachhinein schwer definieren, doch der Abend lässt sich gut mit einem Wort um- und beschreiben: merkwürdig.

Merkwürdig war nämlich nicht nur die Tatsache, dass zum Beispiel im Bereich Schlager & Volksmusik eine Künstlerin den Preis entgegennahm, die – anscheinend, wenn man vom Bewertungskriterium des Musikpreises ausgeht – mehr Erfolg, mehr Fans und mehr Unterstützer hat, als die ebenfalls nominierten, schon jahrelang im Business befindlichen Künstler wie die Nockis, die Edlseer, die Jungen Zillertaler oder der wohl derzeit erfolgreichste Volks-Rock’n’Roller des Landes, Andreas Gabalier.

Wenn man dann auf die Kategorie „Live-Acts des Jahres“ übergeht, ist verwunderlich, dass ebendieser gewisse Volks-Rock’n’Roller im Jahr 2018 NUR 1 Million Live-Tickets verkauft hat … wie man sieht, noch lange kein Grund, einen österreichischen Musikpreis dafür zu erhalten und damit gewürdigt zu werden – merkwürdig oder?

Auch beim Album des Jahres kommt es schon sehr merkwürdig rüber, dass der Künstler des Albums „Vergiss mein nicht“ Platinstatus erreicht hat und keine Berücksichtigung findet. Dafür gewinnt eine Künstlerin, die kurz vor Veranstaltungsbeginn mit Gold ausgezeichnet wurde.

Außerdem nur am Rande: Schon merkwürdig, wenn auch gewisse Personen im Hintergrund einiger Künstler zudem für Arbeiten beim österreichischen Musikpreis verantwortlich sind.

Eher traurig als merkwürdig ist allerdings die Tatsache, dass ein Genre wie Schlager & Volksmusik – das sich bereits seit Jahrzehnten erfolgreich und stabil hält, Massen begeistert, Hallen füllt und gute Stimmung verbreitet – keiner Würdigung wert ist und lediglich belächelt wird. Kurz und knapp werden Auftritte dieser Künstler „abgehandelt“, weil es eben sein muss… so der Anschein. Was man auch den Reaktionen des durch und durch musikalisch angehauchten Publikums der Branche vor Ort entnehmen konnte. Schade, wenn man bedenkt, dass Musik für Gemeinsamkeit, Akzeptanz und Individualität steht. Oder? Das möchten uns doch auch die alternativen FM4-Künstler immer eindringlich beweisen.

Nun ja, vielleicht wissen viele einfach nicht, dass in den größten Stadien des In- und Auslandes nicht nur Fußball gespielt wird… Künstler des Bereichs Schlager & Volksmusik füllen diese riesigen Plätze und zahlreiche Fans und Begeisterte pilgern jährlich zu den bereits in kürzester Zeit ausverkauften Konzerten. Anscheinend gibt es in diesem Bereich doch einige, die diese Art von Musik feiern.

ABER: Wir sind natürlich keine i-Tüpfelchen-Reiter, auch sind wir keine Personen, die anderen den Erfolg nicht gönnen und schon gar nicht sind wir nachtragend.

Wir möchten hiermit lediglich anmerken: Wenn man würfelt, sollte man eben aufpassen: Beim Schummeln erwischt zu werden, kann schneller passieren, als man denkt.

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