NADINE NORELL
„Manchmal täuscht man sich in Menschen …!“
Nadine Norell spricht Klartext …:
Eigentlich hatte ich mich bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ich habe in den vergangenen Monaten bewusst weniger geteilt und diesen Abstand auch sehr genossen. Es war eine bewusste Entscheidung, mein Leben wieder ein Stück mehr für mich zu leben und nicht alles öffentlich zu machen.
Dass ich mich jetzt trotzdem noch einmal zu Wort melde, hat einen einfachen Grund: Die Entwicklungen der vergangenen Tage haben eine Situation entstehen lassen, in der es kaum noch andere Möglichkeiten gibt, bestimmte Dinge einmal klarzustellen. Deshalb nutze ich diesen Weg. Nicht, um eine öffentliche Auseinandersetzung zu führen, sondern um mich an diejenigen Menschen zu richten, die wissen werden, dass diese Worte für sie bestimmt sind.
Manchmal glaubt man, einen Menschen zu kennen, vertraut ihm und geht davon aus, dass auch schwierige Dinge in einem geschützten und vertraulichen Rahmen bleiben. Und manchmal muss man schmerzhaft feststellen, dass man sich darin getäuscht hat.
Dabei möchte ich eines ganz klar sagen: Ich habe niemals die Absicht gehabt, irgendjemandem zu schaden, jemanden öffentlich bloßzustellen oder dessen Ruf zu beschädigen. Ganz im Gegenteil. Was ursprünglich aus einem persönlichen und vertraulichen Austausch heraus entstanden ist, sollte niemals über diesen Kreis hinausgehen.
Und trotzdem muss ich auch selbstkritisch genug sein, meinen eigenen Fehler anzuerkennen. Ich habe das Vertrauen eines Menschen, der mir seit vielen Jahren nahesteht und der mir sein Vertrauen geschenkt hat, verletzt. Auch wenn das niemals meine Absicht war, bleibt die Tatsache bestehen, dass durch meine Entscheidung etwas weitergegeben wurde, das nicht für weitere Menschen bestimmt war. Dafür übernehme ich die Verantwortung.
Und an den Menschen, den ich damit verletzt habe, möchte ich eines ganz persönlich sagen: Es tut mir wirklich von ganzem Herzen leid. Du weißt, dass ich dich meine. Ich weiß, dass ich dein Vertrauen verletzt habe, und ich kann das Geschehene nicht rückgängig machen. Ich kann dir nur ehrlich sagen, dass es niemals meine Absicht war, dir oder unserer Freundschaft zu schaden. Unsere Freundschaft und die vielen gemeinsamen Jahre bedeuten mir sehr viel. Ich hoffe von Herzen, dass du mir eines Tages verzeihen kannst.
Umso enttäuschender ist es, dass daraus nun eine Entwicklung entstanden ist, in die Menschen hineingezogen wurden, die mit der eigentlichen Angelegenheit überhaupt nichts zu tun haben.
Für mich ist deshalb eine Grenze erreicht. Und bevor jetzt irgendwelche Vermutungen, Spekulationen oder Geschichten entstehen: Dieser Beitrag ist kein Aufruf dazu, sich zusammenzureimen, wer gemeint sein könnte. Ich werde keine Namen nennen und keine Einzelheiten öffentlich machen. Diejenigen Menschen, an die diese Worte gerichtet sind, werden sehr genau wissen, dass sie gemeint sind.
Ich schreibe das hier auch deshalb, weil nicht jeder Mensch, der in diese Angelegenheit involviert ist, auf direktem Weg erreichbar ist. Deshalb möchte ich auf diesem Weg einmal klar und unmissverständlich sagen, wie ich die Dinge für mich einordne.
Wenn ich heute darüber nachdenke, wem ich mein Vertrauen schenken möchte, dann fällt mir die Entscheidung sehr leicht: Ich stehe zu den Menschen, die mich über viele Jahre begleitet, unterstützt und mir auch dann Vertrauen entgegengebracht haben, wenn es nicht immer einfach war. Zu Menschen, bei denen Loyalität, Respekt und Vertraulichkeit keine leeren Worte sind.
Ich bedauere sehr, dass überhaupt andere Menschen in diese Angelegenheit hineingezogen wurden. Dafür möchte ich ausdrücklich sagen: Das war niemals meine Absicht.
Ich werde mich deshalb künftig klar von allem distanzieren, was diese unnötige Eskalation weiter vorantreibt.
Manchmal ist es besser, einen Schritt zurückzutreten und sehr genau hinzusehen, wem man sein Vertrauen schenkt.
Ich weiß inzwischen sehr genau, wem meines gehört.
Und trotz allem, was passiert ist, möchte ich nicht mit Verbitterung aus dieser Situation gehen. Ich möchte mit der Erkenntnis daraus gehen, was Freundschaft, Vertrauen und Loyalität für mich wirklich bedeuten. Ich hoffe, dass am Ende nicht das stehen bleibt, was schief gelaufen ist, sondern auch das, was über viele Jahre gut und wertvoll war.
Man kann Fehler nicht ungeschehen machen. Aber man kann Verantwortung dafür übernehmen, daraus lernen und hoffen, dass Vertrauen irgendwann wieder wachsen kann.

