HOWARD CARPENDALE
smago! CD-Kritik: Auf „Zeitlos“ setzt er 20 seiner Klassiker ein Denkmal!

Neu arrangiert und neu eingesungen –  von „Ti amo“ bis „Ein neuer Morgen“ lässt das Album keine Wünsche offen!

 

 

 

Mit „Zeitlos“ präsentiert HOWARD CARPENDALE ein Jubiläumsalbum, das ein künstlerisches Resümee von HOWARD aufzeigt, der 2026 seinen 80. Geburtstag feierte und seit 60 Jahren auf den größten Bühnen steht. Mit dem Album präsentiert er seine größten Hits und einige wichtige Lieder seines Repertoires in komplett neuen Aufnahmen: frisch eingesungen, neu arrangiert und soundtechnisch auf dem Stand von 2026. Die Songs behalten die Seele von damals, klingen aber so lebendig, wie HOWARD sie heute fühlt – nicht nostalgisch, nicht retro, einfach „zeitlos“.

Neben Klassikern wie „Ti Amo“, „Nachts, wenn alles schläft“ oder „Hello Again“ enthält „Zeitlos“ auch die aktuelle Single „Ein neuer Morgen“ sowie den exklusiven Live-Mitschnitt von „Sophia Loren“ im Duett mit ROY BIANCO & DEN ABBRUNZATI BOYS. Unter der Leitung seines langjährigen Wegbegleiters ANDRÉ FRANKE hat HOWARD die Titel so arrangiert, dass sie die emotionale Tiefe und die packende Energie seiner Live-Performance einfangen und seine Musik gleichzeitig in eine moderne, zeitgemäße Klangwelt transportieren.

Der Opener „Hi“ aus dem 2007 erschienenen Album 20 Uhr 10 markiert programmatisch den emotionalen Neustart nach dem Comeback von HOWARD CARPENDALE. Als Midtempo-Track im bewusst gewählten Oldschool-Arrangement, das zwar modernisiert, aber ähnlich übernommen wurde, knüpft der Song an klassische Schlagertraditionen an: klare Strophenstruktur, eingängiger Refrain und eine melodische Dramaturgie, die Hoffnung und Entschlossenheit transportiert. Inhaltlich entfaltet der Text ein Motiv der Wiederannäherung – ein „neuer Himmel“, ein „neues Gefühl“ stehen sinnbildlich für zweite Chancen und emotionale Regeneration. HOWARD formuliert Selbstvergewisserung („Ich fühl mich stärker als jemals zuvor“) und koppelt persönliches Wachstum unmittelbar an die geliebte Person. Der Refrain verdichtet diese Botschaft in der schlichten, aber wirkungsvollen Grußformel „Hi“, die (passend zum damaligen „Comeback“) als Signal für Neubeginn und Überwindung der Vergangenheit fungiert. Zwischen Zweifel und Zuversicht entsteht so ein Spannungsfeld, das den Song nicht nur als Liebesbekenntnis, sondern auch als Statement eines künstlerischen Neuanfangs lesbar macht.

Mit der aufgepeppten Neuauflage seines 1984er-Hits „Samstag Nacht“ präsentiert Howard Carpendale einen seiner prägnantesten Ohrwürmer in modernisiertem Klanggewand. Die Version, startend mit einem lässigen Schnipsen im „Off-Beat“ (Zählzeit 2 und 4) und veredelt durch ein markantes Saxophon-Solo, verbindet nostalgischen 80er-Jahre-Charme mit zeitgemäßer Produktion und unterstreicht die zeitlose Qualität der Komposition, die gemeinsam mit IRMA HOLDER und JOACHIM HORN-BERNGES entstand. Dass der Song einst Platz 1 der letzten Ausgabe der ZDF-Hitparade mit DIETER THOMAS HECK erreichte, belegt seine enorme Publikumsresonanz. Inhaltlich zeichnet der Titel das intime Bild einer einsamen „Samstag Nacht“, in der Sehnsucht und Erinnerungen dominieren: Das brennende Licht im Fenster, das laufende Radio und das vergeblich erwartete Telefonklingeln verdichten sich zu einer atmosphärischen Momentaufnahme verlassener Zweisamkeit. Die eingängige „Düdüdüdüdüp“-Hook fungiert dabei als emotionales Leitmotiv – leichtfüßig in der Melodie, doch getragen von melancholischer Tiefe. Originell der Tonartwechsel zum Liedende hin.

Die unaufgeregte Neuinterpretation des 1974 erschienenen Klassikers „Du fängst den Wind niemals ein“ markiert einen weiteren bewussten Rückgriff auf das selbst komponierte Repertoire von HOWARD CARPENDALE – veröffentlicht kurz nach seinem ersten Comeback und damit auch als künstlerisches Selbstbekenntnis zu seinen Wurzeln. Geschrieben von ihm gemeinsam mit FRED JAY und der Formation THE MELODY CLAN, trägt der Song noch deutlich die Handschrift der 70er-Jahre: Das charakteristische „Schubidamdam“ fungiert als eingängige, zeittypische Lautmalerei, die Leichtigkeit vermittelt, ohne die melancholische Grundierung zu überdecken. In der neuen Version wurde das Schubidamdam zum Songende hin im Vergleich zum Original deutlich reduziert. – Inhaltlich entfaltet sich das Bild einer rastlosen Frau, die – wie der Wind – nicht festzuhalten ist. Die Naturmetapher strukturiert den gesamten Text und spiegelt emotionale Unverbindlichkeit sowie Verletzlichkeit wider. In der reduzierten, weniger opulenten ZEITLOS-Version rückt die narrative Ebene stärker in den Fokus: Es ist weniger Schlager-Inszenierung als vielmehr eine nachdenkliche Bestandsaufnahme über Nähe, Verlustangst und das Akzeptieren von Unbeständigkeit – ein Evergreen, dessen thematische Zeitlosigkeit seine generationsübergreifende Wirkung erklärt.

Mit „Es geht um mehr“ greift HOWARD auf eine seiner erfolgreichsten Eigenkompositionen aus dem Jahr 1980 zurück – entstanden in Zusammenarbeit mit JOACHIM HORN-BERNGES und FRED JAY. Die „Zeitlos“-Neuaufnahme verzichtet auf überladene Arrangements und rückt stattdessen Text und Melodieführung in den Mittelpunkt, wodurch die inhaltliche Dringlichkeit stärker zur Geltung kommt. Der Song entfaltet sich als nächtlicher innerer Monolog: Eine leere Stadt, kalter Wind und das ziellose Umhergehen spiegeln den emotionalen Schwebezustand zwischen Trennung und Versöhnung. Zentral ist dabei die programmatische Aussage des Refrains – Liebe wird nicht als flüchtiger Moment, sondern als gemeinsame Zukunftsperspektive definiert („Meine Zukunft trägt deine Züge“). Im Kontrast zu oberflächlichen Beziehungen, die „auseinandergehen, statt einen Weg zu finden“, plädiert der Titel für Verbindlichkeit, Beständigkeit und aktives Festhalten am gemeinsamen Weg. In seiner reduzierten Fassung wirkt der Song wie ein gereiftes Bekenntnis: weniger Pathos, mehr Substanz – und gerade dadurch von anhaltender Relevanz. Spannend ist, dass der Song als Duett konzipiert wurde und im harmonischen Arrangement leicht verändert wurde.

Seinen recht neuen Song „Ein neuer Morgen“ präsentiert HOWARD CARPENDALE im Jahr 2025 in einem überraschend zeitgemäßen Klangbild: Geschrieben von ERIC PHILIPPI und EIKE STAAB, verbindet der Titel ein leichtes, fast schwebendes Pop-Intro mit einem zunehmend kraftvollen, pulsierenden Beat. Synthesizer-Flächen und die rhythmische Struktur zitieren bewusst den 80er-Jahre-Sound, ohne nostalgisch zu wirken – vielmehr entsteht eine moderne, tanzbare Produktion mit klarer Hookline-Dramaturgie. HOWARDs warme, tiefe Stimme liegt souverän über dem Arrangement und verleiht der optimistischen Botschaft zusätzliche Glaubwürdigkeit. Inhaltlich kreist der Song um gesellschaftliche Unsicherheit und zwischenmenschliche Distanz, stellt dem jedoch konsequent den Glauben an Annäherung und Neuanfang entgegen. Der Refrain fungiert als hymnisches Versprechen – „Ein neuer Morgen, ein neuer Tag“ – und entwickelt dabei einen ausgeprägten Ohrwurm-Charakter, der Hoffnung nicht nur textlich behauptet, sondern musikalisch spürbar macht.

Nachts, wenn alles schläft“ ist der Lieblingssong von HOWARD CARPENDALE aus seinem Repertoire. Der Schlager ist ein Titel aus dem Jahr 1978, der schon damals stilistisch aus dem klassischen Schlagerrahmen fiel. Amerikanisch angehauchte Harmonieführung, eine dramatische Spannungsarchitektur und die erzählerische Intimität machten den Song seinerzeit ungewöhnlich und seiner Zeit voraus. Auch in der neuen Version bleibt er eine „Bank“ im Repertoire: Im Konzert avanciert er regelmäßig zum emotionalen Höhepunkt, wenn das Publikum jede Zeile mitträgt. Inhaltlich zeichnet der Titel das Bild einer heimlichen, konflikthaften Liebe – geprägt von nächtlicher Einsamkeit, moralischem Zwiespalt und dem sehnsüchtigen Wunsch nach endgültiger Entscheidung. Die Neuaufnahme betont diese emotionale Tiefe noch stärker; das Arrangement wirkt reifer, dichter und klanglich so umgesetzt, „wie er auch wirklich klingen soll“. Dadurch gewinnt der Song an zeitloser Intensität und bestätigt seinen Status als einer der prägendsten Momente im Gesamtwerk.

Mit „Ti Amo“ interpretiert HOWARD CARPENDALE einen seiner allergrößten Hits erneut – die deutsche Version des italienischen Klassikers von UMBERTO TOZZI erhält hier eine konsequent auf Gegenwart getrimmte „Zeitlos“-Fassung, gehalten im Barmusik-Stil. Bereits früher hatte HOWARD den Song neu aufgenommen, doch diese Version setzt stärker auf klangliche Reife und emotionale Reduktion. Der Text seziert die Diskrepanz zwischen leidenschaftlicher Rhetorik („Ti amo“) und tatsächlicher Verbindlichkeit: Worte werden als flüchtige Begleitmusik eines Sommermärchens entlarvt, während Ernüchterung und Abschied unausweichlich werden. Dramaturgisch lebt der Titel vom Spannungsfeld zwischen verletzter Erinnerung und selbstbehauptender Haltung – „Ich werde leben, auch ohne dich leben“ markiert den Wendepunkt vom Schmerz zur Akzeptanz. Die neue Produktion unterstreicht diese Ambivalenz mit größerer Tiefe und weniger Pathos, wodurch der Evergreen nicht nur nostalgisch wirkt, sondern als gereifte Reflexion über Liebe, Illusion und Loslassen neu erfahrbar wird.

Mit „Wie frei willst du sein?“ widmete sich HOWARD erneut einem italienischen Original (diesmal von PUPO) und übertrug dessen Thematik in eine klar konturierte, deutschsprachige Interpretation. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen individueller Selbstverwirklichung und partnerschaftlicher Verbindlichkeit: Das Versprechen, „zusammenzuleben und doch frei zu sein“, erweist sich zunehmend als fragile Konstruktion. Textlich entfaltet sich eine Bestandsaufnahme moderner Beziehungsmuster, in denen persönliche Entfaltung und emotionale Distanz ineinander greifen. Die wiederholte Leitfrage im Refrain – „Doch wie frei willst du wirklich sein?“ – fungiert dabei als moralischer und dramaturgischer Angelpunkt. Musikalisch unterstützt ein geradliniges, melodisch eingängiges Arrangement (Saxophon Solo inklusive) die inhaltliche Zuspitzung, sodass der Song weniger als Vorwurf denn als ernsthafte Auseinandersetzung mit den Grenzen von Freiheit innerhalb einer Bindung wirkt.

Dann geh doch!“ zählt zu den markanten Klassikern im Repertoire von HOWARD CARPDENDALE und entstand in bewährter Zusammenarbeit mit JOACHIM HORN-BERNGES und FRED JAY. Der Song ist dramaturgisch als konsequentes Zwiegespräch angelegt: Die wiederholte Aufforderung „Dann geh doch“ wirkt vordergründig resolut, offenbart jedoch bei näherer Betrachtung eine tiefe Verletzlichkeit. Zwischen Selbstbehauptung und leiser Hoffnung schwankt HOWARD, der die Freiheit nicht verweigert, sondern sie dem Gegenüber ausdrücklich zugesteht – „Ich besitze dich nicht“ – und gerade darin Größe zeigt. Inhaltlich thematisiert der Titel die Erosion einer Beziehung, in der Schweigen und innere Distanz die Kommunikation ersetzen. Musikalisch trägt die klare, eingängige Struktur die emotionale Zuspitzung, sodass aus der scheinbaren Trotzreaktion ein vielschichtiges Trennungslied wird, das Stärke und Schmerz gleichermaßen transportiert.

Ungesagtes“ vom letzten Studioalbum „Let’s Do It Again“ zeigt HOWARD erneut als sensiblen Beobachter emotionaler Nuancen. Der Song reflektiert auf ruhige, introspektive Weise die Schwierigkeiten, Gefühle und Bedürfnisse in einer Beziehung klar auszudrücken. Inhaltlich dreht sich alles um verpasste Gelegenheiten, unausgesprochene Worte und das stille Missverständnis, das über Jahre hinweg Distanz entstehen lässt. Die Wiederholung von Schlüsselmotiven wie „viel Ungesagtes“ und „nach all den Jahren“ verstärkt die melancholische Reflexion und vermittelt das langsame Bewusstwerden über verpasste Chancen. Musikalisch bleibt die Komposition reduziert, sodass HOWARDs warme Stimme und die emotionale Tiefe der Lyrics im Vordergrund stehen – ein Song, der weniger ins Ohr (ein Hiterfolg war der Song nicht), dafür direkt ins Herz geht und die Thematik von Kommunikation, Versäumnis und späten Erkenntnissen eindrucksvoll transportiert.

Tür an Tür mit Alice“ ist die deutschsprachige Version des SMOKIE-Hits von 1976, für den erneut FRED JAY den Text beisteuerte, und zeigt HOWARD CARPENDALE einmal mehr als versierten Interpret von Partyschlager-Klassikern – diesmal in einer Shuffle-Rock-Produktion der Marke „Achy Breaky Heart“.Der Song transportiert sowohl humorvolle Leichtigkeit als auch leichte Melancholie. Inhaltlich erzählt er die Geschichte einer verpassten Nähe – das Leben „Tür an Tür“ mit Alice, ohne wirklich zusammenzufinden, symbolisiert Sehnsucht, verpasste Gelegenheiten und stille Beobachtung. Das wiederkehrende Motiv der räumlichen Trennung durch die Wand verstärkt die emotionale Spannung, während eingängige Refrains und spielerische Interaktionen im Duett die Partytauglichkeit erhalten. So bleibt der Titel zugleich Klassiker, Publikumsliebling und stimmungsvolle Erinnerung an die Mischung aus Spaß, Herzschmerz und Schlagertradition.

Das schöne Mädchen von Seite 1“ markiert den entscheidenden Durchbruch von HOWARD CARPENDALE im Jahr 1970, als Siegertitel beim deutschen Schlagerwettbewerb. Geschrieben von HANS BLUM, traf der Song damals perfekt den Zeitgeist: eine eingängige Melodie, klare Rhythmik und eine jugendliche Leichtigkeit, die HOWARD sofort populär machte. Lange Zeit wollte er den Titel nicht mehr aufführen, doch in der aktuellen Interpretation präsentiert er ihn mit Abstand, Augenzwinkern und einer spielerischen Rap-Note, die dem Klassiker eine überraschend moderne Dimension verleiht. So verbindet der Song historische Bedeutung mit zeitgemäßer Kreativität und zeigt, wie ein einstiger Schlagerhit stilistisch neu interpretiert werden kann, ohne seine ursprüngliche Identität zu verlieren.

Emotionen“ war eine Single aus dem Album „Der richtige Moment“, mit dem HOWARD seinen vorübergehenden Bühnenabschied einläutete. Der in Zusammenarbeit mit JOACHIM HORN-BERNGES entstandene Titel entfaltet ein intensives psychologisches Panorama, in dem HOWARD von überwältigenden Gefühlen überrollt wird: Liebe, Sehnsucht und Unsicherheit verschmelzen zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Musikalisch unterstützt ein treibender, zugleich eleganter Pop-Beat die dramatische Steigerung, während Carpendales Stimme jede Nuance der inneren Erregung transportiert. Inhaltlich geht es um die völlige Entmachtung des Verstandes durch starke Gefühle („Mein Kopf hat mich total im Stich gelassen“) und die Erfahrung von Nähe, Distanz und existenzieller Bindung. „Emotionen“ arbeitet dabei mit Wiederholungen und steigenden Intensitätsbögen, die den Zuhörer unmittelbar in das Spannungsfeld von Liebe und Kontrollverlust hineinziehen, wodurch der Song zu einem der markantesten emotionalen Höhepunkte im Repertoire wird.

Mit viel, viel Herz“ markierte den Neustart von HOWARD CARPDENALE bei Polydor, wo er im Jahr 1992 unterschrieb, und avancierte als Single schnell zu einem Hit. U. a. mit JOACHIM HORN-BERNGES entstand ein Song, der klassische Schlagerwerte wie Authentizität, Nähe und Optimismus mit frischer, zeitgemäßer Produktion verbindet. Inhaltlich feiert der Titel die echte, intensive Liebe – jenseits flüchtiger Affären oder oberflächlicher Gefühle – und beschreibt Partnerschaft als ehrliche, faire Verbindung, in der Vertrauen, Schwächen und gemeinsame Zukunftsperspektiven Platz haben. Die wiederholte Refrainzeile „Endlich mal mit viel, viel Herz“ wird zum programmatischen Ausruf, der sowohl Emotionalität als auch die unbedingte Lebensfreude des Songs transportiert. Musikalisch überzeugt die Single durch eingängige Melodien, warme Stimmführung und eine positive Dynamik, die den Titel zu einem nachhaltigen Klassiker des modernen Schlagerrepertoires macht.

Hello Again“ markiert das fulminante Comeback von HOWARD CARPENDALE im Jahr 1984, nach etwa einem Jahr Pause, und wurde gemeinsam mit JOACHIM HORN-BERNGES und IRMA HOLDER geschrieben. Ursprünglich als „Alone Again“ geplant, entschied seine Frau, dass „Hello Again“ die passendere Botschaft tragen sollte – ein Entscheidung, die sich als glücklicher Griff erwies. Inhaltlich erzählt der Song von Wiederannäherung, Vorsicht und Hoffnung nach einer Trennung, eingebettet in eine nostalgische, zugleich zeitgemäße Popproduktion – auch hier orientiert sich das ZEITLOS-Arrangement am Original – nur eben mit modernen Sounds. Der Text fängt die Unsicherheit, Sehnsucht und die Freude über ein mögliches Wiedersehen ein, während der Refrain mit seiner einprägsamen Hook sofort ins Ohr geht. Musikalisch profitierte HOWARD damals vom Abklingen der Neuen Deutschen Welle, sodass die Ballade mit ihrer emotionalen Direktheit und klaren melodischen Linie zum Riesenhit wurde und bis heute als Klassiker seines Repertoires gilt.

Zu den Liedern, die bei HOWARD im Schatten stehen, zählt „Du bist doch noch hier“ vom (vorübergehenden) Abschiedsalbum 2003. Mit dem Song, zeigt sich HOWARD von seiner besonders introspektiven und melancholischen Seite. Textlich, (verfasst von JOACHIM HORN-BERNGES), entfaltet der Song ein sensibles Bild von Sehnsucht, Erinnerung und dem Gefühl, dass geliebte Menschen auch in ihrer Abwesenheit präsent bleiben. Die poetischen Bilder – die Brücke, der rote Schal, die fliegenden Haare – erzeugen eine fast filmische Atmosphäre, in der Realität und Einbildung ineinanderfließen. Musikalisch unterstreicht die reduzierte Instrumentierung die emotionale Intimität. So wird der Titel zu einem bewegenden Moment der Reflexion über Nähe, Verlust und das stille Festhalten an Erinnerungen, der besonders auf einem Abschiedsalbum tief wirkt. Nicht umsonst hat HOWARD den Song zuletzt sehr oft in seinem Live-Repertoire gehabt.

Piano in der Nacht“ ist ein typischer Hit der 1980er Jahre und wurde sogar namensgebend für einen ganzen Sampler, der den nostalgischen Sound dieses Jahrzehnts feierte. HOWARD CARPENDALE interpretiert hier einen Song, der von JOACHIM HORN-BERNGES getextet wurde und den damals populären, leicht mystisch angehauchten Stil aufgreift. Inhaltlich verbindet der Song Sehnsucht, Erinnerung und romantische Intimität: Die nächtliche Szene, das Piano, das wie ein emotionaler Leitfaden durch die Gedanken des lyrischen Ichs zieht, schafft eine dichte, atmosphärische Stimmung. Musikalisch unterstützt die sanfte Melodik und das prägnante Piano-Arrangement die melancholische Reflexion über vergangene Beziehungen, während HOWARD die Balance zwischen Traurigkeit und Hoffnung trägt. So wird „Piano in der Nacht“ zu einem nostalgischen Klassiker, der den Sound und die Gefühle der 80er Jahre eindrucksvoll transportiert.

Wem erzählst Du nach mir Deine Träume?“ gehört zu den frühen 1980er-Jahren-Hits von Howard Carpendale und entwickelte sich schnell zu einem festen Bestandteil seiner Live-Auftritte. Der im ZEITLOS-Arrangement mit James-Bond-Anleihen angereicherte Song lebt von seiner hohen Mitsingbarkeit und der emotionalen Direktheit: Er erzählt von Nähe und Distanz in einer Beziehung, von Sehnsucht, verletzter Intimität und dem leisen Schmerz, wenn Vertrauen und Geborgenheit nicht geteilt werden. Die wiederkehrende Frage „Wem erzählst Du nach mir Deine Träume?“ wird zum zentralen Leitmotiv und unterstreicht die Unsicherheit und das Ringen des lyrischen Ichs um Verbindung und Verständnis. Musikalisch getragen von einer klaren Melodieführung, sanften Harmonien und Carpendales nuancierter, warmer Stimme, verbindet der Titel poetische Tiefe mit eingängiger Pop-Struktur – ein emotionaler Klassiker, der sowohl live als auch auf Platte die Fans nachhaltig bewegt.

Das alles bin ich“ vom gleichnamigen 2011er-Album ist ein selbstbewusstes, reflektierendes Statement des Künstlers über seine Vielschichtigkeit und Lebensrealität. Der Song beschreibt Gegensätze – Stärke und Schwäche, Hitze und Kühle, Euphorie und Melancholie – und fasst HOWARDs Persönlichkeit, Erfahrungen und künstlerischen Weg zusammen. Musikalisch getragen von einem modernen Arrangement, unterstützt die eindringliche Stimme des Sängers die emotionale Authentizität der Lyrics. Inhaltlich vermittelt der Titel nicht nur Selbstakzeptanz, sondern auch die Spannung zwischen Sehnsucht, Mobilität und den Anforderungen eines Künstlerlebens („Viel unterwegs, nirgends wirklich zu Haus“). So wird „Das alles bin ich“ zu einem introspektiven Highlight, das persönliche Reflexion, Lebensfreude und künstlerische Identität bündelt.

Die Live-Version von „Sophia Loren“ auf ZEITLOS ist ein echtes Highlight, bei dem HOWARD gemeinsam mit ROY BIANCO & DEN ABBUNZATIB BOYS für ausgelassene Konzertstimmung sorgt. Der Song lebt von seiner eingängigen Melodie, den spielerischen Dialogen im Duett und dem sommerlich-leichten Italo-Flair, das den Klassiker sofort zum Mitsing-Hit macht. Inhaltlich ist „Sophia Loren“ eine charmante, fast filmhafte Liebeserklärung, die Sehnsucht, Bewunderung und die Magie einer besonderen Begegnung in den Vordergrund stellt. Die Live-Interpretation verstärkt die Energie und Spielfreude, lässt HOWARDs Stimme mit den harmonischen Stimmen von ROY BIANCO und den ABBRUNZATI BOYS verschmelzen und macht den Titel zu einem unterhaltsamen Bonus, der die Stimmung des Albums auflockert und die Fans begeistert.

Mit „Zeitlos“ lädt HOWARD CARPENDALE seine Fans ein, seine musikalische Reise über fünf Jahrzehnte noch einmal neu zu erleben. Die Neuaufnahmen verbinden das vertraute Gefühl der Klassiker mit einer frischen, klaren Produktion und beweisen, dass diese Songs nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben – im Gegenteil: Sie wirken so lebendig und unmittelbar wie nie zuvor.

Pünktlich zum 80. Geburtstag beginnt damit die neue Ära #Zeitlos: 20 Songs, die sein Leben und seine Karriere prägen, erklingen in neuem Gewand, erzählen Geschichten von Liebe, Sehnsucht und Lebensfreude und lassen die Fans hautnah spüren, warum HOWARD CARPENDALE bis heute eine der beliebtesten Stimmen im deutschsprachigen Raum ist. Wer wissen will, wie sich 50 Jahre Musikgeschichte heute anhören, sollte genau hier beginnen – bei „Zeitlos“.

Textquelle: smago!

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