JENNIFER RUSH
„Ich habe vom Sandmännchen Deutsch gelernt!“
Zudem ist die „Die Power Of Love“ Originalsängerin ein Spargelfan und – ins Immobiliengeschäft eingetreten, wie sie in der MDR-Talkshow „Riverboat“ berichtete …:
Kim Fisher: Du bist in Amerika geboren und bist sehr früh nach Deutschland gekommen …
Mein Vater hatte ein Engagement in Deutschland, als Opernsänger und wir kamen so nach Deutschland.
Nach Flensburg. Das war ein Schock für mich. Von New York City dorthin ohne Deutschkenntnisse.
Wir sind nicht deutschstämmig – ich will das endlich mal richtigstellen. Mein Vater und meine erste Stiefmutter, ich glaube, jetzt hat Nr. 5 oder 6 (lacht) – wir sind damals nach Deutschland gezogen. Ich habe Deutschland lieben gelernt und Deutsch vom Fernseher gelernt. There was the Sandmännchen – i love the Sandmännchen. So habe ich Deutsch gelernt. Vom Sandmännchen!
Jennifer Rush ist ein Spargelfan …
Kim Fisher: Was machst Du als erstes, wenn Du in Deutschland ankommst?
Das ist ganz unterschiedlich. Etwas essen vielleicht? Die Spargelzeit jetzt ist wirklich ein Knüller für mich.
„Eigentlich bin ich ein scheuer Mensch. Mit ‚The Power Of Love‘ hatte ich auf einmal einen Welthit, ob ich wollte oder nicht.“
Als Kind musste ich Geige und Klavier lernen und es war ein Zwang für mich. Ich mochte das nicht – aber ich mochte das Orchester. Wenn wir zusammengespielt haben, das war schön. Mein Name ist eigentlich Heidi Stern. Das habe ich niemanden verraten, vor allem nicht, dass ich heimlich Lieder geschrieben und gesungen habe. Ich bin eigentlich sehr schüchtern und als ich damals „Power of love“ gesungen habe, mit 50 Millionen verkauften Tonträgern, hatte ich auf einmal einen Welthit. Ob ich wollte oder nicht. Die Frau von der Plattenfirma sagte dann: Du darfst kein Taxi mehr alleine nehmen, du bist Nr. 1 in England. Ich konnte mir ab da nicht mehr meine Freiheit nehmen wie bisher. Es hat Jahre gedauert, bis ich auf die Bühne gegangen bin und nicht mehr gezittert habe. Dennoch – obwohl ich eigentlich sehr scheu bin, bin ich gern von Menschen umgeben.
Jennifer Rush ist ins Immobiliengeschäft eingetreten …
Kim Fisher: Warum hast Du irgendwann gesagt: Jetzt ist erst einmal Schluß?
Es war so 2015, da war ich dann viel in Südafrika und dann kam Covid und da bin ich ins Baugeschäft eingestiegen und habe Wohnungen gebaut. Damit bin ich jetzt fertig. Früher war ich Sekretärin in einem Architektur-Büro, die tagsüber dort gearbeitet hat und dann abends zur Fernsehsendung gerannt ist (lacht). Einmal hat mich dort jemand gesehen aus meinem Beruf und rief: Das ist doch die Heidi! Ich wäre am liebsten im Boden versunken.
Textquelle: Plan A PR, Antje Pohle (Textvorlage)

