PATRICIA KELLY
Hat sie früher wirklich „Turnhallen zerlegt“?

Der MDR-Talkshow „Riverboat“ gab sie ein äußerst aufschlußreiches Interview …:

 

 

 

Jörg Kachelmann: Wenn man Ihre Biografie liest, dann liest man viel auch von wilden Dingen, die Sie getan haben. Turnhallen zerlegt und so.

 

Ich bin eigentlich ein friedlicher Mensch. Aber es gab Mitte der Neunziger Jahre eine Phase, in der es mir wirklich nicht gut ging. Ich war frustriert und deprimiert. Ich bin eigentlich sehr ausgeglichen. Aber die Situation um mich, der Erfolg der Kelly Family war so erdrückend und stressig, dass es mich als Mensch verändert hat. Ich habe dann ein Buch gelesen, in dem ein Psychologe geschrieben hat, dass die Wut raus soll, aber so, dass man keinem anderem weh tut. Ich bin dann mal auf ein Auto gesprungen von Fans, die uns verfolgt haben und uns damit in Gefahr gebracht haben. Ich habe das Auto einfach kaputt gehämmert. Ich wußte, dass ich den Fans nicht körperlich weh getan habe, die sind nämlich rausgesprungen und weggerannt – aber für mich war es ein gutes Gefühl. Und die sind uns nie wieder gefolgt. Sie haben dann von uns 3.000 D-Mark Entschädigung bekommen. In so einer Situation hört es eben bei mir auf. Ich bin Skorpion und in so einer Situation mußte es raus.
Kim Fisher: Es hätte passieren können, dass Du ins Kloster gegangen wärst, wenn nicht Dein russischer Mann Denis gekommen wäre. 
Ja, das stimmt. Es wäre wirklich fast so gekommen. Ich hatte mich schon 10 Jahre damit beschäftigt und das ernsthaft überlegt. Wir waren keine Kirchgänger, aber alle sehr gläubig und sind mit christlichen Werten aufgewachsen.
Kim Fisher: Deine Schwester Kathy hat dann dafür gesorgt, was die ganze Familie wollte: Dass du nicht ins Kloster gehst.
Ja, sie hat mich Silvester damals eingeladen und unerwartet war Denis dort auch. Ich habe mich auch vor ihm schon verliebt. Es war immer ein großes Hin und Her mit dem Kloster. Ich hatte auch einen Freund kurz vorher, was in einem großen Drama endete. Dann war für mich klar: Es muss das Kloster sein. Ich hatte schon ein festes Datum, nämlich im April, ins Kloster einzutreten. Und da kam der Russe vorbei und tanzte mit mir Cha-Cha-Cha, vor meiner ganzen Familie. Da dachte ich: Wow, der hat Eier. Meine Schwester hat Akkordeon gespielt, wir haben vorm Kamin getanzt. Vor meinem Vater und vor meinen Brüdern. Einer christlich-katholischen Familie aus Irland. Und dann hat er in einem zehnstündigen Gespräch bei meinem Vater um meine Hand angehalten. Er ist auch sehr traditionell und sagte: Ich will das, ich will deinem Papa sagen, dass ich die geküsst habe und das du jetzt mein bist und ich dich lieb habe. Und dann hat er mich an diesem Abend noch mitgenommen zu sich – aus dem Schloss.

Textquelle/Bildquelle:
Plan A | PR, Antje Pohle - Mit Zitaten und Statements aus der MDR-Talkshow "Riverboat" (Textvorlage)

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