ACHIM PETRY
„Eine Gemeinschaft, die bereit ist die älteren Menschen zu opfern, ist verloren!“

Auf seiner Facebook-Seite redet Achim Petry einmal mehr Klartext – grundehrlich und schnörkellos, so wie man es von seinem Vater Wolfgang Petry kannte …:

 

 

Ich zähle längst nicht mehr die Tage, seit wann das Kontaktverbot in Kraft getreten ist.

Ich schlafe auch die letzten Tage nicht mehr so gut, was angesichts der wirtschaftlichen Situation in meiner Branche, aber auch in anderen Branchen, keine große Verwunderung ist!

Längst müsste jedem klar sein, daß niemand sagen kann, wann wieder ein Ansatz von Normalität durch dieses und auch andere Länder weht.

Und selbst wenn dieser „Ansatz“ da ist, und Veranstaltungen oder ähnliches wieder möglich wären, so muss jedem klar sein, daß erst mal andere Dinge in den Fokus rücken, die finanziell wichtig sind. Ich meine damit, es wird weniger Geld für Kultur, U-Musik und Kunst vorhanden sein.


Dies wird alle Branchen treffen… Und vermutlich die, die Luxusgüter herstellen am meisten.


Aber das bringt mich eigentlich nicht um den Schlaf! (Und glaubt mir ich mache mir enorme Sorgen um die Zukunft, jedoch sagte ich schon immer, das ich auch kein Problem hätte einen anderen Job auszuführen, was ich auch schon öfter getan habe, da ich mich und meine Persönlichkeit nicht über die Musik definiere!)


WAS MICH JEDOCH WIRKLICH UM DEN SCHLAF BRINGT IST DIES:
 Ich höre und lese, seit einigen Tagen immer häufiger das „Gedankenspiel“, man solle doch auf die „Risikogruppen“ (alte Menschen, Vorerkrankte) weniger achten „zu Gunsten“ der wirtschaftlichen Situation!

Kennt ihr diese Filme, in denen die Jungfrau in den Vulkan geworfen wird, um den Gott, der darin lebt, zu besänftigen?

Was haben wir über diese Darstellung gelacht!!!


MIR IST DAS LACHEN VERGANGEN!!!


Seid ihr eigentlich noch ganz klar im Kopf???


Leider mehren sich diese unmenschlichen Gedanken in der „Gesellschaft“, die, wenn sie ernsthaft über so etwas nachdenkt, die Quarantäne, oder das Kontaktverbot aufzuheben, auf Kosten der Risikogruppen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, sich längst nicht mehr als Gesellschaft oder gar als „Gemeinschaft“ bezeichnen darf!


Ich beginne den Glauben an Menschheit zu verlieren…


Ich hätte einen Vorschlag:
 Wenn dieser Gedanke in dir aufkeimt, dann setze dich in dein Auto, stelle dich vor die Tür deiner Eltern, deiner Großeltern oder eines verwandten Vorerkrankten (natürlich mit dem nötigen Abstand), und sage ihnen offen und ehrlich, daß du bereit bist sie zu „opfern“, als wirtschaftlichen Stimulus!!!

DAS IST ES WAS MICH WIRKLICH UM DEN SCHLAF BRINGT UND ICH KANN GAR NICHT SO VIEL ESSEN WIE ICH KOTZEN KÖNNTE!!!

Diesen „Denkansatz“(der den Namen nicht verdient) habe ich das erste mal in amerikanischen, einschlägigen Medien wahrgenommen, und dachte mir: Niemals wird das hier Schule machen!

Wie falsch ich lag!

Immer öfter habe ich seitdem von diesem „Lösungsansatz“ auch in Postings in deutscher Sprache gelesen, sowie auch schon in anderen Medien davon Notiz genommen.


Ich weiß ich wiederhole mich:


ICH KÖNNTE KOTZEN!!!

Wenn wir soweit sind, diesen Weg zu gehen, und bereit sind die „Jungfrau in den Vulkan“ zu werfen um den Gott „Mammon“ zu besänftigen, können wir uns von und dem Begriff „Zivilgesellschaft“ komplett verabschieden!

Ich bin dazu nicht bereit!

In diesem Sinne


Bleibt gesund und menschlich


Und vor allem:


HALTET DURCH!

Euer schlafloser und müder Achim


Textquelle/Bildquelle:
Facebook-Seite von Achim Remling (= Achim Petry) - Mit freundlicher Genehmigung von "Achim Petry"

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