PETER PETREL
Erinnerungen in Musik – Zum Tode von Peter Petrel!
Lesen Sie HIER einen Beitrag von MICHAEL BORGE , der Peter Petrel zu dessen Hansa-Zeiten betreute …:
Peter Sauer, besser bekannt als PETER PETREL, wurde am 14. April 1940 geboren und verstarb am 18. September 2026.
Unsere erste Begegnung fand im Jahr 1971 statt. Er hatte gerade seine erste Single mit dem Titel „Es liegt nur an Dir“ veröffentlicht – produziert von keinem Geringeren als Abi Ofarim.
Es folgte eine Einladung in die Berliner Szene-Kneipe „Go In“ in der Bleibtreustraße.
Damals war das „Go In“ der absolute Treffpunkt für aufstrebende Künstler wie: Jürgen von der Lippe, Reinhard Mey, Inga & Wolf oder Klaus Hoffmann, um nur einige zu nennen.
Hier kam es also zum ersten Zusammentreffen mit diesem stimmgewaltigen Mann –einem liebenswerten Charmeur, der das Publikum mit seiner jazzigen Stimme sofort in seinen Bann zog.
Es folgten große Erfolge wie „How Do You Do“ an der Seite seiner Duett-Partnerin Jeanny McKinley, „Hamburger Deern“ mit der Rentnerband, sowie unvergessene Auftritte in der „ZDF-Hitparade“ bei Dieter Thomas Heck.
Im Jahr 1976 nahm sich Thomas Meisel seiner an. In dieser Zeit entstanden, Anfang der 80er, Hits wie „Kalle mit der Kelle“, „Ich fahr so gerne Rad“, und „Ich bin viel zu bescheiden“.
1980 bat Rudolf „Rudi“ Schröder darum, sich Peter Petrel für eine Plattenproduktion ausleihen zu dürfen. Diese „Ausleihe“ hatte einen besonderen Grund: Schröder brauchte für das hauseigene Label Monopol einen Interpreten für das Verlagsmaterial. Er suchte jemanden, der den Jazz in der Stimme und das richtige Gefühl für Dixieland im Blut hatte. Peter Petrel vereinte beides perfekt. Eine angesagte Begleitband war mit Sir Gusche und seiner Jazzband schnell gefunden, da Rudi Schröder mit ihnen bereits ein paar Aufnahmen gemacht hatte (unter anderem auch als Roger Bennet an der Klarinette).
In Eduard Meyer war zudem schnell der passende Tonmeister gefunden. Da sich alle auf Anhieb verstanden, entwickelte sich eine Produktion, bei der schnell klar wurde:
Hier entsteht etwas ganz Besonderes. In den Jahren 1980/81 wurde die LP fertiggestellt und bei den Gremien der Deutschen Phono-Akademie eingereicht.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: In Wiesbaden wurde die Produktion 1981 mit dem Deutschen Schallplattenpreis dieser renommierten Institution ausgezeichnet.
Ich hatte damals gerade meinen Job im Hause Meisel angetreten und durfte zu diesem Zeitpunkt die Promotion für diese außergewöhnliche Produktion übernehmen
und natürlich an der Zeremonie teilnehmen. Eine besondere Ehre.
Trotz seiner großen Schlagererfolge blieb Peter Petrel seinen Wurzeln im Jazz immer treu und wechselte mühelos von einem Genre ins andere.
Mit ihm verlieren wir einen großartigen Künstler, der mit seiner Musik in unseren Herzen weiterleben wird.
Mach’s gut, Kuddel, und erfreue den Musikerhimmel mit deiner unverwechselbaren Stimme!
Dein Michael Borge
Für die Edition Intro – Meisel GmbH

