ELLA ENDLICH, MARIE-LUISE MARJAN, WOLFGANG TREPPER u.a.
Heute (20.07.2018) in der Talk-Show „Bettina und Bommes“ zu Gast!

„Leben in Bewegung“ // NDR fernsehen + hr fernsehen, 22:00 Uhr – 00:00 Uhr! Bettina Tietjen und Alexander Bommes begrüßen im Studio auf dem Messegelände in Hannover …:

Wolfgang Trepper, Kabarettist

Dieser Mann ist ein Freund des offenen und manchmal ganz schön lauten Wortes. Seit 15 Jahren steht er auf der Bühne und macht dort eigentlich nichts anderes, als sich tierisch aufzuregen. Über alles und jeden: Den Wetterbericht im Fernsehen, Tiersendungen, Kochshows, Politiker oder über das Einkaufsverhalten von Frauen. Sein allerliebstes Hassobjekt ist jedoch der deutsche Schlager. Je sinnentleerter die Texte, desto höher steigt Treppers Blutdruck. Nur eine ist vor seinen Schimpftiraden sicher: Mary Roos. Ihr gemeinsames Programm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ geht nach 179 Shows am 9. November das letzte Mal in seiner Heimatstadt Duisburg über die Bühne. Wolfgang Trepper dürfte wohl zu den fleißigsten Kabarettisten des Landes gehören: knapp 250 Shows spielt er im Jahr. Dazu zahlreiche TV-Auftritte. Und jetzt endlich der „Olymp“: Seine erste eigene Fernsehsendung! Am 4. August läuft „Trepper und Feinde“ im NDR Fernsehen. Eine Kabarett-, Comedy- und Improvisationsshow mit jeweils zwei Gästen aus der Branche. Nein, das kann ganz bestimmt nicht heiter werden.

Volker Klüpfel und Michael Kobr, Autoren

Sie sind das bekannteste und erfolgreichste Krimiautoren-Duo im deutschsprachigen Raum: Volker Klüpfel und Michael Kobr, beide echte Allgäuer. Ihre Erfindung vor genau 15 Jahren auf einer langen Autofahrt: ein kauziger, etwas spießiger und altmodischer Kommissar. Sein Name: Kluftinger – natürlich auch aus dem Allgäu. Inzwischen hat er bereits zehn Fälle gelöst. Und wo? Natürlich im Allgäu – Heimatkrimis nennt man das. Und die sind sehr erfolgreich. Gesamtauflage: knapp sieben Millionen. Kluftinger funktioniert jedoch nicht nur als Buch, fünf Fälle wurden für „Das Erste“ verfilmt. Und wo, natürlich auch im Allgäu. Das wiederum hat in der Heimat der beiden Autoren einen regelrechten Kluftinger-Tourismus-Boom ausgelöst. Ganze Reisebus-Ladungen mit Krimifans bahnen sich inzwischen ihren Weg durch Altusried, regelmäßig führt sogar Volker Klüpfels Vater, die Klufti-Anhänger durch den kleinen Ort. Mehr kann man nicht für den regionalen Tourismus tun, fand auch der Bürgermeister und verlieh Klüpfel und Kobr eine Medaille der Stadt.

Marie-Luise Marjan, Schauspielerin

25 Mutterrollen, ihre erste im zarten Alter von 19 Jahren, hat sie schon gespielt. Doch nur eine erreicht Kultcharakter: „Helga Beimer“ aus der „Lindenstraße“ und das seit über dreißig Jahren. Marie-Luise Marjans Serienrolle weist eine Bandbreite auf, die Ihresgleichen sucht: Von der treusorgenden Ehefrau zur knallharten Unternehmerin bis hin zur liebenden Oma und trauernden Witwe. Auch drei Jahrzehnte deutscher Geschichte spiegeln sich in der Langzeit-Serie wieder. Marie-Luise Marjan ist vielfach ausgezeichnet: Bambi, Telestar und Deutscher Fernsehpreis. Und mit ihren 77 Jahren steht sie immer noch vor der Kamera – aus Leidenschaft. Selbst kinderlos, traf sie ihre leibliche Mutter nur fünf Mal – das Aufwachsen bei Adoptiveltern im Ruhrgebiet prägt sie. So setzt sie sich ehrenamtlich als Botschafterin für UNICEF und für PLAN-Patenschaften für benachteiligte Kinder in den ärmsten Ländern der Welt ein. Für ihr soziales Engagement erhielt sie 1998 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Und wenn sie nicht „Mutter Beimer“ spielt, hält die Wahl-Hamburgerin Lesungen auf Kreuzfahrtschiffen. Am liebsten Krimis.

Ella Endlich, Sängerin

Sie ist Musical-, Pop- und Schlagersängerin, hat sich mehrfach neu erfunden und feierte schon als Teeniestar in den 1990ern Charterfolge als „Junia“. Musik liegt bei ihr in den Genen, denn ihr Vater ist der Produzent und Komponist Norbert Endlich, der sie schon von Beginn an unterstützt. Nach der Realschule studiert sie an der Bayerischen Theaterakademie und kehrt damit ihrer Heimat Berlin und auch der „Junia“-Zeit den Rücken. „Das war wie ein Befreiungsschlag für mich“, sagt sie über diese Zeit. Aus „Junia“ wird Ella Endlich – und sie kann an den Erfolg anknüpfen: Ihr Song „Halt mich, küss mich, lieb mich“ zur Melodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wird zu Weihnachten 2009 ein Superhit und ist einer der beliebtesten Soundtracks für den schönsten Tag im Leben: die Hochzeit! Ella wird Jurorin bei „DSDS“, gründet ihr ein eigenes Musiklabel, arbeitet – ohne väterliche Unterstützung- an ihrem neuen Album und wohnt im Grünen am Wannsee. „Mein Leben lang haben andere für mich entschieden. Jetzt stehe ich in meiner eigenen Verantwortung“, sagt sie. Ella. Endlich.

Gesine Cukrowski, Schauspielerin

Sie spielte in Fernseh-Klassikern wie „Praxis Bülowbogen“ und „Der letzte Zeuge“, ist extrem wandelbar und dabei immer glaubwürdig – in Spielfilm, TV-Serie oder auf der Theaterbühne. Neben ihrem schauspielerischen Talent beeindruckt aber vor allem ihre Menschlichkeit und Haltung. Seit drei Jahren ist sie Botschafterin der Welthungerhilfe und engagiert sich vor allem für die Menschen in Uganda. 2015 besuchte sie die Karamoja-Region, die zu den ärmsten und rückständigsten der Welt gehört, zum ersten Mal und war geschockt: Die Hungersnot war durch die andauernde Dürre groß und es fehlte am Nötigsten. Jetzt, drei Jahre später, hat Gesine Cukrowski schon viel erreicht. Ende März war sie wieder eine Woche vor Ort – ein „Marathon“, wie sie sagt, „mit so vielen Eindrücken“: von der abenteuerlichen Anreise, über die gewöhnungsbedürftige Insektenwelt bis zur Reisewarnstufe fünf war alles dabei. Besonders beeindruckend ist ein Projekt, das sie selbst ins Leben gerufen hat: Das „Ziegen-Projekt“ – spendenfinanzierte Ziegen, vor allem für Witwen, als Hilfe zur Selbsthilfe. Ihre Prioritäten haben sich in den letzten Jahren verschoben. Rote Teppiche werden unwichtig, mehr als 50 Euro dürfe ein Abendkleid nicht kosten, sagt sie. Sie ist eine Frau, der helfen glücklicher macht, als der nächste Filmpreis.

Thomas Rath, Modemacher

„Ich bin ein absoluter Ärmel-Fan!“ Sätze wie dieser sind typisch für den Modedesigner und Unternehmer. Seit er vor acht Jahren Jurymitglied bei Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ war, ist er im deutschen Fernsehen für seine Stilsicherheit und seine herzliche, beratende Art bekannt. „Ich sehe mich nicht als Verkäufer, sondern als guten Freund, der einen gut anzieht“, sagt er. Seit mittlerweile mehr als 25 Jahren ist der in Düsseldorf lebende gebürtige Kölner im Modebusiness tätig, seine Trendprognosen in Sachen Stilbewusstsein setzen sich durch. Thomas Rath ist ein talentierter Autodidakt, dessen Mode, auch ohne Studium oder Lehre, auf den großen Catwalks bejubelt wird und das trotz eines ganz anderen Backgrounds: Er stammt aus einer Familie, die über vier Generation eine Wurstfabrik betrieb. „Da mein Vater der modischste Wurstfabrikant Deutschlands war, stand er hinter mir.“ Ebenfalls immer an seiner Seite: Ehemann Sandro. Seit 15 Jahren sind sie glücklich verheiratet. Den Durchbruch im Mode-Olymp erreichte Thomas Rath mit einer eigenen Luxuskollektion. Er macht allerdings nicht nur Mode für Millionäre, sondern auch für Millionen und bricht im Teleshopping einen Verkaufsrekord nach dem nächsten. Typisch für die Modebranche steht jetzt schon die Kollektion für 2019 in den Startlöchern. Doch vorher dreht sich in diesem Jahr alles um die Trendfarbe pink.

Dr. Henning Beck, Hirnforscher

„Das Gehirn ist ein verträumter Schussel, schlecht darin sich Sachen zu merken, schwach im Rechnen, nie zu hundert Prozent verlässlich und es irrt sich ständig. Eigentlich ist unser Gehirn ein Schrotthaufen!“ Das sagt Hirnforscher und Neurobiologe Dr. Henning Beck. Er ist deutscher Meister im Science Slam und hat eine riesige Freude daran, komplizierte Dinge einfach zu erklären. In seinem Buch „Irren ist Nützlich“, erklärt er in lockerem Ton und mit vielen anschaulichen Beispielen das Wunderwerk Gehirn mit all seinen Fehlern, aber auch mit den genialen Seiten. Erstaunliche Erkenntnisse sind dabei herausgekommen. So merkt sich das Gehirn nie ganze Ereignisse aus der Vergangenheit, sondern setzt Erinnerungen mit Bildern wieder neu zusammen. Es beschönigt, lässt Details weg, oder eliminiert das Unwichtige. Das Geniale daran aber ist, der Mensch ist, dank seines fehlehrhaften Gehirns, kreativ. Er bricht Regeln und erfindet Dinge neu. Übrigens hat Henning Beck mit dem typischen Erscheinungsbild eines Wissenschaftlers nichts gemein, er sieht eher wie ein Popstar oder Sportler aus. Als passionierter Rennradfahrer hat er schon viele Stürze überstanden, steht aber trotzdem immer wieder auf und macht weiter. Genau wie das Gehirn.

Textquelle: NDR

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