HELENE FISCHER, FLORIAN SILBEREISEN u.a.
Glücksspielwerbung in Musiktexten: Nach Hip Hop und Rap bald Schlager?

Seriöser Schlagerstar statt Platincasino Rapper? +++ Schlager mit großen Marktanteilen +++ Schlager-Fans werden immer jünger +++ Auch Schlager bietet Gelegenheiten +++

 

Deutsch-Rap ist hierzulande heftig umstritten, seine kommerzielle Bedeutung hat jedoch nicht erst seit den vorderen Chartplatzierungen stark zugenommen. Gewinne einstreichen, die Konkurrenz beherrschen und ein Luxusleben führen – die Inhalte vieler Songtexte im Rap kommen insbesondere bei der jungen Generation gut an. So ist es auch zu erklären, dass viele Deutsch-Rapper Casinos in ihren Songs bewerben: den Wunsch das schnelle Geld zu machen teilen Gambler und Hip Hop Fans gleichermaßen. Doch könnte auch Schlager als Genre interessant sein für Werbetreibende?

Seriöser Schlagerstar statt Platincasino Rapper?

Seit den 2010er Jahren ist ein regelrechter Boom des deutschen Hip Hop und Deutsch-Rap zu beobachten. In ihrem charakteristischen Sprechgesang, untermalt mit meist dunklen Melodien und tiefen Bässen, berichten die Rapper dabei von Alltagserlebnissen auf der Straße. Oft geht es hier um das Leben von Herandwachsenden geprägt von Ruhm, teuren Autos, Geld und Kriminalität, wobei meist der Wunsch nach sozialem Aufstieg thematisiert wird. Gerade junge Menschen können sich damit identifizieren, was den deutschen Hip Hop auch zunehmend interessanter für Werbetreibende machte. Gerade Online Casinos wollen von der Nähe zwischen dem Lifestyle der Rapper und dem Glanz des Casino Games profitieren und werben auf Konzerten und in Social Media für ihre Angebote. Doch auch in den Texten der Künstler selbst finden sich sowohl direkte Hinweise auf Glücksspiel als auch echte Casino Rap Songs, wie unlängst betrugstest.com herausgefunden hat. So dreht sich etwa der Song “Avtomat” des deutschen Rappers Olexesh vollständig um die Erlebnisse im Casino. Während Deutsch-Rap also bereits kräftig für Casinos wirbt, könnte nicht auch Schlager für die Bewerbung von Glücksspielangeboten interessant sein?

Schlager mit großen Marktanteilen

Während Hip Hop am deutschen Musikmarkt mittlerweile einen Marktanteil von etwa 19 Prozent hat, kommen die Genres Pop und Schlager zusammen auf über 27 Prozent. Zwar ist Pop hier der dominierende Teil, jedoch ist eine Abgrenzung zum Schlager wie etwa im Fall Helene Fischer kaum sinnvoll möglich. Das Potenzial für Werbetreibende für die Vermarktung von Casino Angeboten ist damit grundsätzlich ähnlich hoch wie im Deutsch-Rap einzuschätzen.

Schlager-Fans werden immer jünger

Werden Stars wie Florian Silbereisen also zukünftig die Freuden des Casino Spiels besingen? Wohl eher weniger. Jedoch wird gerade im Schlager das Publikum zunehmend jünger, und nicht zuletzt dank des Eurovision Song Contest sind viele Schlagersongs bei der Jugend zu echten Partyhits geworden. Gleichzeitig nutzen auch die älteren Musikfans immer häufiger das Internet per PC und Smartphone, was sie für die Angebote der Casinos offener werden lässt. Werbetreibende könnten bei einer Vermarktung per Anzeigen, Banner und Insta-Stories im Umfeld von Schlager-Veranstaltungen also durchaus von dieser Entwicklung profitieren.

Auch Schlager bietet Gelegenheiten

Die in Schlagern oft besungene Sehnsucht nach Glück und Zufriedenheit sowie die zunehmende Verbreitung des Schlagers als Party-Geheimtipp passen jedoch auch thematisch hervorragend zur Casino-Thematik. Freude am Spiel, geselliges Vergnügen mit Gleichgesinnten und der gewisse Nervenkitzel bieten hier viele mögliche Anknüpfungspunkte. Daher dürfte der aus dem Deutsch-Rap schon bekannte Trend zur Casino Werbung zukünftig auch im Umfeld des Schlagers zu beobachten sein. Da hier fast ausschließlich ein erwachsenes Publikum zu finden ist, dürfte am Marketing in diesem Segment auch nichts auszusetzen sein.

 

Foto-Credit: UNSPLASH.com / Erik McLean

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