MARY ROOS
smago! Konzertbericht: „Queen Mary“ auf „Abenteuer Unvernunft“ Tournee!

Der ausführliche smago! Konzertbericht!

 

 

Am Samstag (17.11.2018) um 08:58 Uhr schrieb Künstlermanager Jan Mewes auf Facebook: „Heute ist es endlich soweit- nach einem Jahr Vorbereitung geht die wunderbar einzigartige MARY ROOS heute in Berlin auf ihre erste eigene Solotournee. Wir haben alle soviel Herzblut in diese Show gebracht und hoffen, dass sie dem Publikum gefallen wird. Neue Lieder – Kulthits- Highlights aus der VOX Sendung. ‚Sing meinen Song‘ – ein virtuelles Duett mit Mark Forster gepaart mit viel Emotionen und Entertainment. Auf eine reibungslose Premiere!“.

NACH dem Konzert im Admiralspalast Berlin ergänzte er dann: Premiere ist grandios gelaufen- Standing Ovations und Mickie Krause im Publikum und bei Mary zu Besuch.“: Und Mickie war nicht der einzige Künstlerkollege! So fanden sich u. a. auch Mary’s jüngere Schwester Tina York sowie Cindy Berger ((die „Cindy“ von „Cindy & Bert“)), Julian David, Anika Reichel (Moderatorin bei „Radio Schlagerplanet“), Martin Mann, Christian Lais., Kim Fisher und – man höre und staune – Dieter Hallervorden (!!!) ein. „Ich bin so aufregt“, so Tina York kurz vor Beginn der Show. „Ich bin Mary’s größter Fan“, versicherte sie einmal mehr und fieberte die ganze Zeit mit ihrer großen Schwester mit.

Vor einigen Jahren schon war auf www.smago.de im Zusammenhang mit einem Kurzauftritt von Mary Roos im Rahmen der „Großen Schlager-Starparaden“ die Rede davon: „Wenn diese Welt gerecht wäre, würde diese Frau eine erfolgreiche Solo-Tournee machen können.“  …

Mary Roos musste fast 70 Jahre werden, aber: smago!’s Wunsch hat sich in vollem Umfang erfüllt.

Und ein besseres „Haus“ als den Berliner Admiralspalast hätte sich vermutlich gar nicht finden lassen, denn irgendwie fühlt man sich im Admiralspalast stets, als säße man live in der legendären“ Muppet Show“ (und „Muppet Show“ ist auch gleich das ideale Stichwort, denn: Wie man weiß, ist Mary die einzige deutsche Sängerin, die jemals in der legendären „Muppet Show“ zu Gast gewesen war). smago! Chefredakteur Andy Tichler saß, wie könnte es auch anders gewesen sein, auf dem Balkon – gewissermaßen als Statler und Waldorf in einer Person: „Die Show war Grütze, aber der Schokoladen-Kuchen im Anschluss bei der After-Show-Party war vorzüglich.“. Stimmt natürlich nicht !! Zum einen ist Schokoladenkuchen bis auf Weiteres von Herrn Tichlers Speiseplan verbannt. Und die Premiere von Mary’s „Abenteuer Unvernunft“ Tour ist absolut grandios gelaufen, um das gleich einmal vorwegzunehmen.

Immer und immer wieder ist die Rede von der Einzigartigkeit von Mary Roos als Mensch. Wie sagte Wolfgang Trepper gegen Ende des Programms „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ stets so schön: „Wenn irgendwo eine Umfrage gemacht wird – ‚Wer ist der ehrlichste, geradlinigste und großartigste Mensch im Showgeschäft, dann gibt es nur EINE Frage: WER WIRD ZWEITE ??“. Damit ist im Grunde genommen alles gesagt. Doch bei all den völlig zu Recht allgegenwärtigen Lobhudeleien auf die Einzigartigkeit von Mary Roos als Mensch geriet die Einzigartigkeit der KÜNSTLERIN Mary Roos fast schon ein bisschen in den Hintergrund zu geraten. Das will Jan Mewes jetzt ändern. Er hat für Mary eine Tour maßgeschneidert, bei der geklotzt und nicht gekleckert wird. „Jan Mewes hat richtig viel Geld in die Hand genommen“, schwärmte Mary nach der Veranstaltung. Bühne, Licht, Ton, Video-Leinwände, Video-Einspielungen, das sensationelle Intro – alles vom Feinsten (und Teuersten).

Kuriosum am Rande (und dieser „Umstand“ spricht ganz besonders für Mary’s Qualitäten): Nicht wenige Fans hatten sich ursprünglich bereits Karten für die mehr oder weniger parallel stattfindende „Schlagernacht des Jahres“ in der Mercedes Benz Arena (vormals: o2 World) Berlin zugelegt (Entfernung: keine 5 Kilometer !!!), wollten dann aber doch viel, viel lieber Mary’s Tour-Premiere beiwohnen. Also ließen sie die (teuren) Karten entweder verfallen oder aber die ganz Harten lösten diesen „Doppel-Termin“ vom dass sie sich zunächst bei der bereits um 18:00 Uhr beginnenden „Schlagernacht des Jahres“ zumindest noch Vicky Leandros und Eloy de Jong ansahen, um dann gen Admiralspalast zu düsen (die „Abenteuer Umvernunft“ Show begann um 20:00 Uhr), um danach wieder in die Mercedes Benz Arena zurückzukehren und auf diese Weise dann noch Matthias Reim und Mickie Krause erleben zu können. (Da Mickie erst als letzter der „Schlagernacht“ auf die Bühne ging, konnte er sich zuvor das komplette Konzert von Mary Roos & Band im Admiralspalast ansehen.) Angeblich (!) soll auch Thomas Anders zumindest im ersten Programmteil im Publikum gesichtet worden sein. (Nach vorläufigen  smago! Recherchen war er am Samstag jedoch gar nicht in Berlin ..)

Mit dem im Motown Stil gehaltenen Titel „Ich wär bei mir geblieben“ eröffnete Mary Roos, unterstützt von ihrer 9-köpfigen Band inklusive zweier Chorsängerinnen, ihr Programm. „Andere haben drei Wochen für Proben, wir hatten drei Tage hier“, sagte sie gleich zu Beginn und kündigte an: „Ich werde nicht von der Decke kommen am Trapez. Bei mir gehen auch nicht die Raketen los. Wir machen einfach Musik!“, bevor sie mit „Amor toujours“  beziehungsweise „Morgens um fünf“ (easy listening vom Allerfeinsten !!!) weitermachte.

Ihre „Show-Blöcke“ aus dem „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ Programm hat Mary komplett beibehalten. Und so erklingen bei den „60-er Jahren“ wie gehabt die Kult-Hits „Liebeskummer lohnt sich nicht“ (Siw Malmkvist), „Schuld war nur der Bossa Nova“ (Manuela) und „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ (Connie Francis).

Ihrem Sohn Julian widmete sie einmal mehr den traumhaft schönen Song „Mein Sohn“. Ihr Julian sei als Kind „ein kleiner ‚Teufel'“ gewesen, was man sich bei seinem Engelsgesicht eigentlich überhaupt nicht vorstellen kann, aber Tante Tina York nickte zustimmend. Und Mary sagte, sie sei „öfter in der Schule gewesen als auf der Bühne“. Julian ist heute ihr Manager und allseits beliebt und geschätzt.

Ein Ausschnitt aus der „Muppet Show“ (Mary mit Rolf, dem „Hund am Klavier“) läutet die 70-er Jahre ein, die Mary durchweg mit eigenen Hits bestreitet: „Ich bin Mary – und nicht Jane“, „Hamburg im Regen“, „Nur die Liebe lässt uns leben“ und „Arizona Man“.

Bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ hatte Mary Roos im Besonderen mit ihrer Bossa Nova Version des Mark Forster Songs „Zu dir weit weg“ brilliert. Und wie von Jan Mewes bereits vorweg angekündigt, wurde Mark Forster via Leinwand in den Berliner Admiralspalast gebeamt. Auf diese Weise erklang „Nur die Liebe lässt uns leben“ noch einmal – diesmal in der Duett-Version mit Mark Forster (und diesmal auch in voller Länge).

Mit „Nur ein Wort“ coverte Mary dann einen der ganz großen Hits von Wir sind Helden um Judith Holofernes. bevor sie sich mit „Einmal um die Welt“ in die Pause verabschiedete. (Im Übrigen erwies ihr u. a. auch der TUI-Chef die Ehre. „Einmal um die Welt“ ist mittlerweile ja sozusagen der Soundtrack aller Kreuzfahrten.)

Mit einer kurzen „Einmal um die Welt“ Reprise läutete die fantastische Band unter der Leitung von Nick Flader den zweiten Programmteil ein. Einen weiteren kleinen dezenten Seitenhieb in Richtung Helene Fischer konnte sich Mary dann doch nicht verkneifen. So wurde „Am Anfang der schönsten Geschichten“ in bester Helene Fischer „Achterbahn“ Manier für eine kurze Zeit in ein ähnliches Sound-Gewand gesteckt. Sie sei eben eine „schrille Alte“, so Mary über sich selbst. Und es mache ihr einfach Spaß, eine „schrille Alte“ zu sein. Und zudem: Wer nicht auch über sich selbst lachen können, der habe ohnehin verloren …

Herrlich augenzwinkernd setzte sie ihr Showprogramm mit „Wie lange woll’n sie das noch machen?“, gefolgt von „Unbemannt“ (aus der Feder von Pe Werner) fort. Logischerweise durften auch die ACHTZIGER Jahre nicht fehlen. Bei „Bleib wie du bist“ („Jump In My Car“ von C.C. Catch) und „Ich bin stark .. nur mit dir“ („You’re My Heart – You’re My Soul“ von Modern Talking) ging Mary wieder auf Wanderschaft und fischte sich in lieb gewordener Tradition einen Mann aus dem Publikum heraus, den sie mit auf die Bühne schliff. Einmalig !!!

Nach „Ein Hund, eine Katze und eine Maus“ war die Show zum Glück noch nicht „Aus“. Vielmehr ging es weiter mit „Zu schön um wahr zu sein“ (unplugged!) sowie „Rücksicht“, „Aufrecht geh’n“ und „So leb‘ dein Leben ((My Way))“. Mucksmäuschenstill wurde es bei „Stein auf Stein“: Diesen Song hat Mary allen Trümmerfrauen gewidmet, so auch ihrer (und Tina’s) Mutter.

„Ich hatte so ein Herzklopfen“, gab Mary ganz unumwunden zu. Schließlich sei dies ihre erste eigene große Show. „Ich musste so alt werden, um eine eigene Show zu bekommen“. Später dann auf der After-Show-Party wunderte sich Mary über sich selbst: „Ich bin ja schon seit 61 Jahren im Geschäft“. Eigentlich wollte sie ihre Karriere vor zwei, drei Jahren langsam (und leise) ausklingen lassen. Doch stattdessen geht es jetzt gerade erst so richtig los! Und das Schöne ist: Während sie in den 60ern noch freimütig bekannte „Alles rutscht mir aus den Händen“ (der wohl einzige Song, den Mary heute so richtig hassen dürfte …), fliegt ihr heute alles zu. Sie freue sich einfach nur darüber.

Sie ist und bleibt eben ganz einfach „Einzigartig“.

Mit „Les Champs-Élysées“ entließ Mary ihr restlos begeistertes Publikum dann in die kalte Nacht.

Glücklicherweise jedoch gibt es noch viele, viele weitere Termine der „Abenteuer Unvernunft“ Tour von Mary Roos & Band. Diese sind HIER nachzulesen.

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