RUDOLF MÜSSIG
Rudolf Müssig ist tot!

Er erlag einem Herzinfarkt! Lesen Sie HIER einen Nachruf von Frank Ramond …:

 

 

RUDOLF “RUDI” MÜSSIG. Er starb am Sonntag, den 14. Februar 2021 völlig unerwartet an einem Herzinfarkt.

 

 

 

Ein Nachruf von Frank Ramond. 

 

Rudi und ich lernten uns in meiner Zeit als Exklusivautor bei Peermusic Anfang der 2000er Jahre kennen. Irgendwann haben wir angefangen zusammen Songtexte zu schreiben, u. a. für Barbara Schöneberger und Maite Kelly. Rudi kam eher vom Schlager ich eher von Pop/Chanson. Dadurch konnten wir uns je nach Projekt und Künstler wunderbar ergänzen. Wir wohnten nur wenige Kilometer voneinander entfernt und trafen uns meistens in seinem Haus in Klecken in der Nordheide, wo wir entweder in seinem wunderschönen Garten im Schatten des Kirschbaumes oder in seinem Arbeitszimmer vor seiner beeindruckenden CD- und DVD-Sammlung saßen. Nach dem obligatorischen Klatsch und Tratsch hörten wir uns zur Inspiration immer ein paar US-amerikanische Neuerscheinungen an. Meistens Country-Music; die Liebe dazu verband uns. Rudi war besessen von Musik und interessierte sich ganz besonders für die Entstehungsgeschichten von Songs und die Lebensläufe großer Künstler und Autoren. Er selbst schrieb seit den 1980er Jahren unzählige Lieder für verschiedenste Interpreten von den Schürzenjägern bis Peter Maffay.

Es machte mir immer unglaublichen Spaß, mit Rudi zusammen Songtexte zu schreiben. Immer wenn ich zu ihm kam, stand schon ein Schälchen mit Nüssen und Früchten da und eine Kanne Kaffee für jeden. Wir diskutierten das anstehende Thema, spielten uns die Bälle zu und kamen auf diese Weise schnell zu sehr schönen und zum Teil auch sehr erfolgreichen Ergebnissen. Was ich an Rudi besonders geschätzt habe, waren seine Professionalität, seine Freundschaft, seine Warmherzigkeit, aber vor allem auch sein verschmitzter Humor. Es verging kein gemeinsamer Arbeitstag, an dem wir nicht ausgiebigst gelacht und geflachst hätten. Als er vor einigen Jahren in den Aufsichtsrat der GEMA gewählt wurde, einte uns auch dort – bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit des Amtes – der stets auch humorvolle, augenzwinkernde Blick auf das dortige Geschehen. Regelmäßig rief er mich an um die aktuellen Probleme rund die GEMA und die Kurie zu besprechen. Dann entbrannten zwischen uns leidenschaftliche, teilweise auch kontroverse Diskussionen über die aktuellen Probleme und vor allem die Frage nach Zukunft unseres Berufsstandes, die ihn sehr umtrieb.

Rudi wird nicht nur mir sehr fehlen. Er war auch ein sehr geschätztes und beliebtes Mitglied unserer Berufsgruppe und genoss großes Ansehen. Er hatte viele Freunde in der GEMA und der gesamten Musik-Branche.

Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Frau Gisela und seinen beiden Kindern Johanna und Peter.

Rudolf Müssig war seit 1983 als Textdichter, Komponist und Produzent tätig für zahlreiche Interpret:innen wie Peter Maffay, Roger Whittaker, Salvatore Adamo, Truck Stop, De Höhner, Chris de Burgh, Wencke Myhre, Mireille Mathieu, Mary Roos, Yvonne Catterfeld, Barbara Schöneberger, Semino Rossi, Frank Duval und viele andere. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Titel “Junger Adler” (Tom Astor), “Adieu Chérie” (Roy Black), “So wie man tanzt, so liebt man” (Maite Kelly), “Haut an Haut” (Roland Kaiser) und “Nie mehr Bolero” (Karel Gott) sowie das beinah komplette Repertoire der Schürzenjäger in den Jahren 1991-2007, für das er vielfach mit Gold und Platin ausgezeichnet wurde. Seit 1980 war Rudolf Müssig angeschlossenes GEMA-Mitglied, seit 1985 ordentliches und seit 2013 Mitglied des GEMA-Aufsichtsrats. Im selben Jahr erhielt er auch den Willy-Dehmel-Preis für sein außergewöhnliches Gesamtschaffen. 

 

Der Deutsche Textdichter-Verband wird ihn als eines seiner treuesten und produktivsten Mitglieder, als liebevollen Kämpfer und Ratgeber speziell für die jüngere Generation und nicht zuletzt als exzellenten Textdichter und Musikschaffenden in Erinnerung behalten. 

Danke für alles, Rudi! 

 

 

 

 

Der Textdichter Tobias Reitz schreibt …:

 

Es ist unglaublich traurig: Unser lieber Kollege Rudi Müssig ist tot. Er starb am Sonntag an einem Herzinfarkt, vollkommen unerwartet.

 

Er war ein hervorragender Textdichter, Musikautor und Produzent, dessen Stil fast immer meinen Nerv traf und dessen Songs ich mit Vorliebe lauter drehe, wenn sie im Radio laufen. Aber nicht nur das: Er war vor allem ein unglaublich feiner Kerl. Einer, der sich um die Leute kümmerte. Der sich für die Jüngeren engagierte. Der Rat gab, wo Rat nötig war. Der integrativ war und den ich nicht ein einziges Mal unfreundlich oder unfair erlebt habe.

 

Entsprechend kenne ich in der Branche auch niemanden, der Rudi nicht leiden konnte. Warum auch. Er hat uns allen gut getan.

 

Mach’s gut, Du, lieber, lieber Mensch!
Dich vergessen wir nicht.

Uwe Hübner ergänzt:

“Und schon wieder ein ganz, ganz herber Verlust für den deutschen Schlager und dessen Kreativität in bester Form. Mein herzlichstes Beileid seiner Familie und den vielen klasse Kollegen, die seine Werke singen, mitkreieren, sich daran erfreuen durften. Ich hatte auch das Vergnügen. Und allen Grund ihn zu bewundern.

R.I.P. Rudi.”

Textquelle: Deutscher Textdichter Verband (Textvorlage)

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