MAITE KELLY
„Die Liebe siegt sowieso“: Das NEUE Referenz-Album im Schlager!

Chris Heidrich

smago! war am 27.09.2018 bei der „listening party“ des 360-Grad-Kraftwerks Maite Kelly im Soho House Berlin vor Ort! Lesen Sie HIER noch einmal unseren Artikel vom 01.10.2018 …:

 

 

Zugegeben … die Skepsis war groß. Selbst unter ihren eingefleischtesten Fans. Würde MAITE KELLY mit dem auf ihr lastenden Erfolgsdruck fertigwerden? Immerhin hat ihr Schlager-Debütalbum „Sieben Leben für dich “ weit mehr als 300.000 Exemplare verkauft. Würde sie sich wiederholen oder wieder zu sehr in Richtung „Kunst“ abdriften / fortgetrieben werden? Würden ihr nach ihren Superhits „Warum hast du nicht nein gesagt“ (im Duett mit Roland Kaiser), „Sieben Leben für dich“, „Es war noch nie so schön“ oder „Jetzt oder nie“ überhaupt noch zumindest halbwegs passable Anschlusstreffer gelingen oder bliebe „Sieben Leben für dich“ vielleicht ein „one album wonder“ … – Die Antworten auf all diese Fragen hat Maite bereits mit dem vorab ausgekoppelten Titelsong ihres zweiten Schlager-Albums gegeben. Allein mit diesem Titel hat sie auf das Eindrucksvollste bewiesen: „It’s just the beginning“. Jetzt hebt sie so richtig ab Richtung Schlagerolymp. Die eine oder eine Mitbewerberin hat sie bereits vom Sockel gestoßen. Ohne dies zu wollen.

Maite Kelly hat sich von dem überragenden Erfolg ihres Schlager-Debüts überhaupt nicht beeindrucken lassen. Ihr Erfolgsgeheimnis: sich (auch weiterhin) nicht verstellen. Das Herz sprechen lassen. Dem Bauchgefühl folgen. Ein Stück weit „Menschenbegleiterin“ zu sein. Und das alles mit dem unbändigen und unbedingten Willen, dem Schlager ein NEUES Referenz-Album zu schenken, guten (!) Schlager zu machen.

Dass ihr all dies weit mehr als vollumfänglich gelungen ist, zeigte sich bei der Album-Präsentation „Die Liebe siegt sowieso“ am 27.09.2018 im RedRoom und Kino des SoHo House Berlin. „Das ist ein Bunker hier – es gibt kein Netz“, witzelte Maite gleich zu Beginn der „listening session“.

Electrola-Vize Ralf Schedler sprach gar nicht lange um den heißen Brei herum. Ganz unmissverständlich stellte er von Anfang an klar, dass „Die Liebe siegt sowieso“ die „wichtigste Veröffentlichung im Herbstgeschäft“ der Electrola sei. Das Album sei „innovativ, modern“, verfüge über „tolle Inhalte“, allerdings habe der Erfolg der CD „Sieben Leben für dich“ auch „die Erwartungen gesteigert“. Und so sei es eine „große Aufgabe“ gewesen, „das zweite Album an den Start zu bringen“. Nachdem Maite selbst sich eine halbjährige TV-Pause auferlegt hatte, werde man sie jetzt umso öfter im Fernsehen sehen. Hier sei man sehr gut aufgestellt.

Nun könnte smago! bereits jetzt ausführlich auf die Titel, die Maite ihren Gästen am 27.09.2018 vorgestellt hat, eingehen. Das wäre jedoch ihren Fans gegenüber, die erst ab dem 12. Oktober 2018 mit Erscheinen der CD mitreden können, unfair. Deswegen reden wir – im Gegensatz zu Herrn Schedler – für den Moment ganz bewusst nach ein bisschen um den heißen Brei herum …

Zunächst einmal bleibt festzustellen, dass Maite Kelly sich NICHT in fragwürdige Kollaborationen mit irgendwelchen fragwürdigen Rappen verflüchtigen muss (unter der Dachmarke „Schlager zwar“, wobei man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass hier der Begriff „Schlager“ „missbraucht“ wird, weil der „Begriff Schlager“ derzeit boomt …). Maite liebt und LEBT den Schlager. Bereits ihr Vorgänger-Album „Sieben Leben für dich“ sei ein „ganz klares Bekenntnis zum Schlager“ gewesen. Obwohl sie – durch die Kelly Family – eigentlich eher in der Folklore-Ecke anzusiedeln ist, sei sie stark durch „die große Ära der Unterhaltungsshows“ geprägt, die sie noch „mitbekommen“ habe.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass dieses Album den Schlagermarkt dermaßen umwälzen wird, dass kein Stein mehr auf dem anderen steht.

Die CD „Die Liebe siegt sowieso“ ist die großartigste und effektivste „Infusion“, die dem deutschen Schlager überhaupt verabreicht werden konnte.

Der bereits alles in diesem Jahr überragende Titelsong („Die Liebe siegt sowieso“) ist gar nicht mal unbedingt der stärkste Song.

In einem der Songs, in dem es um die Verarbeitung eines (fiktiven!) Liebesschmerzes geht, singt Maite sinngemäß: „Ich dreh’ mich nicht mehr um“. Der wunderbare Wolfgang Trepper würde sagen: „Du brauchst dich nicht mehr umdrehen (, du blöde Kuh, – würde „Herr Tripper“ wahrscheinlich in seinem Bühnenprogramm noch mit dazu sagen …), weil HINTER DIR weit und breit keine(r) mehr zu sehen ist, weil keine(r) mehr mit dir – mit deinem Tempo und mit der Qualität, die doch noch dazu dabei an den Tag legst, mithalten kann.“

„Die Liebe siegt sowieso“ bietet die volle Vielfalt – sowohl textlich als auch musikalisch. Und bei Felix Gauder haben die Module diesmal wohl völlig verrückt gespielt (und das in denkbar positiver Hinsicht!).

Die Kompositionen kommen noch geschmeidiger daher, die Melodiebögen sind noch größer, noch spannender, noch aufregender, noch gewaltiger.

Die Texte sind zum Teil mit prickelnder Erotik gespickt (speziell ein Song ist richtiggehend gewagt-erotisch) – ohne auch nur im Ansatz platt zu wirken.

Maite ist das Kunststück gelungen, kommerzielle Songs zu schreiben, die dennoch allesamt aus dem Rahmen fallen. Es gibt aber auch einige tiefgründige Balladen auf dem Album zu entdecken.

„Jede Zeile kommt aus meinem tiefsten Herzen“, versichert Maite glaubwürdig. Man müsse ganz einfach „Zufälle zulassen“ und bereit sein „zerbrechlich zu sein“.

Das Album sei geprägt von ganz „viel Intensivität“. Diese sei auch deshalb möglich geworden, weil sie „künstlerisch noch nie so viele Freiheiten genossen“ habe „wie im Schlager“. Und so ist etwas wirklich Großes entstanden. Etwas, das bleibt.

Die musikalische Stilistik macht auch vor Ethno-Pop à la Enya und selbst vor orientalischen Gesängen à la Ofra Haza nicht halt.

Maite Kelly ließ es sich am 27. September nicht nehmen, zwei ihrer neuen Songs, darunter auch den Titelsong „Die Liebe siegt sowieso“ (in der auf der ‚Deluxe Edition‘ enthaltenen „3 Uhr nachts …) Version live zu performen.

Was smago! als besonders erwähnenswert erachtet ist die Tatsache, dass Maite bereits am Vorabend einigen ihrer treuesten und beinhartesten Fans vor allen anderen einige ihrer neuen Songs ebenfalls vorgespielt hatte – wissend, dass die Hardcore-Fans auch ziemlich gnadenlos und schmerzfrei sein können, was Kritik anbelangt. Für Maite ging es jedoch überaus glimpflich aus.

In der traumhaft schönen, prunkvollen Atmosphäre des Red Rooms im Soho House Berlin klang der Abend dann gemütlich aus.

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