FRANK SCHÖBEL
smago! bei der „Release-Party“ seiner neuen CD „Spiel des Lebens“ im Neu-Helgoland in Berlin!

Zwischen den Songs redete er frank und frei, so wie ihm der Schnabel gewachsen ist …:

Ist es WIRKLICH schon 2 ½ Jahre her, dass FRANK SCHÖBEL im Neu-Helgoland in Berlin die CD „Unzerstörbar“ vorgestellt hat? Offensichtlich schon.

Am Donnerstagabend (12.03.2026) präsentierte er – erneut im Neu-Helgoland – sein NEUES Album „Spiel des Lebens“.

Marcus Zander, quasi der Plattenboss von Frank Schöbel, stellte sich dem Publikum, das über die superILLU Karten für dieses „ganz exklusive Konzert mit Band“ gewinnen konnte, mit den Worten „Ich sorge dafür, dass das Ding auch auf Scheibe erscheint“ vor. Marcus Zander, der Sohn von Marcus Zander, und Frank Schöbel arbeiten seit mittlerweile 35 Jahren zusammen. Die Zusammenarbeit begann 1991 mit der Single „Wir brauchen neue Träume“. Marcus Zander hielt denn sogleich auch eine gute Nachricht für die Fans von Frank Schöbel bereit: Nachdem das Konzert von Frank Schöbel & Band am 01.10.2026 restlos ausverkauft ist, „gibt es am 30.09.2026 ein Zusatzkonzert“. „Frank liebt Geschichten zu den Songs“, führte er weiter aus. „Er möchte nicht geradlinig sein, er möchte auch mal anecken. Und ich finde, das darf er auch machen.“ (Frank Schöbel sollte hiervon reichlich Gebrauch machen …)

„
Vielen Dank, dass ihr da seid.“ – Mit diesen Worten begrüßte Frank Schöbel nicht nur seine Fans, sondern auch Ehrengäste wie Dagmar Frederic, Uwe Jensen sowie Peter Meyer (Ex-„Puhdys“). „Das ehrt mich wirklich sehr.“ Allerdings störte Franky-Boy sich ein wenig an dem Begriff „Release-Party“: „Früher, als wir. noch in Deutschland wohnten, haben wir Titel vorgespielt. Das wollen wir auch heute machen“, führte er aus. (Herr Schöbel redet nämlich immer frank und frei, so wie ihm der Schnabel gewachsen ist.) Und: Er „beschwerte“ sich: „Es ist so viel Text. Ich habe viele Songs auch geschrieben, aber ich habe sie nicht immer im Kopf. Die schreibt man – und dann is‘ gut. Ich habe sie auch gelernt, so gut es ging. Wir alle müssen sehen, was kommt. Was kommt, kommt …“ Dem Star-Fotografen Marc Vorwerk machte er – augenzwinkernd – die „Ansage“: „Alte Leute immer von oben fotografieren!“.

Mit „Schön, dass es dich gibt“ stellte er dann den ersten Song aus seinem neuen Album „Spiel des Lebens“ vor. Als zweiter Titel folgte eine Cover-Version: „Butterfly“. „Manche werden fragen: Warum singt der das? Ja, weil ich damals im ersten ‚Kessel Buntes‘ mit Danyel Gérard war. Finde ich ein tolles Lied. Immer noch.“

Der Song „Adler fliegen einsam“ („der ist geradezu auf diese Platte geflogen“) ist bereits 1 ½ Jahre alt und war quasi eine Vorab-Single.

Ein Fan hatte Frank Schöbel per Email angeschrieben, dass er doch prädestiniert sei, den „Olsenbande“ Titelsong aufzunehmen. „Wir haben den Verlag in Dänemark angeschrieben. Die Witwe des Komponisten ((Bent Fabricius-Bjerre, 1924 – 2020)) wollte ganz viel Geld haben“. Zudem dürfe er den Song nicht live singen und auch nicht im Fernsehen präsentieren. Und selbst nach Zahlungseingang könne sie nicht garantieren, ob sie die finale Freigabe erteilen würde. Also hat er seinen eigenen Song geschrieben: „Egon hat ’nen Plan“.

Im „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“ Stil von Truck Stop präsentierte er den eindeutig zweideutigen Song „Im Osten geht die Sonne auf“, dem er mit „Altwerden ist nichts für’n Feigling“ gleich einen weiteren folgen ließ. Doch ganz gleich, ob „dünnes Haar“ oder „Haarwuchs aus der Nase“ – sein musikalischer Rat lautet: „bleib‘ locker und mach dir nicht daraus“,

Zu seinem nächsten Song meinte er freimütig „kann man machen, muss man nicht machen“. Die Rede ist von „In die Sauna musst du geh’n“. Dieses Werk kündigte er mit folgenden Worten an: „So – jetzt gehen wir in die Sauna. Ihr braucht euch nicht ausziehen jetzt deswegen.
Es ist ein Lied, wie soll ich sagen … aber sowas muss es auch geben. Meine Fußballer singen das alle schon …“

Über das Stück „Gut gemacht“ („ein bisschen wie Nordpol und Südpol“) berochtete er: „Das ist mir zugeflattert, das habe ich nicht geschrieben“. (Bereits bei seinem letzten Album war ihm ein Song „zugeflattert“, der es dann sogar zu einer Single-Auskopplung schaffte – „Polaroids im Schnee“.

„Jetzt kommt ein Lied ganz anderer Art. Das ist ziemlich hart. Das ‚liegt‘ eigentlich am Ende der CD. Ich wollte es nicht am Ende singen, weil: Ich wollte euch nicht so entlassen. Es geht um den Krieg.“ Nach „Sehnsucht nach dem Morgen“ gab es Standing Ovations für Frank Schöbel (und natürlich auch wie seine Band). 
“Alles gut? Weinst du?“, fragte er einen Fan. „Ich kann dich nicht angucken. Dann komme ich nicht durch.“

„Jetzt wird es natürlich schwer – was macht man danach?“
Und so nahm er uns mit „in den Alltag, in die ‚kleinen Kriege'“: „Die werden oft mit Handys geführt. Ich habe mir sagen lassen, dass unsere ausländischen Freunde sehr oft im Bus telefonieren. Und alle schön laut, damit’s jeder hört. Keiner will’s wissen … Ist das nicht furchtbar …“ – „Lerne wie in Kind“.

Der im Kerstin Ott „Regenbogenfarben“ Stil gehaltene Titel „Das Leben ist schön“zählt ohne jede Frage mit zu den kommerziellsten Songs auf Franks aktuellem Album.

„Wir neigen uns langsam dem Ende zu“, kündigte Frank Schöbel nun an.
Jetzt stellte er seine aktuelle Radio-Single vor. Er verriet, dass ihm der ursprüngliche Titel „Ich hab die Liebe verlernt“ nicht gefallen habe. Deswegen habe er dem Textdichter Alexander Scholz stattdessen „Dich hat er Himmel geschickt“ vorgeschlagen. „Die Wessis machen das“, wunderte er sich.

Das letzte Stück (vor der Zugabe) bezeichnet Frank Schöbel als „mein Lieblingslied“: „Bevor es zu spät ist“. Dieser Song hat einen äußerst tragischen Hintergrund: „Mein Vater ist in russischer Gefangenschaft in einem Lager. Und da war eine Frau, die hat ihn singend in den Tod begleitet. Jochen Kowalski, ein Freund von uns, der hat mir erzählt, dass sie später eine große Opernsängerin geworden. Sie würde gerne erzählen, wie mein Vater war. Ich habe es vor mir hergeschoben. Ich wollte es hören, aber ich wollte es auch nicht hören. Dann ist sie verstorben. Und so gibt es viele Dinge, die wir noch im Leben erledigen wollen.“ Der Titel kommt mit der ungemein starken Textzeile „Irgendwann ist irgendwann zu spät“ daher.„Find‘ ich selber gut. Passiert auch mal. Manchmal.“

Was für Roland Kaiser „Bis zum nächsten Mal“ ist, dürfte für Franky-Boy „Danke für jede Stunde“ sein. (Ein Song aus dem Jahre 2002.)

Im Anschluss gab Frank Schöbel noch über eine Stunde Autogramme, signierte seine neue CD und stand seinen Fans auch für Selfies (und für kurze Gespräche sowieso) zur Verfügung. 


smago! kann im Grunde genommen nur noch einmal wiederholen, was bereits vor 2 ½ Jahren an dieser Stelle zu lesen war: „Es ist eine einzige Schande für den Westen, dass dieser Mann nicht auch in den alten Bundesländern die großen Arenen füllt.“

PS: Frank Schöbel hat das „Spiel des Lebens“ durchschaut.

 

 

 

 

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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