CLAUDIA JUNG
“Männer haben Angst in meinem Camper!“
In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sagte sie …:
Joachim Llambi: Wie war es, nach diesem schweren Ereignis, dem Tod Deines Mannes, Deine unterbrochene Jubiläumstour fortzusetzen?
Ich hatte ja schon bei Florian Silbereisen im Juni meinen Song präsentiert, den ich für meinen Mann geschrieben hatte. Deswegen war es nicht mehr so schwer. Ich habe gemerkt, dass es genau das ist, was ich noch brauche, um das alles zu verarbeiten und Ruhe zu finden. Musik ist einfach ein so großer Teil meines Lebens, 33 Jahre davon mit meinem Mann – es ist wie Therapie. Auf der Bühne zurück, später auch meine Band, war wie ein neues Durchatmen. Mein Mann ist immer dabei für mich. Es gibt mir gerade sehr viel Kraft. Viele meiner Fans haben ihre Tickets behalten und das hat mich in der heutigen Zeit sehr gefreut.
Oft werden die Menschen ja heutzutage beim Ticketkauf enttäuscht, weil Tourneen aus welchen Gründen auch immer abgesagt werden müssen. Dass meine Fans da so zu mir gehalten haben, freut mich wirklich sehr.
Joachim Llambi: Was fehlt Dir jetzt, wo Dein Mann Hans nicht mehr da ist?
Dieses Nachhausekommen, dieses Wissen, Zuhause ist jemand da, der auf Dich wartet. Wie heute nach der Sendung ins Hotel zu gehen und ihn anzurufen .. und dann denke ich: Mist, er ist nicht mehr da.
„ch kämpfe dafür, dass auch Jungen die HPV-Viren-Impfung bekommen“
Wir haben fast zwei Jahre um sein Leben gekämpft. Zum 60. Geburtstag kann die Diagnose – ich hatte mir ein anderes Geschenk eigentlich erwartet. Hans wollte gern, dass ich weitermache, dass nach außen niemand erfährt, wie es ihm geht. Einfach, dass wir gemeinsame Ruhe haben und nicht von der Presse verfolgt werden. Und das ist uns eigentlich gelungen, es unter dem Mantel der Verschwiegenheit gehalten.
Wir wollten eigentlich, wenn es ihm besser geht, darum zu kämpfen, dass auch Jungen die Impfung gegen HPV-Viren bekommen. Es ist eine der wenigen Krebsarten, der man vorbeugen kann.
„Männer haben Angst in meinem Camper“
Mathias Hilscher: Wie sieht es in Deinem Camper aus?
Wieso, willste ne Einladung? Männer, die in meinem Camper mitfahren, haben eigentlich immer Angst. Ich würde zu schnell fahren. Ich fahre halt gerne flott.
Jenke von Wilmsdorff: Claudia, ich habe Bilder im Kopf. Wenn Du da so stehst, auf dem Rasthof, mit Deinem Camper … klopft da auch mal jemand an Deine Tür?
Andrea Ballschuh antwortet: Oh Gott, ja, ich habe das einmal erlebt! Ich hatte eine Panne, weil ich aus Versehen Benzin getankt hatte und musste an der Landstraße stehen bleiben. Ich habe hinten so Vorhänge drin in meinem Camper, muss ich sagen … ständig liefen Leute vorbei und ich wunderte mich schon. Bis einer mich verstohlen fragte: Sind sie öfters hier? Der dachte, ich bin ne Nutte (lacht).
Textquelle: Plan A PR, Antje Pohle (Textvorlage)
