SUSAL – DIE PARTYHEXE
Ihre Debüt-CD (als Solistin) „Das alles bin i“ im smago! Test!

Und das alles ist sie …:

 

 

SUSAL – DIE PARTYHEXE ist als Solistin zwar noch recht „neu“ im Schlagergeschäft, ihr Name ist aber schon seit vielen Jahren eine Bank. Als Frontfrau der Isartaler Hexe und „Frau mit der Steirischen“ hat sie sich schon seit langer Zeit einen Namen mit der sehr erfolgreichen bayrischen Damenband gemacht, die sich 2018 aufgelöst hat, und dabei TV-Erfahrungen in Kult-Shows von KARL MOIK und ANDY BORG (jeweils „Musikantenstadl), aber auch z. B. „Immer wieder sonntags“ gemacht.

Nach der tränenreichen Auflösung der beliebten Band geht SUSAL mit voller Energie ihren Weg solistisch weiter und ist seitdem als SUSAL – DIE PARTYHEXE aktiv, geht also den Partyschlagerweg weiter.

Ihr Soloalbum mit dem vielsagenden Titel „Das bin i“ startet auch gleich mit einer Nummer, die noch vor Corona für unbeschwerte Partystimmung stand. Im „Lila Sommerkleid“ fühlt sich die blonde Schönheit wohl. Motto: „Jung, frisch, modern und lila“. Ein ungewöhnliches Thema für einen Partyschlager: SUSAL beschreibt, wie das Kleid aussieht, das ihr besonders gut gefällt – eben ein schönes Trachtenkleid. So etwas wünscht sich SUSAL von ihrem Traummann – nicht vergessen: „Mit einer Bluse am Busen“ – olala. Ihre „BaZi“ (Bayern/Zillertal)-Herkunft lässt sich vom Dialekt her nicht verleugnen. (SUSAL kommt aus Bayern und ist nun Wahl-Zillertalerin). Witzig ist im Soundkleid des Liedes der Einsatz einer eindringlichen Tuba.

Du bist Gabalier und Fendrich, ja du bist Volksmusik und Rock“ – ganz offensichtlich kann die Partyhexe durchaus auch nachdenklich und heimatverbunden sein – die Ballade „Du bist Austria“ ist eine schöne Liebeserklärung an ihre (neue) Heimat. Erneut finden sich im modernen Arrangement traditionelle Instrumente wie das Akkordeon. Eine Ballade, die einem ESC gut stehen würde – Austria 12 points, inklusive der dort oft obligatorischen Modulation in eine andere Tonart.

„Vollgas!“ ruft SUSAL ihren Fans in ihrem Mitsing-Song „A wenig bewgn“ entgegen – und geht dabei gleich aufs Ganze: „Ich möchte mit dir mehr als Tanzen“ – was damit gemeint ist? In SUSALs Sprache „A wenig bewegn“ – wow – ein Partysong, der „auf die Zwölf“ geht und die Frage „Was könnte da heut Nacht noch gehen“ bei DER Frauenpower als rhetorische Frage identifiziert.

Was für den Lateiner „Carpe Diem!“ besagt, ist für SUSAL „Es ist der Moment“ (, „wenn der Himmel unsere Namen nennt“). Das Glück einer Nacht – „kein vorher, kein danach“ – einfach zu genießen, ist die Botschaft dieses Songs. Nur echt mit Original rollendem „r“ a la LENA VALAITIS.

Eigentlich aus Bayern stammend, wohnt SUSAL momentan „nebenan“ in Österreich, ist aber ihrer südlichen Heimat sehr verbunden, wie wir ja bereits aus dem zweiten Titel wissen. Heimat ist für SUSAL da, wo sie noch die „Bergschuah“ schnürt, wo sie aufgewachsen ist – in ihrem Tal. Wenn sie das „Heimwehgefühl“ packt, gilt für SUSAL klar: „Heimat gewinnt“ – ein Titel mit volkstümlichen Einschlag, der vom Sound und Songinhalt etwas an ANDREAS GABALIER erinnert, aber in der Art gerne auch – dann aber bezogen auf rheinischen Frohsinn – im Kölner Karneval gesungen wird.

Weihnachtliches Glockengeläut und ein krähender Hahn a la „Der Eiermann“ (KLAUS & KLAUS) läuten „Lass ma die Kirch’ im Dorf“ ein – ein weiterer eher volkstümlicher Schlager, bei dem man am liebsten direkt im Marschrhythmus mitklatschen möchte – erst recht, wenn „hinten der Hund bellt“ (das Bellgeräusch im Hintergrund klingt frappierend echt – aber nicht aufregen: „Lass ma die Kirch’ im Dorf“.) Der fröhliche Klang und das traditionell gehaltene Arrangement passt zur Aussage des Songs, sich nicht wegen „Pippifax“ ärgern zu lassen, Nervensägen einfach zu ignorieren und eben „die Krich’ im Dorf zu lassen“.

Das nächste Lied ist schon wieder partylastiger und dauert nur 02:35 Minuten – die Aussage ist auch schnell erzählt: „Jede Nacht, jede Nacht wird Liebe g’macht“ – zu dieser Kernaussage, wieder mit viel Tuba im Bass, lässt sich wirklich nicht viel ergänzen… Das ist laut SUSAL das „Patentrezept“, denn „die Liebe lebt“, ansonsten ist alles (O-Ton) „scheißegal“. Ja, SUSAL kann’s auch „derb“. Der Song hört sich so an, als müsste man gleich rufen: „Anton! Anton!…“ – aber dann wird es ein eigenes Lied.

Als sich der Beginn ihrer Solokarriere abzeichnete, hat SUSAL unter ihrem bürgerlichen Namen einen Song namens „Neubeginn“ aufgenommen. Das Lied handelt davon, wie schwer es ist, eingefahrene Wege zu verlassen und mit vollem Elan durchzustarten – erst recht, wenn sich „die Stimme, die mir schon so viel versaut hat, die gesagt hat, dass ich spinne und mir nie was zugetraut hat“. Wie wir heute wissen, ist SUSAL der Neubeginn gelungen – ein autobiografischer Gänsehaut-Song.

Danach wird es wieder partytauglich – mit Sprechstimme wendet sich SUSAL direkt an ihre Fans. Der Titel „Schee is’, wo der Schnee is“ muntert nicht zum Konsum gefährlicher Drogen auf, sondern ist offensichtlich als Apres-Ski-Nummer angesagt. Und SUSAL wird auch wieder expliziter: „Geil is’, da wo es steil ist“. Die Problematiken der Ski-Parties werden auch recht beeindruckend geschildert: „Die Bindung los, der Ski ist weg – des gibt am Arsch nen blauen Fleck“. Die Partyhexe SUSAL ist ganz offensichtlich ein Freund deutlicher Worte – klasse!

Mit Track 10 darf endlich geschunkelt werden – das finden wir „Schön, schön, schön“. Auch diese Facette hat PARTYHEXE SUSAL drauf. Dass der schönste Platz an der Theke ist, demzufolge gilt laut SUSAL natürlich: „Schön – schön – schön- so an der Theke hier zu steh’n“. Und wenn dann noch ein „lila Sommerkleid“ eine Rolle spielt, ist es womöglich „doppelt schön“.

Heute zieht die Sünde a Dirndl an“ ist ein Lied, das schon vor etwa sieben Jahren in Zusammenarbeit mit dem Erfolgsproduzenten und „Schlagerpiloten“ STEFAN PETERS entstand. Das Video bei YouTube hat einen passenden Hinweis: „SUSAL ist selbst eine Sünde“. Angesichts einer Zeile wie „…und wenn sie mit den Hintern wackeln, gehen die Burschen in die Knie“ ist dieses Statement wohl zutreffend. „Männer, heute seid ihr fällig!“, droht uns die sexy Schönheit – nicht wenige Herren werden das wohl nicht als Drohung empfinden… Ein Song ganz in voXXclub-„Rock-mi“-Sound.

Den Spruch „Hoch die Hände – Wochenende“ kennt wohl jeder. Der Textdichter MARK BENDER hat das einfach umgedreht und einfach „etwas Eigenes“ daraus gemacht: „Wochenende – hoch die Hände!“. Der fröhliche Song über das Partyleben am Wochenende muss wohl momentan etwas zurückgestellt werden, aber eines Tages wird es sicher wieder heißen: „Wochenende, hoch die Hände, Arme in die Luft!“. Natürlich nur, wenn man brav „von Montag bis Freitag die Arbeit gemacht“ hat.

Mit „Das war’s Wert“, einer Zwischenbilanz auf PARTYHEXE SUSALs aka SUSANNE FRANZ’ Leben, endet ihr abwechslungsreiches Album. Susal hat „alle sieben Brücken überquert – und das war’s Wert“.

Das war’s auch wert, sich das Album anzuhören. SUSAL DIE PARTYHEXE beweist mit „Das alles bin i“, dass sie viel mehr ist als eine Apres-Ski- oder Ballermann-Sängerin. Die Vielseitigkeit, einerseits heimatbezogene oder selbstreflektierende Themen aufzugreifen, andrerseits auch volkstümlich oder sogar derb aufzutreten, ist beeindruckend und authentisch. Ihre CD hat ein sehr liebevoll gestaltetes Booklet, das auch optisch SUSALs Vielseitigkeit unterstreicht. Gerne würden wir SUSAL auch solo einmal in einer kleinen oder großen TV-Show erleben..

 

 


Textquelle/Bildquelle:
smago!

2 Gedanken zu „SUSAL – DIE PARTYHEXE
Ihre Debüt-CD (als Solistin) „Das alles bin i“ im smago! Test!

  • 22. Mai 2020 um 22:27
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    Tolles Album. Läuft bei mir rauf und runter. Susal verdient den Namen Partyhexe zurecht! Stimmung 100% garantiert

    Antwort
  • 23. Mai 2020 um 14:40
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    Hallo. Ich habe das Album „Das alles bin i“ von „Susal die Partyhexe“ auch schon. Und ich muß sagen, es ist einfach spitze !!! Jeder einzelne Titel hat etwas Besonderes und sagt viel über die sehr symphatische Sängerin aus. Auch live habe ich sie schon öfter erleben dürfen und sie macht einfach von Anfang an super Stimmung und reißt jedes Publikum schnell in ihren Bann. Daher empfehle ich jedem, besorgt euch das Album und schaut sie euch auch mal live an, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Es ist auf jeden Fall jeden Cent wert, egal ob CD oder Liveshow. Danke und Gruß an alle. Jürgen aus Großaitingen im schönen Bayern

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