NIK P.
smago! Exklusiv-Interview: “Die Fans haben mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin!”!

Was der “Sternenvater” aktuell zu erzählen hat …:

 

 

 

Lieber NIK, du hast gerade das goldene Ehrenzeichen der Gemeinde Teufenbach erhalten. Was bedeutet dir speziell diese Auszeichnung?

Das ist schon eine unglaubliche Wertschätzung, die ich von den Bürgern der Gemeinde verliehen bekommen habe. Vor 25 Jahren startete damals ja der Aufbruch in meiner Karriere. Die ganze Gemeinde stand hinter mir und hat mich in allen Belangen unterstützt – speziell, was das große NIK P.-Open-Air anbelangt. Die standen hinter mir, und wir haben das jahrelang aufgebaut. Das hat natürlich auch der Region sehr viel gebracht. Ich bin sehr stolz, dass mir diese Auszeichnung übergeben worden ist, weil das Open Air ja auch ein wichtiger Faktor meiner Karriere war.

Das Open Air hat ja sehr viele Menschen erreicht, und aus allen möglichen Regionen sind die Menschen nach Teufenbach angereist. Das ist unglaublich: Wir haben das erste Open Air mit 800 Personen angefangen. Im Jahr 2014 haben wir mit 7.000 Personen aufgehört – schade eigentlich. Aber ich bin sehr stolz. Das macht mich stolz. Ich werde die Auszeichnung als Ehrenbürger des Dorfes Teufenbach natürlich in Ehren tragen.

Das große NIK P.-Open-Air ist ja seit 2014 ausgesetzt. Laufen Verhandlungen, vielleicht zum Jubiläum das Open Air wieder aufleben zu lassen – vielleicht in neuer Form und in einer anderen Konstellation?

Im 25. Jubiläumsjahr ist leider nichts geplant. Es gibt natürlich Anfragen aus der Gemeinde, das Event vielleicht doch noch einmal aufleben zu lassen. Dazu sind natürlich Gespräche erforderlich, die noch nicht stattgefunden haben. Vielleicht ist es eine Idee, das habe ich schon so weitergegeben, dass wir 2027, also in vier Jahren, das 30-Jahre-Jubiläum feiern. Da kann es sein, dass wir einen Gesprächsansatz haben, dass wir vielleicht – nach 30 Jahren – dort ein riesengroßes Fest veranstalten.

Erstaunlich ist, dass das erste Open Air ja 1998 stattfand – da war der „Stern“ ja noch gar nicht so groß am Himmel. Wie kam es damals zustande? War das nicht ein großes Wagnis?

Wir hatten beim Grand Prix des Schlagers, der damals stattgefunden hatte, bei der österreichischen Vorentscheidung in Wien mit dem Song „Flieg, weißer Adler“ gewonnen. Ich habe mich bei der Vorentscheidung damals mit vier Titeln platziert. Ich kam also mit vier von mir geschriebenen Songs in die Vorentscheidung. Ich musste mich damals entscheiden: Welchen Song singe ich selbst? Ich durfte nämlich als Interpret nur einen Titel performen. Ich musste für drei Lieder also andere Interpreten finden.

Ich kann mich noch an die Diskussion im Studio mit KLAUS und meiner Band erinnern, welchen Song ich singen sollte. Ich wollte eigentlich unbedingt den „Stern“ singen. Mein damaliger Manager, KLAUS BARTELMUSS, meinte: Nein, der Adler ist der stärkere Song, der bessere Song für diese Veranstaltung. Da haben wir große Diskussionen geführt. Ich habe mich dann überreden lassen und habe gesagt: Okay, ich singe den weißen Adler.

Für „Einen Stern, der deinen Namen trägt“ habe ich dann einen anderen Interpreten gesucht, der damals als Sänger bei meinen Produktionen als Chorsänger tätig war, das war der MICHAEL RADL aus Graz. Ich habe ihn gefragt, ob er bei der bevorstehenden Vorentscheidung zum Grand Prix des Schlagers für mich den „Stern“ singen möchte. Da hat er natürlich sofort JA gesagt und hat sich auch für das Finale nach München qualifizieren können.

In München ist es dann leider nichts mehr geworden. Die Zeit war für den „Stern“ noch nicht reif. Aber: Der „Stern“ war damals schon der Grund dafür, dass man mich sehr oft gebucht hat. Ich musste den „Stern“ immer im Programm haben, weil der damals schon großes Hitpotenzial hatte und bei den Leuten sehr gut ankam.

Das Komische ist: Heute weiß man eigentlich überhaupt nichts mehr über MICHAEL STERN – so hat der Original-Interpret sich ja genannt. Weißt du, was dieser MICHAEL STERN heute macht – oder gibt es da keinen Kontakt mehr?

Nein, momentan keinen Kontakt mehr zu ihm. Ich habe ihn vor vielen Jahren mal getroffen am Rande einer Autogrammstunde, die ich in Graz gegeben hatte. Da kam er kurz vorbei, da haben wir kurz geplaudert. In Sachen Musik hatte er da kleinere Projekte gemacht. Ich weiß gar nicht, ob er unter dem Namen MICHAEL STERN weitergemacht hat und was daraus geworden ist. Ich habe in der Tat von ihm lange Zeit nichts mehr gehört. Das war das einzige Gespräch, was ich mit ihm hatte – am Rande einer Autogrammstunde. Danach habe ich nie mehr was von ihm gehört und habe tatsächlich keine Ahnung, was er momentan macht.

Der „Stern“ landete ja auf dem 10. Platz beim Finale des „Grand Prix des Schlagers“. War der Stern für dich damals verglüht oder hast du gedacht, dass da noch was passieren müsste?

Der „Stern“ war schon deshalb nicht verglüht, weil er der Wunschtitel von vielen Fans war, wenn wir auf der Bühne standen. Wir „mussten“ den Song spielen: Die Leute kamen und sagten: Spielt den „Stern“. Nicht selten haben wir das Lied dreimal bei einem Konzert spielen müssen. Deshalb wusste ich: Der Song HAT was. Und nachdem MICHAEL RADL ihn performed hatte, wurde seine Version durchaus auch im Radio gespielt. Meine Version ist in den Medien liegengeblieben, obwohl ich wusste, dass der Song Potenzial hat.

In der Medienlandschaft ist der Titel aber nun einmal mit MICHAEL STERN bemustert worden. Mein Management meinte damals, dass es keinen Sinn macht, noch mal meine eigene Version, die eigentlich die gleiche Version wie die von MICHAEL, nur eben mit meiner Stimme, den Medien anzubieten oder zu veröffentlichen. Darum ist das ein Song gewesen, von dem viele wussten, dass es mein Song ist, der von mir geschrieben worden ist und auch auf meinem Album enthalten war. Wir waren damit sehr viel unterwegs, allerdings hatte ich mit „Gloria“ und „Braungebrannte Haut“ sehr gute Hits, die mich getragen haben in der Live-Performance. Überall, wo wir hinkamen, waren diese drei Songs die Titel, die ich singen MUSSTE. Da kam ich gar nicht drum rum.

Ist es richtig, dass du den „Stern“ in Teufenbach damals geschrieben hast?

Nicht ganz. Ich habe den Song mit ca. 28 oder 29 Jahren in Krumpendorf am Wörthersee geschrieben. Ich hatte mir die Zeilen notiert und mir das dann aber erst mal ins Archiv gelegt. Ich habe dann für das zweite Album nach Songs gesucht. Nachdem ich 1997 das erste Album („Gebrochenes Herz“) veröffentlicht hatte, suchte ich Lieder und fand im Archiv den Text zum „Stern“ und habe dann mit meiner Gitarre eine Melodie darauf geschrieben. Der Text war schon lange da, die Melodie entstand erst viel später.

Hast du jemals den Sänger NIC (mit „C“) persönlich kennen gelernt? Habt ihr vielleicht mal über eine Duettv-Version nachgedacht?

Ja, natürlich habe ich ihn kennengelernt. Im Rahmen einer Veranstaltung, die „Top Oft he Mountains Awards“ hieß. Da war NIC mit „C“ auch dabei und hat den „Stern“ für sich beansprucht. Er hat den Titel ja unbestritten auch auf Mallorca zum Erfolg geführt. Das hat wiederum uns, DJ ÖTZI und mich, zur Überlegung gebracht, ob wir diesen „Stern“ covern sollten. Das haben wir dann auch gemacht. – Aber direkten Kontakt habe ich zu NIC keinen.

Der „Stern“ ist ja so populär, dass es irgendwann auch mal darauf eine Antwort-Platte gab so wie das früher mal bei PETER ALEXANDER war, der ja sang „Bist du einsam heut Nacht“ und die Antwort bekam: „Ja, ich bin einsam heut Nacht“. Eine gewisse MARTA ROSINSKI hat damals gesungen „Sterne hab ich nie gewollt“- wenn so etwas passiert, hat man es geschafft, oder…? Kennst du die Aufnahme? Wie war deine Reaktion darauf?

Ehrlich gesagt – den Titel kenne ich gar nicht. Ich habe das auch nie so verfolgt, wenn jemand versucht, sich an den Erfolg heranzuhängen. Klar gibt es viele Coverversionen und auch Plagiate, die verhindert werden sollte. Da ist aber nichts an mich herangetragen worden, dass ich gesagt hätte, dass da zu sehr die Idee von mir im Spiel wäre, was Melodie und Text angeht. Sterne gibt es draußen am Himmel ja Millionen. Da kann sich dann ja jeder einen Stern aussuchen und ihn beschreiben (lacht). Ich habe es auf meine Art und Weise gemacht und mit dieser Art und Weise habe ich mit viel Glück sehr viele Menschen erreicht.

Kannst du schon einen Ausblick auf das kommende Album geben? Für dieses Jahr ist ja ein neues Album angekündigt?

Ja, das Album ist bereits in der Fertigungsphase. Die erste Single-Auskopplung “Mit dem Füßen im Meer” ist am 14.04.2023 erschienen. Am 15.04.2023 durfte ich in der “Beatrice Egli Show” mein neues Lied präsentieren. Bis zum Herbst wird es drei bis vier Vorab-Tracks geben, bis dann im Herbst das Album kommt. Ich bin sehr stolz darauf. Es sind wirklich gute Songs entstanden. Ich bin natürlich auf die Reaktion meiner Fans und der Medien sein wird.

Es ist bereits durchgesickert, dass auf dem Album auch eine brandneue Version deines Megahits „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“ zu finden ist. Wird das eine Fortsetzung deines Hits sein – oder ist es eine reine Neuaufnahme?

Nein, ich habe den „Stern“ noch einmal in die aktuelle Zeit gebracht vom Sound her. Warum sollte ich an dem Song Vieles verändern? Er hat ja funktioniert. Ich habe nur mit HENNING VERLAGE den Song vom Sound her moderner und poppiger gemacht. Der aktuelle Schlager klingt anders als z. B. der Schlager der 80er oder 90er Jahre. Wir haben den Song an heutige Hörgewohnheiten angepasst.

Es gibt in diesem Jahr ja endlich wieder eine richtige Deutschland-Tournee. Was können die Fans da erwarten? Und wieso hat es so lange gedauert, dass du mal wieder in Deutschland eine Tour startest?

Die Pandemie hat da eine große Rolle gespielt. Eigentlich wollten wir das Album schon vor einem Jahr veröffentlichen. Wegen der Pandemie haben wir alles verschoben, auch die Tour. Zum Glück hat der Veranstalter nun gute Orte gefunden, bei denen ich auf die Bühne gehen kann – auch, um mich bei den Fans zu bedanken, die mich seit 25 Jahren begleiten und die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.

Dass ich immer noch auf Bühnen gehen kann und meine Musik präsentieren kann, ist ja auch ein Zeichen, dass meine Musik bei den Fans ankommt – sonst würde es mich nicht geben, sonst würde ich keine Karten verkaufen, CDs und Musik verkaufen. Als kleines Dankeschön mache ich eine Tour mit meiner Band und freue mich riesig darauf, dass ich das in Zeiten wie diesen überhaupt machen kann, wo es ohnehin schwierig ist, Tickets zu verkaufen und auf Tour zu gehen. Denn auch das ganze System, Tickets zu besorgen, hat sich ja verändert – dass die Leute misstrauisch geworden sind. Dass sie Tickets erst spät kaufen für ein Konzert, so dass die Veranstalter gar nicht genau einschätzen können, wie es eigentlich läuft. Das ist natürlich schwierig.

Aber unser Plan schaut gut aus. Der Vorverkauf läuft auch gut. Wir sind wirklich froh, dass es stattfinden kann.

Sind auch weitere sinfonische Konzerte in Planung – oder ist das zu aufwendig?

Ja, wir haben am 3. November das nächste sinfonische Konzert in Salzburg im Festspielhaus. Aktuell gibt es Gespräche, zu denen ich noch nicht viel sagen kann. Es gibt Planungen, dass man diese sinfonische Darbietung der Musik auch nach Deutschland in die Häuser bringen könnte. Jetzt müssen wir mal schauen, wie sich das entwickelt.

Seit einiger Zeit macht ja deine Frau dein Booking und dein Management. Wie funktioniert das? Könnt ihr Berufliches und Privates gut trennen? Da gibt es doch sicher manchmal „Diskussionsbedarf“?

Diskussionen bleiben natürlich nicht aus (lacht). Nein, aber meine Frau macht das sehr gut. Meine Frau kommt aus der Immobilien-Verwaltungsbranche. Sie wollte sich verändern und auch ich wollte in meinem Team unbedingt eine Veränderung herbeiführen, weil ich einige Veränderungen als notwendig angesehen habe. Nachdem meine Frau mit mir über vier Jahre hinweg ja schon immer unterwegs war und sich das Ganze angesehen hat, beschlossen wir, es einfach mal zu probieren.

Sie macht das jetzt seit über einem Jahr und ich muss sagen: Sie macht es wirklich sehr, sehr gut. Natürlich gibt es hier und da Diskussionsbedarf. Aber wir trennen ganz klar berufliche und private Belange, sonst würde das auch nicht funktionieren. Wir haben zu Hause  ein Büro und außerhalb des Büros wird über Berufliches nicht diskutiert. Somit lässt sich das gut managen.

Wenn wir noch mal zurückgehen zum Grand Prix des Schlagers gehen – du sagtest, dass du mit vier Schlagern dabei gewesen bist. Weißt du noch, welche beiden anderen Songs außer „Flieg weißer Adler“ und natürlich dem „Stern“ damals von dir am Start waren?

Ein weiterer Titel war „Tränen trocknen schwer“. Dann war noch ein vierter Titel dabei, den ich zurückgezogen habe, weil ich dazu keinen passenden Interpreten gefunden habe.

1998 war ja auch ein gewisser TIM PETERS am Start – damals ein Kind, heute ein erfolgreicher Produzent, Songautor und Sänger. Habt ihr noch einmal eine Verbindung gehabt oder euch später noch einmal gesehen?

Bei Fernsehshows, wo TIM PETERS dabei war, sind wir uns mal über den Weg gelaufen. Er hatte mir auch angeboten, Songs für mich zu schreiben – aber bislang ist es noch nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen. Er hat sich super entwickelt. Er schreibt auch tolle Songs, muss ich wirklich sagen – ich kenne die Songs, die er für MICHELLE und Co. geschrieben hat. Gut, dass wir solche Leute haben, die so gute Songs schreiben können. Er ist auch ein netter Kerl, ich kenne ihn.

Du bist ja nicht nur der „Sternenvater“, sondern auch der Vater des smago! Awards in Österreich. Leider hat es ja in diesem Jahr terminlich nicht geklappt …

Es tut mir irrsinnig leid. Ich habe genau in dieser Zeit, in der der smago! Award Österreich stieg, die Fotosession zu meinem neuen Album in Hamburg.

Der smago! Award hat schon eine hohe Wertigkeit für mich. Ich habe ein paar zu Hause – bei mir im Studio – stehen, ich gehe da jeden Tag vorbei. Die sind ja auch für mich ein Zeichen des Erfolges und des Wohlwollens gegenüber meiner Musik vom Publikum. Deswegen: Jeder, der so einen Preis zu Hause hat, sollte ihn mit Stolz platzieren, so wie ich das tue.

 

 

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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