NEIL SEDAKA
Neil Sedaka ist tot!
Der US-amerikanischer Sänger und Songschreiber starb zwei Wochen vor seinem 87. Geburtstag!
NEIL SEDAKA (* 13. März 1939 in New York; † 27. Februar 2026 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Sänger und Songschreiber.
Vor allem in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren hatte er zahlreiche Hits wie „Oh! Carol“, „Calendar Girl“, „Stupid Cupid“ und „Breaking Up Is Hard to Do“. Mitte der 1970er-Jahre erlebte er ein Comeback mit den Nummer-eins-Hits „Laughter In The Rain“ und „Bad Blood“. Als Komponist verfasste Sedaka mehr als 1.000 Songs für zahlreiche andere Künstler (u. a. „Is This the Way to Amarillo?“, „Love Will Keep Us Together)“. Bekannte Musiker wie Elton John, Frank Sinatra, Elvis Presley, Connie Francis, ABBA oder Tom Jones arbeiteten mit Sedaka oder coverten seine Lieder.
Neil Sedaka wurde 1939 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Sein Vater war der Sohn türkisch-jüdischer Einwanderer; seine Mutter die Tochter russisch-polnisch-jüdischer Einwanderer. Der Vater arbeitete als Taxifahrer und Neil Sedaka musste zeitweise mit 11 Verwandten in einer Zweizimmerwohnung zusammenleben. Die Sängerin Eydie Gormé war seine Cousine.
Als Jugendlicher lernte er Klavierspielen, wo er schnell Begabung zeigte. Er erhielt einen Studienplatz am renommierten Juilliard-Konservatorium und arbeitete bei einem Klassik-Radiosender. Zunächst experimentierte er auch mit Doo Wop und Rock ’n’ Roll. So war er Gründungsmitglied der Doo-Wop-Gruppe The Tokens, verließ diese aber bereits 1957 (vor deren Welthit „The Lion Sleeps Tonight“), um stattdessen eine Solo-Karriere einzuschlagen. Seinen ersten Erfolg als Komponist hatte er mit „Stupid Cupid“. Der Song wurde 1958 für Connie Francis ein großer Hit, für die er später auch noch den weiteren Hit „Where The Boys Are“ schrieb. „Stupid Cupid“ wurde von vielen anderen Künstlern nachgesungen, darunter auch von Sedaka selbst.
Sedaka erhielt anschließend einen Vertrag als Solo-Künstler bei RCA Records. Im Herbst 1958 landete er mit „The Diary“ einen ersten Chart-Hit, der bis auf Platz 14 der Billboard Hot 100 kam. 1959 war er weltweit erfolgreich mit dem Lied „Oh! Carol“, das in den USA bis auf Platz 9 kam und in mehreren anderen Ländern die Spitzenposition der Charts erreichte. Die B-Seite zu „Oh! Carol“ war das Lied „One Way Ticket“, welches 1979 durch die Discogruppe Eruption zum Hit werden sollte. Sedaka schrieb und sang in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jaren weitere Hits wie „Standing On The Inside“, „Stairway To Heaven“ (nicht mit dem Hit von Led Zeppelin identisch), „Calendar Girl“, „Little Devil“, „Happy Birthday Sweet Sixteen“ und „Next Door To An Angel“. Das Trennungslied „Breaking Up Is Hard To Do“ war 1962 sein erster Nummer-eins-Hit. Sedaka war bekannt für seine Sopranstimme sowie heitere und eingängige, zugleich musikalisch ausgefeilte Melodien. Nach eigenen Angaben verkaufte er allein zwischen 1959 und 1963 mehr als 40 Millionen Schallplatten.
1963 endete die Hit-Serie; in der Zeit der sogenannten British Invasion teilte Sedaka das Schicksal vieler anderer Künstler der Prä-Beatles-Ära, zunächst keine weiteren Hits mehr landen zu können. Auf dem Tiefpunkt seiner Karriere hatte er 1969 mit „Star Crossed Lovers“ einen unerwarteten Hit in Australien. Sein in Großbritannien unter Mitarbeit der Musiker von 10cc produziertes Album „Solitaire“ (1972) bildete den Auftakt zu einem Comeback, das Titellied „Solitaire“ wurde später u. a. von den Carpenters, Andy Williams und Elvis Presley gecovert. 1974 belegte Sedaka mit „Laughter In The Rain“ wieder Platz 1 der amerikanischen Single Charts. Es war Teil des sehr erfolgreichen Albums „Sedaka’s Back“ (1974). Im Folge-Jahr gelang ihm erneut ein Nummer-eins-Hit mit „Bad Blood“, bei dem Elton John den Background-Gesang übernahm. Elton John, der Sedakas Musik sehr schätzte, hatte diesem zuvor einen Plattenvertrag bei seinem Label Rocket Records vermittelt.
1975 war Sedaka zudem als Songwriter erfolgreich: Der für Captain & Tennille geschriebene Song „Love Will Keep Us Together“ wurde mit einem „Grammy“ als „Record Of The Year“ ausgezeichnet. Zusammen mit seinem häufigen Schreibpartner Howard Greenfield komponierte Sedaka auch den Song „Is This the Way to Amarillo?“, der von ihm selbst interpretiert nur Platz 44 in den USA erreichte, aber 1972 für Tony Christie ein Nummer-eins-Hit in Deutschland wurde. 1973 verfasste Sedaka zusammen mit Phil Cody den englischen Liedtext zu ABBAs „Ring Ring“. Gemeinsam mit Howard Greenfield schrieb Sedaka vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren weitere Hits für Künstler wie Frank Sinatra („The Hungry Years“), Tom Jones („Puppet Man“), The Monkees („When Love Comes Knocking At Your Door“) und The 5th Dimension („Workin’ on a Groovy Thing“).
Im Duett mit seiner Tochter Dara erreichte Sedaka 1980 mit dem Titel „Should’ve Never Let You Go“ letztmals einen Platz in den Charts der USA (Platz 19). 2003 machte der Sänger Clay Aiken Sedakas Lied „Solitaire“ wieder bekannt, als er es in der US-Castingshow „American Idol“ sang. Danach trat Sedaka mehrfach als Gastjuror bei „American Idol“ auf.C2005 spielte er sich selbst in einer Episode der Sitcom „King Of Queens“. Daneben widmete sich Sedaka in späteren Jahren wieder verstärkt der klassischen Musik, er komponierte u. a. eine Symphonie und ein Klavierkonzert. Als Live-Künstler spielte er noch mit über 80 Jahren Dutzende Konzerte im Jahr. Während der COVID-19-Pandemie nahm er zu Hause kleine Konzerte auf und postete sie frei auf Social Media.
Mit seiner Ehefrau Leba war er von 1962 bis zu seinem Tod verheiratet, das Paar bekam zwei Kinder. Im Februar 2026 starb Sedaka im Alter von 86 Jahren.
1978 erhielt Sedaka einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ in der Kategorie „Recording“, 1983 fand er Aufnahme in die „Songwriters Hall Of Fame“.
Er war fünfmal für einen Grammy Award nominiert, erhielt die Auszeichnung jedoch nie (wenngleich das von ihm komponierte „Love Will Keep Us Together“ ausgezeichnet wurde).
Textquelle: Wikipedia.de (Textvorlage)

