GABRIELLA MASSA
smago! Exklusiv-Interview: Gabriella Massa träumt von „Un amore così grande“!
Zwischen italienischer Leidenschaft, romantischer Sehnsucht und der Hoffnung auf die große Liebe spricht die Sängerin über ihren neuen Song und die Geschichten, die das Herz schreibt!
Liebem Gabriella, in „Un amore cosi grande“ beginnt alles mit einem Traum. Glaubst Du, dass Träume manchmal der Anfang großer Liebe sein können?
Definitiv. Ich glaube, dass unsere Träume oft ein Botschaft für uns haben, die wir nicht immer sofort verstehen, wahrnehmen, die aber trotzdem da ist.
Manchmal träumen wir von einer Person, ohne genau zu wissen, warum, und vielleicht merken wir erst später, welche Bedeutung sie für uns hat. Es kann sein, dass ein Traum Gefühle in uns weckt, die wir bisher nicht wahrgenommen haben, oder uns zeigt, wonach sich unser Herz wirklich sehnt. Vielleicht träumen wir von einer Begegnung, die uns nicht mehr los lässt, und irgendwann begegnen wir tatsächlich jemandem, der etwas in uns verändert. Natürlich bedeutet nicht jeder Traum, dass etwas Bestimmtes passieren wird, aber manchmal kann er uns dazu bringen, genauer auf unser Herz zu hören. Ich glaube, dass große Liebe auf ganz unterschiedliche Weise beginnen kann – durch eine zufällige Begegnung, einen besonderen Blick oder vielleicht sogar durch einen Traum, der uns das Gefühl gibt, dass da etwas ist, das wir noch nicht ganz verstehen.
Nach Sehnsucht und Herzschmerz geht es jetzt wieder um die Hoffnung auf die große Liebe. Ist das für Dich das nächste Kapitel Deiner musikalischen Liebesgeschichte?
Ich glaube, dass jede Phase im Leben ihre eigene Bedeutung hat. Sehnsucht und Herzschmerz gehören genauso zur Liebe wie Hoffnung und Vertrauen. Vielleicht geht es im nächsten Kapitel nicht unbedingt darum, die große Liebe zu finden, sondern offen dafür zu bleiben, was das Leben noch bereithält. Manchmal entstehen die schönsten Geschichten genau dann, wenn man nichts erzwingen möchte und dem Herzen erlaubt, seinen eigenen Weg zu gehen
Was bedeutet für Dich persönlich die große Liebe?
Für mich bedeutet die große Liebe viel mehr als nur Schmetterlinge im Bauch oder romantische Momente. Sie bedeutet, jemanden zu finden, bei dem man sich verstanden, geborgen und angenommen fühlt, ohne sich verstellen zu müssen. Es geht darum, gemeinsam zu lachen, einander in schwierigen Zeiten Halt zu geben und auch dann füreinander da zu sein, wenn das Leben nicht immer einfach ist. Ich glaube, wahre Liebe zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern vor allem in den kleinen Dingen des Alltags: einer liebevollen Geste oder dem Gefühl, dass jemand wirklich an deiner Seite sein möchte. Für mich ist die große Liebe, wenn zwei Menschen sich immer wieder füreinander entscheiden und gemeinsam wachsen dürfen, ohne sich selbst dabei zu verlieren
Dein neuer Song verbindet Romantik mit italienischem Lebensgefühl. Wie viel Italien steckt in Deiner Musik?
Sehr viel, weil ich mein italienisches Temperament einfach nicht verstecke. Obwohl ich in den Niederlanden geboren bin, sind beide meine Eltern Italiener, und das Italienische lebt tief in mir – in meinem Wesen, meiner Art zu denken, meiner Gestik und natürlich in meinen Gefühlen.
Gleichzeitig steckt aber auch die niederländische Seite in mir. Ich glaube, dass ich dadurch gelernt habe, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben, Dinge auch mit dem Kopf zu betrachten und positiv nach vorne zu schauen. Diese Mischung macht mich aus und prägt auch meine Musik.
Aber wenn ich singe, kommt vor allem das aus mir heraus, was ich wirklich fühle. Da ist diese italienische Leidenschaft, die Wärme, die Romantik und die Sehnsucht, die ich mit meiner Stimme transportieren möchte. Ich möchte die Menschen nicht nur mit meiner Musik erreichen, sondern sie auch emotional berühren und ihnen ein Gefühl vermitteln.
Das Wichtigste ist für mich, authentisch zu bleiben. Ich kann und möchte meine Gefühle nicht verstellen, denn das, was ich singe, kommt von Herzen. Und genau das ist für mich italienisches Lebensgefühl: mit Leidenschaft zu lieben, zu leben und Musik zu machen…
Du hast den Song gemeinsam mit THOMAS ROSENFELD geschrieben. Wie ist die Idee dazu entstanden?
Da wirst du lachen, Andy. Ich habe nämlich ein Hobby, mit dem wahrscheinlich nicht jeder rechnet: Ich liebe es zu putzen und wenn alles schön sauber ist. Und weißt du was? Meine besten Ideen entstehen tatsächlich oft unter der Dusche oder beim Putzen. 😉 Das Schwierige ist nur, eine Idee in diesen Momenten festzuhalten, bevor sie wieder verschwindet! Deshalb habe ich immer meinen Recorder griffbereit, und darauf haben sich inzwischen schon jede Menge Ideen angesammelt.
Diese Ideen habe ich Thomas Rosenfeld vorgestellt, und bei einer Melodie war sofort etwas ganz Besonderes zu spüren. Sie war so prägnant, dass sie uns einfach nicht mehr losgelassen hat. Während der Studioaufnahmen zum Song Zerfleddert haben wir dann verschiedene musikalische Snippets eingesungen und ausprobiert, bis sich nach und nach alles zusammengefügt hat.
Das Schöne daran war, dass wir schließlich sogar telefonisch den Text und die Komposition fertiggestellt haben. Wir sind zwar rund 200 Kilometer voneinander entfernt, aber musikalisch und menschlich trotzdem ganz nah. Ich finde, das zeigt, dass man nicht unbedingt im selben Raum sitzen muss, um gemeinsam etwas zu erschaffen, das sich authentisch anfühlt und von Herzen kommt.
Und wer weiß, vielleicht sollte ich beim nächsten Song einfach wieder den Putzlappen in die Hand nehmen (lacht).
Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de
