CARMEN NEBEL
smago! TV-Kritik „Willkommen bei Carmen Nebel“: „Eine Sendung, die vielen Menschen aus großer Not hilft“ …

… und so ganz nebenbei auch der Beweis ist, dass die kunterbunte Samstagabend-Show eben doch noch nicht ausgestorben ist!

 

 

Kleine Schmunzelte gleich zu Beginn: Als Fritz Pleitgen, der Präsident der Deutschen Krebshilfe, kurz vor Beginn der Live-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ in der 1. Reihe in der TUI Arena Hannover Platz nahm, ereiferte sich eine Saalzuschauerin, die direkt hinter smago! Chefredakteur Andy Tichler saß, „Der Intendant vom ZDF !!! Der Intendant vom ZDF !!!“. Aber das wie gesagt nur am Rande.

Ganz abgesehen davon, dass DIESE Carmen-Nebel-Show äußerst höchstrangig besetzt war (Carmen Nebel hatte diesmal wirklich ganz groß eingeladen), geriet die rund 3-stündige Sendung zum besten Beweis, dass die kunterbunte Samstagabend-Show doch noch nicht gänzlich ausgestorben ist. Die Sendung war ungemein kurzweilig, abwechslungsreich und – im höchsten Maße – unterhaltsam.

Trotz des ernsten Hintergrundes DIESER Show, nämlich bei der Deutschen Krebshilfe, Deutschlands größter Bürgerinitiative, sowohl die Krebsbehandlung als auch die Krebsforschung nachhaltig voranzubringen, setzte diese Carmen Nebel Show ein Zeichen für Unterhaltung mit Haltung.

Auch das Redaktionsteam von Carmen Nebel hatte ganze Arbeit geleistet und sich ungewöhnliche, top-exklusive Duett-Konstellationen ausgedacht, zum Beispiel Angelika Milster und Ross Antony.

Den Anfang jedoch besorgten Anna-Carina Woitschack & Stefan Mross mit einem ebenfalls ganz besonderen Auftritt. Sie sangen zwar keinen aktuellen „eigenen“ Titel, dafür wurde die am 06.09.2019 erschienene neue CD von Anna-Carina Woitschack – „Schenk mir den Moment“ – ganz groß abgefeiert. Das neue Traumpaar des Schlagers überzeugte mit „Dirty Dancing“ oder genau genommen mit der deutschen Version des Welthits „(I’ve Had) The Time Of My Life“ von Bill Medley & Jennifer Warnes. Die „Deutsche Originalaufnahme“ stammt von Oliver Thomas & Eli Melinda. Anna-Carina und Stefan hatten zudem bei der „CD Release Party“ am 06.09. im Europapark Rust bei einer Fan-Spenden-Aktion € 429,20 gesammelt.

„Der Sieger hat die Wahl“, befand auch Angelika Milster, die zunächst ihre deutsche Version des ABBA-Hits „The Winner Takes It All“ präsentierte und dann „Ich bin, was ich bin“ („I Am What I Am“ von Gloria Gaynor) sang, wobei sich Ross Antony hinzu gesellte. Des Weiteren versuchte sich „Die Milster“ am „Königsjodler“.

Volksmusik-Superstar Hansi Hinterseer brillierte mit dem Pop-Song (!) „Weil du so bist, wie du bist“, den die international erfolgreiche Song-Autorin Denise Rich – sie schrieb u. a. für Celine Dion, Diana Ross, Natalie Cole und Chaka Khan – eigens für Hansi geschrieben hat. Die wunderbaren deutschen Worte stammen aus der Feder von Romana Hinterseer. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass „Weil du so bist, wie du bist“ der schönste Song ist, den Hansi Hinterseer jemals aufgenommen hat.

Das Popschlager-Duo präsentierte sich zunächst via Einspielfilm als „Die Zwei von der Tankstelle“. Im Rahmen einer Aktion für die Deutsche Krebshilfe hatten Martin und Freddy € 732,20 für die Deutsche Krebshilfe eingenommen. Des Weiteren kündigten sie an, von jedem verkauften Ticket für ihre Arena-Tour 2020 einen Teil an die Deutschen Krebshilfe abzuführen. Und: „Jeder von uns spendet € 5.000“. Eine durchaus noble Geste. Aus ihrem (vierten) Nr. 1 Album „Casanova“ präsentierten Martin und Freddy den Titel „Mona Lisa“.

Ross Antony gab mit „Sag mir quando, sag mir wann“ einmal mehr Vollgas.

„Am Ende zählt nur das Gefühl“, befand Ella Endlich, die – im Eifer des Gefechts – gleich zweimal ihren Einsatz verpasste.

Das Musical „Mamma Mia!“ wurde mit dem Titelsong abgefeiert sowie mit der „Dancing Queen“.

Nach circa einer Stunde lag der vorläufige Spendenstand immerhin bereits bei € 641.085.

Das Latin-Schlager-Duo Bonitaz wurde von Carmen Nebel äußerst gekonnt in Szene gesetzt.

Beim Spiel „Schlagerade“ (= Scharade“) gelang es Angelika Milster & Ross Antony sowie Anna-Carina Woitschack & Stefan Mross innerhalb von drei Minuten € 12.000 für die Deutsche Krebshilfe einzuspielen. (Sie sind der Meinung: DAS WAR SPITZE !!!)

Katharina Thalbach und Uwe Ochsenknecht präsentierten mit „17 Jahr – blondes Haar“, „Mit 66 Jahren“ sowie „Immer wieder geht die Sonne auf“ einen Auszug aus dem Original Soundtrack „Ich war noch niemals in New York“. Und das bei weitem nicht zu schlecht, wie man es vielleicht befürchtet hatte. Ganz im Gegenteil: Die beiden Vollblut-Schauspieler waren – auch als „Sängerin“ und Sänger – eine absolute Bereicherung für diese „Willkommen bei Carmen Nebel“ Ausgabe.

Das nächste Highlight folgte unmittelbar auf dem Fuße: Sascha Grammel und Frederic Freiherr von Furchensumpf hatten nicht nur das „Intro“ zur Sendung eingesprochen, um Lust und Laune auf die gut 3-stündige Sendung zu machen, sie überzeugten auch in ihrem Showblock auf ganzer Linie und hatten die Lacher voll und ganz auf ihrer Seite.

Ehre, wem Ehre gebührt …: Stefan Mross wurde von Wolfgang Moik, dem Sohn des „Musikantenstadl“ Erfinders Karl Moik, mit einem Spezial Award („30 Jahre Stefan Mross Bühnenjubiläum“) ausgezeichnet.

Auch das von Carmen Nebel geführte Gespräch mit Gesundheitsminister Jens Spahn sowie „Nicht-ZDF-Intendant“ Fritz Pleitgen ließ keine Längen aufkommen.

Shakin‘ Stevens brachte sich mit „Marie, Marie“, „Oh Julie“ und einem Song neueren Datums namens „Fire In Her Blood“) in Erinnerung. Da er ein absolutes „Fotografier-Verbot“ erlassen hatte, sei es uns – bei allem Respekt vor Shakin‘ „Shaky“ Stevens gestattet – ihn einmalig als „alternde Diva“ zu bezeichnen.)

So richtig ans Herz ging der Schicksalsbericht „Spenderin trifft Empfängerin“. Eine junge Mutter, die an Leukämie erkrankt und dem Tod geweiht war, traf auf ihre mittlerweile 29-jährige Lebensretterin, die ihr durch eine Stammzellen-Spende das Leben gerettet hat.

Mit „Andreas Gabalier“ ging für die junge Mutter ein weiterer Traum in Erfüllung. Ihr Lieblingslied sei nämlich „So liab hob i di“, was sogar das Herz des hart gesottenes VolksRock’n’Rollers und Mountain Mans erweichte. Andreas Gabalier sang übrigens komplett live. Auch zollte er Carmen Nebel ein Höchstmaß an Respekt. Ihre Sendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ sei „ein sehr wesentlicher Meilenstein“ in seiner Karriere zu sehen. Mit „Verdammt lang her“, „I sing a Lied für di“ und „Hulapalu“ gab Andreas Gabalier – begleitet von seiner Band – noch eine LIVE-Zugabe. Und: Carmen Nebel hatte einen ganz besonderen weiteren Gabalier-Fan in ihre Show eingeladen: Ordensschwester Sabine.

Der Spendenstand betrug nunmehr – gegen 22:57 Uhr – bereits € 1.977.720. Auch Andrea Berg schenkte den Zuschauern einen ganz besonderen Auftritt: Sie sang ihren Hit „Mosaik“ live in einer tollen „Unplugged“ Version.

Fehlte also nur noch David Hasselhoff, dessen „Looking For Freedom“ in der vorausgegangenen „Willkommen bei Carmen Nebel“ der gegen Ende fehlenden Sendezeit zum Opfer gefallen war. Auch diesmal war Carmen Nebel ein bisschen in Zeitverzug. Doch diesmal KAM „Mr. Baywatch“ vollumfänglich zum Zug. Auch er sang live (zumindest live „drüber“) – und zwar „Sweet Caroline“, „Sugar, Sugar“ und – selbsterklärend – „Looking For Freedom“.

Fritz Pleiten brachte es mal wieder auf den Punkt, als er anmerkte, die Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ zugunsten der Deutschen Krebshilfe sei „eine Sendung, die vielen Menschen aus großer Not hilft“ und dabei über drei Millionen Zuschauern einen kunterbunten Unterhaltungsabend bescherte. Ein bisschen „retro“ hier und da, ganz gewiss. Aber gegen ein bisschen „retro“ ist prinzipiell rein gar nichts einzuwenden.

Ein Gedanke zu „CARMEN NEBEL
smago! TV-Kritik „Willkommen bei Carmen Nebel“: „Eine Sendung, die vielen Menschen aus großer Not hilft“ …

  • 17. September 2019 um 8:56
    Permalink

    Die Frage ist wieviel die Krebshilfe an Frau Nebel zahlen musste, damit diese Sendung zustande gekommen ist. Darüber wird nur selten und beigläufig in einigen Medien gesprochen.

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