MARIE-LUISE NIKUTA
Marie-Luise Nikuta 81-jährig verstorben!

Die „Königin des Mottolieds“ textete, komponierte und sang über 160 Karnevalslieder!

 

MARIE-LUISE NIKUTA (* 25. Juli 1938[1] in Nippes (Köln); † 25. Februar 2020 in Köln) war eine deutsche Mundartsängerin, -texterin und -komponistin. Sie galt als „Königin des Mottolieds“, das sie jährlich zum Kölner Karneval beisteuerte. Zusätzlich zu ihrem Engagement im Kölner Karneval war sie seit einigen Jahren auch fester Bestandteil des Cologne Pride (Kölner Christopher Street Day), für den sie 2003 ebenfalls ein Mottolied komponierte.
Marie-Luise Nikuta war 13 Jahre alt, als sie mit dem Kölner Kinderchor ihren ersten Hit sang: „Mer fiere Fastelovend“. Nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau und der Geburt einer Tochter widmete sie sich ab 1968 ihrer professionellen Musikkarriere. In jenem Jahr trat sie erstmals beim Literarischen Komitee auf. Ebenfalls 1968 erschien mit der Single „Däu mer doch de Naache“ eine ihrer ersten Plattenveröffentlichungen. Nikuta textete, komponierte und sang in den folgenden Jahrzehnten über 160 Karnevalslieder. Darunter Erfolgstitel wie „Dat ahle Sofa“, „Kölsch, kölsch, kölsch“, „Wenn die Engelcher ens Fastelovend fiere“, „E paar Grosche för Ihs“ oder „Weiste wat, mer fahre met d’r Stroßebahn noh hus“. Neben Auftritten in Köln nahm sie 1974 auch an der Steubenparade in New York City teil. Zusammen mit den Roten Funken, bei denen sie auch im Rosenmontagszug auf einem Festwagen mitfuhr, besuchte sie 1987 und 1991 in Windhoek den Karneval in Namibia.
Im Herbst 2014 kündigte sie ihren Rückzug von der Bühne an und wurde offiziell bei der Sessionseröffnung am 11. November 2014 auf dem Heumarkt in Köln verabschiedet. Weiterhin komponierte und textete sie aber Mottolieder, die zunächst ab 2015/2016 von Carolin Krause unter der Begleitung des Jugendchors St. Stephan vorgetragen wurden. Seit der Session 2017/2018 wird das Mottolied vom Shanty-Chor der StattGarde gesungen. Marie-Luise Nikuta starb am 25. Februar 2020 in einem Kölner Seniorenheim.
Nikuta erhielt als bisher einzige Frau die Willi-Ostermann-Medaille für ihr musikalisches Schaffen. Sie wurde Ehrenmitglied im Klub Kölner Karnevalisten und von vielen Karnevalsgesellschaften zur Ehrensenatorin ernannt. Für ihr langjähriges Engagement erhielt sie bei ihrer Verabschiedung den „großen Verdienstorden mit Brillanten“, eine der höchsten Auszeichnungen im Kölner Karneval, die ihr als erster Künstlerin überhaupt verliehen wurde.
Auch ehrenamtlich engagierte sich Nikuta stark. Sie war im Beirat der Aidshilfe, sammelte für den Förderverein für Demenzkranke und krebskranke Kinder. Sie war Ehrenmitglied von „Künstler helfen Kindern“. Ab 2010 trat sie beim „Rheinischen Nachmittag“ in der Palliativstation im Klinikum Merheim auf.

Textquelle/Bildquelle:
Wikipedia.de (Textvorlage)

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