ANDY BORG
smago! CD-Kritik: „Andy Borg singt seine Lieblingslieder von Peter Alexander – Folge 2 – Wenn auch die Jahre vergehen“ist ein musikalischer Geburtstagsgruß!

Der „Schlager-Spaß“-Moderator verneigt sich vor PETER ALEXANDER mit Schlagern, die Generationen verbinden!

 

 

 

PETER ALEXANDER gehört zu jenen Ausnahmeerscheinungen der Unterhaltungskunst, deren Strahlkraft weit über ihre aktive Zeit hinausreicht. Seine Lieder, seine Leichtigkeit und sein unverwechselbarer Charme sind bis heute Teil des kollektiven musikalischen Gedächtnisses im deutschsprachigen Raum. Mit dem Album „ANDY BORG singt seine Lieblingshits von PETER ALEXANDER – Folge 2“ setzt ANDY BORG diese Tradition fort und schlägt eine persönliche Brücke zwischen zwei Generationen von Entertainern, die mehr verbindet als nur die Liebe zum Schlager.

Bereits vor 25 Jahren erwies ANDY BORG seinem großen Vorbild musikalisch die Reverenz. Doch zum 100. Geburtstag PETER ALEXANDERs im Jubiläumsjahr 2026 war für ihn der richtige Moment gekommen, diese Hommage fortzuführen. Entstanden ist kein nostalgischer Rückblick um seiner selbst willen, sondern eine sehr bewusste Auswahl von Liedern, die Lebensfreude, Humor, Romantik und leise Melancholie vereinen. Das sind Eigenschaften, für die PETER ALEXANDER stand und die auch ANDY BORGs künstlerisches Selbstverständnis prägen.

So wird dieses Album zu einem musikalischen Geburtstagsgruß, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Es zeigt, warum diese Lieder zeitlos geblieben sind, und erinnert daran, wie viel Kraft darin liegt, wenn Menschen sich durch Musik begegnen, gemeinsam singen, lachen und für einen Moment die Welt ein Stück leichter erscheint.

Los geht es mit einem von RALPH SIEGEL komponierten Erfolgsschlager aus dem Jahr 1974: „Steck dir deine Sorgen an den Hut“ ist eines der vielen textlichen Meisterwerke von Dr. MICHAEL KUNZE. Ein Lied, das gerade in unruhigen Zeiten zu Gefallen weiß – wie gerne würde man die großen und kleinen Probleme des Alltags und der Weltpolitik „an den Hut stecken“. Grund genug für ANDY, den Song einem Millionenpublikum beim Silvester Schlagerbooom zu präsentieren, was vom Publikum dankbar angenommen wurde.

Mit dem Country-Klassiker „Some Broken Hearts Never Mend” landete der KOJAK-Darsteller TELLY SAVALLAS einen Welthit, der im Original von DON WILLIAMS stammt. Mit einem deutschen Text von MICHAEL KUNZE veröffentlichte PETER ALEXANDER den Song anlässlich seines 60. Geburtstags im Jahr 1986 auf Deutsch – passend zum Geburtstag nannte man den Song „Wenn auch die Jahre vergehen“. Passenderweise hat ANDY sein Coveralbum zum 100. Geburtstag unter genau dieses Motto gestellt und singt den Titel in einer Version, die dem Original absolut gerecht wird.

Für den erotischen Schlager ist seit vielen Jahren ja eigentlich ROLAND KAISER zuständig (Paradebeispiel: „Manchmal möchte ich schon mit dir“). Aber auch „PETER der Große“ beherrschte das musikalische Flirtspiel, sogar schon rund 15 Jahre vor ROLAND – natürlich mit viel Charme, Augenzwinkern und Herzlichkeit. Den 1967 erschienenen Top-5-Hit „Verbotene Träume“ hat ANDY BORG vielleicht auch deswegen ausgewählt, weil er ja über ähnliche Eigenschaften verfügt wie der Originalinterpret.

Zu Beginn der 1970er Jahre landete PETER einen weiteren seiner vielen Top-5-Hits: „Oh Lady Mary“, die Adaption eines Hits des italienischen Sanremo-Festivals („Samynyolu“ von BERKANT, die deutsche Version dürfte an DAVID ALEXANDRE WINTREs „Oh Lady Mary“ angelehnt sein). Ein stimmlich herausfordernder Schunkelwalzer, dem nicht jeder gewachsen ist – ANDY BORG weiß mit seiner Version zu überzeugen!

Ein weniger bekannter Song aus dem Jahr 1987 ist „Die Zeit der Rosen“. Das zeitlose Chanson erfährt in der neuen Version von ANDY eine behutsame und respektvolle Neuinterpretation. Die nostalgische Reflexion über Vergänglichkeit, Liebe und die stillen Momente des Glücks, die man oft erst im Rückblick als kostbar erkennt, weiß zu gefallen. ANDY BORGs Interpretation betont dabei weniger die große Geste als vielmehr die emotionale Nähe, wodurch „Die Zeit der Rosen“ auch für ein heutiges Publikum seine poetische Kraft und zeitlose Aussage bewahrt.

Einer der ersten großen ALEXANDER-Tophits war „Die süßesten Früchte“. Der Schlager von seinem Wortwitz, wobei es auch eine „Message“ gibt, die erstaunlich aktuell ist: Es geht um Macht, Ungleichheit und die scheinbare Unveränderlichkeit sozialer Strukturen. Anhand des naiven Entleins, das früh mit der Erkenntnis konfrontiert wird, dass begehrte Güter nur den „Großen“ zugänglich sind, beschreibt der Text ein System, in dem Chancen nicht nach Bedürfnis oder Gerechtigkeit, sondern nach Größe, Stärke und Position verteilt werden. Dieses ernste Thema in einen unterhaltsamen Schlager zu kleiden, war eine Spezialität von PETER ALEXANDER. In der Neuinterpretation von ANDY BORG wird das Thema bodenständig und lebensnah vermittelt. Somit macht er den Evergreen auch für heutige Hörer nachvollziehbar.

Mit seinem langjährigen Orchesterleiter JOHANNES FEHRING produzierte PETER der Große einen „Leckerbissen aus dem Böhmerwald“, so hieß seine 1976 erschienene LP, auf dem der Song zu finden ist: „Lass das sein“. Vor einigen Jahren sang ANDY BORG den Titel schon mal mit „DIE JAUCHZAAA“ zusammen – der eher unbekannte, aber charmante Schlager von PETER hat ihm wohl so gut gefallen, dass er ihn nun auch auf das Geburtstagsalbum genommen hat und sich erfreulicherweise eben NICHT gesagt hat: „Lass das sein“ und den volkstümlichen Schlager eingesungen hat.

Weniger als Schlagererfolg als viel mehr als Hit aus dem Film „Die Lümmel von der ersten Bank: Zum Teufel mit der Penne“ ist der romantische Titel „Honey“, der im Original von BOB SHANE veröffentlicht wurde. Den Schlager hat ANDY BORG bereits auf seinem beliebten Album „Tanz mit mir“ veröffentlicht – er passt auch perfekt zu „Mister Adios Amor“, weil er ja mit romantischen „Schnulzen“ (im besten Sinne des Wortes) seine größten Erfolge feiern konnte.

Und stilvoll-romantisch geht es weiter. Schon 1961 landete PETER ALEXANDER mit einer deutschen Version eines ELVIS-Hits einen Top-5-Treffer: „Bist du einsam heut Nacht“ ist die deutsche Version des Riesenhits „Are You Lonesome Tonight?“. Nachdem ANDY BORG selbst ein ähnliches romantisches Lied vor vielen Jahren veröffentlicht hat („Bleib bei mir heut Nacht“). Und wenn PETER ALEXANDER schon ein Lied erfolgreich interpretiert hatte, das zu Zeiten von ANDY BORGs Geburt ein Superthit war, ist es naheliegend, sich dieses Evergreens anzunehmen – erst recht, wenn es perfekt ins Repertoire des Schlager-Spaß-Moderators passt.

Auf den langsamen Walzer folgt ein Wiener Walzer – und eine weitere zeitlose Erkenntnis: „Liebesleid dauert keine Ewigkeit“. Diese Erkenntnis brachte PETER ALEXANDER einen lupenreinen Nummer-1-Hit in Deutschland ein (er löste sogar die BEATLES mit „Ob la di“ ab) – man nahm es ihm einfach ab, und auch ANDY BORG weiß diesen Schlagerklassiker authentisch zu interpretieren. Den Titel intonierte ANDY übrigens sehr erfolgreich beim „Schlager-Spaß“ im Januar – fast 2 Mio. Fans waren begeistert.

Aus der RALPH-SIEGEL-Ära stammt der Hit „Immer auf die Kleinen“, der im Jahr 2012 noch mal besondere Popularität erfuhr, als FLORIAN SILBEREISEN und STEFAN MROSS sich des Schlagers annahmen und unterhaltsam den vom verstorbenen Textdichter Dr. BERND MEINUNGER getexteten Song als Baby verkleidet zum besten gaben. Vielleicht war das auch eine Motivation, genau diesen witzigen Titel mit aufs Album zu nehmen, weil er auch die Vielseitigkeit des Originalinterpreten unter Beweis stellt -der Titel greift erneut auf, dass es die „großen Tiere“ leicht haben – und es die „Kleinen“ erwischt.

Im Zeitalter der Gleichberechtigung nur logisch: Nachdem ANDY BORG uns von den „Verbotenen Träumen“ erzählt hat, geht es im nächsten Schlager darum, „was Frauen träumen“. Den romantischen Titel interpretierte PETER u. a. im Film „Hilfe, meine Braut klaut“. Da der romantische Schlager perfekt zum Repertoire von ANDY BORG passt, hat der sogar ein ganzes Album nach diesem Evergreen benannt – logisch, dass der auf der neuen PETER-ALEXANDER-Compilation nicht fehlen durfte.

Ein etwas weniger bekannter Schlager von PETER ALEXANDER heißt „Wir sind eine große Familie“, eine Produktion von RALPH SIEGEL, nach der auch ein Album von PETER benannt wurde. Vielleicht hat ANDY BORG diesen Schlager auch aus Verbundenheit zu seinem „Schlager-Spaß“-Team ausgewählt – dort hat man den Eindruck, dass es auch im Kollegenkreis freundschaftlich und familiär zugeht – genau das transportiert ANDY mit seiner Version dieses Klassikers, den er schon auf seinem Album „Jugendliebe“ mit Schlagerklassikern veröffentlicht hatte .

Einer der größten Hits von PETER ALEXANDER ist sicher die deutsche Version von ENGELBERT HUMPERDINCKS „The Last Waltz“: „Der letzte Walzer“ war 1967 ein Nummer-1-Hit in Deutschland. Auch diesen stimmlich herausfordernden Klassiker meistert ANDY BORG mit Bravour.

Mit einem bemerkenswerten Schlager schließt ANDY BORG seine Sammlung der Coverversionen. „Sag beim Abschied leise Servus“ ist ein Schlager aus dem Jahr 1936, den PETER ALEXANDER selbst gecovert hatte (Original von GRETA KELLER). Komponiert wurde dieser melancholische Evergreen von PETER KREDER, dessen Witwe kürzlich verstorben ist, die sich sicher über diese Neuaufnahme gefreut hätte.

Als Bonus enthält die neue CD von ANDY BORG dann noch ein „PETER-ALEXANDER-Medley“ mit den schönsten Melodien des Albums.

Mit seinen Neuinterpretationen von insgesamt 15 PETER-ALEXANDER-Klassikern beweist ANDY BORG eindrucksvoll, dass große Lieder keine Kopien brauchen, sondern Persönlichkeit. Er nähert sich den Evergreens mit Respekt, Wiener Charme und jener Bodenständigkeit, die ihn seit Jahrzehnten beim Publikum beliebt macht. Dabei gelingt ihm der Spagat zwischen originalgetreuer Haltung und eigener Handschrift – mal augenzwinkernd, mal romantisch, mal nachdenklich, aber stets authentisch.

Gleichzeitig erzählt dieses Album auch etwas über ANDY BORG selbst: über seine musikalischen Wurzeln, seine Vorbilder und seine tiefe Verbundenheit zum Genre. Die Auswahl der Titel spiegelt nicht nur PETER ALEXANDERs Vielseitigkeit wider, sondern auch ANDYs eigenes Verständnis von Unterhaltung als verbindendes Element – ganz im Sinne von Liedern, die Generationen zusammenführen und Erinnerungen wachhalten.

„ANDY BORG singt seine Lieblingshits von PETER ALEXANDER – Folge 2“ ist eine liebevolle Verbeugung vor einem Jahrhundert-Entertainer, ein musikalisches Bekenntnis und eine Einladung, diese unvergessenen Lieder neu zu entdecken. Ein Album, das zeigt: Manche Stimmen verstummen nie: Sie klingen weiter, solange man ihnen mit Herz und Hingabe eine neue Bühne gibt.

 

 

Textquelle: smago!

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