STEFAN MROSS – DORFROCKER, FRAU WÄBER, CLAUDIA JUNG, FRANZISKA WIESE, ANNA-CARINA WOITSCHACK
“Ein Kessel Buntes“ – smago! Konzertbericht "Immer wieder sonntags" live in Böhlen (bei Leipzig)!

smago! Chefredakteur Andy Tichler über einen bunten Nachmittag mit Star-Conférencier Stefan Mross und seinen Gästen! 

Es gibt also doch noch: den bunten Unterhaltungsnachmittag mit Conférencier. „Immer wieder sonntags“ Moderator STEFAN MROSS befindet sich derzeit mal wieder im „Außendienst“. Insgesamt 72-mal (!) heißt es „Immer wieder sonntags – zu Gast in Ihrer Stadt“.

Am Dienstagnachmittag (07.02.2017) besuchte smago! Chefredakteur Andy Tichler völlig inkognito (lediglich Anna-Carina Woitschack war „eingeweiht“) die Veranstaltung im Kulturhaus Böhlen (bei Leipzig). Und es war gar nicht so leicht, noch einen freien Platz zu finden. Die Tournee ist insgesamt sehr gut besucht.

Man könnte das Tourneeprogramm am Vortrefflichsten mit „Ein Kessel Buntes“ etikettieren. Stefan Mross präsentiert in der Saison ein Künstler-“““Gebräu“““ (- „Gebräu“ bitte in drei Anführungszeichen -), das (nur auf den ersten Blick!) eigentlich so gar nicht zusammenpassen will: die Dorfrocker mit ihren derb-frivolen Songs à la „Die Glöcknerin von Dindolfing“ treffen auf die große Dame des deutschen Schlagers: Claudia Jung. Die eher ‚rustikale‘ Anna-Carina Woitschack (das Mädchen aus dem Wohnwagen) trifft auf die liebliche „Schlager-Oonagh“ Franziska Wiese. Und dazu noch Frau Wäber … Für Gastgeber Mross
gilt es, einige Kontraste zu bewältigen. Aber ganz genau diese ungemeine Vielfalt den Reiz speziell dieser Tournee aus.

Dienstagnachmittag hin oder her, Stefan Mross beginnt auch das Gastspielen im Kulturhaus Böhlen mit „Immer wieder sonntags“. Ähnlich wie in der TV-Show zeigen sich nach der ersten Strophe die teilnehmenden Künstler – bis auf Frau Wäber – kollektiv dem Publikum. Das ist auch schon der einzige Programmpunkt, der sich als ein wenig unglücklich erweist, denn weil Stefan immer noch den Intro-Song „Immer wieder sonntags“ sind, kann er die Künstler erst „danach“ namentlich vorstellen, nachdem seine Gäste zuvor etwas verloren, wie bestellt und nicht abgeholt, leicht verlegen auf der Bühne stehen. Erst bei der Ansage macht es dann richtig „klick“ bei den Zuschauern: Ach ja, das sind ja die Dorfrocker. Und ja, das IST Claudia Jung …

Stefan Mross präsentiert sich zu Beginn in einer Art Zirkus-Direktor-Montur. (Kein Wunder, speziell mit den Dorfrockern hat er ja auch drei echte „Raubtiere“ mit dabei.) Nach einem kurzen „small talk“ mit seinem Publikum („Der Winter kommt wieder“) – u. a. spricht Stefan Mross ein Ehepaar an, das, wie sich herausstellt, seit 62 Jahren miteinander verheiratet ist, was ihn zu der Aussage „Da hab‘ ich ja noch was vor mir“ bewegt … Nun, würde Stefan – rein theoretisch jetzt – heute oder morgen heiraten, so wäre er in 62 Jahren 103 Jahre jung. Da er – nach eigenen Angaben – 95 Jahre alt wird, könnte er einen Großteil dieser Strecke durchaus noch schaffen … Aber von einer dritten Hochzeit ist noch lange nicht die Rede … Nicht, dass wir jetzt irgendwen auf den falschen Trichter bringen …

Den Anfang des Programms besorgt Anna-Carina Woitschack, die sich zunächst mit ihren Songs „Im Universum“ (, das fatal an „Ich bin nicht mehr dein Clown“ von Olaf Henning erinnert) und „Looping von Gefühlen“ präsentiert, bevor Stefan mit dem „kleinen Stefan“ – einer Holzpuppe, die Anna-Carina ihm in der 3. „Immer wieder sonntags“ Sendung 2016 geschenkt hatte, auf die Bühne kommt. Anna-Carina verweist darauf, dass ihre Familie bereits seit über 300 Jahren die Tradition der Puppenspieler pflegt und dass sie „über 100 Marionetten aller Art“ verfügen würden. Selbstverständlich singt Anna-Carina für – mittlerweile darf man es ja offiziell sagen – „ihren“ Stefan auch während der „Immer wieder sonntags“ Live-Shows ihre abgewandelte Version des „Pinocchio“ Titelsongs. Mit „Geflogen sind wir lang genug“ verabschiedet sich Anna-Carina Woitschack dann auch schon für den ersten Programmteil, in dem sie sich outfittechnisch durchaus etwas „flippiger“ zeigt; dafür wird sie im zweiten Teil ein Glitzerkleidchen tragen, dass einen schier erblinden lässt …

Kurz noch ein kleines "Nachwort" zu diesem Anna-Carina Woitschack-Kapitel: smago! sehnt für sie den Tag herbei, an dem sie ihre Titel "switchen" kann, sprich: an dem sie ihre neuen Songs – produziert (, komponiert und getextet) von Eugen Römer endlich live performen kann. Wann genau das der Fall sein wird, steht noch in den Sternen. Fest steht, dass das Album "Ich wollte nie ein Engel sein" am 21. April 2017 das Licht des Handels erblicken wird. Wie man so hört, soll hier etwas ganz Einzigartiges, Großartiges und Prickelndes entstanden sein. Die Titel werden allerdings noch streng unter Verschluss gehalten. Aber: Das (nochmalige!) Comeback des legendären "Römer" Sounds steht (Gott sei Dank!) mehr oder weniger unmittelbar bevor.

Die Dorfrocker waren bereits 2009 bei der allerersten „Immer wieder sonntags“ Tournee mit Stefan Mross mit auf Tour. Tobias, Phiipp und Markus lassen auch bei dieser Tournee nichts anbrennen und sorgen mit Titeln wie „Vogelbeerbaum“, „Tiefkühlpizza (Ingeborg-Marie)“, „Die Glöcknerin von Dindolfing“ (hierzu holt sich Sänger Tobias eine, wie sich herausstellen wird, 72-jährige Dame als „backing Tänzerin“ auf die Bühne, die wunschgemäß … ihre Glocken schüttelt. Selbstverständlich darf auch der Dorfrocker-Klassiker „Dorfkind“ nicht fehlen.

Auch Stefan Mross macht keinen Hehl daraus, ein „Dorfkind“ zu sein. Und nach einem deftigen Witz kündigt Stefan Mross die erfolgreichste Landfrau im deutschen Fernsehen, Frau Wäber, an. Spätestens jetzt bleibt kein Auge mehr trocken. Erst recht dann, als Frau Wäber für einen kurzen Moment – unfreiwillig – in Unterhose bzw. „im Schlüpfer“ zu sehen ist. Für ein paar Takte kann man „Frau Wäber“ auch singenderweise erleben.

Nach der erfolgreichsten Landfrau ist es jetzt an der Zeit für „die Queen des deutschen Schlagers, die ‚grande dame‘“. Stefan Mross erinnert sich an vergangene Kindheitstage, als Familie Mross mit einem Opel Ascona ohne Klimaanlage bei 35° C unterwegs in den Urlaub war. Sein Vater habe von jeder Claudia Jung-Kassette immer stets 2 Exemplare gekauft – für den Fall, dass es einmal „Bandsalat“ geben sollte. Und so sei er tief geprägt von den großen Erfolgstiteln Claudia Jungs. Mit „Je t’aime mon amour“ sang Claudia Jung denn auch gleich ihren allergrößten Hit, bevor sie dem Publikum einen Kompromissvorschlag unterbreitete:  einen neuen Song – „Morgen wird‘ ich wirklich geh’n“ – und „danach machen wir den ganzen alten Kram“. Ähnlich wie Japaner, die „Europa in 3 Tagen“ erleben würden, fühle es sich für sie an, 30 Jahre Claudia Jung in 8 Minuten zu packen. Immerhin konnte sie ganze 11 Songs in ihrer „kleinen Zeitreise“ unterbringen, die jetzt begann: „Midsommernacht“, „Mir schenkst du Rosen“, „Lass uns noch einmal lügen“, „Domani l’amore vincera“, „Komm und tanz ein letztes Mal mit mir“, „Mittenrein ins Glück“, „Atemlos (Die Nacht, als die Erde Feuer fing)“, „Göttergatte“, „Stumme Signale“, „Mein Plan fürs nächste Leben“, „Mein Plan fürs nächste Leben“ und – „Tausend Frauen“. Claudia Jung ist ohne jede Frage der größte Einzel-Star, der jemals bei einer „Immer wieder sonntags“ Tour dabei war (und auch weiterhin ist). Ganz speziell zu ihrer Verpflichtung kann man den Veranstaltern AS Events (Mike Steffens) und Hainich Concerts (Horst und Hanjo Betzold) nur gratulieren. Schließlich hat sie drei Jahrzehnte Schlagergeschichte ganz maßgeblich mitgeprägt.

Last but not not least zeigte sich auch der Sänger Stefan Mross, der sich für den Moment allerdings mit seinem Song „Kindern soll die Welt gehör’n“ begnügte. Mit 1 Stunde und 45 Minuten war der erste Programmteil aber auch schon deutlich länger, als es manche Blase hergibt. (Wobei sich das Publikum in Böhlen über alle Maßen diszipliniert zeigte.)

Nach gut 23 Minuten Pause, in der es neben Wiener Würsten mit Toast (EUR 3,00) die legendäre „Laugenbrezel, mit Butter gefüllt“ (wir „Wessis“ sagen schlicht und ergreifend „Butterbretzel“ … !!!) sowie noch tief gefrorene Mandarinenjoghurtschnitten für EUR 2,50 zu erwerben gab, während einige Meter weiter Autogramm-, Signier- und Fotowünsche von Stefan Mross, Anna-Carina Woitschack, den Dorfrockern, Hansy Vogt (dem „Fahrer von Frau Wäber“) und Claudia Jung erfüllt wurden.

Um 18:08 Uhr rockte Stefan Mross mit „Party miteinand“ die Bühne, bevor er dem Publikum ein ganzes Stück weit Einblick in seinen allsommerlichen „Immer wieder sonntags“ Alltag gewährte. Insgesamt lässt sich sagen, dass Stefan nicht nur wie aus dem Ei gepellt ausschaute, sondern einen total ausgeglichenen, der mit sich, mit seiner Welt und insbesondere mit denen, die ihm wichtig sind, absolut im Reinen zu sein scheint, vermittelte. Und es tut verdammt gut, ihn – den Menschenfreund, der jahrein jahraus so viele Menschen glücklich macht – selbst so glücklich zu sehen. Auf dass dies auf immer und ewig so bleiben möge! Cut!!!

Als echtes Juwel dieser Tour wird sich Tag für Tag der Auftritt von Franziska Wiese herausstellen, die das Publikum ihre „Symphonie der Träume“ miterleben lässt, bevor sie es in ihre Fantasie-Stadt „Miramar“ mitnimmt, um den Zuschauerinnen und Zuschauern dann zu verkünden: „Ich bin frei“. Und ganz speziell nach ihrer Ballade "Wie weit kann Liebe tragen" gibt es seitens des Publikums kein Halten mehr: Es klatscht im Stakkato-Takt.

Frau Wäber und Opa Mross, der sich zwischenzeitlich auf EUR 450,00 Basis als Arzt für Allgemeinmedizin seine Sporen hinzuverdienen muss, sorgen für die nächsten Lachsalven, bevor sich die Künstler des Tages noch einmal nach und nach mit jeweils einem Coversong präsentieren dürfen: die Dorfrocker mit dem „Fliegerlied (So a schöner Tag)“, Franziska Wiese mit „Ich liebe das Leben“, Anna-Carina Woitschack mit „Die immer lacht“ sowie Claudia Jung (erscheint im zweiten Teil als „Lady in Red“!) mit „Alles was ich brauche bist du“).

„Kennen Sie die noch …?“, fragt Stefan Mross ins Publikum und zeigt auf seine Trompete. „Das ist schön“, freut er sich und bläst den Zuschauern nicht den Marsch, sondern … „Sierra madre“.

Mit „Servus Freunde“ – einer Adaption des Klostertaler-Evergreens „Ciao amore“ – verabschiedet sich Stefan Mross dann gegen 19:12 Uhr von seinem Publikum – nicht ohne vorher noch einmal seine musikalischen Gäste auf die Bühne geholt zu haben.    

Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de
http://www.swr.de/sonntags
http://www.stefan-mross.de/cms/

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