HEINO
„Ich wollte schon immer eine schöne Konzertreise mit klassischer Musik machen!“

Heino über seinen Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt …:

 

Im Rahmen dreier Pressekonferenzen stellte HEINO am 02.12. + 03.12.2019 sein neues Tournee-Projekt „Heino meets Klassik“ (Stargast: Yury Revich auf seiner Stradivari) vor.

smago! hat die wichtigsten O-Töne für Sie protokolliert …:

 

 

„Natürlich freue ich mich, in meinem Alter Konzerte geben zu dürfen – ich habe mir das schon immer mal gewünscht, eine schöne Konzertreise zu machen mit klassischer Musik. Ich habe ja in den 1950er und 1960er Jahren Schubert, Bach, Tschaikowski und Brahms zu singen. Und dann bin ich von Ralf Bendix für das Volkslied entdeckt worden. Dann war ich bei einer Schallplattenfirma, die mir für zehn Jahre einen Vertrag gegeben haben, der nachher sogar verlängert wurde. In der Zeit habe ich das Volkslied populär gemacht, was mir auch am Herzen lag.“ 

„Ich kam aber aus einer ganz anderen Richtung, aus einer ganz anderen Musik. Jetzt bin ich 80 ((ab 13.12.2019 sogar 81)) Jahre alt, und ich freue mich, dass ich das jetzt noch einmal  machen darf, womit ich vor vielen Jahren angefangen habe. Ich freue mich natürlich auch, dass ich jetzt einen jungen Kollegen an meiner Seite habe. Ich habe von Yury schon viele Aufnahmen gehört und gesehen. Das ist ein fantastischer junger Mann. Ich freue mich, dass wir beide diese Tournee zusammen machen. Er ist in seinem Gebiet Solist, auch ich bin Solist. Ich glaube, wir werden eine gute Zeit haben und ich freue mich vor allen Dingen, dass ich auch mal wieder andere Musik machen darf. Ich habe ja mit Volksmusik und Schlagern angefangen, dann habe ich Rock gemacht und jetzt freue ich mich, mal wieder etwas ganz anderes zu machen. Ich hoffe, das wird ein Erfolg werden. Das kann man ja im Vorfeld nie sagen. Ein Erfolg kann es aber nur werden, wenn die Medien uns unterstützen. Wenn die Medien uns nicht unterstützen, dann wird es auch kein Erfolg. Deswegen bin ich auch froh, dass Sie alle gekommen sind zum Start unserer Tournee mit Yury Revich.“ 

Yury Revich: „Ja, vielen Dank, Heino! Ich freue mich sehr, hier zu sein und mit so einer legendären Person wie dir, Heino, zusammen auf einer Bühne stehen zu dürfen. Ich bin sicher, dass Musik keine Grenzen hat. Egal, ob das klassische Musik ist oder andere Genres sind. Jede Musik hat ihre Freunde. Das finde ich ganz toll. Ich bin in meiner Welt schon 28 Jahre drin bin – meine Familie spielt schon seit 300 Jahren Geige. Schön ist, dass wir hier mein Publikum und das Publikum von Heino zusammenführen können.“ 

„Er hat sein Publikum und ich habe mein Publikum. Wir wollen die Freunde dieser Musikrichtungen miteinander verbinden, ich denke, das wird uns auch gelingen – auch mit Ihrer Unterstützung. Es wird immer gefragt: ‚Was singst du denn da?‘. Für mich ist das ein bisschen anstrengend, weil ich nicht weiß, was ich genau singen soll. Ich habe über 1.000 Titel gesungen. Angefangen mit Volksliedern, Fahrtenliedern, Seemannsliedern, Heimatliedern, jetzt Rockliedern – es ist natürlich für mich jetzt schwer, zu eruieren, was ich mache. Aber ich will natürlich einige Lieder von Schubert, Mozart, Tschaikowski oder Brahms, die ich oft gesungen habe, die habe ich noch nie mit großem Orchester gespielt. Yury bringt sein Orchester mit, ich bringe meins mit – und das wollen wir zusammenfügen. Ich glaube, das wird eine große Produktion, von der man sagen kann, dass uns da etwas Schönes gelungen ist. Ich freue mich auf diese Tournee – es ist noch etwas Zeit – repertoiremäßig werden wir uns noch zusammensetzen. Vielleicht kann ich ihm noch ein paar Tipps geben, ihm sagen, was die Leute von uns erwarten. Wir werden etwas Schönes draus machen.“ 

„Mein Repertoire steht noch nicht fest. Im Grunde genommen kann ich auf den ‚Enzian‘, ‚Die schwarze Barbara‘, ‚Mohikana Shalali‘, ‚Karamba‘, ‚Junge‘ und die ‚Sonne‘ – auf diese Hits kann ich ja nicht verzichten. Ich WERDE auf diese Lieder auch nicht verzichten. Wir werden sie aber in einem neuen Gewand präsentieren – mit 30 Musikern, von denen 20 vom Yury dabei sind. Mit dabei sind Geigen, Celli, Bratschen und zwei Bässe. Man wird die Lieder so verändern, dass sie auch in ein klassisches Konzert hereinpassen. Ich denke, das wird uns gelingen. Wir machen damit quasi eine Umkehr. Früher war es ja so, dass die großen Klassiker – ich habe mit Anneliese Rothenberger zusammengesungen, mit Hermann Prey – nach Erfolg geschielt haben. Vor 40-50 Jahren habe ich bei der Electrola mit großem Erfolg meine Schallplatten veröffentlichen dürfen.“ 

„Pavarotti, Domingo, also die großen Drei, die wollten auch mal nicht nur regionalen Erfolg und nicht nur im klassischen Bereich haben. Die haben Millionen-Umsätze gemacht. Die Aufnahmen haben auch mir sehr gut gefallen – das waren ja die besten Stimmen der Welt. Die haben sich auch gesagt: Die Rocker und die Popper – die haben alle so viel Erfolg. Auch meine Aufnahmen von der Electrola verkauften sich besser als das klassische Repertoire dieser Künstler. Deswegen haben die Jungs bewiesen, dass sie kommerzielle Aufnahmen schön singen können.“ 

Wir machen es jetzt genau umgekehrt. Wir haben jetzt fünfzig Jahre mit Liedern wie dem ‚Enzian‘, der ‚Barbara‘, ‚Mohikana‘, ‚Karamba‘, Seemannsliedern, Fahrtenliedern und Volksliedern und zuletzt Rockmusik Erfolg gehabt. Jetzt möchte ich wieder in die schöne alte Klassik zurück. Das wird dann alles modern arrangiert, so dass es wirklich auch den heutigen Menschen, die zu uns kommen, gefallen wird. 

„Es sind viele Tage, die uns hier erwarten. Wie ((Helmut Werner)) schon sagte, erwartet uns viel – große Hallen. Schon früher habe ich in großen Hallen gespielt. Damals mit Volks- und Fahrtenliedern. Durch die Rock-Tourneen habe ich andere Hallen gesehen. Im Grunde genommen gehe ich jetzt wieder zu meinen Wurzeln zurück. Ich bin sehr glücklich, dass ich in meinem Alter noch so etwas machen darf. Ich freue mich, die schönen Konzertbühnen bespielen zu können. Rockbühnen sehen nun mal anders aus als Konzerthallen. Nun kann ich wieder einmal beweisen, dass ich nicht nur Rockmusik und Schlager, sondern auch klassische Lieder singen kann. Das ist für mich Ansporn für mich, mal zu beweisen, dass ich auch das klassische Fach beherrsche.“

„Ich mache gerne weiter, so lange mich das Publikum mag. So lange der Liebe Gott mir meine Stimme so lässt wie sie ist, will ich weitersingen. Es macht mir auch großen Spaß. Ich habe ja außer Bäcker und Konditor nichts anderes gelernt. Ich hoffe, dass ich noch lange Musik machen darf.“ 

„Die Hannelore geht ja mit auf Tournee. Die lässt mich natürlich nicht alleine. Sie freut sich auch schon darauf. Ich hätte sie zum heutigen Pressetermin mitbringen können. Sie wollte auch gerne mitkommen – aber – wie das so ist – sie hat ja zwei neue Hüften und ein neues Knie bekommen. Sie kann sich nicht so gut wie ich bewegen. Deswegen ist heute einer der wenigen Tage im Jahr, an denen wir ausnahmsweise nicht zusammen sind. Morgen sind wir in Bad Münstereifel wieder zusammen. Aber auf die Tour freut sich Hannelore wie ich, und sie macht auch alles mit.“ 

„Jury und ich, wir haben uns über den Herrn Werner kennengelernt. Wir sind uns erstmal in Kitzbühel begegnet und waren uns gleich sehr sympathisch. Ich habe zum Helmut gesagt, dass er einen wirklich netten jungen Mann mitgebracht hat. Ich glaube, wir werden das auf der Bühne auch gut hinbekommen. Er hat seinen Part – ich habe meinen Part. Im Grunde genommen sage ich mir immer: Wer mit mir nicht klarkommt, der kommt mit keinem klar.“ 

„Ich habe ganz interessiert gelesen, dass er mich begleiten wird. Das ist ja gar nicht so. Wir sind zwei individuelle Künstler, er wird auch solistisch spielen. Die Musiker, die er mir mitgebracht hat, die begleiten mich natürlich. Aber er hat als Solist genauso seinen Part mit der gleichen Zeit wie ich. Da werde ich auch darauf achten: Ich will nicht mehr Zeit haben als er. Ich hoffe, dass ich ihm auch noch ein paar Tipps geben kann, wie man sich so draußen auf den Bühnen der Welt bewegen kann und wie man mit dem Publikum redet, ohne z. B. auf dumme Witze angewiesen zu sein.“ 

„Als ich vor 60 Jahren anfing, haben alle Künstler auf der Bühne Witze erzählt. Als ich mit Volksliedern anfing, wollte ich das auch tun – ich habe das aber gehasst. Ich habe also auf der Bühne nie im Leben Witze erzählt. Höchstens hinter der Bühne gab es mal einen Scherz – ich glaube aber, dass ich der schlechteste Witzeerzähler unter der Sonne bin. Nein, wir wollen schön einfach Musik machen.“ 
„Aber ich bin natürlich vorsichtig mit 2021 – man weiß ja nicht, was passieren wird. Noch bin ich fit – ich mache Musik, die mir Spaß macht. Gestern Abend haben wir mal ein Gläschen Rotwein getrunken, aber alles in Maßen – sonst geht das nicht. Nach einem erreichten Erfolg war das nächste Projekt wie ein Berg, über den ich gehen musste – das ist natürlich nur mit Disziplin und Alkohol in engen Maßen möglich.  Ich musste also arbeiten und eben nicht im Alkohol versinken. Viele meiner lieben Kollegen, die teilweise ja leider nicht mehr unter uns sind, haben das leider nicht verstanden.“ 

„Ich fühle mich aber fit, sonst würde ich so eine Tournee auch nicht mehr machen. Das ist ja schon sehr anstrengend – das sind ja immerhin 20 Tage am Stück mit dem einen oder anderen Tag zwischendurch frei, aber selbst diese Freizeit ist begrenzt, weil sich ja u. a. damit genutzt wird, zum nächsten Veranstaltungsort hinzufahren. Das ist alles natürlich mit viel Arbeit verbunden.“ 

Yuri Revich: „Es stimmt schon, ich komme aus der Klassik. Ich spiele Mozart, ich spiele Bach, ich spiele Beethoven. Ich finde es von Heino eine tolle Idee, mit ihm gemeinsam eine klassische Tournee zu machen. Die Musik ist zeitlos, es spielt auch keine Rolle, wo und wann sie gespielt wird. Gerade jetzt, wo vielleicht viele die klassische Musik vergessen haben, finde ich gut, dass Heino auch seinen Fans diese Musik wieder näherbringen wird.“ 

„Ich denke, es ist für uns beide gut – auch für Yury, mit mir zusammenzuarbeiten. Er hat natürlich ein ganz anderes Publikum als ich – und er wiederum zieht andere Zuschauer an als ich. Und wenn mein Publikum kommt, ihn sieht und seine Musik schön fand, dann geht es vielleicht auch beim nächsten Mal zu ihm hin. Jung und Alt zusammenzuführen – das kann ja auch fruchten. Es kann ja gut sein, dass die durch mich auf ihn aufmerksam werden. Die haben ja sonst nie die Idee, sich ihn anzuhören. Mein Publikum geht sonst nicht in sein Konzert und umgekehrt geht sein Publikum nicht in meine Konzerte. Wenn es uns gelingt, das zusammenzuführen, dann haben wir einiges richtig gemacht. Wir haben dann die klassische Musik mit der volkstümlichen Musik verbunden. Ich bin ja auch Volkssänger.“

„Das war unser Anliegen, bei dem ich zum Helmut gesagt habe: Wenn wir das zusammen machen und uns gelingt das… – ich gehe davon aus, dass Sie uns unterstützen, dass wir die Hallen alle voll kriegen – dann haben wir etwas Gutes bewirkt und können mit neuen Ideen punkten. Sollten wir das erreichen, haben wir etwas, auf das wir stolz sein können. Es kann gut sein, dass andere die Idee dann kopieren. Aber es ist auch schwer, so etwas nachzumachen.“ 

„Ich habe ja auch früher schon mit vielen Violinisten zusammengearbeitet – ob das nun ein Helmut Zacharias war oder andere… – Helmut Zacharias hat ja auch Klassik gemacht, er hat aber auch Schlager gespielt. Auch er hat sich dazu entschlossen, Schallplatten zu produzieren und damit die Entscheidung getroffen, damit auch Umsätze zu machen. Da musste er sich bemühen, das Publikum mit seinem Repertoire zu begeistern. Helmut Zacharias war ein As, der hat sehr gut gespielt. Wir waren auch sehr gut befreundet. Deswegen freue ich mich, nun mit einem jungen Künstler zusammenzuarbeiten. Wenn wir unser Alter zusammenrechnen – das hilft mir natürlich, da haben wir wieder einen guten Schnitt auf der Bühne (schmunzelt)…“
Zur Trennung von seinem langjährigen Manager Jan Mewes meinte Heino u. a.: „Man muss auch bedenken, dass mein Name schon bekannt war, da war Jan Mewes noch gar nicht geboren. Es ist also nicht etwa so, dass er mich bekannt gemacht hätte, sondern ich habe ihn bekannt gemacht.“

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