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ZDF passt Finanzplanung an!

Intendant Bellut: „Wir versuchen alles, um 2021 ohne Auswirkungen auf das Programm zu überbrücken, ab 2022 würde sich das ändern.“!

 

 

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut hat den Verwaltungsrat darüber informiert, wie der Sender mit den Mindererträgen beim Rundfunkbeitrag bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts umgehen will. Wegen der ausgebliebenen Anhebung um 86 Cent zum 1. Januar 2021 sind vorläufig geringere Erträge in Höhe von rund 150 Millionen Euro im laufenden Jahr die Folge. Durch den Einsatz von Rücklagen, Einsparungen und der Verschiebung von Investitionen soll das Programm zunächst weitgehend verschont bleiben.

Dr. Thomas Bellut: „Gerade in der Corona-Krise halte ich es für meine Pflicht, die mittelständisch geprägte deutsche Produzentenlandschaft und die Kreativen weiterhin zu unterstützen und das Programm jedenfalls solange wie möglich nicht einzuschränken. Klar ist aber auch, dass ein längeres Ausbleiben der Beitragserhöhung schwerwiegende Folgen hätte.“

Solange offen ist, wann die Beitragsanpassung erfolgen kann, muss sich das ZDF auch mit den Folgen ab dem Jahr 2022 beschäftigen. Sollte die Beitragserhöhung weiter ausbleiben, würden auch in den drei Jahren bis 2024 jeweils 150 Millionen Euro fehlen. Rund 75 Prozent davon könnten nur durch Reduzierungen im Programm realisiert werden. Dies beträfe überwiegend die fiktionale Auftragsproduktion mit erheblichen Auswirkungen auf die Lage der Produktionswirtschaft und der Kreativschaffenden. Auch bei den Partnerkanälen und der ZDFmediathek wären spürbare Einschnitte die Folge. Dies hätte Auswirkungen auf die Qualität des Programms und die Wettbewerbsfähigkeit des ZDF.

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