WOLKENFREI
Mit 260 km auf der Überholspur…": smago! beim "Sommerfest" von Wolkenfrei!
Am 14.08.2015 fand – in diesem Jahr sogar bereits auf dem Freigelände der mechatronik Arena in Aspach – das dritte „Sommerfest“ von Wolkenfrei statt!
"Heute kann es regnen,
stürmen oder schneien,
denn du strahlst ja selber
wie der Sonnenschein…"
So fängt der Geburtagslied-Klassiker "Wie schön, dass du geboren bist" von Rolf Zuckowski an.
"Es kann es blitzen und donnern und schütten, wie es will – wenn wir zusammen sind, ist immer wolkenfrei!"
(Vanessa Mai von Wolkenfrei)
Tatsächlich präsentierte sich der Himmel am Freitagabend (14.08.2015) über dem Freigelände der "mechatronik Arena" alles andere als wolkenfrei. Zeitweise lief das (insgesamt dritte) "Sommerfest" von Wolkenfrei sogar Gefahr abgebrochen zu werden, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Doch das angekündigte schwere Gewitter verzog sich glücklicherweise ziemlich bald. Und auch der Sturm legte sich ganz schnell wieder. Allerdings goss es wie aus dem Kübeln. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, ganz im Gegenteil!
"Hurra, Rundbühne! Heute Abend bin ich mitten unter Euch!", kündigte Vanessa Mai am Nachmittag hocherfreut an ("Ich freu mich so!"). Die 360°-Bühne sollte sich im Laufe des Abends als absoluter Glücksgriff erweisen, denn so hatte jeder Fan das Gefühl von Vanessa persönlich "abgeholt" worden zu sein.
Die erst 23-jährige Vanessa Mai hat eine Steilkarriere hingelegt, wie sie im deutschen Schlagerbereich absoluten Seltenheitswert genießt.
Mit mindestens 260 Kilometern auf der Überholspur, behauptet sie sich mit dem zweiten Album "Wachgeküsst" insgesamt nunmehr bereits die 4. Woche unter den ersten Zehn der Offiziellen Deutschen Charts, Die aktuelle Single "Wolke 7" – clevererweise seit Freitag (14.08.2015) auch als 8-Track Maxi-CD erhältlich – rollt die Charts von hinten auf, während der Titel in den Airplay Charts "Deutschland Konservativ" bereits die #1 geschafft hat. Die deutsche Antwort auf die brasilanische Sängerin ("Hot Banditoz") und Schauspielerin Fernanda Brandão ist zudem jetzt mehr oder weniger fix bestätigt als Jurorin bei "Deutschland sucht den Superstar" – Seite an Seite mit Dieter Bohlen, der, wie man munkelt, auch ihr neuer Produzent werden könnte. ((Und mit ein bisschen "Fantasy" ist das tatsächlich vorstellbar… Dabei sind die Produktionen von Felix Gauder alles andere als Käse…))
Glücklicherweise hat sich Vanessa zwischenzeitlich auch die "Andrea-Berg-Posen" abgewöhnt. Stattdessen hat sie eher in Richtung Helene Fischer umgesattelt, was ihr einen noch größeren gemeinsamen Nenner verschafft. Wenn man bei ihren Ansagen die Augen schließt, hört man buchstäblich Helene…
Fristete Vanessa Mai anfänglich eher noch ein Mauerblümchendasein, entwickelte sie sich vom Typ "(eher) graue Maus" innerhalb kürzester Zeit zur Entertainerin mit ganz viel Herz. Nicht zuletzt auch durch die (geniale!) Ariola-Kampagne "Mein Herz schlägt Schlager" ist sie die neue Identifikationsfigur für viele Schlagerfans. Auch die etwa Gleichaltrigen (und sogleich noch Jüngeren) akzeptieren sie als eine Art "Wunsch-Schwester". So kam smago! u. a. mit zwei 20-Jährigen aus Düren ins Gespräch, die eigens für Vanessa einige 4 ½-stündige Autofahrt genommen hatten. Der geradezu freundschaftliche Eintrittspreis von EUR 14,90 sei für sie mit-ausschlaggebend gewesen. Die Karten für Vanessas erste eigene Solo-Tournee im Herbst 2015 würden bereits bei über EUR 30,00 liegen. Die jungen Herren haben beispielsweise auch Helene Fischer im Rheinenergie-Stadion in Köln gesehen. Natürlich sei deren Show nicht zu übertreffen. Aber: Das hier gefalle ihnen fast ein bisschen besser – aufgrund der "Gesellschaftlichkeit", wie sie immer wieder betonen. Und: Möglicherweise sei "das hier" eine der letzten Möglichkeiten so nah und direkt an Vanessa heranzukommen. Denn natürlich schrieb Vanessa im Anschluss an ihren Auftritt noch Autogramme und posierte für Fotos, bis auch der letzte Fan bedient war. Trotz des großen Andrangs hatte sie für jeden ein nettes Wort und gab sich überhaupt nicht als Star, sondern viel eher als der 'Kumpel-Typ'. Noch ist sie ein "Star zum Anfassen". Und nicht zuletzt deswegen sind auch viele Helene-Fischer-Fans der ersten Stunden zu ihr "abgewandert", weil sie an Helene einfach nicht mehr herankommen. Was allerdings – bei den Dimensionen, die Helene mittlerweile erreicht hat – leider auch völlig unmöglich (geworden) ist.
Während sich Andrea Berg eher "untenrum" gerne etwas freizügiger zeigt, verhält es sich bei Vanessa Mai genau ambivalent. So präsentierte sich Vanessa bei ihrem ersten eigenen "Sommerfest" – die Herren Fischer (, Marc) und Kinski (, Stefan) haben Wolkenfrei ja unlängst verlassen – in einer langen, nichtsdestotrotz aber sehr, sehr körperbetonten Jeans mit einem (natürlich!) viel zu kurzen T-Shirt, der Teile ihres Waschbrett-Bauches freilegte (nicht ohne Grund singt sie über Jeans, T-Shirt und – "Freiheit"…). Die gelernte Mediengestalterin könnte ohne Weiteres auch eine Zweitkarriere als eine Art "neue Sydne Rome" starten und die neue Vorzeige-Frau für eine neue Aerobic-Welle werden. Vielleicht gar keine so schlechte Idee, liebe Ariola: ein Fitness- und Workout-Video mit Vanessa…
Die Coolness in Person ist Vanessa ohnehin. So gab sie bis unmittelbar vor ihrem Auftritt bereitwillig Interviews und posierte für die Fotografen. Von Aufregung oder gar Hektik / Gereiztheit nicht die geringste Spur.
Musikalisch lieferte Vanessa Mai ein "Best Of" Programm der Alben "Endlos verliebt" und "Wachgeküsst" ab. Der stellenweise ziemlich vom Sturm zerfetzte Pavillon bot glücklicherweise einem Großteil der Fans Schutz vor der Nässe.
Aufgrund der ungewissen Wettersituation musste Vanessa ihr Programm jedoch in einem Rutsch durchziehen und leider auch den Song "In all deinen Farben" opfern (, was Vanessa selbst am wenigsten schmeckte).
PS: Pünktlich zum Konzertende hörte der Regen auf…
Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de
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