NINO DE ANGELO
„Vivi la Vita!“: Mehr als gelungene CD-Premiere in der Alten Lokhalle in Mainz!

Stimmgewaltiger denn je begeisterte er bei seinem „Privatkonzert“ vor 350 bis 400 Fans auch mit seinen endlos coolen Ansagen und Sprüchen …:

 

Am vergangenen Samstag (13.06.2026) präsentierte NINO DE ANGELO in der Alten Lokhalle in Mainz vor 350 – 400 Fans sein neues Album „Vivi la Vita!“. Mit seiner sechsköpfigen Band und seinen zwei Chorsängerinnen präsentierte er ALLE Songs. Nino kam mit einem kleinen, alkoholfreien Bier auf die Bühne. Ihr wisst, warum wir hier sind. Heute ist das Release-Konzept von dem neuen Album. Heute hört ihr die italienischen Songs.“ Er verwies darauf: „Das kostet mich ein Vermögen! Ich tu‘ das für euch, Freunde!“. Auch erläuterte er das Konzept seiner „Vivi la Vita“ Tournee, die am 19.06.2026 startet. Nino wird auch hier die italienischen Songs präsentieren, „aufgemischt mit den deutschen Songs (zehn Zugaben)“. Da die meisten Tickets ein sogenanntes „Bundle“ waren (zum fairen Preis von € 99,00 gab es neben der Eintrittskarten zur exklusiven Release-Party eine Mediabook-CD. ein „Signature Frame“, eine „All-In-Bag“ sowie ein „individuelles Meet-&-Greet-Foto mit deinem eigenen Handy“. Jeder bekommt ein Selfie. Jeder darf mal mit mir kuscheln“, sagte Nino, der ganz offen zugab: Ich habe mich da ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt. Aber: Das wird alles.“ Und – es wurde …

Nino begann sein Set mit einem Lied „von einem wirklich alten Freund von mir“ – Toto Cutugno („L’Italiano“). „Ich habe ihn wirklich geliebt wie einen Bruder. Leider ist er von uns gegangen. Er habe sich gesagt: „Mein Gott, du musst mindestens einen oder zwei Songs von ihm auf dieses Album nehmen. Einfach nur aus Respekt.“ Dann meinte er: „Ich komm auch bald“. Fügte aber sogleich hinzu: „Ich spreche von 2070“.

Weiter ging’s mit einem Titel, den er vor 35 Jahren geschrieben hat. „Ursprünglich für Al Bano & Romina Power. Aber Al Bano hatte keine Lust auf diesen Song damals.“ Und so sei „Se te na vai“ erst einmal in der Schublade geblieben. 2013 gab er das Stück dann Bernhard Brink & Allessa. „Te ne vai“ wurde ein großer Erfolg. Aber ich habe gedacht, ich muss jetzt den Song selber nochmal singen, ich habe ihn ein bisschen umgeschrieben. Und hier ist das bescheidene Ergebnis. Bitte schön.“

Nach seinem Vortrag fragte er in die Runde: „Kennt ihr meine neue Mützen?“ und fügte (selbst)lakonisch hinzu: „Die habe ich extra machen lassen, damit der Polizeihelikopter mich besser erkennt. Wenn ich wieder auf der Flucht bin.“ 

„Gibt es einen Schluck Wasser für den Papa?“, fragte er, bevor er mit „Solo noi“ den nächsten Song von Toto Cutugno ankündigte.

Bei „Forse“ von Pupo entfuhr es ihm: „Das war einer meiner Lieblingssongs. Bis ihn Carpendale auf Deutsch gemacht hat“. Natürlich relativierte er alles wieder sogleich („Nein! Ich liebe Howard.“).

„Oh, jetzt kommt dein Lied, das wollte ich schon immer singen. Simone gefällt das Lied gar nicht: ‚Ich bekomme Depressionen !!!‘.“ Mit diesen Worten sagte er „Caruso“ von Lucio Dalla an. „Er ist ein Gott in Italien gewesen. Er wird es immer bleiben.“

Dass Giovanni Zarrella in Kürze auch ein ähnliches Album à la „The Italien Songbook“ veröffentlicht, lässt Nino kalt. „Vielleicht ist es sogar gut. Ich bin mal gespannt, wie es bei ihm klingt.“Der Titel „Su di noi“ von Pupo war einst auch von Howard Carpendale in deutscher Sprache gesungen worden. „Voll der Cover-Typ !!! Aber ich liebe ihn.“ 

„Jetzt fängt der Bub aber an zu schwitzen.“ In der Tat war es ziemlich heiß in der Alten Lokhalle … Nino berichtete von seinen Zahnproblemen, deretwegen er den „SchlagerOlymp“ absagen musste. Es war „alles vereitert“. Das Problem: Bei mir wirken diese Betäubungsspritzen nicht mehr. Vielleicht war es zu sehr vereitert.“ Und so habe er sich 5 x 800er Ibuprofen am Tag reingepfiffen. „Die Schmerzen waren weg.“ Die Folge eben nur: eine Nierenkolik. Doch selbst eine Nierenkolik haut einen Nino de Angelo nicht um („Vollgas – immer weitermachen !!!“).

Den Sänger RAF habe er 1985 in Cannes auf der Midem-Gala kennengelernt. Zu diesem Zeitpunkt war Nino in Frankreich mit „La valle del Eden“ die Nr. 1. Zwei Jahre später sollte Raf im Duett mit Umberto Tozzi den dritten Platz beim „Eurovision Song Contest 1987“ belegen. Mit dem Titel „Gente di mare“, den Nino jetzt vortrug.

Danach plauderte er wieder ein Stück weit aus dem Nähkästchen („Wenn es sein muss, lüge ich!“, bekannte er). Über die Sängerin und Entertainerin Loretta Goggi sagte er: „Ich bin mit ihr verwandt. Sie ist meine Tante 18. Grade. Also, meine Mutter hat mir das so erzählt, dass wir mit ihr verwandt sind. Und ich liebe dieses Lied.“ Und dabei heißt „Maledetta Primavera“ „Verfluchter Frühling“.

Über Adriano Celentano, dessen „Azzurro“ er als nächsten Titel sang, sagte er: „Einige werden jetzt lachen, aber: Es ist wirklich mein Onkel! Es ist mein Onkel! Weil: Niemand singt seine Songs so wie ich! Ich muss sein Neffe sein!“

„Jetzt bin ich aber gut durchgenässt!“, stellte er fest und legte sogleich mit „Questo piccolo grande amore“, einem Song von Claudio Baglioni, nach. 

„Mir passieren Sachen, das ist unnormal“, sagte er nun. So habe er seine Unterhose vergessen. Also habe Simone ihm neue Unterhosen gekauft. Und er sich selber auch. Dumm nur, wenn man die neu erworbene(n) Unterhose(n) dann dennoch im Hotel vergisst. Der Vorteil: „Man fühlt sich so frei …“

Jetzt war es an der Zeit, seine Duett-Partnerin Marina Marx zu begrüßen. Er sei „zu Tode erschrocken“, als sie im „ZDF-Fernsehgarten“ von der Bühne gestürzt sei. („Ein umwerdender Auftritt“, hat er vor einigen Tagen in der Sendung „Gäste zum Kaffee“ im MDR Fernsehen gesagt.) Gemeinsam mit Marina Marx präsentierte er ihr neues Duett „Bella Italia è amore“.

Zeit für eine kurze Verschnaufpause für Nino. Marina überbrückte mit „Weißt du noch?“ sowie ihrer Interpretation des KARAT-/Peter Maffay-Hits „Über 7 Brücken musst du geh’n“.

Natürlich hat Nino auch den Kult-Hit „Tornerno“ von I Santo California aufgenommen.

Im Zugaben-Teil präsentierte er zunächst den Celentano-Klassiker „Una festa sui prati“, um hernach zu befinden:„’Onkel‘ Adriano hatte es schon drauf!“. Um im Anschluss sein Programm mit dem Lied zu beenden, „ohne dass ich nie mehr von der Bühne gehe. Ich werde die Erde nicht verlassen ohne dieses Lied. Die Krönung von ‚Vivi la Vita!‘! Ich warte nur auf einen Sänger, der es so gut singt wie ich. Solange ich nicht gehen. Ich werde wahrscheinlich noch lange leben müssen.“ Die Rede ist natürlich von „La valle del Eden“ (= „Jenseits von Eden“).

Nino wunderte sich über sich selbst, dass er über „so’n breites Band an Stimmvolumen“ verfüge. („Nur Rappen kann ich nicht.“)

Mit dem Ratschlag „Vergesst nicht zu leben – bei all dem Stress, den wir haben“ verabschiedete er Nino für den Moment von seinen Fans, um sich den zugesagten Selfies zu widmen. 

 

 

 

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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