SCHILLING! ((PETER SCHILLING))
Wissenswertes über sein neues Album „Vis vida“!

Die CD erscheint am morgigen Freitag (15.01.2021) – und somit 13 Tage vor dem 65. Geburtstag des Künstlers!

 

 

VIS VIVA – wie lange die Überlegung und Nachforschung der tieferen Bedeutung zunächst sein mag, klingt diese phonetisch so wohlklingende Bezeichnung im Inneren nach. Fernab der astrophysischen Bedeutung sagt es in der direkten Übersetzung so viel wie „lebendige Kraft“. Keine andere Bedeutsamkeit hätte möglicherweise besser zum vorliegenden Album gepasst, als diese, so Peter Schilling selbst. Erstmals nach über dreißig Jahren hat er die Produktion eines Albums aus dem eigenen Studio in die Hände zweier erfolgreicher Produzenten (Ludi Boberg: Julia Bergen/David Bonk) gelegt, die zuvor das bisherige Schaffen des Wahl-Münchners komplett inhaliert zu haben scheinen. Denn das was nun vorliegt, als Symbiose aus ihnen, nämlich der neuen Producer-Generation und on-top-Einwirkung von Schilling selber, ist eine so ungezwungene Fusion, wie man es den einzelnen Tracks auch anhört. Zeitgemäß ohne zwanghaft hypermodern sein zu wollen, eben Schilling-Style.

Der Song „Mechanik meines Herzens“ erzählt vom Gefühl des „Funktionieren müssens“, von persönlichen Entwicklungen, vom Suchen und Finden und erschien als Vorab-Single des Albums bereits Anfang De-zember. Als Focus-Track zum Album-Release folgt dann ein Remix des Producers und DJs Phil The Beat.

Bei „Alles an dir“, merkt man als geneigter Hörer, dass es wohl noch kaum einer vor ihm geschafft hat, das tiefenpsychologische „innere Kind“ musikalisch so liebevoll, berührend und warm in die Herzen von Menschen zu tragen, denen das ein Schlüssel für den eigenen Lebensweg sein kann. Es sind die Geschichten aus den Themen Astrophysik, Psychologie, Wissenschaften verschiedener Couleur, die Schilling unterhaltsam in Musik verpackt. Überhaupt wünscht sich Schilling, dass man nach einem Musikstück mit dem einen oder anderen Nachgedanken raus auf eine eigene Gedankenreise gehen möge.

Für ihn ist immer klar gewesen, dass er sich zugunsten einer temporären Kommerzialität nicht verbiegen lässt. Mit Partnern an seiner Seite, mit denen er z.T. seit rund vierzig Jahren zusammen arbeitet, ist ein fast wortloses Verständigen möglich. „Es gibt nicht viele, die sagen können, sie hätten bereits zu Beginn an meinen Weg zu Musikerfolgen geglaubt. Einer davon jedoch hat dies getan, hat recht behalten und ist nun nach vier Jahrzehnten mit seinem Gespür wieder mit im Boot.“

Ein Mixdown-Engineer, der bei Schilling in der Ausbildung war, geht längst seinen eigenen beruflichen Erfolgsweg und hat gewissermaßen den Glanz auf dieses Album gezaubert. Das ist auch insoweit bemerkenswert, als dass die beiden nun schon seit 17 Jahren zusammen arbeiten. In Summe sind es also die vielen beständigen Kräfte wie auch neue Impulse, die in diesen Kreativzug mit eingestiegen sind. Dass so viele langjährige Partner all ihr Know-how zur Verfügung gestellt haben, aber Schillings Authentizität stets erfühlt und respektiert haben, das ist für ihn der wahre Luxus.

Der Song „Major Tom … völlig losgelöst/ Coming Home“ ist bis heute generationsübergreifend populär wie nie. Vertreten als Titelmelodie internationaler Serien, so in der erfolgreichen Hollywood-Produktion „Atomic Blonde“ oder den internationalen Serien „Umbrella Academy“ oder „Deutschland ´83/´86 oder ´89“ auch neben „Terra Titanic“ oder Dokumentationen wie „Songs That Defined History“(CNN), könnte man diesem Werk wohl keinen anderen Untertitel geben als, dass dieser in der Tat Geschichte geschrieben hat.

Nach einer Idee von Peter Schilling entstanden seit 2018 bereits zwölf Bände der Kinderbuch- und Hörspielreihe „Der kleine Major Tom“(Tessloff Verlag). Just zu seinem 65. Geburtstag erscheint der 13. Band mit dem Titel seines weiteren 80er – Klassikers „Die Wüste lebt“. Weitere Abenteuer sind bereits in Vorbereitung. Gemeinsam mit dem Autor der Reihe, wie auch dem Illustrator, arbeitet er an dieser Buch und Hörspielreihe in einem schier atemberaubenden Tempo, das seinem musikalischen Soundtrack und Quelle aus 1983 in nichts nachzustehen scheint.

Auch Songs wie „Terra Titanic“ oder „Die Wüste lebt“, die beide national wie international sehr erfolgreich und ebenfalls bis heute in Serien, oder als Werbemelodie weltweit vertreten sind oder neu aufgelegt werden, oder auch „Ich vermisse Dich“ und „The Different Story (World Of Lust And Crime)“ gehören zu seinem festen Klassiker-Repertoire.

Die Neuauflage von „Die Wüste lebt“ auf dem aktuellen Album, ein Song der es 1983 auch bis auf die Top 7 der deutschen Charts schaffte und in Hecks „ZDF-Hitprade“ seinerzeit mit größtem Abstand auf die Eins ging, den es in der Geschichte der Kultsendung jemals gab, hat – damals wie heute – von seinem unglaublichem Wahrheitsgehalt nichts eingebüßt. Inmitten immer lauter werdender Klimadebatten schließt sich durch die neue Interpretation – man muss beinahe sagen leider – ein Kreis, denn die Umweltproblematik ist eben heute tagesaktueller denn je. Schilling hat sich dieser Thematik bereits 1982 angenommen, lange vor der „Thunberg Generation“.

Der Opener „Willkommen in der Zukunft“ kann textlich eigentlich nur aus der Feder von Peter Schilling selbst stammen, weil es eine Spezialität von ihm zu sein scheint, so unterhaltsam und dicht, inhaltlich kom-plizierte Zusammenhänge gefühlt leicht und visionär zu verpacken. Man erinnere sich an „Fehler im System“ in 1983. Als er in ausschließlich vorausschauender Unterhaltung davon sang, wie Leben auf unseren Planeten gekommen sein könnte. Aus Forschungs-Sicht damals eher unhaltbar, ist es inzwischen jedoch, also rund dreißig Jahre später, wissenschaftlich gelebter Alltag, da diese These eher als wahrscheinlich gilt.

Bauchgefühl oder visionäres Denken oder beides – Fähigkeiten, die Peter Schilling innehat und kreativ auslebt.

Dass dies mitsamt der Produzenten LudiBoberg nun auch noch höchst zeitgemäß klingt, ist der eigentliche Mehrwert einer solchen Kreativ-Fusion. In „Helium“ weiß man sofort, dass Leichtigkeit hier musikalisch gelebt wird.

Musikalisch reduziert, inhaltlich komplex – so geschehen in “Symmetrie“. Kann eine Hook – selbst dem wissenschaftlich nicht so geneigten Interessierten – schöner beschreiben, wie unser aller Lebenskreis funktioniert, auf welchen Gesetzen er basiert?

Mit „Hologramm“ geht es erneut auf psychologische Entdeckungsreise. An sich selbst, seiner eigentlichen Bestimmung vorbei zu leben und Gefühle zu ignorieren, sollte keine lebenswerte Option sein. Jedoch unter Einführung in diesen Themenkreis kann so selbst der, der bis dato gewissermaßen bildlich gesprochen mehr gelebt wird als selbst lebt, noch eine Lösung für sich selbst finden. Die unverkennbare Stimme von Schilling hat dieses gewohnt Weiche, Sensible ohne der inzwischen dazu gekommen Markanz zu entbehren.

Mit „Potenzial unendlich“ schafft er die Überleitung, all die eigenen Kraftreservoirs auszuschöpfen. Das geht am besten, wenn man bei sich angekommen ist, so die musikalische These.

In „Das X in meiner Gleichungschließt Schilling einen Kompromiss mit seinen Aussagen, er sei einfach nicht der Mann für Liebeslieder und stattdessen ein Mann, der komplexe Sachverhalte und Formeln, die die Welt bewegen und zusammen halten auf drei, vier Minuten Musik zu komprimieren. Und so handelt es sich hier also um diese eine ganz elementare und variable Unbekannte, das X, das für den Faktor Liebe zu stehen scheint. Ob er den historischen, musikalischen Vorgängern, die dem Geheimnis, was Liebe ist, auch nur bedingt auf die Spur kamen, mitsamt dieser Berechnung näher kommt oder eben auch nur bis knapp vor die Nullstelle, das weiß der Hörer nach knapp vier Minuten.

Mit „Metall“ wird das erlesene 12-Track-Album komplettiert. Ein Mann, der beruflich schon eine ganze Menge unter Umständen für Außenstehende unpopuläre Entscheidungen gegen kommerzielle Beweggründe getroffen hat, erlaubt sich, musikalisch in Worte fassen, in welchen weiteren Strudel an Oberflächlichkeit wir weiter geraten könnten, wenn wir z.B. Äußerlichkeiten oder Materiellem zu viel Macht geben.

„8 Milliarden Astronauten“, die Hymne für Jeden von uns, da die Erde unser aller Zuhause ist. Dieser kleine blaue Punkt im All ist gewissermaßen unser Raumschiff – wir haben kein anderes – und diesen Lebensraum sollte es gelten, für uns alle zu schützen. So wurde der Song vorab aus diesem Album Teil des offiziellen Soundtracks des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt für die Weltraummission „Horizons“ im Jahr 2018. Von 8 Milliarden Astronauten zu dem einen, der auf seiner Visitenkarte steht: „Major Tom (völlig losgelöst / Coming Home)“ – Dieser Song, der eben auch seine Marke ist, ist für Schilling natürlich ein Masterpiece. Viele Singer/Songwriter-Kollegen hätten unter Umständen gerne so einen Titel, der über Jahrzehnte die Herzen der Menschen zu berühren vermag. Schilling hat ihn…weltweit und selbst geschrieben. Und so hat der Klassiker, der der Song inzwischen international gesehen ist, natürlich einen ganz besonderen Stellenwert in seiner Vita. Jüngst als Autor auf dem Hit-Album der internationalen Pop-Sängerin Ava Max in „Born To The Night“ vertreten zu sein, macht den Wahl-Münchner schon stolz. Oder wenn, wie vor einiger Zeit, die Pforten des IAC, des Internationalen Astronauten Kongresses in Washington, geöffnet wurden, und zum Get-in des Besucherstroms aus aller Welt die deutsche Version eben dieses Klassikers läuft, ist das für den Autoren Schilling noch immer nicht selbstverständlich. Ein Gänsehaut-Moment war demnach sicher auch die klassische Ur-Aufführung des formatierten Werks durch den amerikanischen Arrangeur Oliver Groenewald im Herbst 2018 durch ein so genanntes A-Orchester, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (DDKB).

Es bleibt wohl keinem verborgen, dass Weltraum und Schilling, Schilling und Weltraum einfach eine Verbin-dung fürs Leben ist. Aus spielerischem Interesse für Raketenbausätze als kleiner Junge erwuchs das Interesse an diesen weltlichen, wissenschaftlichen Themen, und diese in Unterhaltung zu gießen, daraus ist heute längst eine Passion geworden. Und so war die Wahl des Albumtitels ausnahmsweise keine Kollektiv-Entscheidung, sondern die ganz klare Bauch-Kopf-Entscheidung von Schilling selbst.

VIS VIVA. 

 

 

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