SOTIRIA
„Ich bereue nichts“: Das große smago! Exklusiv-Interview mit Soritia zu ihrem neuen Album „Mein Herz“!

Erhältlich als CD, 2CD-Deluxe-Version (mit 6 Bonus-Songs), limitierte Fanbox (inkl. 2-CD Deluxe Album, Ticket für ein exklusives Sotiria-Fanevent, Riesenposter, USB-Stick mit Akustikvideos) sowie digital!

Liebe Sotiria, der Song „Ich bereue nichts“ beschreibt deine Karriere und deinen Werdegang. Bereust du nichts, was du bisher in deinem Leben (zumindest musikalisch gesehen) gemacht hast? Es gibt ja viele Künstlerinnen und Künstler, denen die älteren Songs eher peinlich sind. Wie verhält sich das bei dir?

Ich finde, ich habe nichts besonders Schlimmes getan (lacht). Von daher gehört das alles ja ein Stück weit zu mir. Ich habe alles immer genossen und gerne so gemacht, wie ich es gemacht habe.

Du feierst ja in diesem Jahr bereits dein 20-jähriges Tonträgerjubiläum, wenn man den ersten Song „Mädchen müssen härter sein“ (als RIA) dazu zählt.

Wenn man dann noch die erste CD, die ich jemals aufgenommen habe, dazurechnet, habe ich sogar schon 26-jähriges Jubiläum. Mit acht Jahren habe ich tatsächlich mal zwei Maxi-CDs als RIA (mit Kinderliedern) veröffentlicht.

Ist da auch die FLIPPER-Titelmelodie drauf?

Nein, das kam später.

Zurück in die Gegenwart. Wie belastend war es für dich, dass dein Album aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden musste?

Das war in der Tat schon sehr nervig. Es tat mir auch wahnsinnig leid, weil die Fans ja lange warten mussten. Viele haben ja schon vorbestellt, hatten Vorfreude – und dann mussten wir den Termin mehrfach verschieben. Es ist ja wirklich nicht schön, wenn man die Fans enttäuschen muss. Deshalb war das natürlich blöd.

Andererseits steckt man ja auch so viel Arbeit in ein Album. Es war ja so, dass wir fast keine Auftritte hatten, alle Geschäfte zu waren, so gut wie keine Promo in TV-Shows stattfinden konnte, um das Album zu präsentieren und an den Mann oder an die Frau zu bringen – das ist natürlich auch doof. Da hat man dann Angst, dass alles verpufft und niemand mitbekommt, dass es ein neues Album von mir gibt.

In dem Song „Für immer wir zwei“ geht es um eine bedingungslose Mädchenfreundschaft. Was hat deine beste Freundin dazu gesagt, als du ihr den Titel vorgespielt hast?

Die fand das natürlich ganz schön und war sehr stolz, dass ich ihr ein Lied gewidmet habe, hat das auch überall geteilt. Sie war davon sehr gerührt.

„Wahre Liebe“ beschreibt ein Phänomen, das heute sehr weit verbreitet ist, nämlich der Angst davor, wahre Liebe gar nicht mehr zuzulassen, auch um Verletzungen nicht mehr zuzulassen. Wurdest du selbst demnach auch schon mal in einer Beziehung belogen?

Ja, belogen wurde ich leider auf jeden Fall auch schon, auch betrogen (im Sinne von Fremdgehen). Wobei es ja eigentlich egal ist, aus welchen Gründen eine Beziehung scheitert. Am Ende ist da ja immer auf jeden Fall Herzschmerz. Bei meiner letzten Beziehung z. B. ist keiner fremdgegangen.

Es hat im Alltag nicht mehr so funktioniert. Mein damaliger Freund hatte so viele private und eigene Probleme, mit denen er nicht so richtig klargekommen ist und die er nicht überwinden konnte. In der Beziehung hat es dann auch nicht funktioniert.

Jedes Ende einer Beziehung, bei der man ja geglaubt hat – es könnte für immer sein – ist dann traurig. Wenn man das ein paar Mal erlebt hat, ist da natürlich eine Angst vor Verletzungen, aber auch davor, doch nicht so die wahre für immer bestehende Liebe zu finden.

Das Album hätte auch den Titel „Mit offenem Visier“ tragen können. Ich habe selten ein Album gehört, das so tiefe Seeleneinblicke zulässt. Hast du mittlerweile schon bereut, dass du dich im übertragenen Sinne so „ausgezogen“ hast?

Noch nicht (lacht). Ich hoffe, es kommt auch nicht dazu. „Einfach nur ein Mädchen“ ist ja auch so ein Song, wo ich sehr viele meiner eigenen Zweifel und auch Unzulänglichkeiten preisgebe. Ich habe darauf eigentlich nur sehr positives Feedback bekommen. Da bin ich sehr froh drüber.

Der Titel „Ich schaue nach oben“ geht ja auch richtig unter die Haut. Das ist ja die Fortsetzung von „Ich lass dich frei“. Es geht ja um den Tod der geliebten Oma. Sie war ein Herzens- und Lieblingsmensch?

Ja, total. Meine Oma war immer ein Anker für mich. Sie hat wahnsinnig viel erlebt. Sie ist 1929 geboren. Sie hat den Krieg miterlebt, viele negative Erlebnisse in ihrer Familie gehabt, führte keine besonders glückliche Ehe, hat den Ehemann früh verloren, war in den 1970er Jahren alleinerziehende Mutter – da kann ich nur den Hut vor ziehen.

Würdest du die Zeilen eines Schlagers von BERNHARD BRINK unterschreiben, dass die Zeit alle Wunden heilt? Überwiegt mittlerweile das Gefühl, deine Oma gekannt zu haben gegenüber dem Schmerz, sie verloren zu haben?

Es ist auf jeden Fall so, dass man lernt, mit dem Schmerz umzugehen. Ja, die Zeit heilt auf jeden Fall die Wunden. Wenn ich jetzt an meine Oma denke, dann tue ich das in 95 Prozent der Fälle mit einem Lächeln im Gesicht und erinnere mich an schöne Zeiten.

In „Schalt dein Herz an“ geht es darum, an das eigene Herz zu hören und weniger auf äußere Einflüsse. Bist du schon einmal auf falsche Berater reingefallen, oder will der Song was ganz anderes aussagen?

In dem Lied geht es darum, woran man heute noch glauben soll. Viele Menschen nehmen heutzutage lieber als zu geben. Die Zeit ist aktuell wirklich nicht so leicht. Es geht darum, auch mal ein bisschen Milde walten zu lassen. Man soll nicht böse sein. Es geht darum, mal sein Herz anzuschalten und manche Dinge mit mehr Liebe zu betrachten. Um falsche Berater geht es nicht.

Klar – in meinem beruflichen Leben habe ich natürlich Menschen kennen gelernt, die nicht die besten Menschen an meiner Seite waren. Es geht aber darum, Liebe walten zu lassen und das Herz einzuschalten.

Musikalisch bist du eine absolute Grenzgängerin. Gilt das auch für dich als Privatperson? Lotest du gerne deine Grenzen aus, z. B. in sportlicher Hinsicht?

Eher in Hinsicht des Adrenalin-Kicks. Aus Vernunfts-Gründen mache ich Sport. Aber ich liebe alles, was Adrenalin bringt. Ich war kürzlich zum ersten Mal Paragliden. Ich liebe Rummel. Diese Skytunnel finde ich toll, wenn Luft von unten kommt und man durch die Gegend fliegt. Da teste ich gerne Grenzen aus, ja.

Wie kam die Duett-Konstellation mit MIKE LEON GROSCH zustande? Da habt ihr ja echt eine tolle Ballade aufgenommen?

Dankeschön! Ich habe den Song geschrieben und dachte mir, dass er prädestiniert dafür ist, als Duett gesungen zu werden. Ich habe mich quasi für die Stimme entschieden. Ich kannte ihn zu dem Zeitpunkt nicht persönlich. Ich habe seine Stimme gehört und war begeistert. Da fragten wir einfach, ob er Lust hat, das Duett zu singen. Im Studio habe ich ihn tatsächlich erst kennen gelernt.

Bei „Bleib nur“ geht es um eine festgefahrene Beziehung, um die man kämpfen soll. Gewohnheit darf bekanntlich nicht das Ziel sein. Wie handhabst du das persönlich? Bist du eher für ein krampfhaftes Festhalten, oder würdest du lieber die schmerzhafte Trennung bevorzugen, wenn es auf der Kippe stehen sollte?

Na ja, ich glaube, dass man schon kämpfen und nicht sofort aufgeben sollte. Aber dann sollte man sich dafür auch bewusst entscheiden. Bei meiner letzten Beziehung haben wir uns beide bewusst für die Trennung entschieden. Wir haben gemerkt, dass wir nicht weiterkommen. Wir wollten nicht den Weg gehen, bequem nebeneinander herzuleben. Man muss auch mal Entscheidungen treffen, die nicht so viel Spaß machen.

Schon BERNHARD BRINK besang vor 45 Jahren ja die „Liebe auf Zeit“. Du hast nun auch einen Song dieses Namens veröffentlicht. Worum geht es in dem SOTIRIA-Lied?

Ich wusste gar nicht, dass BERNHARD schon mal einen Song dieses Namens veröffentlicht hat. In meinem Fall geht es um einen Menschen, mit dem es sehr schön und intensiv war. Das Feuer ist aber sehr schell erloschen. Da stellt man sich die Frage, ob das nicht von Anfang an klar war, dass es nur ein schöner kurzer Moment war.

Im Titel „Heute Nacht“ geht es um verbotene Leidenschaft, der du dann aber widerstanden hast. Hast du zu dem Mann, über den du da singst, noch Kontakt?

Kein Kommentar … (lacht)

Würdest du erneut beim #freeESC antreten?

Ja, würde ich. Die Sendung hat großen Spaß gemacht. Ich wurde ja Vorletzte. Keiner wird gerne Vorletzter. So darf man aber die Sendung nicht betrachten. Es war auch schön, weil STEFAN RAAB in den Pausen bei den Proben zu uns kam. Er riet uns, das Voting nicht zu ernst zu nehmen. Es ist eine tolle Unterhaltungssendung. Es war eine tolle Bühne, es waren ganz tolle Kollegen da. Es hat viel Spaß gemacht. Ja, ich würde es jederzeit wieder machen.

JASMIN WAGNER ist nach ihrem 16. und somit letzten Platz beim #freeESC auf Platz 6 der Offiziellen Deutschen Album Charts gelandet. Insofern spricht alles für einen Top-5-Platz in den ChartsJ

Das hoffe ich doch! (lacht)

Wenn man bei Google danach sucht, wer die Tochter von UNHEILIG ist, kommt als erster Treffer SOTIRA. Darf ich dich darum bitten, das einmal offiziell zu dementieren …? 

(lacht) Ja, ich bin nicht die Tochter von UNHEILIG!

Vielen Dank für das tolle Gespräch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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