WOLFGANG PETRY
Komponistin Karin Hartmann und Textdichter Hans-Ulrich Weigel zum 50. Jubiläum von „Sommer in der Stadt“!
Der Song schaffte es 1976 bis auf Platz 16 der deutschen Single Charts!
Wie kam es dazu, einen Titel für Wolfgang Petry zu produzieren?
Karin Hartmann:
„Tony Hendrik und ich haben ihn bei einem Karaoke-Auftritt in Wolfgangs Heimatstadt Rösrath entdeckt und unter Vertrag genommen. Im Stile der damals aktuellen und erfolgreichen holländischen Melodie-Schlager haben wir den Song komponiert.“
Wie kam es dazu, einen Text für Wolfgang Petry zu schreiben? Wer hat Dich beauftragt?
Hans-Ulrich Weigel:
„Tony Hendrik rief mich an, nachdem ich schon einige Texte unter anderem für Phil & John, Ricky Shayne, Agnetha, Howard Carpendale, Graham Bonney, Juliane Werding, Marianne Rosenberg und für viele andere geschrieben habe, und fragte, ob mir zu einer Musik von ihm etwas einfallen würde: für einen jungen Rocksänger namens Wolfgang Petry – der damals noch völlig unbekannt war.“
Der Text von „Sommer in der Stadt“ stammt von Hans-Ulrich Weigel …
Karin Hartmann:
„Durch Produktionen mit Phil & John oder Dennie Christian waren wir mit der Plattenfirma HANSA verbunden. Durch diese Verbindung kam es zu dieser erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ulli Weigel.“
Der Text von „Sommer in der Stadt“ ist ja recht poetisch. Wie kam’s dazu? Eigene Erfahrung?
Hans-Ulrich Weigel:
„Ja. In der Kleinstadt, wo ich aufgewachsen bin, kennt jeder jeden und man steht ständig unter Beobachtung. Überleg es dir also gut, wenn du ein Mädchen zur Freundin haben willst. Wenn sie dich abweist oder du dich vor ihr blamierst, bist du auch bei allen anderen unten durch.“
„Sommer in der Stadt“ als Wolfgang Petrys erste Single gehört zu drei erfolgreichsten in den ersten 15 Jahren seiner Karriere. Hättest Du damals mit einer 50-jährige Erfolgs-Karriere von Wolfgang Petry gerechnet?
Karin Hartmann:
„Wir haben schon geahnt, dass der Bursche seinen Weg machen würde. Unsere damaligen Veröffentlichungen nach „Sommer in der Stadt“ wie „Ganz oder gar nicht“, „Jessica“ und vor allem „Der Himmel brennt“ und „Wahnsinn“ hat das dann deutlich bestätigt.“
„Sommer in der Stadt“ als Wolfgang Petrys erste Single gehört zu drei erfolgreichsten in den ersten 15 Jahren seiner Karriere. Hättest Du damals mit einer 50-jährige Erfolgs-Karriere von Wolfgang Petry gerechnet?
Hans-Ulrich Weigel:
„Ehrlich gesagt Nein. Er war ja als Persönlichkeit ein unbeschriebenes Blatt. Mit meiner Textidee – ein sympathischer Junge, der aber zu schüchtern ist, um eine Freundin zu finden – habe ich ihm ein Image gegeben. Bisher waren männliche Schlagerstars ja immer vom Typ „erfolgreicher Frauenheld“. Dieser hier war eine Art Anti-Held – einer wie du und ich.“ Mit meinen Textideen durfte ich oft den „Türöffner“ spielen. Ich machte einem Nachwuchskünstler – wie Juliane Werding oder Jürgen Drews – zur Persönlichkeit. Das erfüllt mich noch heute mit einem gewissen Stolz. Viele sind über Jahre ihren Weg weiter gegangen – mit dem Image, mit denen ihre Karriere begonnen hat. Andere haben es später gewechselt, manchmal mit unterschiedlichem Erfolg.
Textquelle: Na Klar! GmbH / Sony Music Entertainment Germany GmbH (Textvorlage)
