BEATRICE EGLI
„Hinter der Bühne passieren Dinge, die will keiner wissen!“

In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sagte sie …:

Ich lebe immer noch ein großes, familiäres Miteinander

Ich bin mit charakterstarken Jungs aufgewachsen, meine drei Brüdern, die mich sehr geprägt haben. Wir haben auch gefightet.
Ich bin deswegen auch so eine starke Frau geworden, weil sie mir beigebracht haben, dass ich mich durchsetzen muss, um am Tisch noch etwas abzubekommen. Wir sind alle sehr unterschiedlich und meine Eltern haben uns gezeigt, dass es eine Beständigkeit gibt: Das ist die Liebe. Das bedeutet bei uns, dass man sich so nimmt, wie man ist. So bin ich aufgewachsen und lebe das auch. Wir haben uns oft die Köpfe eingeschlagen, aber heute sind sie und ihre Frauen meine engsten Freunde. Wir leben wirklich ein großes, familiäres Miteinander.
Hinter der Bühne passieren Dinge, die will keiner wissen …

Vorn ist das Publikum und es muss immer gut aussehen. Hinter der Bühne sind Hosen gerissen oder Tops müssen genäht werden. Einmal war meine Maskenbildnerin während der Show draußen eine rauchen gegangen und kam nicht mehr in die Halle rein. Ich habe sie überall suchen lassen, ich brauchte sie ja dringend für die Kostümwechsel. Oder bei einem Konzert hatte ich 10 Minuten lang keinen Ton. Der schrecklichste Moment meines Lebens. Ich habe dann nur mit Gitarre gesungen. Im Nachhinein war es für alle anderen toll, für mich aber war es sehr schlimm. Es passieren also Dinge, die nicht passieren sollten. Aber sie machen jeden Abend anders und besonders. Ich möchte meinem Publikum einen schönen Abend schenken, an dem sie tanzen und lachen können.
 
Ich lebe ein sehr intensives und leidenschaftliches Leben und brauche das Gefühl von Nachhausekommen

Ich lebe sehr ein intensives und leidenschaftliches Leben. Aber ich brauche auch das Gefühl von nach Hause kommen und Gleichbleibendes, um wieder Ruhe zu finden. Ich brauche Natur und Stille und Ruhiges und Dinge, die gleich bleiben, um wieder die Balance im Leben zu finden. Ich weiß, wo ich Zuhause bin und wo meine Heimat ist. Deswegen habe ich den letzten Jahren auch wieder viel Schweizer Musik gemacht. Denn Musik kann dir viel geben und dein Lebensgefühl verändert.

Kim Fisher: Reden wir über die Liebe? 

Ich bin glücklich, wenn du das wissen willst (lacht). Anziehung ist für mich ein Gefühl. Ich fühle mich von Menschen angezogen, nicht nur von ihrer Attraktivität. Davon erzählt auch mein Song „Alibi“. Ich finde, in der Öffentlichkeit stehen zu dürfen, ist auch ein Privileg. Um für gleichgeschlechtliche Liebe einzustehen, für sich selbst einzustehen – wie für meinen Weg. Mutig zu sein – für all das stehe ich auch. Wenn Liebe irgendwo hinfällt, die als nicht normal angesehen wird, ist das egal. Normal gibt es nicht. Normal ist, wenn du dein Ding machst und deinen Weg gehst.
Ich will mich nicht über einen Status definieren – ich will nicht „… die Partnerin von“ sein 
Deswegen rede ich nicht gern über Partner. Ich will Beatrice Egli sein, die Schlagersängerin, die für sich steht und Botschafterin dafür sein, für sich einzustehen und nicht „… die Partnerin von“ sein. Ich bin eine eigenständige Frau und definiere mich nicht über irgendeinen Status.
Alice Schwarzer: Feminismus pur. Ich freu mich sehr über alles, was sie sagen.

Beatrice Egli:
Sie haben viel dafür getan. Lieben Dank!
Alice Schwarzer: Ich habe bei Ihnen schon das Gefühl, dass Sie durch und durch Feministin sind?
Beatrice Egli: Also, ich stehe schon für Fraulichkeit und lebe diese auch gern. Aber ich finde auch, dass jede starke Frau auch mit einem Mann stark ist. Ich finde das Leben mit Männern schon gut. Ich finde nicht, dass alles auch ohne Männer geht. Nein, geht es nicht, finde ich. Wir brauchen dieses gesunde Miteinander.
Alice Schwarzer: Ich finde gut, dass Sie das sagen. Denn das ist der größte Irrtum, den es über Feminismus gibt: Dass es nur ohne Männer gehe. Es geht eher um starke, selbstbewußte Frauen wie sie.
Beatrice Egli: Also ich denke, es muss ein Miteinander geben. Kein radikales Denken. In der jüngeren Generation dürfen wir heute wertschätzen, dass wir nun schon als Frau mit einem anderen Feminismus starten können. Die Männer haben dafür auch schon viel getan, dass wir heute mehr als Frauen anerkannt sind. Es muss ein Miteinander sein.
Alice Schwarzer: Ja, das ist mir auch wichtig. Dass sie nicht mehr von vorn anfangen müssen, die Frauen von heute.
 
Träume haben ist wichtig. Machen aber noch mehr.

Träume haben ist wichtig. Aber das Machen finde ich noch viel wichtiger. Einen Traum und eine Richtung zu haben, ist schon sehr gut. Ich bin aber eher eine Macherin, die dann vor geht und den Traum auch umsetzen will. So haben meine Eltern mir das vorgelebt. Ich wollte nie wie meine Eltern sein (lacht). Die haben nur gearbeitet. Nun bin ich aber auch so und ich liebe es! Sie haben das gemacht, was ihre Passion und ihre Leidenschaft ist. Ich finde, das ist etwas Wunderschönes und ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie uns das mitgegeben haben.
Kim Fisher: Wir sehen Dich hier in Deinem Latex-Outfit, und das Internet ist durchgeknallt …

Ich bin schon auch eine Frau geworden und das ist schon auch was Schönes. Sich zu lieben und angekommen zu sein.

Ich habe mich lieben gelernt und es ist alles ein Weg. Die Sinnlichkeit der Frau – ob du kurvig bist oder nicht: Steh dazu. Fraulichkeit sein ist etwas Wunderschönes.
Textquelle: Plan A PR (Textvorlage)

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