THOMAS ANDERS
Back to the future: smago! Konzert-Bericht „Thomas Anders … singt Modern Talking“ (Berlin und Hamburg)!

smago! war sowohl beim Tour-Auftakt in der (restlos ausverkauften!) Uber Eats Arena in Berlin als auch am Folgetag im Hamburger CCH dabei …:

Was für ein Auftakt. Was für ein Triumph. Was für eine Zeitreise!

Die Tourneeproduktion „Thomas Anders … sings Modern Talking“ der MEWES Entertainment Group ist nicht einfach nur eine Konzerttournee – sie ist ein emotionales, visuelles und musikalisches Feuerwerk, das die 80er in die Gegenwart katapultiert. Und schon der Start in der Uber East Arena hätte symbolträchtiger kaum sein können: Sold out Award – restlos ausverkauft, ekstatische Stimmung, Gänsehaut von der ersten Sekunde an. Dass das CCH – Congress Center Hamburg am Folgetag ebenfalls sehr, sehr gut besucht war, überrascht nach diesem Auftakt niemanden mehr.

Die Fans in Hamburg kamen sogar in den Genuss einer exklusiven Videopremiere des just am 20.03.2026 veröffentlichten neuen Titels „The Best Is Yet To Come“, der die Doppel-CD „The Best“ von Thomas Anders ankündigt. Vom Stil her müsste dieser Song eigentlich unter dem Namen „Thomas Anders … sings C. C. Catch“ laufen …

Das Bühnenbild? Atemberaubend. Stylisch. Futuristisch und gleichzeitig nostalgisch. Die Bühnenbauten wirken wie eine perfekte Symbiose aus Retro-Ästhetik und modernster Technik.

KI macht’s möglich, dass der junge Thomas Anders von vor vierzig Jahren die Zuschauer zu einer „emotionalen Zeitreise in die 80er“ einlädt. Immer wieder wird Thomas Anders im Laufe des Abends mit seinem jüngeren Ich konfrontiert.

Sein einziger Beweggrund, den Beruf des Sängers auszuüben: Er wollte einfach nur „Musik machen“. Als Kind habe er davon geträumt, „einmal in den Charts zu sein, einmal eine Goldene Schallplatte zu bekommen. Die Realität hat es um das 100.000-Fache übertroffen.“
Das mache ihn „sehr dankbar und sehr demütig“: „Mein Traum wurde Wirklichkeit.“

Diese Ehrlichkeit trägt durch den Abend – durchzogen von Anekdoten, die zwischen Humor und Nostalgie pendeln:

  • „Im Supermarkt erkannt zu werden, ist fucking fantastic“
  • „Auf dem Schulhof war die Frage: Wer ist Modern Talking Fan? Und wer ist Depeche Mode Fan (Die waren damals auch ziemlich erfolgreich …)? Und ich sage euch: Ich habe sie auch gehört.“

Natürlich stehen (und wohlgemerkt nahezu ausschließlich!) die Songs von Modern Talking im Mittelpunkt – aber nicht nur die großen Hits, sondern auch „Songs, die ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte; Titel, in die ich mich so’n bisschen verliebt habe. Und die ich auch (wieder)entdeckt habe“, wie Thomas Anders verrät. Mehr noch:  „Ich habe ’neue’ Songs entdeckt.“ Darunter beispielsweise „You And Me“ aus dem Modern Talking Album „Romantic Warriors“. „Der Song hat richtig Feuer. Wirklich ein toller Song.“ Im ersten Programmteil folgt des Weiteren noch ein Medley, das „wunderbare Perlen von den verschiedenen Alben“ enthält – und zwar „With A Little Love“ / „Heaven Will Know“/ „Princess Of The Night“ / „Do You Wanna“ / „Angie’s Heart“.

Mit „Cherokee Highway“ steuert Thomas Anders zudem einen neue(re)n Titel im klassischen Modern Talking Sound vor.

Mit „In 100 Years …“ folgt die letzte Modern Talking Single der ersten Epoche. Obwohl eine der besten Modern Talking Singles aller Zeiten, schaffte es dieser Song seinerzeit „nur“ noch auf Platz 30 der Offiziellen Deutschen Single Charts und läutete so das Ende der (ersten) Modern Taking Ära ein. Der damals 24-jährigen Thomas Anders hatte das Gefühl, „es war ein Abschied für immer“. Es folgt eine „sehr skurrile Zeit“

Das nächste Stück stammt von Modern Talkings „The 1st Album“. „Eine Besonderheit“, denn: „Das ist der einzige Modern Talking Song, den ich nicht gesungen habe“, sondern sein Kollege Dieter Bohlen. Die Rede ist von „There’s Too Much Blue In Missing You“.

Mit „You Can Win – If You Want“ haute er dann den zweiten (von insgesamt fünf) Nr. 1 Hit(s) von Modern Talking raus. Tatsächlich konnte das Duo in der ersten zweiten Hälfte der 80er Jahre 5 Nr. 1 Singles hintereinander landen!

Nach dem bereits erwähnten Nostalgie-Medley mit „wunderbare Perlen von den verschiedenen Alben“ und „Give Me Peace On Earth“ ging es in den „Jet Airliner“.

„Durch ganz Europa im Jet Airliner gedüst – Oslo, Amsterdam, Paris an einem Tag war keine Seltenheit. Wir waren Stammgast im ‚Jet Airliner‘. “Wir waren Stammgast im Jet Airliner“, so Thomas Anders. Oslo – Amsterdam – Paris an einem Tag sei keine Seltenheit gewesen.

In Berlin begrüßte Thomas Anders im Übrigen die Mutter von Uwe Fahrenkrog-Petersen, Barbara (88), im Publikum. „Man kann nicht alt genug sein als Fan“, stellte er fest.

Vor der Pause machte Thomas Anders mit „China In Her Eyes“ erstmals einen Abstecher in die zweite Epoche von Modern Talking. Nach der Pause knüpfte er mit „Ready For The Victory“ und „Win The Race“ unmittelbar an diese Zeit an.

Thomas Anders tauschte sein Glitzer-Sakko gegen eine Original 80er Jahre Lederjacke (, derer er sich erst nach „Geronimo’s Cadillac“ wieder entledigte). Es folgte ein 80er Jahre Kult Hits Medley mit „I Wanna Dance With Somebody“ (Whitney Houston) / You Came (Kim Wilde) / Wake Me Up Before You Go-Go (Wham!)  / Enjoy The Silence (Depeche Mode)/ Billie Jean („eigentlich der Hit des letzten Jahrhunderts“; Michael Jackson) / „Never Gonna Give You Up“ (Rick Astley) und „This Time I Know It’s For Real“ (Donna Summer).

Dann gab es ein bisschen Geschichtsunterricht. Es ging um den Indianerhäuptling Geronimo. Heute müsse man sagen: „Geronimo war ein Teil einer indigenen Bevölkerungsgruppe des nordamerikanischen Kontinents“ … 

Mit „TV Makes The Superstar“ (2003) folgte die letzte Modern Talking Single der zweiten Epoche. Hingegen war „You Are Not Alone“ (1999) „Die erste Single seit zwölf Jahren“, wie Thomas Anders ausführte.

Nun war es an der Zeit, seine Band und seine Chorsängerin vorzustellen. „Alleine wäre das alles nicht möglich“. Zudem verwies er offen und ehrlich auf „Sounds, die eingespielt werden“. Sein aus Falkensee stammender Gitarrist spielt übrigens seit 28 Jahren in seiner Band, mit seinem Schlagzeuger aus Berlin feiert er  in diesem Jahr „Silberhochzeit“. „Wir reisen um die ganze Welt mit unseren Shows“, sagte Thomas Anders voller Stolz.

Den nächsten Song habe er seit 23 Jahren immer in seinem Programm: „No Face – No Name – No Number“. Auch dieser Titel stammt, ebenso wie der folgende („Sexy, Sexy Lover“) aus der zweiten Epoche von Modern Talking.

Drei der fünf Nr. 1 Hits von Modern Talking hat sich Thomas Anders bis ganz zum Schluss aufgespart. Nach „Atlantis Is Calling … S.O.S. For Love“ ist das Programm eigentlich zu Ende, aber natürlich gibt Thomas Anders noch zwei Zugaben. „Ich habe einen ganz besonderen Bruder, der heute mit mir da ist“, sagte er in Berlin (und meinte damit nicht sein „jüngeres Ich“). In Hamburg kündigte er an: „Ich habe einen besonderen Gast mitgebracht …“. Das konnte nur schief gehen, denn wie man weiß, wohnt Dieter Bohlen, wenn er in Deutschland ist, in Tötensen bei Hamburg. Kein Wunder, dass die Menge nach Thomas‘ Ansage „Ich habe einen besonderen Gast mitgebracht …“ hoffnungsvoll „Dieter !!!“ schrie. Thomas Anders reagierte äußerst souverän: „Okay, vielleicht hätte ich mir das in Hamburg sparen sollen …“. Gemeint war natürlich „Brother Louie“. Mit dem Gewinnersong von Radio Hamburg, „Cheri Cheri Lady“ endete diese emotionale Zeitreise. Artig verabschiedete sich auch der junge Thomas Anders von seinen Fans.

Diese Show ist mehr als pure Nostalgie. Sie ist eine Liebeserklärung an an die Musik, an die Fans und an die Zeitgeschichte. Eine perfekt inszenierte Reise, getragen von Charisma, Hits ohne Ende und einer spektakulären Produktion.

Und NUR DESHALB, weil Thomas Anders‘ brandneuer Titel „The Best Is Yet To Come“ heißt, lautet der Schlusssatz zu diesem Konzertbericht: Das Beste kommt vielleicht noch – aber das hier ist schon ziemlich nah dran …

Ach ja: Dass Thomas Anders ein absoluter Ausnahmesänger ist, muss man wohl nicht mehr zwingend erwähnen, da es so etwas von offensichtlich ist … Und dass er darüberhinaus auch noch zu den sympathischsten Zeitgenossen unserer Zeit zählt, ist ebenfalls klar wie Kloßbrühe … Mit 63 Jahren ist Thomas Anders in der Bestform seines Lebens. Und das mit der besten Show seines Lebens.

PS: Beim Konzert „… sings Modern Talking“ von Thomas Anders im CCH Hamburg entwickelte sich eine eigentlich humorvoll geplante Publikumsaktion zu einer spürbar unangenehmen Szene.

Ausgangspunkt war die Promotion rund um die kommende Veröffentlichung der Doppel-CD „The Best“ am 24.04.2026 – inklusive Fanbox mit einem Zauberwürfel im Design von Thomas Anders. Im Rahmen seiner Tour griff der Sänger dieses Gimmick auf und stellte dem Publikum zunächst lockere Fragen: Wer früher einen Zauberwürfel besessen habe – was erwartungsgemäß viele Hände hervorbrachte – und anschließend, wer ihn auch tatsächlich lösen konnte. Letzteres reduzierte die Zahl der Freiwilligen deutlich.

Aus diesen „Mutigen“ holte er schließlich eine Person auf die Bühne, die sich zutrauen sollte, den Würfel in 90 Sekunden zu lösen. Doch statt eines unterhaltsamen Wettbewerbs entwickelte sich in Hamburg eine irritierende Situation: Die ausgewählte weibliche Zuschauerin zeigte von Beginn an ein auffällig distanzloses Verhalten.

Sie umarmte Thomas Anders mehrfach, verweigerte zunächst die Nennung ihres Namens und stellte sich schließlich auf Nachfrage als „Frau Anders“ vor – in dieser Situation wirklich befremdlich wirkend. Ihr Verhalten steigerte sich weiter, indem sie immer wieder körperliche Nähe suchte und ihn sogar auf den Mund küsste.

Der Sänger reagierte zunehmend sichtbar irritiert und entschied schließlich, die Aktion noch vor ihrem eigentlichen Beginn abzubrechen. Um die Situation zu entschärfen, schenkte er ihr kurzerhand den Zauberwürfel. Doch selbst das führte nicht zur sofortigen Beruhigung – die Frau suchte erneut Nähe, sodass schließlich ein Ordner eingreifen und sie von der Bühne führen musste. (Sie konnte sich jedoch noch einmal losreißen und fiel dem armen Thomas Anders erneut um den Hals …)

Für das Publikum entstand dadurch ein klassischer „Fremdschäm-Moment“: Eine Mischung aus Überraschung, Unbehagen und dem Gefühl, dass hier eine eigentlich harmlose Mitmach-Aktion deutlich an diesem Abend aus dem Ruder gelaufen war.

TITELLISTE

01. You’re My Heart – You’re My Soul
02. You & Me
03. Cherokee Highway
04. In 100 Years …
05. There’s Too Much Blue In Missing You
06. You Can Win – If You Want
07. With A Little Love / Heaven Will Know / Princess Of The Night / Do You Wanna / Angie’s Heart
08. Give Me Peace On Earth
09. Jet Airliner
10. China In Your Eyes

PAUSE

11. Ready For The Victory
12. Win The Race
13. I Wanna Dance With Somebody / You Came / Wake Me Up Before You Go-Go / Enjoy The Silence / Billie Jean („eigentlich der Hit des letzten Jahrhunderts“) / Never Gonna Give You Up / This Time I Know It’s For Real
14. Geronimo’s Cadillac
15. TV Makes The Superstar
16. You Are Not Alone
17. No Face – No Name – No Number
18. Sexy Sexy Lover
19. Atlantis Is Calling … S.O.S. For Love

ZUGABE(N)-BLOCK

20. Brother Louie
21. Cheri Cheri Lady

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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