FLORIAN SILBEREISEN
Heute (26.12.2018), NDR fernsehen: „Die Schlager des Jahres“ (Wh.!) – präsentiert von Florian Silbereisen!

(vermutlich) Dominik Beckmann für Jürgens TV

20:15 Uhr – 22:30 Uhr! – Lesen Sie HIER die ausführliche smago! Kolumne zur Sendung (Erstausstrahlung. 23.11.2018) …:

 

 

Alles hat zwei Seiten“, wussten Sigrid & Marina im Verbund mit den Zillertaler Haderlumpen bereits vor einigen Jahren beim „Grand Prix der Volksmusik“. Und das tatsächlich ALLES zwei Seiten hat, lässt sich am Beispiel der seit 2016 von Florian Silbereisen präsentierten Sendung „Die Schlager des Jahres“ ideal versinnbildlichen.

Wie smago! bereits anerkennend berichtete, befinden sich „Die Schlager des Jahres“ auch weiterhin im Quoten-Aufwind. Was jedoch nichts daran ändert, dass das Format, das schließlich den Titel „Die Schlager des Jahres“ trägt, über weite Strecken einem Kuriosen-Kabinett glich. Zwar kündigte Florian Silbereisen ganz ausdrücklich  „Die Hits des Jahres“ an. Doch die kamen nur äußerst bedingt zum Einsatz.

Wobei wir wahrscheinlich zwischenzeitlich bereits SO weit sind, dass wenn Schlager- und Unterhaltungspapst Michael Jürgens, der Macher, Kopf und Motor ALLER Silbereisen-Shows am kommenden Samstag (01.12.2018) beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ anstelle des dicken Christkinds aus Nürnberg den Osterhasen einlüde Millionen Zuschauer bereits am 1. Advent ihre Eier (aus dem Kühlschrank!) rausholen würden, um sie sogleich (fürs Osterfest) zu bemalen … (Weihnachten würde dann eben einfach einmal ausfallen.)

Bereitwillig ließ sich die Zuschauerschar „Schlager des Jahres“ präsentieren, die – größtenteils! – keine waren. Was nun wiederum NICHT heißen soll, dass die Sendung nun schlecht gewesen sei. Ganz im Gegenteil. Man hatte sich in diesem Jahr auch gar nicht mal mehr die Mühe gemacht, „Die Schlager des Jahres“ (oder vielmehr deren „Zusammenstellung“) in irgendeiner Form zu „erklären“ – von dem wenig aussagenden Untertitel „Die große Show der Schlager, Stars und Storys 2018“ einmal abgesehen. (smago! wird die insgesamt 19 Künstler-Acts sowie das Deutsche Fernsehballett als 20. „Act“ gleich noch etwas genauer unter die Lupe nehmen …)

Immer durften sich im Rahmen DIESER „Schlager des Jahres“ einige Künstler präsentieren, bei denen es für die großen Silbereisen-Shows im Ersten nicht ganz gereicht hat, darunter Nicki & Patrick Lindner sowie Michael Morgan feat. Benjamin Boyce. („Die Schlager des Jahres“ – eine Art „Reste-Rampe“? NUR: Eine solche Bezeichnung würde diesen Künstlern wiederum nicht gerecht werden …)

Auf der anderen Seite: Alle, die immer quäken, wieso KLUBBB3 denn in JEDER Silbereisen-Show auftreten muss, beschweren sich DIESMAL darüber, dass KLUBBB3 in DIESER Sendung NICHT mit dabei war …

Rücken wir zunächst die positiven Aspekte in den Vordergrund: Zunächst einmal hat Michael Jürgens eindrucksvoll bewiesen, dass er auch mit einem Bruchteil seines „Schlagerbooom“ Budgets eine an sich fabelhafte und extrem kurzweilige Sendung zaubern kann. Ein Spitzenkoch vermag eben auch aus einfachen Zutaten ein Festmahl zu kreieren. Und wäre er nicht bereits Schlager- und Unterhaltungspapst, so wäre er eben der Paul Bocuse der Unterhaltungskunst.

Äußerst lobend zu erwähnen ist auch, dass man uns bei DIESER „Schlager des Jahres“ mit Alvaro Soler verschont hat, dessen Nachname zwar nach Solaranlage klingt, dessen Ausstrahlung jedoch eher mit eingeschlafenen Füßen gleichzusetzen ist.

Eine Wohltat und absoluter Hochgenuss zugleich: die (wohldosierten!) Auftritte des Deutschen Fernsehballetts, dessen Tänzerinnen und Tänzer des Deutschen Fernsehballetts einfach ein ganz anderes Level darstellen als diese unerträglichen, aufdringlichen und gefühlt JEDEN Künstlerauftritt versauenden Hampelmännerinnen und Hampelmänner (, wobei man sich diesbezüglich bereits beim „Schlagerbooom“ am 20.10.2018 ein ganzes Stück weit „einsichtig“ zeigte).

Doch preschen wir besser nicht ganz so schnell vor, gehen wir lieber der Reihe nach vor …:

Längst ist das CCS in Suhl für Florian Silbereisen „mein Wohnzimmer“. Laut Florian Silbereisen ist Suhl nämlich die „Schlagerstadt“. Suhl, das Dortmund des Ostens … gewissermaßen.

Mit dem KLUBBB3-Titel „Schlager ist geil“ (eigentlich „Horst ist ein Held“ von Uwe Busse beziehungsweise ursprünglich sogar „Leben so, wie ich es mag“ von Volker Lechtenbrink) eröffnete Florian Silbereisen – unterstützt vom Deutschen Fernsehballett – „Die Schlager des Jahres“ und kündigte – wir betonen es gerne noch einmal – „Die Hits des Jahres“ an. Auch in diesem Jahr setzte er wieder auf seine Gast-Kommentatoren Ross Antony und Andy Borg.

Bei voXXclub ging es gleich schon „richtig“ los: Hier hieß es, die Jungs von voXXclub hätten „das erste Top 10 Schlageralbum in diesem Jahr“ gelandet. – Stimmt nicht !!! voXXclub konnte in den SCHLAGER Charts überhaupt nicht auftauchen, weil sie – ähnlich wie die Amigos (!) und Andreas Gabalier (!) als „Volksmusik“ eingestuft werden. Demnach ist „Donnawedda“ also KEIN Schlager-, sondern ein Volksmusik-Album. Und der voXXclub-Hit 2018 war eben NICHT „Donnawedda“, sondern „I mog di so“ …

Anstatt wie im Vorjahr auf jeden einzelnen Schlagermonat zurückzublicken, wurden die wichtigsten Schlager-Meldungen diesmal in Winter, Frühling, Sommer und Herbst aufgeteilt. (Auch gab es einen kurzen „Ausblick“ auf den noch verbleibenden Monat Dezember.)

Nicki & Patrick Lindner lieferten mit „Baby voulez-vous“ ohne Frage einen tollen Auftritt ab (SO haben Sie Nicki garantiert noch nie gesehen!).

Geht man nach den vorläufigen Jahres-Radiocharts „Deutschland Konservativ Pop“, würde Helene Fischer mit „Flieger“ den „Schlager des Jahres“ liefern. Dafür, dass Helene seit einigen Jahren für Sendungen wie „Die Schlager des Jahres“ nicht mehr verfügbar ist, kann Michael Jürgens natürlich nichts. SO gesehen, hatten die „Gespenster der Nacht“ formally known as Fantasy absolut ihre Daseinsberechtigung, denn ihr Titel „Gespenster der Nacht“ ist – nach „Flieger“ von Helene Fischer – in der Tat einer der Schlager des Jahres.

Auch Michelle’s Titel „In 80 Küssen um die Welt“ lassen wir durchaus als einen der „Schlager des Jahres“ durchgehen. (Michelle präsentierte sich im Übrigen in einem super sexy-en Nikoläusinnen-Kostüm …). Durch das Fernbleiben von Matthias Reim bei den „Schlagern des Jahres“ fiel der Duett-Hit „Nicht verdient“ gezwungenermaßen durchs Raster …

Nach einer kurzen Live-Schalte zu „Mr. ‚Meine Schlagerwelt‘“ Peter Heller sang Eloy de Jong SEINE Version des Titels „Egal (was andere sagen“). Laut Peter Heller sei dieser Titel der „mit großem Abstand meist abgerufene Clip auf ‚Meine Schlagerwelt‘“. Unterm Strich war dennoch Eloy de Jong’s Folge-Single „Schritt für Schritt“ noch erfolgreicher als „Egal was andere sagen“. (No matter what …)

Obwohl Bernhard Brink auch in diesem Jahr im Rennen um den „Schlager des Jahres“ eine gute Figur macht, sang er keinen aktuellen Titel, sondern ein aus „Blondes Wunder“, „Ich wär’ so gern wie du“ sowie „Frei und abgebrannt“ bestehendes Medley – und das gemeinsam mit Rotblond und mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Fernsehballetts. „Betreutes Singen“, könnte man sagen … Danach durfte „der Bernhard, der Brink“ verkünden, dass es mit den „Schlagern des Monats“ auch im kommenden Jahr weitergehe.

Königlich ging es weiter mit Marie Wegner (wobei man im ersten Moment dachte, Michelle hätte sich mal eben schnell umgezogen …). Ohne Wenn und Aber: „Königlich“ IST einer der „Schlager des Jahres“, nach den Single-Verkäufen vielleicht sogar DER „Schlager des Jahres“ (in jedem Fall, was die Höchstnotierung in den Offiziellen Deutschen Single Charts betrifft).

Indes geben einem Angelo Kelly & Family in einer Sendung, welche „Die Schlager des Jahres“ heißt, durchaus Rätsel auf … (und dann auch noch mit gleich Titeln erst recht …)  Für gewöhnlich gilt bei Angelo Kelly & Family auch der Grundsatz: An Geburtstagstagen der Familie gibt es keine Auftritte. Doch für Florian Silbereisen machten sie gerne eine Ausnahme (der kleine Joseph wurde am Freitag 8 Jahre jung).

„Der goldige“ Ben Zucker wurde diesmal mit PLATIN für seine Debüt-CD „Na und ?!“ überrascht. Und seinen Titel „Der Sonne entgegen“ kann man absolut als einen der „Schlager des Jahres“ durchwinken.

Dass Andy Borg – ebenso wie später Ross Antony – als Kommentator „das Recht an einem eigenen Song“ für sich in Anspruch nahm, geht völlig in Ordnung. Wobei er noch nicht einmal einen „eigenen“ Song sang, sondern mit „Der Jodelautomat“ einen der unverwüstlichen Klassiker der Zillertaler Schürzenjäger anstimmte.
Ihre ultimative TV-Premiere (in der Duett-Konstellation) feierten Michael Morgan und Ex-„Caught In The Act“ Star Benjamin Boyce. Hierzu wäre anzumerken, dass Michael Morgan der einzige Sänger dieser Show war, der bereits 1995 bei der ERSTEN Ausgabe der „Schlager des Jahres“ mit von der Partie war. Und zwar mit „Komm zurück zu mir“, der deutschen Version des Take That Superhits „Back For Good“. (Übrigens: Die Weste, die Michael Morgan 1995 in Suhl anhatte, passt ihm immer noch …) In der Konstellation Michael Morgan feat. Benjamin Boyce heißt die Nummer jetzt übrigens „Komm zurück (Want You Back)“ … Das Konzept dahinter: Sowohl Michael Morgan als auch Benjamin Boyce sind in diesem Jahr 50 Jahre jung. Michael Morgan hat erfolgreich den Titel einer Boy-Band (Take That) gecovert – und Benjamin Boyce war selbst Teil einer Boy-Group (Caught In The Act). Da „Komm zurück (Want You Back)“ jedoch erst am Freitag (23.11.2018) digital veröffentlicht wurde, KANN „Komm zurück (Want You Back)“ noch kein „Schlager des Jahres“ sein. Logischerweise.

Weiter ging es mit „einem der romantischsten Liebesduette des Jahres“: „Lo siento“ von Anna-Carina Woitschack & Stefan Mross. (Leider auch kein „Schlager des Jahres“. Aber: eine verdammt starke Nummer !!!)

Die Draufgänger hätten eigentlich (spätestens!) bereits beim „Schlagerbooom“ ihre Berechtigung gehabt. Mit IHRER Version des JOSH.-Titels „Cordula Grün“ waren sie mit großem Abstand die Publikumslieblinge in Suhl. (Michael Jürgens müsste sie eigentlich direkt in die Sendung „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ durchwinken.)

Es folgten zwei weitere „Schlager des Jahres“: der stellenweise ein bisschen sehr an Thomas Anders’ Vor-Modern Talking-Zeit erinnernde Hit „Sie sagte doch, sie liebt mich“ (gewisse Parallelen zu „Wovon träumst du denn … in seinen Augen“ lassen sich nicht gänzlich leugnen …) von Thomas Anders feat. Florian Silbereisen und „Die Liebe siegt sowieso“ von Maite Kelly. Natürlich kam Florian auch auf Thomas’ „Bühnensturz“ zu sprechen. Thomas Anders legte Wert darauf, „wie grazil“ er gefallen sei. Im Übrigen sei er auf einer Feder von Maite Kelly’s Kleid ausgerutscht. Deswegen, so Florian Silbereisen, würde Maite jetzt immer nach ihnen auftreten …

Maite verriet, dass sie ihre Songs „zwischen Kartoffel pellen und die Kinder zur Schule bringen“ schriebe, die meisten entstünden jedoch, wenn sie auf Tournee sei. Mit „Dich muss man einfach mögen“ fasste Florian Silbereisen das Erfolgs“geheimnis“ von Maite Kelly treffend zusammen.

Die der Sparte „Volksmusik“ zugehörigen Seebären von Santiano besangen einmal mehr „Die Mädchen von Haithabu“. Nicht im Auge des Sturms, sondern aus dem Auge des
Betrachters muss man – wie schon so oft in diesem Artikel – sagen: Das war leider auch kein „Schlager des Jahres“ …

Ebenfalls nicht die Spur eines Schlager des Jahres: der bislang noch gar nicht als Single veröffentlichte Titel „Que sera“ von Stefanie Hertel. Allerdings: Der Auftritt von Stefanie mit dem Deutschen Fernsehballett war nun wirklich ein Hit !!! Zudem feiert sie in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Wenn sie nicht Sängerin geworden wäre, würde sie vermutlich als „Kräuterhexe“ durchs Leben gehen, verriet Stefanie. (Wolfgang Trepper würde jetzt sagen: Die Nase dazu hätte sie ja schon einmal …)

Wie bereits im Vorjahr war Frank Schöbel in der Sendung „Die Schlager des Jahres“ zu Gast, ohne einen solchen gelandet zu haben … In diesem Jahr sang er „Wir legen los!“ ((tun wir gleich, keine Sorge …)).

Bewegend, wie gegen Ende der Sendung dem im August 2018 im Alter von 80 Jahren verstorbenen Dieter Thomas Heck gedacht wurde. Ross Antony sang ihm zu Ehren ein Medley, das – so Florian Silbereisen – „100 % Schlager – 100 % Lebensfreude – 100 % Hitparade“ darstellte („Anita“, „Fiesta mexicana“ und „Tränen lügen nicht“). Und Jürgen Drews hatte eigens für Dieter Thomas Heck seinen 1989-er Comeback-Hit „Irgendwann, irgendwo, irgendwie (… seh’n wir uns wieder)“ umgetextet.

 

Und das wären sie gewesen, „Die Schlager des Jahres 2018“ …:

Christian Lais („Das Leben ist live“)
Nik P. („Im Fieber der Nacht“)
Vincent Gross („Nordlichter“ UND „Dieser Beat“)
Feuerherz („In meinen Träumen ist die Hölle los“)
Thomas Anders („Das Leben ist jetzt“) — bislang musste Thomas Anders immer nur als „Steigbügelhalter“ für das Duett mit Florian Silbereisen herhalten
Beatrice Egli („Verliebt, verlobt, verflixt noch mal“) — Beatrice Egli war aufgrund ihrer derzeit laufenden Tournee nicht für „Die Schlager des Jahres“ verfügbar
Semino Rossi („Königin des Sommers“)
Matthias Reim („Himmel voller Geigen“)
Vanessa Mai („Regenbogen“)
Simone & Charly Brunner („Nachtschwärmer“)
Linda Hesse („Mach ma laut“)
Jay Khan („Casanova“)
Mitch Keller („So ist der Sommer“)
KLUBBB3 („Paris Paris Paris“)
Anita & Alexandra Hofmann („Dann kamst du“)
Laura Wilde (Wolkenbruch im 7ten Himmel)

 

Spaß gemacht hat’s aber trotzdem …

Und jetzt warten wir auf den Osterhasen am 1. Dezember 2018 …

Sehen Sie HIER den Vorschau-Trailer!

Weitere Artikel:

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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