HEINO
Die CD "Arschkarte" im Test von Holger Stürenburg!

Der renommierte Musikjournalist hat sich das dritte „Rock(er)-Album“ von Heino vorgeknöpft …: 

Viele hatten HEINO schon abgeschrieben, den blonden Barden mit der sonoren, ernsten Baritonstimme, der mit seiner Aufrechterhaltung urwüchsigen deutschen Liedguts im schlagerhaften Kontext von jeher dafür sorgte, dass sich die Geister der Beobachter an seinem Tun gehörig schieden.

Seit 1965 ist der gebürtige Düsseldorfer im Geschäft und über mehrere Dekaden kontinuierlich erfolgreich. Doch zuletzt hielten sich seine musikalischen Offenbarungen ausschließlich zwischen klassischen, kirchlich-festlichen Gesängen, Heimatliedern und Jahrhundertmärschen auf, die natürlich fast nur bei betagterem Publikum Anklang fanden, bis vor genau drei Jahren, von heute auf morgen, ohne jegliche Vorankündigung, ein rundherum erneuerter, offensiver, unerwartet forscher, gleichsam selbstironischer HEINO mittenmang ins deutsche Popgeschehen hineinplatzte – ein HEINO, mit dem zum Schluss keiner mehr so recht gerechnet hatte.

„Heino goes Wacken“ hätte es heißen können (und hieß es im Sommer 2013 auch in aller Form), als der gelernte Bäcker und Konditor die Fachwelt freundlich grüßte und mit einem so betitelten Album – „Mit freundlichen Grüßen“ – zutiefst überraschte, teils womöglich schockierte, viele, viele Menschen aber – insbesondere jüngere Jahrgänge ohne Scheuklappen – ohne Zögern brutalstmöglich in hellste Begeisterung versetzte.

Für diese überaus ungewöhnliche Songkollektion, die sich bald nach Erscheinen sogar bis auf den ersten Rang der einheimischen Albumcharts hocharbeiten konnte und somit Heinos kommerziell reputierlichste Scheibe überhaupt darstellte, hatte der sich bislang so volkstümlich und bieder gebende Showstar, der übrigens einst von Schlagerlegende Ralph Bendix entdeckt und daraufhin einige Jahre lang produziert wurde, zunächst 12 (auf der im Herbst 2013 nachgeschobenen Sonderedition „Jetzt erst recht“ insgesamt 17) deutschen Rock-, Pop-, Punk- und Hip Hop-Expertisen des Heute und Hier in einem absichtlich überbetont strengen, ironisierend traditionell überzeichneten Klangbild nahe Schlager und Volkstümlichkeit, intelligent und spitz vermengt mit einem so , wie augenzwinkernden Rock-Appeal, angenommen.

Das „verbotene Album“, wie seine Plattenfirma STARWATCH die so skurril-bizarre, wie sehr gelungene und aufmunternde Produktion bewarb, beinhaltete zeitnahe deutsche Hits z.B. der Berliner Punkheroen „Die Ärzte“, der Stuttgarter Hip-Hop-Pioniere „Die Fantastischen Vier“ oder gar der an und für sich (für mich zumindest) geschmacklich ungenießbaren Brachialrocker „Rammstein“, in strikt Heino-getreuer Auskleidung. Die eher linksalternativ eingestellten „Ärzte“ wollten Heino nun mit viel (kalkuliertem??) Pressewirbel untersagen, dass er ihren 2007er-Evergreen „Junge“ in einem regelrechten  Freddy-Quinn-Modus ad absurdum führte, der meist zugedröhnte Hamburger Anarcho-Rapper Jan Delay ließ sich sogar dazu hinreißen, den schon immer mit Bedacht betont unpolitisch und überparteilich auftretenden Bis-dato-Volkssänger in einem Interview als „Nazi“ zu titulieren, da dieser den 1998er-Titel „Liebes Lied“ seines einstigen Rap-Trios „Absolute Beginner“ für „Mit freundlichen Grüßen“- im Übrigen schlicht kongenial, aber eben ohne den Urheber vorher angefragt zu haben  – gecovert hatte.

All diese Hahnenkämpfe schadeten Heino allerdings ganz und gar nicht. Er war im Gespräch, in den Medien, den Feuilletons, sogar in Rockmusikmagazinen zu finden, die in Anbetracht seiner früheren Fahrten- und Wanderlieder stets die Nase gerümpft (oder gar nicht über ihn berichtet) hatten; die Fans der jungen Bands, deren aktuelle Charthits Heino nun plötzlich pointiert „verschlagerte“, interessierten sich erstmals für das zuvor bestenfalls verspottete, mutmaßlich angestaubte, gestrige Idol ihrer Großeltern – und Heino selbst gelang in diesem Zusammenhange ein derart umfangreiches, wundersames und unvermutetes Comeback, dass er 2013 für den „ECHO“ nominiert wurde und im gleichen Jahr eine Goldene Schallplatte für über 100.000 verkaufte Exemplare von „Mit freundlichen Grüßen“ verliehen bekam.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nie ein besonders hervorstechender Heino-Anhänger gewesen. So wie es in den 60ern den Zweikampf „Beatles“ versus „Stones“ gab oder eine Dekade darauf sich Freunde, eher Freundinnen, von „Bay City Rollers“ bzw. „Smokie“ gegenseitig kritisch beäugten, bestand in unserer Familie ein ‚kulturelles Duell‘ Heino vs. Freddy Quinn – mein Vater präferierte Heino; meine Mutter Freddy Quinn, ich tat es meiner Frau Mama gleich und bevorzugte somit ebenfalls von Kindesbeinen an den „Jungen von St. Pauli“. Man hörte oder gar kaufte sich in der Jugend zwar mal die eine oder andere Heino-Single – „Ja, ja die Katja, die hat ja“, „So’n kleiner Garten vor der Stadt“ oder „Sonnenschein – Glücklichsein“ kommen mir diesbezüglich in den Sinn – aber ansonsten mochte ich mich für den blonden Sonnenbrillen-Träger nie so recht erwärmen. Dies änderte sich erst langsam, aber sicher, als ich nun Heinos Hinwendung zum ultimativen Rock-Parodisten miterlebte, obwohl ich zugegebenermaßen mit „Mit freundlichen Grüßen“ noch nicht allzu viel anzufangen vermochte, da mir – rühmliche Ausnahmen, wie „Nenas“ „Leuchtturm“ oder Westernhagens „Willenlos“, bestätigten die Regel – viele der neu interpretierten Originale gar nicht geläufig waren, weil mir darüber hinaus, als unverbesserlichem Kind der 80er, doch von jeher der Zugang zu zeitgemäßem Hip Hop, Neo-Deutschrock oder gar „Rammstein“-Lärm von vornherein vollkommen fehlte. Das ganze Unterfangen hatte auf jeden Fall etwas Faszinierendes an sich; hierüber war ich mir vollends im Klaren. „Mit freundlichen Grüßen“ hatte Appetit auf mehr bereitet und bereits das Folgewerk von Heino, erschienen im Herbst 2014, traf – im wahrsten Sinne der Betitelung – direkt ins Schwarze. Auf „Schwarz blüht der Enzian“ hatte Heino einige seiner frühen Volkslieder-Schmankerl – z.B. „Die Schwarze Barbara“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder das unvermeidliche „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ – in bester Düster-Metal-Manier mittels krachender Gitarren und peitschender Drums bis zum Exzess verrückt verrockt.

Die CD scheiterte nur ganz knapp an den einheimischen Top 10, ein köstliches Musikvideo, das mit allen Klischees des Heavy Metal perfekt spielte (und dafür sorgte, dass genrefremde Freunde Heinos, von Patrick Lindner bis Stefan Mross, urplötzlich zu Hardrock-Berserkern avancierten), bescherte positive Aufruhr und Heinos Liveauftritte 2015 – so selbsterlebt beim „Dortmund Ole“ im September vergangenen Jahres – glichen reinen Triumphzügen.

Nun kursierte seit einigen Wochen das Gerücht, Heino, inzwischen stolze 77 Jahre jung, plane, mit einer neuerlichen Rock-Produktion die Öffentlichkeit in Wallung zu versetzen. Unter dem Arbeitstitel „Projekt F.“ machte dieses Albumvorhaben im Netz die Runde; niemand wusste aber ganz genau, was sich Heino als neuesten Schrei überlegt hatte. Manche vermuteten, der spätberufene Rocker könne eine Art „FFFreddy Quinn“-Tribute gestartet haben, zumal über das angebliche oder tatsächliche Missverhältnis der beiden sagenumwobenen Volkssänger schon immer viel spekuliert worden war. Da aber Ex-„Trio“-Frontmann Stephan Remmler eine ebensolche Liedsammlung mit Neuaufnahmen verschiedener Freddy-Gassenhauer bereits 1991 unter ebenjenem Titel „Projekt F“ vorgelegt hatte, geriet bald ans Tageslicht, dass es sich bei Heinos nun endlich vorliegender, neuer musikalischer Arbeit um ein tönendes Arsenal ausgewählter FFFußball-Lieder handele und diese offenkundig, um Verwechselungen mit Stephan Remmlers entsprechend betitelter LP von vor 25 Jahren zu vermeiden, nun vor wenigen Tagen unter dem Motto „ARSCHKARTE“ bei STARWATCH/SONY auf den Markt kommen solle – was nun, am vergangenen Freitag, dem 29.04.2016, auch geschehen ist.

Weder der Name Heino ist auf dem knallroten CD-Cover zu lesen, noch ist der Sänger in Front abgebildet. Das bekanntlich viereckige CD-Booklet gleicht vielmehr einer ‚roten Karte‘, eben wie beim Fußball im ‚Worst Case‘, als ‚Ultima Ratio‘ eingesetzt, und zeigt nur den großbuchstabigen Schriftzug „ARSCHKARTE“. Und wer die so benamte Silberscheibe flink seinem CD-Spieler hinzufügt, ist eiligst sehr amüsiert darüber, wenn Heino seinen speziellen Kommentar zur diesjährigen Fußball-Europameisterschaft, die zwischen dem 10. Juni und dem 10. Juli 2016 in Frankreich stattfindet, mit einem knappen (im wahrsten Sinne des Wortes) „Anpfiff“ (in Sinne von „Anschiss“ ;-), instrumental mit dem 2003er-Hit der Detroiter Garage-Rock-Band „The White Stripes“ im Hintergrund, kurzerhand und unprätentiös anpfeift.

„Fußball ist unser Leben“ war 1974 von Produzentenlegende (und selbst Ex-Profifußballer in Personalunion) Jack White – also unserem Schlager-Jack White, nicht dem US-Jack White von eben erwähnten „White Stripes“) aus Anlass der damaligen Fußballweltmeisterschaft komponiert und mit der seinerzeitigen Nationalmannschaft unter Trainer Helmut Schön eingespielt worden. Der hymnische Schlager erwuchs zu einem Riesenhit und gilt noch heute unbestritten als Kult-Song und originäres Muss auf Schlagerpartys. Dies ist vermutlich auch deshalb der Fall, weil die WM 1974 nicht nur in Deutschland vonstattenging, sondern sich unsere heimatliche Mannschaft gleichermaßen den heißbegehrten Weltmeistertitel sichern konnte. Heino gestaltet daraus 42 Jahre später einen knalligen, rasenden, diesmal weniger Heavy-Metal-, denn bombastisch aufgedonnerten und im Tempo radikal gestrafften, Rock’n’Roll-orientierten Schlachtenbummler-Ruf, der zum sofortigen Mitschmettern und Mittanzen einlädt.

Vier Jahre darauf war Udo Jürgens an der Reihe, die in Argentinien ausgetragene, nächste Fußball-WM, in gesanglicher Kooperation mit der entsprechenden National-Elf, mit einer eigens dafür konzipierten LP musikalisch zu verzieren. Es erschien die zurecht längst Legendenstatus für sich vereinnahmende Nummer-Eins-Platte „Buenos Dias Argentina“, Udos einzige Studioproduktion, die den begehrten Spitzenplatz der deutschen Albumcharts entern konnte (weshalb es sehr verwunderlich ist, dass die Ariola diese sehr vielseitige, teils witzig-launig ausformulierte, teils zudem sehr nachdenkliche LP niemals hat im CD-Format wiederaufleben lassen. Vielleicht bietet ja in zwei Jahren die Fußball-WM 2018 eine gute Gelegenheit dafür, dieses rare Meisterwerk aus dem Archiv zu holen und zum 40. Entstehungsjubiläum für den Fan und Sammler ‚digital remastered‘ aufzubereiten!).

Der schwelgerische Titelsong „Buenos Dias, Argentina“ zog als 45er im Sommer 1978 bis auf Rang 3 der hiesigen „Media Control“-Listen, ist 2016 noch immer als einer DER Dauerbrenner des viel zu früh verstorbenen Kärntner Edelchansonniers zu bezeichnen – und war interessanterweise im Jahr seiner Erstveröffentlichung ebenfalls von Heino aufgenommen worden. Diesem sämigen Nachzieher war allerdings kaum Erfolg beizumessen gewesen, so dass man besser den Mantel des Vergessens über diese unglückliche Schnulz-Darbietung  ausbereiten – und sich viel lieber der peppigen Neuauslegung dieses Klassikers des gehobenen deutschen Schlagerchansons auf „Arschkarte“ widmen sollte. Die zuerst so sehnsuchtsvoll-melancholische Ballade wandelte sich für hier analysierte CD zu einem agilen, drallen, beinahe punkigen, jedenfalls zumindest stampfend-peitschenden Partyrocker, der viel zu liebenswert ausgefallen ist, um Udo-Jürgens-Puristen verärgern zu können, sondern stattdessen vielmehr, keinesfalls verhöhnend, nicht einmal missverständlich parodistisch, per aufbrausenden Arrangements aus einem großen Popsong einen nicht zu verachtenden, kraftvoll verlockenden Punk’n’Roll-Mix kreiert.

Die Kohärenz zwischen der auf einem bretonischen Trinklied basierenden Durchhalteparole „Was wollen wir trinken (Sieben Tage lang)“ und dem Fußballsport bleibt jedenfalls dem Rezensenten bis auf Weiteres verschlossen, wurde diese Lied doch Anfang der 80er Jahre zur Hochphase der „Friedensbewegung“, nachdem es von Musikproduzent und Linkspolitker Dr. Diether Dehm ins Muttersprachliche übersetzt und von den niederländischen Politikockern „BOTS“ für deren LP „Entrüstung“ aufgenommen worden war, in erster Linie auf Demonstrationen gegen die Raketenstationierung im schwäbischen Mutlangen 1983 und noch viel mehr nach 1984 bei Protestkundgebungen gegen die Inbetriebnahme der Startbahn-West am Frankfurter Flughafen genutzt. Heinos Deutung des per se monotonen Musikstücks belässt den verzweifelt-aufwiegelnden Charakter des Originals der „BOTS“, zieht bei der Nachempfindung einwenig die Geschwindigkeit an, integriert Celtic- und Irish-Folk-Elemente und heutzutage ja sehr gefragte (Pseudo-)Folk-Versuche a la „Santiano“, was insofern Sinn macht, als dass „Santiano“-Mitstreiter und Gitarrist Dirk Schlag bei der Produktion von „Arschkarte“ bestimmend mit von der Partie war. In einem ähnlichen Klanggewand, jedoch weitaus mehr in Richtung Boogie-Rock’n’Roll tendierend, irgendwo angesiedelt zwischen typisch britischem Mitgröhl-Glamrock a la „Slade“, einwenig Folk-Metal und erneutem irischen und keltischen Folklorismus, hält sich Heinos Sichtweise des WM-Lobgesangs „54, 74, 90, 2010“ auf, mit dem die Germeringer Alternative-Deutschrock-Combo „Sportfreunde Stiller“ umgehend nach dem für Deutschland gegen Italien verlorenen Halbfinal-Spiel bei der allgemein pathetisch als „deutsches Sommermärchen“ apostrophierten WM 2006 ihren populärmusikalischen Beitrag zur vier Jahre später in Südafrika abgehaltenen, entsprechend folgenden Fußball-WM ablieferte.

1997 hatte das deutsche Euro-Dancefloor-Projekt „Bellini“ den – sorry – wahrlich penetranten (völlig vorgeplanten und am Reißbrett entworfenen) Parade-‚Sommerhit‘ „Samba de Janeiro“ dem Markt zugeführt, der sich vor 19 Jahren europaweit als ausgewiesener Top-10-Hit etablieren konnte. Um eine gute Stimmung in den Zuschauerrängen zu erzeugen, wurde das grundsätzlich ungenießbare Dance-Nümmerchen bei der Fußball-Europameisterschaft 2008, die in Österreich und der Schweiz ausgetragen wurde, regelmäßig dann im Stadion angespielt, wenn ein Tor gefallen war. Grund genug für Heino, „Samba de Janeiro“ erstmals seit Vorlage des Originals, Dank konsequenter Punk-Rasanz und überzeichneter, tönender Opulenz, als nicht nur einigermaßen erträgliches, sondern sogar – man mag es kaum für möglich halten – wahrhaftig sympathisches, ansprechendes Rockfeuerwerk in die Ohren eigentlicher, letztlich ursächlicher Dancefloor-Mucke-Verächter unwiderruflich eindringen zu lassen.

Für seine bedächtige Neufassung von Lotto King Karls unverbrüchlicher HSV-Stadionhymne „Hamburg, meine Fußballperle“ vermochte es Heino, ebenjenen Originalinterpreten und Stadionsprecher/-sänger des derzeit vom Schicksal so arg gebeutelten hanseatischen Noch-und-immer-wieder-Erstligisten HSV aus Barmbek persönlich zwecks eines country-infizierten, ansonsten eher stillen Duetts ins Studio einzuladen. Das ursprünglich zur WM 2006 von dem umstrittenen Hannoveraner Comedian Oliver Pocher dargebotene Top-3-Fußball-Lied „Schwarz auf Weiß“ dröhnt, seitens Heino schallend reanimiert, gellend, deftig und gnadenlos rockig aus den Boxen; der wiegende Rock-Shuffle „Es gibt nichts auf der Welt“ hingegen transferiert, mit neuem, deutschen Text ausstaffiert, Guiseppe Verdis „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ in fußball-begeisterte Feudalrock-Welten.  

„You’ll Never Walk Alone“ entstammt im Grundsatz dem 1944 von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein III ersonnenen US-Musical „Carousel“ und wurde 1965 erstmals ein weltweiter Charthit in einer Popversion der Liverpooler Beatband „Gerry & the Pacemakers“. Seit damals dient diese poppige Schunkelballade als unverwechselbarer Fangesang beim – derzeit bekanntlich von Ex-Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp geleiteten – FC Liverpool. Mit deutschen Reimen ausgestattet, bietet der Stadion-Gassenhauer als „Allein bist Du nie“ den in einem drastischen-rigorosen, geradezu aufheulenden, in bedrohlichem Düster-Rock-Flair inszenierten, absoluten Höhepunkt von Heinos „Arschkarte“, bevor der gleichfalls auf „Seven Nation Army“ der „White Stripes“ aufgebaute „Abpfiff“ Heinos aktuelles Album üppig abschließt und abpfeift.

„ARSCHKARTE“ ist keine umwerfende, aber fraglos eine beachtenswerte und wertvolle Leistung eines ‚unkaputtbaren‘ Sängers mit Humor, Stimme und Energie. Der ohrenbetäubende Heavy/Hardrock-Aspekt des Vorgängerwerks „Schwarz blüht der Enzian“ ist diesmal einer eher ausgelassenen, bierzeltgemäßen Partystimmung gewichen, wie sie vielleicht im Sommer 2016 bei der kommenden Fußball-Europameisterschaft in einigen „Public Viewing“-Arealen im Falle deutscher Torerfolge aufkommen wird. Hierfür bietet „ARSCHKARTE“ von HEINO einen einwandfrei trefflichen, spaßigen und aufregenden Soundtrack, mit Finesse, Freude, Können und einer guten Portion Selbstironie hergestellt. Ob die darauf verarbeiteten neun Lieder plus Intro/Outro jedoch von derart ausgeprägter Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit beseelt sind, dass sie den bevorstehenden Fußball-Sommer 2016 ohne Abnutzungserscheinungen überstehen und auch jenseits des EM-Fiebers noch Bestand haben werden, entscheiden Zeit, Zeitgeist, Fans und sicherlich auch der Erfolg oder Misserfolg unserer deutschen Nationalmannschaft Juni/Juli im diesen Jahres in Frankreich. Das Zeug dazu hat „ARSCHKARTE“ allemal!

Holger Stürenburg, 30. April bis 01. Mai 2016)
http://www.starwatch.de
http://www.heino.de

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