OLAF DER FLIPPER (mit PIA MALO)
smago! Konzert-Bericht: Was für ein Fest im Berliner Tempodrom!
80 Jahre jung, 65 Jahre Bühne – und noch immer eine Energie, die ihresgleichen sucht: Olaf der Flipper feierte mit Tochter Pia Malo ein grandioses Konzert voller Hits, Herz und bester Laune!
„Manche Musik kennt kein Alter.“ Mit dieser Einführung begann am 12. September 2026 im Berliner Tempodrom ein Konzertabend, der dieses Motto eindrucksvoller kaum hätte bestätigen können. Zu Beginn wurden Kinderbilder eingeblendet – und dann stand er da: Olaf der Flipper. 80 Jahre jung. Und mit einer Power, bei der man sich unwillkürlich fragt, woher dieser Mann eigentlich seine Energie nimmt.
80 Jahre – 65 Jahre Bühne – 50 Jahre Ehe – 40 Jahre „Die rote Sonne von Barbados“: Olaf der Flipper ist ein Mann der Rekorde. Und auch seine Diskographie spricht eine beeindruckende Sprache: 25 Chart-Singles mit den Flippers zwischen 1969 und 2022 sowie 50 Chart-Alben – davon 40 mit den Flippers (zwischen 1986 und 2022) und zehn weitere als Olaf der Flipper (zwischen 2014 und 2026).
Was das Publikum anschließend erlebte, war mehr als zwei Stunden lang eine einzige musikalische Hitparade. Das Programm hätte cleverer nicht zusammengestellt sein können: Hit auf Hit, Klassiker auf Klassiker, dazwischen Pia Malo und jede Menge familiäre Herzlichkeit.
Begleitet wurde Olaf von einer dreiköpfigen Band mit Gitarre, Keyboard und Schlagzeug.
Den Auftakt machte natürlich DER Kult-Hit „Wir sagen Dankeschön“.
Es folgten „Tausend rote Rosen“, Olafs erster Solo-Song aus dem Jahr 2012, sowie ein herrlich zusammengestelltes Hammer-Flippers-Medley mit „Sie will einen Italiener“, „Das ganze Leben ist eine Wundertüte“, „Ein Herz aus Schokolade“ und „Ay ay ay, Herr Kapitän“.
Weiter ging es mit „In Venedig ist Maskenball“, „Weine nicht, kleine Eva“ und „Sha La La, I Love You“.
Dann wurde es besonders familiär: Bei „Der letzte Bolero“ gesellte sich Tochter Pia Malo zu ihrem Vater. Vater und Tochter glitzerten auf der Bühne förmlich um die Wette – bevor Olaf die Bühne verließ und Pia das Kommando übernahm.
Pia Malo übernimmt und rockt das Tempodrom
Pia startete mit „Gib alles (nur nicht auf)“ und überzeugte anschließend mit dem Flippers-Song „Malaika“. Mit einem Augenzwinkern erklärte sie: „Olaf der Flipper wünscht sich einen Schwiegersohn. Aber ich bekomm’s nicht hin.“
Spätestens jetzt war klar: Hier wird nicht nur gemeinsam musiziert, hier wird Familie gelebt.
Nach „Je t’aime heißt: Ich liebe dich“ folgte ein Medley, das das Tempodrom endgültig auf Betriebstemperatur brachte: „Aloha heja he“, „Heut’ Abend hab’ ich Kopfweh“, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, „Ich komm zurück nach Amarillo“ und „Mendocino“.
Und dann war Olaf wieder da – a cappella mit „Da simmer dabei … dat is prima“. Was für ein Auftritt!
Gemeinsam mit Pia folgte „Zwei wie wir“, danach „Bitte hör nie auf mit mir zu träumen“, „Liebe ist …“ und „No No Problemo“. Bei letzterem wurde sogar eine kleine Mini-Polonaise durch den Saal getanzt. Mit „Hey Hey Marina“ und „Weltklasse“ ging es weiter.
Glitzer-Sakko und die großen Flippers-Hits
Nach der Pause kam Olaf im schwarzen Glitzer-Sakko zurück. Und natürlich durfte ein (weiteres) Flippers-Medley nicht fehlen: „Bye Bye Belinda“, „Santa Maria Goodbye“ und „Mädchen von Capri“.
Es folgten „Du bist mein erster Gedanke“, „Das Beste zum Schluss“ und „Viva la vida“. Bei „Fang das Licht“ (im Original gesungen von Karel Gott & Darinka) standen Olaf und Pia wieder gemeinsam auf der Bühne.
Danach war Pia erneut an der Reihe. Bei „Augen zu – Herz an“ nahm sie ihren kleinen Texthänger mit Humor: „Falsches Lied – egal!“ Eigentlich hatte sie „Italienische Sehnsucht“ angekündigt. Gesungen wurden kurzerhand beide.
Es folgte ein weiteres Flippers-Medley mit „Der kleine Floh in meinem Herzen“, „Mitternacht in Trinidad“, „Hasta la vista“, „St. Tropez“ und „Goodbye Eloisa“. Mit „Tage wie diese“ verabschiedete sich Pia zunächst wieder von der Bühne.
Olaf kam erneut im roten Sakko zurück – ganz wie in der ersten Konzerthälfte.
Und jetzt wurde es richtig laut!
Mit „Mexiko“ und „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ nahm die Stimmung noch einmal Fahrt auf. Letzteren Klassiker versah Olaf mit einer köstlichen neuen Textzeile. Aus
„Es gibt tausend Lippen, die küssen,
und Pärchen, die trennen sich müssen“
wurde kurzerhand:
„Es gibt tausend Lippen, die küssen,
und Pärchen, die HEIRATEN müssen!“
Das Publikum hatte seinen Spaß. (Und Olaf der Flipper erst recht.)
Olaf forderte anschließend alle auf, nach vorne vor die Bühne zu kommen. Und natürlich ließ sich das Berliner Publikum nicht lange bitten. Zu „Die rote Sonne von Barbados“, „Lotosblume“ und „Mona Lisa“ wurde gemeinsam gefeiert. („Mona Lisa“ hatte Olaf zunächst sogar a cappella angesungen.)
Pia hatte sich inzwischen sakkotechnisch ihrem Vater angeglichen – und so standen die beiden schließlich wieder gemeinsam auf der Bühne.
Olaf stellte die entscheidende Frage: „Sollen wir noch was singen?“
Die Antwort des Publikums war natürlich eindeutig.
Das große Finale
Olaf der Flipper und Pia Malo präsentierten ein großes Abschluss-Medley mit „Wir sagen Dankeschön“, „Die rote Sonne von Barbados“, „Augen zu – Herz an“, „Lotosblume“, „Italienische Sehnsucht“, „Mona Lisa“ und „Weltklasse“.
Danach noch einmal: „Wir sagen Dankeschön“
Doch Olaf wäre nicht Olaf, wenn er nicht noch eine letzte Frage gestellt hätte:
„Sollen wir wirklich noch was singen?“
Natürlich sollten sie!
Und so beschlossen Olaf der Flipper und Pia Malo diesen grandiosen Abend mit „Mein Lied für euch“.
Ein Familienunternehmen der besonderen Art
Und als wäre dieses Konzert nicht schon außergewöhnlich genug, zeigt sich auch hinter der Bühne, wie sehr Olaf der Flipper für ein sympathisches kleines Familienunternehmen steht.
Am Merchandising-Stand standen Ehefrau Sonja und Tochter Pia Malo – und zwar nicht nur irgendwann am Abend, sondern bereits vor Veranstaltungsbeginn, in der Pause und nach der Vorstellung.
Und Olaf? Der stellte sich nach dem mehr als zweistündigen Konzert tatsächlich noch zur Autogrammstunde an einen Stehtisch. Zwei weitere Stunden dürften dabei locker zusammengekommen sein. Keine Geringere als Julia Lamb von Semmel Concerts übernahm derweil die vielen Selfies, um Pia und Sonja Malolepksi am Fan-Stand zu unterstützen. (Einfach irre sympathisch und alles andere als selbstverständlich.)
80 Jahre alt? Davon war an diesem Abend wirklich nichts zu spüren.
Unter den Gästen wurden unter anderem Stefan Verhasselt, Peter Wolf mit Melanie Wolf („Rotblond“), Mark Pittelkau mit seinen Eltern, Joe Chialo sowie die Rundfunk-Promoter-Legende Reinhard Meynen gesichtet.
Was bleibt, ist ein Abend, der seinem Motto mehr als gerecht wurde:
„Manche Musik kennt kein Alter.“
Und Olaf der Flipper ist der beste Beweis dafür.
DIE SETLISTE
PIA MALO
17. Weltklasse
*** PAUSE ***

