HEINO

Was am 17.01.2026 in der Turbinenhalle 2 in Oberhausen geschah, war weit mehr als ein Konzert – es war eine kollektive Ekstase, ein generationsübergreifendes Beben, ein musikalischer Urknall mit blondem Scheitel. HEINO hat nicht einfach gespielt. HEINO hat regiert.

Schon beim Betreten der Halle lag Elektrizität in der Luft. Doch niemand hätte ahnen können, welches Inferno der Begeisterung sich entfesseln würde, als der Großmeister selbst die Bühne betrat. Die Turbinenhalle 2 verwandelte sich augenblicklich in einen brodelnden Hexenkessel – und das vorwiegend junge Publikum war von der ersten Sekunde an völlig außer Rand und Band. Arme flogen in die Höhe, Kehlen sangen sich heiser, Smartphones wurden vergessen – hier zählte nur der Moment, hier zählte nur Heino.

Mit einer Präsenz, die mühelos Stadionformat hat, führte er durch sein Set, als hätte er nie etwas anderes getan. Stimme wie Granit, Charisma wie ein Orkan. Maßgeblich getragen wurde diese Wucht auch von seinen beiden Chorsängerinnen Angie und Gaby, die mit Präzision, Spielfreude und sichtbarer Bühnenlust nicht nur vokales Fundament lieferten, sondern dem Auftritt zusätzliche Dynamik und Wärme verliehen. Ihre Stimmen verbanden sich mit Heinos Gesang zu einem kraftvollen Gesamtklang, der viele der Songs erst in dieser Form zur Entfaltung brachte.

Jeder Song wurde frenetisch gefeiert, jede Zeile kollektiv mitgeschmettert. Es war schlicht überwältigend zu sehen, wie eine neue Generation diese Ikone nicht nur akzeptiert, sondern leidenschaftlich verehrt. Zwischen Moshpit und Mitsingchor verschmolzen Ironie, Ehrfurcht und echte Liebe zu einem einzigartigen Konzertgefühl. Immer wieder suchte Heino dabei den direkten Kontakt zum Publikum – oft flankiert von seinem Manager Helmut Werner, der als kongenialer Sidekick mit trockenem Humor, kurzen Kommentaren und sichtbarer Spielfreude Teil des Geschehens war und dem Abend eine zusätzliche, beinahe familiäre Ebene verlieh.

Das musikalische Fundament dieses Ausnahmeabends war eine Setlist, die keine Gefangenen machte und sämtliche Schaffensphasen Heinos zu einem monumentalen Gesamtkunstwerk bündelte. Eröffnet wurde der Abend mit dem kollektiven Schlachtruf „Who The Fuck Is Heino …?“ – vorgetragen von Heinos Chor-Sängerinnen Angie und Gaby –, bevor mit „Karamba, Karacho, ein Whisky“ sofort klar war, in welche Richtung diese Nacht gehen würde. Klassiker wie „Die schwarze Barbara“„Komm in meinen Wigwam (Regenbogen-Johnny)“„Tampico“ und „Ja ja, die Katja“ zündeten ebenso wie das ekstatisch gefeierte „Monikana Shalali“.

Ein besonderer Moment war das epische „Fahrtenlieder-Medley“ mit „Ein Heller und ein Batzen“„Schön blüh’n die Heckenrosen“„Lustig ist das Zigeunerleben“„Waldeslust“„… und scheint der Mond so hell“„Im Wald, zum grünen Walde“„Lore, Lore, Lore“„Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Muss i denn … zum Städtele hinaus“.

Mit „Fiesta Mexicana“„Rosamunde“ und „Carneval in Rio“ steigerte sich die Stimmung weiter, bevor mit dem „Steigerlied“ ein Moment kollektiver Gänsehaut folgte. Spätestens bei „Eviva España“ gab es kein Halten mehr. Auch neuere Titel wie „Ein Gläschen am Morgen (Ein kleines Gläschen)“„Layla“„Junge“ und „Ein Kompliment“ wurden frenetisch aufgenommen und bewiesen die enorme Spannweite dieses Sets – musikalisch wie emotional.

Mit „Skandal um Heino“ (= „Skandal im Sperrbezirk“) zeigte Heino einmal mehr seine selbstironische Größe, bevor mit „Schutzengel“„La Paloma“ und „Teure Heimat“ emotionale Tiefe Einzug hielt. Mit „Sierra madre“ endete der offizielle Programmteil. Doch natürlich ließ sich der Volkssänger nicht lange bitten, um die Stimmung mit „Blau blüht der Enzian“„Schwarzbraun ist die Haselnuss“ und „Holla die Waldfee“ auf den absoluten Siedepunkt zu bringen. Und spätestens jetzt gab es kein Publikum mehr – nur noch eine einzige, tobende Masse.

Der würdige Abschluss mit der „Deutschen Nationalhymne“ setzte einen feierlichen Schlusspunkt unter einen Abend, der sich unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis einbrennen wird.

Am Ende blieb kein Zweifel: Dieses Konzert war legendär. Kein nostalgischer Rückblick, sondern ein triumphaler Beweis dafür, dass wahre Ikonen zeitlos sind – getragen von einem eingespielten Team, das diesen Status mit Leben füllt.

Wer am 17.01.2026 nicht in Oberhausen dabei war, hat nicht einfach ein Konzert verpasst, sondern ein historisches Ereignis.

Heino lebt.
Heino verbindet.
Heino eskaliert.

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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