CARMEN NEBEL
„Willkommen bei Carmen Nebel“ – Es gibt sie noch: die große Unterhaltungsshow für die ganze Familie!

Und die Quoten stimmten diesmal auch wieder!

 

 

Es gibt sie also doch noch: die große Unterhaltungsshow für die ganze Familie! Und im Grunde genommen hat Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe, bereits alles über diese Sendung gesagt – in diesem wie auch bereits im letzten Jahr.

Die Gästeliste: 1a. Mit Andreas Gabalier durfte Carmen Nebel DEN Star der Stunde begrüßen, Nana Mouskouri UND Vicky Leandros, die zusammen um die 355 Millionen Tonträger verkauft haben dürften, in EINER Sendung zu haben, muss man auch erst einmal schaffen. Barbara Schöneberger ist ebenfalls ein absoluter A-Promi (sie befand herrlich frech Schöneberger-Like „Ich bin ja eine der Jüngeren hier …“), Angelo Kelly & Family haben derzeit einen sensationellen guten Lauf, das exklusive TV-Comeback von Wolfgang Petry (zumindest per Videoeinspielung und noch dazu im Duett mit Heino, der tatsächlich leibhaft live in der Sendung war), der grandiose Wolfgang Trepper (suchen Sie mal nach einem Freitermin in seinem Terminkalender … – der Mann ist so was von gefragt, dass man sich fragt: Wie packt er das alles überhaupt stimmlich? Wolfgang Trepper muss Stimmbänder aus Edelstahl haben …) und vor allem – Andrea Berg. Andrea Berg hat sich eigentlich eine einjährige TV-Pause verordnet. Doch für Carmen Nebel und die „Deutsche Krebshilfe“ machte sie gerne eine Ausnahme („Du kannst mich Tag und Nacht anrufen, das weißt du“, sagte sie zu Carmen Nebel). Obwohl ihr „spektakuläres Bühnen-Kostüm“ wohl nicht rechtzeitig geliefert worden war (laut BILD soll das der „Berggipfel“ gewesen sein, der Andrea Berg dazu veranlasste, die Zusammenarbeit mit ihrem Stiefsohn Andreas Ferber auf allen Ebenen zu beenden), bereicherte sie die Sendung durch gleich zwei Gesangseinlagen (+ Zugabe). Jede andere Sängerin hätte ihren (Gesangs-)Auftritt abgesagt, nicht so Andrea Berg, die kurzerhand in ihren ‚Straßenklamotten“ auftrat (, die ihr allerdings auch sehr gut standen – so züchtig hat man die Sängerin überdies hinaus noch nie gesehen).

Der Auftritt von DJ Ötzi gleich zu Beginn war grandios. Mit Lena Valaitis präsentierte Carmen Nebel eine „Gästin“, die eben nicht in JEDE Fernsehsendung rennt; Lena wählt die Sendungen, in denen sie auftritt, mit Bedacht aus. Selbst in der Carmen Nebel Show war sie zuletzt 2011 zu Gast. Ihr Medley war zwar ein wenig ungelenk geschnitten (, was gewiss auch eine Frage der Zeit war) und sie sang auch nicht ihren neuen (Single-)Titel „Frei“, sondern den (allerdings nicht minder schönen) Song „Ich werd‘ auf dich warten“. Carmen Nebel bescheinigte ihr „Du siehst umwerfend toll aus“ und meinte in Richtung Publikum „Sie behauptet tatsächlich, sie sei 75“. Zum Geburtstag wurde Lena nachträglich mit einem „Kuchen“ (- einer Schwarzwälder Kirschtorte -) überrascht. Denn auch wenn man es Lena Valaitis nicht ansieht: Sie liebt Schwarzwälder Kirschtorte.

Die Auftritte von Vanessa Mai waren toll inszeniert. Und wo Andrea Berg im TV ist, da sind auch Fantasy nicht weit. (Zumindest war das bislang so …) Absolut erfrischend: der Auftritt von Goldmeister, die auf ganzer Linie begeisterten.

Bewegend: der tolle Auftritt von Francine Jordi, die über die Bühne hüpfte, als wäre nichts gewesen (die Sängerin war im vergangenen Jahr schwer an Brustkrebs erkrankt – nicht zuletzt ihres fröhlichen Naturells und der hervorragenden Unterstützung ihrer Familie sei Dank geht es ihr zwischenzeitlich wieder „sehr, sehr gut“). Ebenso zauberhaft: der Auftritt von Ella Endlich, die ihren Song „Gut gemacht“ Francine Jordi widmete.

Zu Heino wäre noch folgendes nachzutragen: Beim Heino-Medley standen die Zuschauerinnen und Zuschauer (unaufgefordert!) auf und feierten mit. Hervorragend: die Idee, Wolfgang Trepper mit seinem – so Carmen Nebel – „sehr versteckten Charme“ – die Laudatio auf Heino halten zu lassen. Trepper gab denn auch wieder Vollgas. Auch in Bezug auf Vicky Leandros und ihren „Theo“, der überhaupt nicht nach Lotz fahren wollte. (Allerdings mit angezogener Handbremse.)

Und: So wunderbar „retro“ die „Willkommen bei Carmen Nebel“ im Grunde genommen ist (es gibt sie eben doch noch: die große Unterhaltungsshow für die ganze Familie), so futuristisch war diese Ausgabe angehaucht. Im Grunde genommen hat Carmen Nebel einen völlig neuen Trend kreiert: Stars zu präsentieren, die gar nicht da sind. Wolfgang Petry war nicht das einzige Beispiel. Auch Andrea Bocelli, der am vorletzten Samstagabend (29.09.2018) ein Konzert in Brasilien gab, wurde „eingespielt“, währenddessen zumindest sein Sohn Matteo Bocelli in der Sendung zu Gast war.

Vielleicht ist das überhaupt DIE Idee der Zukunft. Michael Jürgens, bitte übernehmen Sie !!! Warum nicht beim „Schlagerbooom“ eine Live-Schalte ins Penthouse von Helene Fischer, die dann – mit einer Haarbürste in der Hand – auf dem Wohnzimmertisch auf ihrem Wohnzimmertisch performt. Das spart Reisekosten und Catering.

Es gab allerdings noch zwei viel skurrilere Szenen in der Show.  Beim Auftritt von Vanessa Mai fragt man einen Fan, warum Vanessa Mai denn gut sei… die Antwort „Keine Ahnung“ lässt tief blicken …  Auf die Frage, was er sich im Zusammenhang mit Frau Mai wünscht, war seine Antwort: „Keine Ahnung!“ -in diesem Moment konnte man wirklich ein bisschen Mitleid haben mit der „Willkommen bei Carmen Nebel“ Redaktion, die diese Sendung mit so viel (Detail-)Liebe vorbereitet hatte. Einerseits der denkbar größte Supergau, andererseits sind die heute 11-Jährigen eben nicht mehr ganz so ehrfürchtig, wie „wir“ es vielleicht mit 11 Jahren waren.

Noch ein ganzes Lebel skurriler, als ein großer Andreas Gabalier Fan im Publikum begrüßt wurde, der auf die Frage, wer denn sein Lieblingssänger sei, „Roland Kaiser“ antwortete. Offensichtlich hatte sich der junge Mann in der Sendung vertan. Denn: Roland Kaiser tritt am 20.10.2018 in der Sendung „Schlagerbooom“ auf. (Wobei man natürlich durchaus Andreas Gabalier- UND Roland Kaiser Fan sein kann.)

Der smago! TV-Kritiker Jürgen Ztirf hatte es gleich am 30.09.2018 so wunderbar formuliert: “ (…) Seit nunmehr zehn Jahren wird diese Gala zu Gunsten der Deutschen Krebshilfe e. V. unter der Dachmarke “Willkommen bei Carmen Nebel” veranstaltet. Dabei begingen Carmen Nebel und das ZDF einen durchaus steinigen Weg, denn es gab Jahre, wo das Spendenergebnis in EUR höher war als die erzielte Zuschauerquote . Dass Carmen Nebel und das ZDF sich dadurch nicht entmutigen ließen, weil Sie stets das Anliegen über die Einschaltquote setzten, ist gerade beim 10–jährigen Jubiläum in besonderen Maßen anzuerkennen und zu würdigen.“

Dem ist wahrlich nichts hinzuzufügen.

Das ZDF sollte eben nur die Taktung der „Willkommen bei Nebel“ Show Reihe wieder erhöhen – auf zumindest 5 oder besser noch 6 Sendungen im Jahr (3 in der ersten Jahreshälfte – 3 in der zweiten). Dann könnte die Redaktion noch mehr aus dem Vollen schöpfen und noch mehr Top-Newcomern wie Goldmeister eine Plattform bieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.

4 + = 10

Diese Webseite benutzt Cookies. Aktuell sind Cookies, die nicht essentiell für den Betrieb dieser Seite nötig sind, blockiert. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind nur auf essentielle Cookies eingestellt. Um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. essentielle Cookies: PHP Session - Dieses Cookie ist nötig für die Funktion der Seite um wichtige Informationen an folgende Seiten weiterzugeben. nicht essentielle Cookies - Der Seitenbetreiber hat diese Cookies genehmigt, Sie sind sie jedoch deaktiviert: YOUTUBE-Videos - Beim Einblenden der Youtube-Videos werden Cookies von Youtube/Google als auch deren Partner eingebunden. Youtube und deren Partner verwenden Cookies, um Ihre Nutzererfahrung zu personalisieren, Ihnen Werbung basierend auf Ihren Interessen anzuzeigen sowie für Analyse- und Messungszwecke. Durch das Einblenden der Videos und deren Nutzung stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu, die in der Cookie-Richtlinie auf https://policies.google.com/privacy?hl=de näher beschrieben wird. Spotify-Playlist - Beim Einblenden der Spotify Playliste werden Cookies von Spotify als auch deren Partner eingebunden. Spotify und deren Partner verwenden Cookies, um Ihre Nutzererfahrung zu personalisieren, Ihnen Werbung basierend auf Ihren Interessen anzuzeigen sowie für Analyse- und Messungszwecke. Durch das Einblenden der Playlist und deren Nutzung stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu, die in der Cookie-Richtlinie auf spotify.de näher beschrieben wird.

Schließen