STEFAN MROSS
Offener Brief von smago! an Clemens Bratzler zur Absetzung von „Immer wieder sonntags“!

Was smago!-Chefredakteur Andy Tichler dem SWR-Programmdirektor für Information, Sport, Fiktion, Service und Unterhaltung zu sagen hat …:

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bratzler,

 

zunächst eine kleine Entschuldigung: Ich habe Ihren Namen im Laufe der vergangenen Wochen gedanklich gelegentlich zu „Bruzzzler“ verunstaltet.

Das ist zugegebenermaßen nicht besonders höflich. Andererseits können Sie nichts dafür, dass Ihr Nachname gewisse Assoziationen mit einer missglückten Grillparty (oder gar mit einer „aufgeplatzten Bratwurst“) weckt.

Und überhaupt: Dieser Brief soll ja nicht persönlich werden. (Und auch nicht polemisch.)

Wobei ich gleich zugeben muss, dass mir das nicht ganz leichtfällt. Denn: Zu eng war (und ist) auch www.smago.de mit Stefan Mross, der Sendung „Immer wieder sonntags“, der Produktionsfirma Kimmig Entertainment und dem Europa-Park Rust emotional verzahnt …

Denn ich habe Sie tatsächlich schon früher nicht sonderlich gern im Fernsehen gesehen. Bereits bei Ihren Auftritten – sei es als „Lotse“ oder im Rateteam der beliebten Ratesendung „Ich trage einen großen Namen“ – lösten Sie bei mir persönlich eine gewisse Antipathie aus. Woran das genau lag, vermag ich heute gar nicht mehr zu sagen – vermutlich war es schlicht eine Frage der persönlichen Wahrnehmung.

Auch als Nachrichtensprecher wirkten Sie auf mich häufig eher unterkühlt und – unsympathisch.

Aber das ist natürlich eine höchst subjektive Zuschauerwahrnehmung und soll ausdrücklich nicht Gegenstand dieses Briefes sein.

Denn heute geht es um etwas anderes:

Um „Immer wieder sonntags“.

Und um die Frage, warum ein über Jahrzehnte erfolgreiches Format plötzlich keine Zukunft mehr haben soll.

Eine schmerzhafte Entscheidung – wirklich alternativlos?

 

Sie haben die Einstellung von „Immer wieder sonntags“ als „schmerzhafte Entscheidung“ bezeichnet, die angesichts des großen Erfolgs sorgfältig abgewogen worden sei.

Gleichzeitig wurde erklärt: „Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl.“

Das ist ein bemerkenswerter Satz. Denn natürlich verstehe ich, dass auch ein öffentlich-rechtlicher Sender sparen muss. Natürlich kann nicht jede Sendung ewig produziert werden. Natürlich verändert sich die Medienlandschaft. Und selbstverständlich darf und soll ein Sender neue Wege gehen.

Nur: Wenn eine Entscheidung tatsächlich „keine andere Wahl“ lässt, dann würde ich als Gebührenzahler und Zuschauer schon ganz gerne wissen, wie zwingend diese Wahl eigentlich war.

Denn laut seriösen Medienberichten hat der Südwestrundfunk das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von rund 41 Millionen Euro abgeschlossen. Das ergibt sich aus dem Ende Juni veröffentlichten Jahresabschluss 2025; die Gesamterträge lagen bei 1,353 Milliarden Euro, die Aufwendungen bei 1,312 Milliarden Euro.

Nun weiß auch ich, dass 41 Millionen Euro Jahresüberschuss nicht automatisch 41 Millionen Euro frei verfügbare Portokasse sind.

Aber sie werfen doch zumindest eine Frage auf:

War wirklich ausgerechnet für „Immer wieder sonntags“ kein Geld mehr da?

Oder hätte man mit einem Teil dieses Überschusses nicht wenigstens eine weitere Staffel finanzieren können?

Zwölf Sendungen.

Zwölf Sonntage.

„Immer wieder sonntags“ 2027.

Man könnte es ja einmal ausprobieren.

Ich werde jedenfalls nicht behaupten, dass 41 Millionen Euro Überschuss automatisch zwölf weitere Sendungen finanzieren. Dafür kenne ich die tatsächlichen Produktionskosten und die internen Budgetbindungen nicht.

Aber genau deshalb würde ich gerne verstehen, warum es offenbar keine andere Wahl gegeben haben soll.

Denn spätestens jetzt wird diese Begründung erklärungsbedürftig.

Und dann sprechen da noch die Quoten …

Während dieser offene Brief gedanklich schon fast fertig war, passierte gleich mehrfach etwas, das man sich als Autor eines solchen Textes eigentlich kaum besser hätte wünschen können.

Beginnen wir mit dem 12. Juli 2026.

An diesem Sonntag stellte Stefan Mross mit der siebten Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ einen bemerkenswerten historischen Rekord auf: In der für Fernsehsender so wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte die Sendung 13,5 Prozent Marktanteil.

Laut dem von SMAGO! zitierten Mediendienst DWDL.de war dies der höchste im dortigen Quotenarchiv auffindbare Wert für „Immer wieder sonntags“ in dieser Altersgruppe.

Und jetzt wird es besonders interessant:

„Immer wieder sonntags“ lag mit 153.000 Zuschauern in der jungen Zielgruppe sogar knapp vor dem „ZDF-Fernsehgarten“, der auf 151.000 Zuschauer und 13,4 Prozent kam.

Mit anderen Worten:

Ausgerechnet das Format, das angeblich nicht mehr in eine sich verändernde Medienwelt passt, erreicht bei den 14- bis 49-Jährigen einen historischen Spitzenwert.

Das ist doch bemerkenswert.

Denn eines der häufig bemühten Argumente für eine strategische Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens lautet schließlich, man müsse jene Menschen erreichen, die man mit dem klassischen linearen Fernsehen nicht mehr erreicht.

Nun kommt da eine Sendung daher, die man gerade abschaffen möchte – und erreicht bei den 14- bis 49-Jährigen 13,5 Prozent Marktanteil.

Vielleicht sollte man solche Signale nicht völlig ignorieren.

Und dann kam der 9. August 2026.

Die zehnte Ausgabe der letzten „Immer wieder sonntags“-Saison erzielte erneut einen Staffel-Bestwert: 1,283 Millionen Zuschauer und 19,5 Prozent Marktanteil.

Das ist kein Quotendesaster.

Das ist kein Nischenpublikum.

Und das ist schon gar kein Beleg dafür, dass niemand mehr „Immer wieder sonntags“ sehen möchte.

Im Gegenteil.

19,5 Prozent Marktanteil in der letzten Staffel.

Fast jeder fünfte Zuschauer, der zu diesem Zeitpunkt fernsah, entschied sich für Stefan Mross und „Immer wieder sonntags“.

Wie Stephan Imming von Schlagerprofis.de recherchiert hat, wurde bei „Immer wieder sonntags“ zuletzt am 17. Juli 2016 ebenfalls ein Marktanteil von 19,5 Prozent ausgewiesen. Imming weist ausdrücklich darauf hin, dass seine Recherche einen Irrtum nicht ausschließt; seine eigene Datenbank reicht bis 2021 zurück. Seit dem 17. Juli 2016 habe er diesen Wert nicht mehr gefunden. Deshalb bezeichnet er die 19,5 Prozent vom 9. August 2026 als mutmaßlich besten Marktanteil seit zehn Jahren, mindestens aber als besten Wert seit fünf Jahren.

Und lassen wir uns das einmal auf der Zunge zergehen:

Zehn Jahre.

Eine Sendung, die nach Ansicht ihrer Verantwortlichen offenbar keine Zukunft mehr hat, erzielt in ihrer letzten Staffel einen Marktanteil, wie ihn „Immer wieder sonntags“ mutmaßlich seit 2016 nicht mehr erreicht hatte.

Und das ist nicht etwa irgendein nostalgischer Rückblick auf vergangene Glanzzeiten.

Das ist jetzt.

Im Sommer 2026.

In der letzten Staffel.

Und wenige Wochen zuvor hatte dieselbe Sendung zusätzlich bei den 14- bis 49-Jährigen mit 13,5 Prozent einen historischen Rekordwert erzielt.

Da darf man dann schon einmal ratlos werden.

Was muss eine Sendung eigentlich noch leisten, damit man ihr eine Zukunft zugesteht?

Mehr als eine Million Zuschauer?

Hat sie.

Fast 20 Prozent Marktanteil?

Hat sie.

Einen Staffel-Bestwert?

Hat sie.

Den mutmaßlich höchsten Marktanteil seit zehn Jahren?

Hat sie ebenfalls.

Einen historischen Rekord in der jungen Zielgruppe?

Hat sie auch.

Und trotzdem soll Schluss sein?

Das ist nicht mehr nur erklärungsbedürftig.

Das ist eine Frage, die der SWR seinem Publikum beantworten sollte.

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe

Besonders irritierend finde ich allerdings auch den Zeitpunkt der Entscheidung.

Mit der diplomatischen Feinfühligkeit eines Presslufthammers wurde das Ende von „Immer wieder sonntags“ wenige Tage vor dem Start der Tournee „Die Sternstunde des Schlagers – Immer wieder sonntags auf Tour“ bekannt.

Das hätte man zweifellos auch anders lösen können.

Man hätte die Entscheidung später bekanntgeben können.

Man hätte sie früher ankündigen können.

Man hätte die Betroffenen und das Publikum zumindest etwas behutsamer darauf vorbereiten können.

Stattdessen entstand bei vielen Fans der Eindruck: Hier wird eine langjährige Sendung beendet – und zwar genau in einem Moment, in dem die mit ihr verbundene Tournee gerade erst auf die Reise geht.

Dass Stefan Mross die Tournee dennoch professionell durchgezogen hat, verdient aus meiner Sicht Respekt.

Denn ganz gleich, wie man zu ihm oder zur Sendung steht: Hinter einem solchen Format stehen Menschen, Arbeitsplätze, Musiker, Techniker, Produktionsfirmen, Veranstalter und natürlich ein Publikum.

Und dieses Publikum hat über Jahrzehnte bewiesen, dass es „Immer wieder sonntags“ sehen möchte.

Eine Déjà-vu-Erfahrung: „Ich trage einen großen Namen“

Und dann wäre da noch eine gewisse Déjà-vu-Erfahrung.

Sie waren es schließlich auch, der seinerzeit – nach immerhin 46 Jahren und 747 Ausgaben – das Aus der beliebten Ratesendung „Ich trage einen großen Namen“ verkündete.

Damals hieß es: „Die Entscheidung, ‚Ich trage einen großen Namen‘ nicht mehr als Ratespiel fortzuführen, ist uns wahrlich nicht leichtgefallen. Denn wir wollen verstärkt in digitale Formate vor allem in der ARD-Mediathek investieren für diejenigen, die wir im linearen Fernsehen nicht mehr erreichen.“

Nun muss man dem damaligen Argument zugutehalten: Die Medienwelt hat sich verändert. Natürlich darf und muss sich ein öffentlich-rechtlicher Sender weiterentwickeln.

Aber nach inzwischen einigen Jahren ist es doch erlaubt, einmal neugierig zurückzublicken:

Was ist eigentlich aus dieser digitalen Zukunft geworden?

Ich frage das nicht als Medienwissenschaftler.

Und auch nicht als jemand, der die Entwicklung der ARD-Mediathek täglich in Excel-Tabellen dokumentiert.

Ich frage es als Zuschauer.

Denn wenn ein bewährtes Format nach fast einem halben Jahrhundert verschwindet, um Platz für die digitale Zukunft zu schaffen, und Jahre später wiederum ein erfolgreiches Traditionsformat mit dem Hinweis auf „strategische“ und „digitale“ Neuausrichtung beendet wird, entsteht beim Zuschauer irgendwann ein gewisser Wiedererkennungseffekt.

Man könnte auch sagen:

Das Déjà-vu hat inzwischen eine eigene Sendezeit.

Ich möchte dabei ausdrücklich nicht behaupten, dass die damalige Entscheidung falsch war.

Aber ich finde es bemerkenswert, dass Zuschauer immer wieder eine ähnliche Begründungsfamilie zu hören bekommen:

Bewährtes verschwindet.

Das Medienverhalten verändert sich.

Die Mittel werden anders eingesetzt.

Und die Zukunft liegt – natürlich – im Digitalen.

Das alles kann richtig sein.

Aber irgendwann möchte man als Zuschauer vielleicht doch einmal erfahren, welche erfolgreichen neuen Angebote tatsächlich an die Stelle der alten getreten sind.

Denn „digital“ ist zunächst einmal kein Qualitätsmerkmal.

Digital kann großartig sein.

Digital kann aber auch ziemlich langweilig sein.

Das Internet hat für beides genügend Beispiele.

Und was ist eigentlich mit dem Schlager?

Damit komme ich zu dem Punkt, der mich persönlich besonders beschäftigt.

„Immer wieder sonntags“ war über Jahrzehnte eine der großen öffentlich-rechtlichen Bühnen für Schlager, volkstümliche Musik und Popschlager.

Für Künstlerinnen und Künstler war diese Bühne wichtig. Für Nachwuchstalente ebenso. Und für ein Publikum, das sich mit dieser Musik identifiziert, sowieso.

Man muss nur einmal nach Rust schauen, um zu verstehen, dass die Sendung weit mehr war als eine Fernsehproduktion. Tausende Menschen kamen zu den Veranstaltungen. Hotels, Gastronomie und Tourismus profitierten. Künstler, Musiker, Techniker, Veranstalter und Produktionsfirmen waren beteiligt.

„Immer wieder sonntags“ war damit nicht nur Fernsehen.

Es war auch ein Stück Kultur und ein Wirtschaftsfaktor.

Natürlich darf man darüber diskutieren, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Schlager in dieser Form noch braucht.

Aber wenn immer mehr etablierte Unterhaltungssendungen verschwinden, darf man irgendwann auch einmal eine unangenehme Frage stellen:

Was passiert eigentlich mit dem Schlager im öffentlich-rechtlichen Fernsehen?

Soll er ins Internet umziehen? Zu YouTube? Zu TikTok? Auf irgendwelche Streamingplattformen?

Oder soll er dort einfach so lange stattfinden, bis sich niemand in den Programmetagen mehr daran erinnert, dass es ihn überhaupt noch gibt?

Vielleicht bin ich hoffnungslos altmodisch.

Aber ich halte es durchaus für legitim, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender auch diejenigen Menschen unterhält, die nicht den ganzen Tag auf einem Smartphone herumwischen.

„Alles hat seine Zeit“

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl hat zur Einstellung von „Immer wieder sonntags“ erklärt:

„Alles hat seine Zeit.“

Natürlich.

Das stimmt.

Aber zwischen „Alles hat seine Zeit“ und „Wir entscheiden uns bewusst gegen ein erfolgreiches Format“ besteht ein kleiner Unterschied.

Das eine klingt nach Schicksal.

Das andere ist eine Managemententscheidung.

Und Managemententscheidungen darf man hinterfragen. Gerade beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat nicht nur die Aufgabe, sich selbst möglichst modern zu finden.

Er hat auch die Aufgabe, sein Publikum ernst zu nehmen.

Und dieses Publikum besteht nicht ausschließlich aus jungen Menschen, die ihre Unterhaltung auf dem Smartphone konsumieren.

Es besteht auch aus Menschen, die sonntags gerne den Fernseher einschalten.

Menschen, die Schlager mögen.

Menschen, die Stefan Mross mögen.

Und ja:

Auch diese Menschen zahlen Rundfunkbeitrag.

Eine kleine Bitte

Deshalb hätte ich an Sie, sehr geehrter Herr Bratzler, eigentlich nur eine ganz einfache Bitte:

Erklären Sie den Zuschauerinnen und Zuschauern doch bitte noch einmal nachvollziehbar, warum „Immer wieder sonntags“ tatsächlich keine Zukunft mehr haben soll.

Nicht in Programmdirektoren-Deutsch.

Nicht in Formulierungen wie „strategische Neuausrichtung“, „veränderte Mediennutzungsgewohnheiten“ oder „digitale Unterhaltungsangebote“.

Sondern einfach:

Warum musste diese Sendung weg?

War es wirklich ausschließlich das Geld?

War es die strategische Neuausrichtung?

War es der Wunsch nach einem jüngeren Publikum?

Oder passt eine große, erfolgreiche Schlagersendung schlicht nicht mehr in das Fernsehbild, das man sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk inzwischen vorstellt?

Wenn Letzteres der Grund sein sollte, wäre es vielleicht sogar ehrlicher, das einfach zu sagen.

Dann wüsste wenigstens jeder, woran er ist.

Zwölf Sonntage wären doch ein Anfang

Und deshalb erlaube ich mir zum Schluss einen vielleicht naiven Vorschlag:

Geben Sie „Immer wieder sonntags“ noch eine Chance.

Nicht für weitere 30 Jahre.

Nicht für die Ewigkeit.

Und schon gar nicht mit einem Blankoscheck.

Sondern für zwölf Sonntage im Jahr 2027.

Danach kann man wieder rechnen, analysieren, evaluieren, digitalisieren und strategisch neu ausrichten, bis die Excel-Tabelle glüht.

Aber vielleicht sollte man einem Format, das seit Jahrzehnten funktioniert, dessen Publikum vorhanden ist und das nun sogar in seiner letzten Staffel einen Marktanteils-Staffelrekord von 19,5 Prozent aufstellt, zumindest noch einmal die Chance geben, zu beweisen, dass es nicht zum alten Eisen gehört.

Denn spätestens seit dem 9. August 2026 ist die Frage doch noch einmal eine andere:

Wenn eine Sendung in ihrer letzten Staffel ihren mutmaßlich höchsten Marktanteil seit zehn Jahren erzielt, wenn 1,283 Millionen Menschen zuschauen und wenn dieselbe Sendung wenige Wochen zuvor ausgerechnet bei den 14- bis 49-Jährigen einen historischen Rekordwert erreicht – dann darf man doch zumindest einmal innehalten.

Und sich fragen:

Warum soll ausgerechnet jetzt Schluss sein?

Vielleicht wäre es an der Zeit, eine einmal getroffene Entscheidung noch einmal zu hinterfragen.

Nicht aus Sentimentalität.

Sondern aus Vernunft.

Denn vielleicht liegt genau darin die Antwort auf die entscheidende Frage:

Ist „Immer wieder sonntags“ wirklich zu teuer – oder ist es dem SWR schlicht nicht mehr wichtig genug?

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Beziehungsweise: dass Sie vielleicht doch noch zur Vernunft kommen. (DANN wären Sie mir zum ersten Mal sogar richtig sympathisch … )

Denn eines wäre wirklich schade:

Wenn man irgendwann feststellen müsste, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk zwar immer neue digitale Strategien entwickelt hat, dabei aber einen Teil seines Publikums vergessen hat.

Und irgendwo sitzt dann vielleicht der kleine „Bruzzzler“, schaut auf die leere Sonntagvormittagsbühne und fragt sich:

Wer grillt hier eigentlich wen?

Und vielleicht wird eines baldigen Tages jemand die Programmverantwortung übernehmen, der dem Publikum wieder etwas näher steht.

Mit freundlichen – und durchaus nachdenklichen – Grüßen


Andy Tichler

smago!-Chefredakteur

 

 

 

Und: Lieber Stefan,

auch smago! steht wie eine EINS hinter Dir … (Und das mehr denn je …)

Der Dir in diesem Jahr verliehene smago! Award in der Kategorie „Bester TV-Moderator“ spricht Bände. Denn bereits auf diesem war und ist graviert: Es gibt eine Zukunft … auch nach „Immer wieder sonntags“.

Danke für Dein Vertrauen über all die Jahre. Und im Namen unzähliger Fans: Danke für Deinen überragend geilen Job.

Dein

Andy

 

 

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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