HELENE FISCHER u.a.
Schlager im Schlafzimmer: Liebestöter oder Geheimtipp?

„Atemlos“ durch die Nacht oder lieber Stille? Eine neue Studie zeigt, welche Musik die Deutschen beim Sex wirklich hören – und warum der Schlager es schwer hat …:

Dass Musik und Leidenschaft zusammen gehören wie der Text und die Melodie eines großen Hits, ist kein Geheimnis. Aber welche Playlist läuft eigentlich wirklich, wenn im Schlafzimmer das Licht ausgeht? Eine neue Umfrage von ErotikBase.com und Appinio hat da mal genauer hingehört – und die Ergebnisse sind für uns Schlagerfans besonders spannend. Denn während wir zu den großen Hits von Helene Fischer, Roland Kaiser oder Maite Kelly ganze Stadien zum Beben bringen, stellen wir im Bett überraschenderweise oft auf „Stumm“.

Schlager im Schlafzimmer: ein Tabu oder ein versteckter Wunsch?

Es ist die große Ironie der deutschen Musiklandschaft: Auf jeder Party sorgt der Schlager für Ekstase, Freudentränen und pure Energie. Doch wenn es um die „schönste Nebensache der Welt“ geht, scheint die Begeisterung für den Discofox einen Moment Pause zu machen. Gemeinsam mit Heavy Metal bildet der Schlager das Schlusslicht der Beliebtheitsskala im Schlafzimmer.

Woran liegt das? Sind wir vielleicht zu schüchtern, um zuzugeben, dass uns „Atemlos“ auch zwischen den Laken in Schwung bringen könnte? Die Umfrage zeigt: Nur ein kleiner Teil der Deutschen nutzt die mitreißenden Rhythmen unserer Lieblings-Genres für das Liebesspiel. Dabei hätte der Schlager eigentlich alles, was man braucht: Gefühl, Rhythmus und Texte, die mitten ins Herz treffen.

Die Stille genießen oder sanft wegträumen

Interessant ist: Viele Deutsche brauchen gar kein großes Orchester. Knapp ein Drittel der Befragten mag es am liebsten ganz leise. Besonders bei der Generation 55 Plus ist Stille das Maß aller Dinge – hier will fast jeder Zweite keine akustische Ablenkung, um sich voll und ganz auf den Partner zu konzentrieren.

Wenn dann aber doch der „Play“-Button gedrückt wird, regiert die pure Entspannung. Über 33 Prozent setzen auf Chillout, Lounge oder Ambient. Es soll fließen und eine sanfte Atmosphäre schaffen. Pop und R’n’B folgen auf den Plätzen, was zeigt: Wir wollen Rhythmus, aber bitteschön mit einer ordentlichen Portion Gefühl – eigentlich genau die Zutaten, die auch eine gute Schlager-Ballade ausmachen!

Warum bekommt die Gute-Laune-Musik Hausverbot?

Man könnte ja meinen, dass die Lebensfreude und die eingängigen Takte des Schlagers perfekt zum Sex passen würden. Warum also die Zurückhaltung? Die Gründe liegen oft tiefer:

  • Der Kopf will Urlaub: Über 40 Prozent nutzen Musik beim Sex, um den Alltag auszuschalten. Vielleicht ist der Schlager für viele zu sehr mit „Party“ und „Action“ verknüpft, um dabei einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
  • Der Takt-Check: Jeder fünfte Befragte nutzt den Takt der Musik, um „im Flow“ zu bleiben. Während ein sanfter Walzer-Takt vielleicht noch funktioniert, ist ein treibender Party-Schlager für manche wohl eine Spur zu sportlich.
  • Der Faktor Privatsphäre: Klar, 28 Prozent schalten die Musik ein, um Geräusche zu überdecken. Aber ein Mitsing-Refrain alarmiert wahrscheinlich eher die Nachbarn, als dass er für diskreten Schutz sorgt.

Mut zur Nische: Warum wir zu unseren Hits stehen sollten

Vielleicht liegt es auch ein bisschen an der Sorge, als „unsexy“ abgestempelt zu werden. Wer traut sich schon beim ersten Date zuzugeben, dass er die größte Leidenschaft empfindet, wenn im Hintergrund die Flippers laufen? Besonders die junge Generation (18 bis 24 Jahre) nutzt Musik eher als „Safety Zone“ und greift zu neutralen Klängen, statt Farbe zu bekennen.

Dabei zeigen Statistiken nur die halbe Wahrheit. Schlagerfans wissen: Es gibt für jede Stimmung den richtigen Song. Und wer sagt denn, dass eine gefühlvolle Ballade von Howard Carpendale nicht die perfekte Untermalung für einen romantischen Abend sein kann?

Fazit: Es kommt auf den persönlichen Rhythmus an

Am Ende des Tages zeigt die Umfrage: Die Deutschen sind im Bett eher die Genießer der leisen und harmonischen Töne. Aber Schlagerfans müssen deshalb nicht den Kopf hängen lassen. Denn am wichtigsten bleibt doch, dass der Rhythmus zwischen den Menschen stimmt – egal, ob dabei die Stille regiert oder ein Herzbeben-Hit für die richtige Stimmung sorgt.

Vielleicht braucht es manchmal einfach nur ein bisschen mehr Mut, auch im Schlafzimmer zu dem zu stehen, was wir lieben. Denn Leidenschaft und Schlager haben eines gemeinsam: Sie sind am schönsten, wenn man sie mit dem ganzen Herzen fühlt.

 

 

Foto-Credit: pixabay.com / niekverlaan

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